Stand der Dinge in der Domäne Rheinufer

Da irrst Du. Zur Zeit ist Freifunk in so ziemlich jeder Verwaltung in der Region Aachen ein Thema. Freies WLAN in den Innenstädten wird mittlerweile von so ziemlich jeder Partei in NRW gewünscht. Bei gleichzeitiger Untätigkeit in Sachen Störerhaftung.

Meiner Erfahrung nach (aktuell mindestens 4 Kommunen) ist Freifunk immer als erstes auf der Wunschliste.

Wenn erste Presseartikel mit halbwissen etwas von „tut nicht“ rausblasen, wirst Du sehr schnell sehen, dass Du nicht mehr über Lösungen mit Interessenten sprichst, sondern möglicheweise mangelnde Funktionsfähigkeit oder schlimmer gar nicht mehr gefragt wirst.

Solche unnötige Diskussionen sind PR Schäden, die sich in der Regel nicht mehr komplett ausräumen lassen. Und Graswurzel und Ehrenamt interessiert als Erklärung niemanden. Im aktuellen Fall ist die Erklärung meiner Meinung nach nicht mal zutreffend.

Es gibt da eine Partei, die hat diese Zusammenhänge bis heute nicht kapiert… aber das ist ein anderes Thema.

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Für mich empfinde ich mittlerweile im Übrigen einige Worte als Unworte, sehr weit oben stehen:

  • dezentral
  • Graswurzelbewegung

Mit gefällt die grundsätzliche Idee ein Mesh-Netz aufzubauen, Menschen damit glücklich zu machen und zu helfen, freien und barrierefreien Informationsaustausch diskriminierungsfrei zu ermöglichen.

Mein Anspruch liegt jedoch deutlich höher, das Netz muss laufen, stabil, zumutbar flüssig, immer - inkl. Internet.

Aus Gründen kann ich mich mit den jüngsten autonomen Graswurzelbewegern, die Freifunk von uns befreien wollen, überhaupt nicht mehr identifizieren.

Aber ich denke das passt eben auch einfach nicht mehr übereinander. Es gibt viel Presse, eine gigantische Nachfrage, mittlerweile bereits eine riesige Infrastruktur - wir haben mit Graswurzelbewegern mittlerweile so viel gemeinsam, wie der böse Wolf mit dem Opferlamm. :wink:

Aber das mal nur als kurzer Exkurs, was diese (für mich) Unworte derzeit augenblicklich in mir auslösen beim Lesen…

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Ohne auf die Grundsatzdiskussion eingehen zu wollen, würde mich interessieren, ob wir weiter Knoten aufstellen können oder ob wir im Moment noch stillhalten sollen.

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Das Problem welches ich sehe: Wer soll dir diese Frage beantworten?

Meine Frage war eher technisch: Hat sich an der Kapazität der Domäne Rheinufer (z.B. die Anzahl der möglichen VPN Zugänge usw.) etwas getan?

Ganz nüchtern ohne jegliche Wertung:

Wenn ja, stelle ich weitere Knoten auf.

Wenn nein, warte ich noch um Probleme bei bestehenden Knoten zu verhindern.

ja, aus den 4 Supernodes sind jetzt 7 geworden. Quelle: Performance Thread Rheinufer - #68 von CyrusFox

Umfangreiche benchmarks habe ich nicht gemacht, daher kann ich nicht sagen, in wie weit es noch Kapazitätsengpässe gibt. Ich denke das können @nomaster oder @CyrusFox am einfachsten beantworten.

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Die folgenden Änderungen wurden gemacht (Infrastruktur sowie auf Firmware Seite)

  • Neue Supernodes hinzugefügt wie @Maltis schon korrekt geschrieben hat, es laufen nun 7 Supernodes insgesamt.
  • Die MTU von den Fastd Servern auf den Supernodes sowie die Client MTU wurde auf 1406 verringert um DS-Lite Anschlüsse (Z.b. Unitymedia) nutzen zu können.
  • DNS-Einträge für jede Node, das Format ist: NodeName.node.rheinufer.ffrl.de . Diese Einträge werden aus den Alfred-Daten generiert.

Als nächstes wird einer unserer alten Router der eigentlich nur für eine Übergangszeit laufen sollte ersetzt bzw die Konfiguration der Supernodes wird angepasst das diese direkt das Backbone nutzen. Dies gilt nur für Rheinufer und IPv6. IPv4 geht meines Wissens nach bereits über das Backbone.

Wann dies geschieht kann ich nicht sagen, wohl eher früher als später da die Kiste an ihren Grenzen läuft.

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Super, Danke für die Info :smiley:

Ich möchte dir in diesem Punkt widersprechen. Freifunk ist nur zu einem Teil eine Graswurzelbewegung. Für die Infrastruktur hat @CHRlS das schon angerissen. Dem muss ich nichts mehr hinzufügen. Außerdem interessieren sich mittlerweile größere Organisation wie Städte, Firmen, Verbände, usw. für Freifunk. Das hat auch nichts mehr mit Graswurzelbewegung zu tun.

Infrastruktur und größere Installation kommen nicht ohne eine vernünftige Planung aus. Ich nennen das gerne Professionalisierung und sehe auch keinen Widerspruch zur Ehrenamtlichkeit von Freifunk. Denn ohne eine Professionalisierung, die auch mit Zielen, Planung, Aufgaben, Prioritäten, usw. arbeitet, wird Freifunk nicht voran kommen und Frust bei vielen Leuten erzeugen. Sei es bei den Menschen, die Freifunk als „WLAN-Lösung“ sehen, aber vor allen Dingen bei den Ehrenamtlichen, die sich in die Sache reinknien.

Ich bin der festen Überzeugung, dass wir mit einer maßvollen Planung, die auch nach innen/außen kommuniziert wird, uns nicht ins eigene „Graswurzelknie“ schießen.

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Ok, das erklärt einiges.

Ich hatte immer das Gefühl dass einige Seiten extrem langsam laden. Insbesondere dieses Forum hier und Heise.
Spiegel Online oder Reddit gehen hingegen recht zügig.

Ich hab das nie damit in Verbindung gebracht, dass die eine Menge von Seiten IPv6 unterstützt und die andere nicht. Aber das scheint in der Tat so zu sein.

Jetzt muss ich nur noch rausfinden ob der Speedtest von speedtest.net auch über IPv4 läuft, der ist nämlich auch immer unter 1 MBit/s. (Nachts um 3 krieg ich ohne Probleme 10 MBit/s und sogar mehr).

Vielen Dank für die Info, dann hoffe ich mal, dass mit der Backboneanbindung echt alles besser wird, schade nur dass ihr keine ETA geben könnt… Ping @MrMM, dich interessiert die Info sicher auch.

Gerne.
Ich verstehe das ihr da gerne ETA’s habt, aber leider wissen wir das selber meist erst ne Woche vorher. Sprich wenn die Zeit da ist die Arbeit zu machen wird es getan, ich hab auch schon die ein oder andere Mittagspause mit Freifunk verbracht :wink:

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Sprich wenn die Zeit da ist die Arbeit zu machen wird es getan, ich hab auch schon die ein oder andere Mittagspause mit Freifunk verbracht wink

Vielen Dank auf jeden Fall dafür :slight_smile:

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Vielen Dank auch von mir!

ETAs wären mir garnicht so wichtig. Aber spannend fände ich in der Tat so eine Art Issue-Tracker. Welche Arbeiten stehen an? Wer hat sich bereit erklärt, diese Arbeiten zu übernehmen? Vielleicht macht die Admin-Gruppe das ja schon intern. Dann wäre es für uns Leute „im Feld“ leichter nachzuvollziehen, ob bestimmte Probleme schon bekannt sind, ob eine Lösung angedacht ist, ob sich jemand kümmert. Das würde auch viele nervige Nachfragen einsparen. :wink:

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Die massiven Unterschiede bei der Performance von IPv4 und IPv6 sind mir auch schon aufgefallen.

IPv6 schneidet bedeuten besser ab. Ich bin davon ausgegangen, dass dies an der nicht notwendigen NAT liegt.

Ok, also genau das Gegenteil von dem was ich so sehe… Komisch.

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Um so den aktuellen Stand um einen zentralen Server für die Knotenkarte etwas zu dokumentieren, hat mir @CHRlS eine Instanz von kanboard installiert. Da versuche ich (nicht nur für mich) zu tracken, was als nächstes so zu tun ist und woran ich gerade arbeite. Ich kenne die Software aus dem KDE-Umfeld, wo das schon eine Weile erfolgreich eingesetzt wird. Das zeigt, dass sowas auch auf recht große Projekte mit vielen Personen skaliert werden kann. Eventuell könnte man das mal weiter ausbauen.

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Gibt es einen öffentlich erreichbaren Link?

Könnte das hier anbieten. Allerdings mit dem Disclaimer: „Derzeit nur für Testzwecke, mal gucken, wie gut das funktioniert.“

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Mit „Professionalisierung“ meinte ich nicht, dass wir uns nicht verbessern sollen und professioneller aufstellen was Kommunikation und Planung angeht, das war nicht ganz treffend von mir formuliert. Es gab immer wieder Fälle, in denen Freifunk nicht „funktionierte“ und danach die „Freifunk-Firma“ gefordert wurde, die das bitte mal richtig macht. Nee, ich finde schon das wir das machen sollten :wink:

Du meinst die Frage, ob Ripe-Mitgliedschaft & ISP noch Freifunk sind. Da kann man halt geteilter Meinung sein, wir gehen diesen Weg nun, da stehe ich auch dahinter. Natürlich ist so ein Provider-Betrieb ne andere Nummer als Routerflashen und aufstellen, klar. Ich sehe dies auch als Teil unserer Bewegung, wie immer sie auch heissen mag.

Ich find die Idee von so nem Bugtracker/Kardboard übrigens super, lasst da mal dranbleiben.

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Wiki ist für mich da eher so eine Zusammenfassung, „Wer was wie wo“. Mir kommt da die Idee ob man nicht im Forum eine „Ehrenamtliche Jobbörse“ aufmacht. Hier kann einserseits der Verein (aber auch mal eine Gruppe) direkt eine Art Ausschreibung machen, aber auch ein User direkt seine möglichen Dienste initiativ anbieten, beispielsweise in der Form: Ich bin, ich möchte das machen (Technik, Öffentlichkeitarbeit, Forum betreuen, Wiki aufarbeiten, etc…) mein Hintergrund beruht auf (was hat man so an ein oder anderen Beispielen schon gemacht/Was traut man sich zu) bzw. habe das Projekt gemacht und kann da weiterhelfen… Und warum man das jetzt anbietet. (Interesse, Wachstum der Anlage, hab gerade Zugriff auf das und jenes, was unterstützen könnte…, Pflege gern die Wiki, Kann - was auch immer. ) - Es kann auch in Antworten das ein oder andere aufgegriffen werden. - Der Rest dann im direkten Kontakt. - was am Ende entschiden wird, geht vielleicht dann in die Wiki ein. - Vielleicht können sich darübert auch mal Gruppen und einzelne Personen noch schneller gegenseitig helfen…

Gruss
JayAix

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