Überlegungen zu Nodes und Kanalwechsel (DFS/AC Network)

Hallo Freifunkers,

ich überlege schon seit einiger Zeit wie man Freiunk verbessern könnte und ggf. auch DFS / 802.11 AC einführen/benutzen könnte?

Entsprechend würde ich gerne hier mal meine Überlegungen teilen um darüber zu diskutieren.
Vielleicht ist das auch totaler nonsens aber das wird sich dann ja vielleicht zeigen.

Die Quadrate stellen Nodes dar während das Rechteck einen Supernode darstellt.
Meine Überlegung geht in erster Linie darum das die Nodes selbstständig ihre Kanäle wählen und wechseln können.

Node A hat eine direkte Anbindung an eine Supernode (Tunneldigger, Fastd,…).
Dieser Node wählt einen Kanal in diesem Fall Kanal 1.

Node B ist per Kabel ab Node A angebunden erkennt durch einen scan das bereits Freifunk auf Kanal 1 ausgestrahlt wird.
Da er per Kabel an einen anderen Node angebunden ist und selbst kein Tunnel zum Supernode hat kann er Freifunk auf einem anderen Kanal ausstrahlen.

Node C hat keine Anbindung per VPN oder Kabel deswegen muss er scannen und schauen ob er über WLAN Meshen kann.
Er erkennt ein weiterer Knoten in Reichweite auf Kanal 6 ein entsprechendes Mesh/WLan anbietet und wechselt auf Kanal 6.
Entsprechend bietet auch dieser Freifunk auf Kanal 6 an.

Node D ist in Reichweite von Freifunk auf Kanal 6 und Kanal 1 in diesem Fall muss der Router entscheiden zu welchen Kanal er wechselt und Freifunk anbietet.
Die einfachste Methode wäre wohl anhand der Empfangsstärke einen Kanal zu wählen.
Eine andere Möglichkeit wäre sich nacheinander zu beiden Kanälen zu verbinden und die länge des Pfades bis zum Supernode als Entscheidungsgrundlage zu wählen.

Wie gesagt dieses entspring meinem aktuellen Verständnis von den Nodes hier im Forum haben sicherlich einige mehr knowhow als ich und können sagen ob das eher weniger des mögliche machbaren entspricht?

Nachtrag: Jeder Router muss natürlich selbstständig prüfen ob dieser zugriff auf einen Supernode (Gateway) hat und wenn nicht entsprechend handeln (FF SSID Abschalten, aneren Router suchen, … )

Gruß
Thomas

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Feldstärke alleine ist kein ausreichender Anhaltspunkt für die Auswahl eines Kanals. Denn man müsste auch wissen wie stark z.B. Knoten A und C Knoten D empfangen kann. Nimmt man dann noch eine Metrik wie z.B. TQ hinzu bekommt hat man zwar einen weiteren Anhaltspunkt, doch TQ variiert je nach Auslastung der Kanäle, und des Datendurchsatzes. Knoten D würde dann anfangen zu Schwingen und ständig zwischen den Kanälen umschalten. Am Ende hast du alles, aber kein stabiles System.

Außerdem ist das Szenario zu kurz gegriffen, was passiert wenn jetzt noch ein Mesh Only Knoten hinzukommt? Ergo, ist dieser Ansatz meiner Meinung nach unbrauchbar.

Hallo Freifunker,

schön das du die Kommunikation aufnimmst :smiley:

Wo habe ich den von Feldstärke gesprochen? Ich bin erst einmal davon ausgegangen, das eine SSID verfügbar ist. Aber ich gebe dir recht das die Feldstärke nur ein Kriterium sein kann (Wie ich es beschrieben habe)
Es gibt auch einen Ansatz die Airtime zu messen. Dieses ist aber auch nur einer der Punkte die man als Kriterium nutzen kann. Airtime script überarbeitet (respondd + meshviewer/hopglass) - #7 von Jason
Die TQ ist halt auch ein Kriterium dieses ist aber soviel ich weiss bereits auf Batman Level. Hier muss sowieso entschieden werden ob ein anderer Knoten in Reichweite eine bessere Wahl währe? Es kann ja z.B. auch sein das der Knoten mit dem man sich verbunden hat ebenso ein Mesh only Knoten ist der keine Anbindung hat.

Am ende des Tages muss man Kriterien definieren, die es einem erlauben zu entscheiden ob Netz vorhanden ist oder eben nicht.
Heute haben wir bereits ein Script im Einsatz der die SSID Freifunk umbenennt falls der Node keine Anbindung hat.

Ich schließe eher darauf das du den Text leider nicht komplett gelesen hast. :smiley:
Aber der Ansatz ist aktuell eh nur sehr High Level.

Gruß
Thomas

Hi!

Na hier:

Empfangsstärke ist für mich = Feldstärke.

Die Problematik für deine Gedankengängen ist nicht neu. Irgendwann stellt sich jeder die Fragen die du gestellt hat. Problematisch ist dabei das mir niemand wirklich bekannt ist der zu einer guten Lösung gekommen ist.

Die Problematik ist in diesem Fall, in einem nicht exklusiv zur Verfügung stehendem Übertragungsmedium gut funktionierende Automatismen zur Kanalwahl und dem Routing zu bekommen.

Naja gut, aber von optimal ist die aktuelle Lösung weit entfernt.
Dat kann quasi nur besser werden.

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Naja, das Hauptproblem bei allem was automatisch funktionieren soll ist die Schwingungsdynamik zu reduzieren. Ich sage ja nicht mal das es keinen Weg gibt. Nur wenn man einen Weg gefunden hat, ist immer das Problem dort diese Dynamik zu kontrollieren. Damit hat jeder Routing und Auswahlmechanismus zu kämpfen und ist nicht trivial zu lösen.

Beispiel: Du wechselst mit deinem Knoten einen Kanal. Dann müssen die Metriken für das Routing neu berechnet werden. Das hat je nach Routing Protokoll Einfluss auf die gesamt Topologie des Netzwerkes. Diese Änderungen müssen erst mal bekannt werden. Bis dahin kann es sein das Verbindungen die schon etabliert waren kaputt gehen und neue nur schwer aufgebaut werden.

Ich gebe dir recht, das es sicherlich nicht einfach ist aber vielleicht muss man das ganze Thema einfach mal konsequenter angehen und sich etwas neues überlegen. Meine Idee die ich hier niedergeschrieben habe ist ja nur eine Idee auf der aktuellen Basis.

Wenn man das Thema komplett neu aufziehen würde (vielleicht auf L3 Basis) wäre das sicherlich sinnvoller als am status quo rum zu schrauben und es zu verschlimmbessern.

Ich finde es aber auch nicht zielführend einzelne Hallen, Veranstaltungen ohne Gluon betriebene Router zu betrieben weil es dem aktuellen Konzept nicht entspricht.

Abschließend. Die von dir beschrieben Änderungen im Netzwerk werden sehr zügig durch die Verteilte ARP Tabelle im BATMAN propagiert.

Gruß
Thomas