Reichweiten erhöhen (wie am besten? für Laien)

Ich kenne mich leider mit den Antennen nicht aus, da muss jemand anders helfen. Grundsätzlich besteht aber auch die Möglichkeit einen eigenen Router zum Outdoor-Einsatz zum Ausstrahlen der Fläche einzusetzen.

Wenn du ein bisschen experimentierfreudig bist kannst du ja mal die TP-Link CPE210/510 testen. Das ist eine Outdoorlösung vergleichbar zu der Nanostation M2/M5. Entsprechender Faden hier: TP-Link CPE210/510

In deinem Fall würde ich von der Nanostation Loco M2 auf jeden Fall abraten, da die nur in Verbindung mit einem anderem Router als Uplink gut läuft. Und ich nehme mal an, du willst nicht so viel Geld ausgeben.

Also was die Abdeckung und Reichweite angeht, kann ich dir nur die Nanostation empfehlen. Ich habe mal zum Vergleich WDR4300 mit ner Antenne TL-ANT2409A ausprobiert. In der Abstrahlrichtung der Antenne schafft sie nicht die Hälfte der Entfernung, die die ubiquiti M2nano geschafft hat.

Wenn du viel Verkehr hast, dann mag der WDR4300 durchaus mehr leisten, aber ich bin überzeugt davon, dass der Leistungsengpass jenseits des VPN Tunnels liegt.

Ich habe ein ähnliches Szenario wie du. Erster Freifunker in meiner Stadt, mit dem Ziel möglichst viel Fläche abzudecken.

wie sahen denn Deine Ergebisse mit der M2nano konkret aus?
Wie groß war die Reichweite denn?

Ich würde die Antenne bei mir auf dem Balkom platzieren wollen

Ich bin hier in Wohngebiet in einem Eckhaus an Kreuzung mit kurvigen Straßen, also keinem freien Sichtbereich und suboptimalen Bedingugen. Mit 0815 Smartphone und http://map.meurisse.org/ ausgemessen kann ich in alle 4 Straßen in 140-170 m Entfernung noch Daten übertragen, bei zweien nur auf einer Straßenseite. Zwei Straßen sind komplett außerhalb des direkten Sichtbereiches, die dritte ca. 40 m auf der einen Straßenseite im Sichtbereich und die vierte knickt nach 130 Metern ab.

Zusätzlich habe ich eben den Wiki-Eintrag zu Dachinstallationen mit Bildern und neuesten Erkenntnissen aufgepeppt:

https://wiki.freifunk-rheinland.net/Dachinstallationen

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Um es nicht zu technisch werden zu lassen:

I) Antennenbasteln bringt wenig bis gar nichts
II) „Ubiquity Nanostation LocoM2“ ist die Wunderwaffe für den Techniklaien. Gleich zusamen mit „Nanobracket“ kaufen.
III) Alternative zu II) lautet: WR841er im Dutzend verteilen, verleihen, verschenken. Bringt sogar noch mehr, in jeder Hinsicht. Sogar zwischenmenschlich/nachbarschaftlich.

Ich kann jeden dieser Punkte ausführlich begründen, werde ich aber nicht, da andere das schon getan haben, was dann aber zu technisch wurde.
Daher nur Stichpunkte:
zu I) Bringt so viel wie „Autoschrauben“, nämlich Spass am Schrauben. Aber kein besseres Auto. Und auch kein kostengünstig schnelleres. Auch keines was irgendwie signifikant besser fährt. Wer selbst schraubt, der muss das auch wirklich Können, sonst wird es schnell recht problematisch; man braucht Wissen, man braucht Erfahrung die sich kaum „anlesen“ lässt, man zahlt zwangsläufig Lehrgeld. Zudem können einem Buchhalter/Controller vorrechnen, dass man sogar Geld verschenkt gegenüber einem neuzeitlichen, bedarfsgerechten Neuwagen im Leasing oder Finanzierung.

zu II) Ja, die VPN-mesh-Leistung der LocoM2 beträgt nicht 210km/h, sondern eher 105km/h. (um im Bild von I) zu bleiben) Sind meine Eltern aber problemlos im VW Käfer mit über den Brenner nach Italien und meine Tante im Wartburg an den Plattensee mit gekommen, selbst wenn es bergauf oder bei Gegenwind mal langsam wurde. Die Tuning-Fraktion darf aber gerne nen Spoiler oder nen Aussenborder nachrüsten. Oder VPN-Offloader auf RaspPi/PC-Basis mit selbstgebackenen Debian-Kerneln installieren und AP-Kanäle Sektorweise ändern. (Muss sich dafür dann aber auch komisch anschauen lassen)

zu III) Das Netz wird sogar besser, weil redundant und robuster gegen zeitweise Störungen wie z.B. „Video-Scart-Bridges“, die nur stundenweise in Betrieb sind und derweil einige Verbindungen abreissen lassen. Und selbst wenn von den verschenkten Routern hinterher 30% irgendwie „Beine bekommen haben“ und 30% abgeschaltet irgendwo vergammelt: Die restlichen 4-5 Router bringen in Summe mehr als die „penibel ausgerichtete Nanostation“.

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Als Übersicht"idee" für Anfänger. Mitstreiter mit Fähigkeiten im Design Bereich dürfen sich gerne an der Darstellung versuchen :wink:

Die nanostations machen auch etwas näher noch Sinn. So ganz zufrieden bin ich mit der Anordnung selbst noch nicht!

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hey,
die Grafik ist ja richtig geil und für Enduser ohne Technischem Hintergrund sicher sehr gut geeignet!

Ab 100 Meter werden, bitte korrigiert mich falls ich das falsch verstehe, die Nanostations Loco benötigt. Hier ist aber noch kein Punkt zu Punkt Richtfunk, oder?
Oder geht Multipunkt nur mit dem externen Rundstrahler bis max 100 Meter?

Wenn du normale Endgeräte/Clients (z.B. Handys, Laptops) erreichen willst, kommst du auch mit den Nanostations im Freien nur maximal 150m weit (so meine Erfahrungswerte).

Das liegt aber nicht am rundstrahlen (zumindest nicht vorrangig), sondern vor allem daran, dass diese Handys etc. nicht so gut funken können wie die Router.

Ab 100m würde ich auch die nanostations empfehlen.Die können auch bei großer Distanz schwache Geräte wie ein Smartphone noch hören.
Das ist aber ganz klar schon der Bereich, wo eigentlich Punkt zu Punkt Verbindungen notwendig werden… Mehr als 100m würde ich auch nicht mit einem Smartphone empfehlen.

Ein Nexus5 hat es bei Sichtkontakt auf 1 mbit/s bei 250m geschafft. Da werden wir wohl alle ein bisschen anders liegen… 250m ist aber sicherlich kein realistischer Durchschnittswert, da die Positionierung der nanostation „perfekt außen mit direktem Sichtkontakt“ war. Kommt ja so eigentlich nie vor.

Zur Grafik:

Die Meterangaben sind so zu lesen:

„Wenn man 300m überbrücken möchte: nanostation LOCO m2“
„Wenn man 5km Richtfunk betreiben möchte: nanostation m2“
„Wenn man direkt auf dem Hotspot hockt: TL-WDR3600“

Es ist damit nicht die maximale Reichweiten o.ä. gemeint. Bei freier Sicht kommt man mit vielen Geräten extrem weit. Sinnvoll sind aber gewisse Bereiche je Gerät.

Die Router TL-WDR3600 und T-WR-841ND habe ich grob bis 50m angesetzt, da sie fast immer indoor mit vielen Wänden in der Umgebung eingesetzt werden. Da sind 50m schon sehr hoch gegriffen.

Sobald externe Rundstrahler/Panelantennen/Nanostations verwendet werden, gehe ich von einer annähernd freien Sichtverbindung aus. So kommen schnell größere Streckenwerte zusammen. Mit einer nanostation auf 4 Wände zu zielen wäre meiner Meinung nach Verschwendung.

Den Aufbau der Grafik und die Platzierung der Antennen/Geräte stelle ich aber gerne zur Diskussion.

Nanostation M2 (:02:81) zu Billig-China-Smartphone, 2.4GHz, Kerngebiet einer Landeshauptstadt, kein Mangel an „anderen“ Wlans.
Bild: Knapp über 700m Luftlinie für das Funksignal. Mehr als ausreichender Pegel mit -68dBm.

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Wat.

Okay, ich sehe mich korrigiert, und würde alle bitten meine Fehlinformationen nicht zu beachten :flushed:

(Note to self: Nanostation M2 ohne Loco ordern)

Immer im Hinterkopf haben, dass die große M2 eine stärkere Richtfunkwirkung hat als die Loco M2.
Wenn Hersteller schreibt: Öffnungswinkel M2 45°, dann sind das keine echten 45° sondern nur zum Teil, wie die Vertikale Elevation zeigt
Laut Datenblatt http://www.ubnt.com/downloads/datasheets/nanostationm/nsm_ds_web.pdf
https://forum.freifunk.net/uploads/default/498/3336d9c5804f6e56.png

ganz anders bei der Loco, die den angegebenen Öffnungswinkel von 60° effizienter nutzt

Darauf hat mich @adorfer neulich aufmerksam gemacht und hab Bauklötze gestaunt…

Um im Bereich der hinkenden Vergleiche zu bleiben, sollte man es so betrachten, dass die Antennen prinzipiell das Ende eines Gartenschlauches sind.
Durch Auswahl des richtigen „Rasensprengers“ (hier: Antenne) bestimmt man, auf welche Fläche sich das teure Wasser verteilt.
Da kann man entweder einen Sprühkopf draufschrauben. Oder eine Spritzpistole…Die Menge an „Wasser pro Zeit“ wird aber nie größer. (Wenn man’s falsch macht sogar deutlich kleiner.)

Und dass man in Schwierigkeiten kommt, wenn die Signalpegel stellenweise zu hoch werden, das haben wir ja schon zu genüge diskutiert, siehe oben. Dafür gibt’s halt gesetzliche Auflagen.
Und auch der Hobbygärtner weiss: In Pfützen wächst kein Gras, sondern Schilf…

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Da die Unterhaltung eingeschlafen ist ein paar neue Verständnisfragen:

Punkt-zu-Punkt Richtfunkverbindung:

  • Wie richtie ich die Antennen (nehmen wir an 2 nanos im 5 ghz Band in mehrere 100 m Entfernung) aufeinander aus? Werkzeuge? Tools in der Shell? Die Abstrahlwinkel sind im Richtunk ja recht knapp bemessen.
  • 5 Ghz wegen a) des maximal erlaubten Limits von 1 Megawatt und b) für Störungsfreiheit der Richtfunkstrecke (Richtig? oder habe ich da was falsch verstanden?)

Bei 1MegaWatt wirst Du keine Schwierigkeiten mit direkten Anliegern haben, auch bei 5GHz nicht. Dann solltest Du aber in einem „failed state“ gute Connections zur jeweils tonangebenden Miliz haben.
Es sind natürlich 1000mW auf den oberen Kanälen, die bei vorhandener DFS (Kanalwechsel) und TPC (Leistungsregelung bei Kollisionserkennung z.B. mit Wetterradar eines Flughafens) die Notbremse zieht.
Auf 5GHz können wir legal derzeit outdoor „mit OpenWRT-Firmware“, d.h. auch Gluon NICHTS machen.
Indoor geht 5GHz natürlich auch, um z.B. durch große Hallen zu kommen in denen das Legen von Kabeln problematisch wäre, insbesondere für zeitweilige Installationen.

Zum Ausrichten:
Was das Ausrichten (auch 2.4GHz) betrifft: kleine(!) Wasserwaage!
Problematisch ist nämlich nicht das Einstellen der Himmelsrichtung, da hat man +/-30 Grad, bevor es sich wirklich in den Ergebnissen niederschlägt.
Problematisch ist die Elevation, also der Winkel zur Horizontalen.
Gerade auf einem schiefenen Dach geht das immer wieder schief.
Und dann tendenziell zu hoch anpeilen als zu niedrig, weil die Antennen bewusst so gebaut sind, dass sie etwas (3-5Grad) nach unten schauen bei völlig senkrechtem Gehäuse.
Wobei auch das bei der LocoM2 unkritisch ist, weil die auch da +/- 20 Grad Öffnugnswinkel „passen“.

Und als Check, ob es denn einen Link gibt: Statusseite des jeweiligen Routers anschauen, immer wieder neu laden.
oder auf der shell iw dev wlan0 scan holen, die mac der Gegenstelle heraussuchen. idr sind da auf den Bytes diverse Bits geändert, daher ist es etwas Sucharbeit, am besten nach dem vorletzten und letzten Byte mit |grep -A15 ab:cd (z.B.) ausschau halten.
Da das Ergebnis aber ziemlich stark schwankt (verrauscht ist), müsste man die Werte über einen längeren Zeitraum mitteln. Ein Script dafür fehlt mir leider.

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„Beim Freifunk gibt es ja immer die
Möglichkeit, zwei APs meshen zu lassen, indem man sie einfach in
gegenseitige Reichweite stellt. So hat man automatisch einen sehr
billigen Repeater und kann so gezielt Funklöcher im eigenen Haus
abdecken.“ – Hallo, bin gerade neu dabei und möchte nach der erfolgreichen Inbetriebnahme eines ersten Routers die Reichweite im Gebäude mit zwei weiteren Routern von TP-Link erweitern. Laien-Nachfrage: Wie genau müssen die weiteren Router nun eingerichtet und miteinander verbunden werden?

Die Einrichtung erfolgt wie bei deinem ersten, nur ohne das du ihn mit deinem Internetzugang verbindest. Er muß natürlich einen anderen Namen bekommen. Üblich sind da Nummern am Ende oder eine Standortbeschreibung wie „Dach“ o.ä.
Die Buchsen am Router bleiben dann einfach leer.

Das ist nicht ganz richtig. Bei den weiteren Nodes muss natürlich das VPN häkchen nicht gesetzt werden, diese nutzen ja den Node mit dem Uplink.

Naja, „muss nicht“, „darf aber“:
nach meiner Beobachtung schadet es aber nicht, sofern das nicht ein Node ist, bei dem jedes Byte Arbeitsspeicher bitter benötigt wird, also Nodes mit deutlich zweistelligen Client-Zahlen.

Und man spart sich lästige Fehlersuche, wenn so ein „Dronen-Node“ später doch mal eine Internetverbindung „via WAN“ bekommt. Ich habe da schon mehr als einmal anderen Leuten das MeshVPN per Kommandozeile nachträglich hineinkofiguriert, „weil der Uplink-Haken fehlen würde“.

Aber zur Frage von @ee2592: Du musst wirklich nichts einstellen.
Einfach zweiten Router hinstellen und schauen, ob es binnen der nächsten 20-30 Minuten auf der Karte (ffmap nodegraph) auftaucht mit einem (dicken) grünen Balken zu deinem bisherigen Router „mit Internet-Anbindung“.
Wenn Du dann mit der Maus über den Balken fährst wird irgendwann ein Wert als Hover-Text angezeigt z.B. „1.324;1.004“: Das ist dann die Verbindungsqualität. Die sollte jeweils möglichst nahe an 1.000 sein, das wäre dann „optimale Verbindung“ (ganz unabhängig von der erreichbaren Geschwindigkeit.)

Der Wert ist aber ein statistischer Wert über rund 5 Minuten, zudem braucht die Karte auch noch mal ein paar Minuten für die Updates. d.h. in der Praxis würde ich erst nach einer halben Stunde schauen…