Stadt Essen und der Unfreifunk

Am Samstag (7.2.2015) ist ein Artikel in der WAZ über Freifunk in Essen erschienen.

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Ein sehr geiler Artikel

Richtig gut, gibt’s das auch irgendwo verlinkbar? Hab auf derwesten.de noch nichts gefunden.

Oder darf man das wohl so auf Facebook hochladen?

Hallo,

sorry, dass ich nicht so euphorisch bin, aber in dem Artikel geht es vornehmlich nicht um das Thema „freifunk“, sondern um einen allgemeinen kostenlosten Internetzuhang per WLAN in der Stadt Essen.

Und bei allem Erfolg, den freifunk z.Z. hat, werden die Stimmen zu „freifunk“ immer kritischer:

  • keine rechtliche Absicherung,
  • kein Sicherheitskonzept,
  • schlechte Performance,
  • Problem mit WhatsApp Benachrichtigungen…

Leider sind das alles Dinge, die ich auch nachvollziehen kann.

Statt diese Probleme konkret anzugehen, konzentrieren wir uns auf massives und unkontrollietes Wachstum und Technik-Verliebtheit.

Ich stehe hinter „freifunk“, aber Ideen wie Rheinland MetroNet zeigen leider nur, wie weit wir vom Boden entfernt sind (@CHRlS: Bitte nicht persönlich nehmen).

Gruß Jörg

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Leider sind das alles Dinge, die ich allgemeingültig überhaupt nicht nachvollziehen kann. Wessen Stimmen sollen das sein, wenn Du schon im Plural bist?

Die ersten beiden Punkte gehören hier schon mal gar nicht hin, und schlechte Performance und WhatsApp Probleme habe ich generell nicht, es sei denn es gibt ein Ereignis was dann gefixt wird.

Das Rheinland MetroNet, sowie die 3-geteilte Struktur (lokal Gluon, kommunal WDS mit Supernodes, übergreifend MetroNet) halte ich ebenfalls nicht für abgehoben, sondern für durchaus realisierbar und eine schöne Vision für die Zukunft.

Ich hoffe, dass die Vision genug Leute motiviert, um daran mitzuarbeiten, statt uns oder in diesem Fall mich für einen Spinner zu halten, denn nur dann lassen sich die Ideen, sei es WDS Backbone oder auch MetroNet, auch tatsächlich realisieren.

Insgesamt verstehe ich aber auch nicht was das Thema ausgerechnet an dieser Stelle hier zu suchen hat - naja, egal, bin kein Mod…

Hallo,

mir war es eigentlich wichtig, herauszustellen, dass dieser Artikel für uns Essener Freifunker ein Warnsignal ist. Die IT-Tochter der Stadt Essen spricht mit professionellen Anbietern und nicht mit mit der freifunk Community! Und wenn die Stadt erst einmal eine Marschrichtung vorgegeben hat, werden viele auf diesen Zug aufspringen / aufspringen müssen.

Und die professionellen Anbieter kommen genau mit den von mir genannten Argumenten ins Spiel. Ich habe schon mehrere Standorte in Essen (u.a. Kirchen, Schulen, Sportanlagen), die u.a. auch für die Idee eines MetroNet interessant gewesen wären, wegen diesen Argumenten verloren. Wenn die freifunk Testinstallation während der Präsentation vor Ort dann gerade auch noch die o.g. technischen Probleme aufweist, lachen sich die professionellen Anbieter ins Fäustchen.

Für mich bedeutet „freifunk“ aber eben noch mehr als einen reinen Internetzugang. Dazu gehört natürlich auch ein wenig „Herumspinnen“, aber erst, wenn das „Tagesgeschäft“ wirklich sauber läuft.

Ich bin mir auch im Klaren darüber, dass die Freifunker im Hintergrund viel auf die Beine stellen, aber durch das massive Wachstum immer wieder an unsere Kapazitätsgrenzen stoßen und es zu den o.g. Problemen kommen kann.

Gruß Jörg

Kann ich nur unterstreichen:
Die „Durststrecke“ fühlt sich mitunter lang an.
Da stellt man einen Router ins Fenster und es passiert erstmal gar nix. Man sieht nur die eigenen Geräte als Clients.
(Und wenn man das Private Wlan nutzt nichtmal die)
Nach 3 Monaten tauchen dann bisweilen ab und an 1-2 NutzterInnen auf.
Nach 6 Monaten dann regelmäßig 3-4.
Und ganz plötzlich (so habe ich es an mehreren Standort erlebt, und ohne dass ich Werbung gemacht hätte dort) gibt es richtig einen Haufen UserInnen „aus dem Nichts“, fast rund um die Uhr.

Will sagen:
Nicht über potentiellen Bedarf nachgrübeln oder über Mangel an Mitstreiterinnen räsonieren, sondern „Kostolanys Weisheit“ abwandeln: einfach Router hinstellen und schlafen legen

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Disclaimer

Der folgende Beitrag soll niemanden persönlich angreifen sondern lediglich meine pers. Sichtweise in der Sache darstellen.

Man muss folgende Fakten mal hart berücksichtigten:

  • Freifunk ist kein Hotpsotnetzwerk
  • Es gibt keine Funktionsgarantien
  • Es existieren keine SLAs
  • Freifunk ist kein Anbieter

Dabei hast du ja schon den Kern der Sache getroffen. Freifunk ist in der Beziehung kein „professioneller“ Anbieter. Nicht deshalb weil es nicht gut läuft oder weil gerade mal Funktion X nicht tut sondern weil es nicht unser Beruf ist WLAN zu verteilen. In diesem Aspekt sind wir mal unabhängig von der Qualität kein Profi.

Den eigenen Anspruch zu haben ist ja ok. Allerdings ist für die Stadt / Gemeinde / ect. wohl eher die Fragestellung welche Erwartungshaltung sie an ein WLAN-Netz hat. Schließlich ist Freifunk ein „Hobby“ von Personen! Es gibt dabei nunmal keine SLAs das wird sich auch für eine Stadt Essen nicht ändern.

Einer der hautpsächlichen Bestandteile neben der Verbreitung der freien Netz ist der Bildungs und Forschungsanspruch. Aus diesem Blickwinkel ist die Technik-Verliebthiet genau das richtige. Mehr Forschungsdran für alle! Es liegt an jedem auch an Dir die Probleme konkret anzugehen nur gemeinsam sind wir stark!

Ich kann deine Argumente nicht nachvollziehen. Welche rechtliche Absicherung benötigt eine Kirche oder Sportanlage wenn Sie einen Dachstandort zur Verfügung stellt? Ein Sicherheitskonzept ist was den offiziellen Teil angeht gerade in Bearbietung siehe:

Allerdings steht die absolute Absicherung eines Netzwerks dem freien Character von Freifunk entgegen.

Da ist genau der Unterschied in der Sache ist Freifunk kein „Anbieter“ sondern eine Initiative verschiedner Personen! Es handelt sich hier nicht um eine Institution die freies Internet anbietet wie kommerzieller Anbieter X.

Es liegt an jedem der die Möglichkeit dazu hat das Wachstum aktiv zu unterstützen!

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Da es hier in eine Diskussion abdriftet, bitte ich um Abspaltung. Danke!

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…Parteipiraten gibts also in Essen :smiley: sehr geil :smiley:

Für solche Probleme braucht man kein Freifunk, die Probleme habe ich immer, Benachrichtugen kommen manchmal 1 Stunde später

Bei mir hängt die App manchmal auch, dann kommen die Benachrichtigungen entweder erst wenn man das Handy entsperrt oder aber sogar erst, wenn man ins WhatsApp rein geht…tagesverfassung…aber eher ein Problem der App oder der App Server…

Dein Ansprechpartner ist jedes einzelne Mitglied im Stadtentwicklungsausschuss! Da muss eine Vorlage gemacht werden (von einem Mitglied), das die Stadt bindet. Wenn die Stadt eine Vorlage macht, ist der Zug weg.

Primärargument für Freifunk: JEDER kann mitmachen, ohne finanzielle Verpflichtung, also ein WiFi dran hängen wenn eine anderes in Reichweite istr. Bei kommerziellen Lösungen wird das blockiert, und das ist in höchstem Maße unsozial.

Also den lieben Ausschussmitgliedern die GEwissensfrage stellen: wollt Ihr eine unsoziale und teure Lösung, oder eine preiswerte und soziale (und das Geld, das sie gegenüber kommerziellen Anbietern sparen, können sie ja in die Infrastruktur des FF stecken.

Und dann vorrechnen, dass die Leistungsfähigkeit und SIcherheit ebenso oder gar besser sein kann, wenn die Mittel dafür bereitgestellt werden, aber eben die soziale Lösung, nicht die FOR MEMBERS ONLY.

Also: Fokus weg von „WLAN für Kunden“ hin zu „WLAN für ALLE“.

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Nun auch verlinkbar:

Darf natürlich verteilt werden.

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