Ich suche gerade Geräte, die eine Richtfunk-Verbindung indoor machen könnten. Also somit idealerweise 6Ghz oder eine andere Frequenz, die durch Wände geht und nicht so verbraucht ist, wie 2,4GHz und 5 Ghz.
Scheinbar gibt es für den Indoor-Bereich kaum solcher Geräte.
Gestern schien ich endlich fündig zu werden mit dem Mimosa C6X LE. Diese werden zwar als Sichtverbindung/LOS deklariert, jedoch sollen diese ja teilweise Kilometer-weit funktionieren.
Dann müsste es, wenn man der WLAN-Logik folgt, doch gehen, wenn man 6 Ghz nutzt und zwischen den Geräten lediglich 5 Meter wären, mit einer Wand von circa 20 Zentimeter.
Weil ich hatte mir Sichtverbindung/LOS jetzt eher als “Funkt halt in eine Richtung/Punkt zu Punkt” vorgestellt und nicht “muss unbedingt wirklich in Sicht sein” oder liege ich in meinem Szenario wirklich falsch?
Falls ihr Geräte für meinen Fall hättet, könnt ihr mir diese gerne empfehlen.
Kurz gefasst brauche ich eine (wirklich) stabile WLAN-Bridge, die mindestens eine 250er Leitung hinbekommen sollte. Diese würde dann das “Netzwerk” Glasfaserdose + Modem + Router mit dem richtigen Netzwerk verbinden, wo dann mein Ethernet over Coaxial-Setup steht. Meine Eltern erlauben mir leider keine Kabel zu ziehen und Powerline ist (bei uns) Müll.
Ich bin mir mittlerweile nicht mehr sicher, ob ich mit dem oben genannten Szenario sehr selten bin, weil die meisten Leute für die wichtigen Dinge einfach LAN benutzen (können) oder ich einer normalen 6GHz Router + Repeater Kombo unbegründet abgeneigt bin.
Da es bei diesem Forum eher um Freifunk geht, könnt ihr die starke Neigung zur Geräteempfehlung auch auslassen.
Ich kann den GL.iNet GL-BE9300 empfehlen. Wenn du nicht zwangsweise lan am anderen Ende benötigst würde ich den Client mit wifi 7 per pcie ausrüsten oder eben 2 davon nehmen.
Warum kein Richtfunk indoor?
Weil es viele Hindernisse und reflectionen des Signals gibt.
Aufgrund der hohen mimo Leistung ist auch kein exklusiv bridge Mode nötig, und verballert nur airtime.
Je weniger acesspoints insgesamtverwendet werden je besser.
Je niedriger die Frequenz, desto besser geht sie ›durch Wände‹. Bei 20 cm würde ich zwei identische Geräte ab WiFi 5 nehmen, auf 5 GHz einen freien 80- oder 160-MHz-Bereich verwenden, beide gegenüber an die Wand stellen — und gucken, was geht. Ggf. die Sendeleistung etwas reduzieren, zu laut versteht mensch sich ja auch schlechter … Auf 2,4 Ghz sind IIRC nur 40 MHz breite Kanäle erlaubt und zudem ist der Bereich wirklich überfüllt. WiFi 6E dürfte noch ein leereres Band sein, aber wer weiß, wie lange das so bleibt? Zudem sind die Geräte vermutlich heute noch teurer als die mit WiFi 6 ohne E.
(Eigene Versuche vor 10 Jahren im Wohnraum (5m Luftlinie, keine Mauern, aber rund ein Dutzend andere WLAN-Netze empfangbar) brachten auf 2,4 GHz keinen langzeitstabilen Link vom Storage zum Fernseher mit 40 MHz zustande, das klappte nur mit einem Kanal, also 20 MHz, einigermaßen erträglich — am Ende wurde es doch ein 20m Kabel, außen an der Fußleiste rum …)
Unter “Sichtverbindung” verstehe ich, dass zwischen zwei Objekten eben KEINE Blockade (Wand/Baum/etc.) steht. Da gehen elektromagnetische Wellen, wie das mit dem Auge sichtbare Licht auch nicht durch. Anders als z.B. bei 2.4GHz, diese elektromagnetischen Wellen können (mit Dämpfung) solche Objekte durchdringen. Je höher allerdings die Frequenz, desto stärker werden sie gedämpft.