"Wanderarbeiter" schrecken Nachbarn auf

Seit 2 Tagen stehen bei mir vermehrt Menschen vor dem Haus und nutzen mein Freifunk. Die sind so Anfang bis Ende 20, und sehen aus wie „polnische Wanderarbeiter“, und telefonieren über ihr Headset…

Jedenfalls haben meine Nachbarn das natürlich mitbekommen, und beschweren sich bei mir, dass ich mit „diesem freien Zugang“ das „Gesocks“ anlocke…

Habe gesagt, dass ich ehrlichgesagt für genau solche Leute das hier hingestellt habe:
Menschen, die kein Netz haben, und kommunizieren möchten

und dass „das Gesocks“ bislang nichts schlimmes getan hat, als vor meinem(!) Haus zu stehen und zu telefonieren…

Bin gespannt, wie sich das hier entwickelt… meine Nachbarn sitzen nämlich teilweise bei sich im Garten, und nutzen ebenfalls mein Freifunk…

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Danke für deine Standhaftigkeit!

Mir ist ein ähnlicher Fall bekannt, bei dem ein Vermieter auf einen Freifunker so viel Druck ausgeübt hat, dass dieser schweren Herzens seinen Freifunk Router abgebaut hat.

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Wenn mehr Leute mitmachen, verteilt sich das auch wieder.

Also einfach Freifunk weiter bewerben und wenn das Netz an viel mehr Standorten gibt, verteilt sich das auch mehr.

Ggfs. auch Mal fragen, wo die Leute so wohnen, also in welchen Hotels, dann kann man da vllt. was machen.

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„mein Freifunk“ ist ja per Definition falsch. :wink:

Vielleicht sollte man deine Nachbarn einfach bitten, sich ausbürgern zu lassen und einen Ausreiseantrag (gabs früher mal) zu stellen.

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Im Westen durfte man sich gelegentlich den Spruch anhören:
„Wenn’s Dir hier nicht passt dann geh doch nach drüben!“

Dazu fällt mir nicht viel zu ein außer die Antwort „Freifunk ist doch ganz normal, zwei Straßen weiter gibt es das auch.“
@HeiligerErnst melde dich mal, wenn du wieder mehr Luft hast, vielleicht können wir uns zusammen setzen und eine Ausweitungsstrategie entwickeln :slight_smile:

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den Nachbarn geht das ums Prinzip:
Freifunk gerne, aber nur für „weiße“, immerhin will man im Garten Bild.de abrufen können…
Freifunk für „Ölaugen“, das geht gar nicht. Nach den Arbeitsplätzen nehmen die uns nu auch das Internet wech, und außerdem fallen die Grundstückspreise, wenn die da rumlungern…
und die checken beim Telefonieren aus, wann man hier wo am besten einbrechen könnte, und die vermüllen alles…

„Argumentieren“ hilft da nix. Müll liegt übrigens nicht rum… Nochnichtmals Kippen…

Ich war gestern abend kurz draußen beim „Gesocks“. Die waren Anfang 20, tatsächlich Wanderarbeiter aus Bulgarien, und sehr dankbar, dass sie hier nach hause telefonieren konnten.
Ich habe denen kurz den Weg zum Lalok (nächster Router) erklärt (das ist 2min die Straße runter), mit der Bitte, beide Standorte abwechselnd zu nutzen… 1h bei mir, 1h Lalok, 1h bei mir, 1h Lalok…
Das Ganze ist aber schwierig, weil die nur brüchig englisch konnten…
Lustigerweise kannten die das Lalok - das ist nämlich deren Anlaufstelle.
Mein Router ist aber wohl fußläufig näher zu ihrer Unterkunft, darum stehen die bei mir…

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Das zeigt doch wirklich nur wie dringend wir mehr Angebote wie Freifunk benötigen.

Hast du mal mein den Nutzern vor deiner Türe gesprochen? Meist wohnen sie in sehr einfachen Hotels/Pensionen, die Betreiber dieser Unterkünfte wären möglicherweise sehr glücklich Freifunk anbieten zu können.
So einen Fall habe ich vor kurzem mit vier Routern versorgt.

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Hallo Ernst,

hättest du keinen Ärger wegen deinem Feifunk Router, dann würden deine Nachbarn etwas anderes finden. Zumindest sind das meine Erfahrungen mit solchen Nachbarn.

Und ehrlich gesagt solange die nur telefonieren und keinen stören/ Abfall produzieren, warum nicht
!??!
Bei mir vor dem Haus haben die Kids mitbekommen, das Freifunk verfügbar ist. Seit dem sitzen vor unserem Haus auch schon mal Kids mit Ihren Tablets oder Handy. Sollte mich jemand ansprechen, würde ich auf die Tatsache verweisen das die Straße eine „Spielstrasse“ ist und spielende Kinder vorrang haben!

Also lass dich nicht einschüchtern!

Gruß
Guido

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Ich dachte ich kenne alle rassistischen Begriffe, aber wie man sieht man lernt leider immer noch welche dazu.
Bei mir sitzen auch öfters mal ein paar Russen vor der Tür, aber die wollen nur Internet. Die wenigen die hier Dreck machen, sind meistens Deutsche wenn sie aus der Gartenkneipe kommen und ihre Kippen auf die Straße werfen und in die Büsche strullern, zumindest sind es die die auffallen.

@HeiligerErnst
drucke ihnen die aktuelle map aus - auf dem Margarethe Zingler Platz gibt es Freifunk und Bänke und 10 Minuten bummeln ist ja auch ganz nett.

Kommunikation ist ein Grundbedürfnis.
Und da gehört „online“ eben mit dazu. (sofern man keine „digitale Spaltung“ der Gesellschaft befürwortet.)

Abhilfe gegen „Zu viele Internetnutzende an einem Ort stören lokale Wohnbevölkerung“ kann nur sein: Freifunk so weit gut verfügbar machen, dass die Leute sich verteilen. Da kann fast jedeR mithelfen.

Und was die Nachbarn anbelangt, die sich über lautes Telefonieren beschweren:

a) Ja, mich stört das auch. Eine Kneipe schräg unterm Fenster ist heute auch eine Plage, weil die Rauchenden die vermeindliche „Ruhe“ (von der Musik drinnen) gern zum Telefonieren nutzen.
b) ich hatte auch schon ernsthafte Beschwerden von meinen Nachbarn, weil ich zu laut telefonieren würde. Im Wohnzimmer bei offener Balkontür.

Will sagen: Wenn man nicht als Einsiedler lebt, dann gibt’s halt Mitmenschen. Ein Teil davon gefällt einem, ein anderer nicht. Ist halt so. It’s a free country.

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ich habe auch eine router der genau auf diesen weg jetzt immer abends aus geht … leider ist das so. habe schin mit dem betreiber gesprochen … aber ist ja sein router :frowning:

In Dortmund hat wohl ein Routeraufstellender auf Drängen der Nachbarn einen cronjob, der abends die AP-SSID abschaltet.

wird haben neee zeitschaltuhr … die war update sicher :slight_smile:

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Finde ich total gut, dass das Angebot so gut angeommen wird. Wären wir in der Position, wir würden uns auch freuen.

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So war die Idee. Hat aber nicht funktioniert wie es sollte(Router aufegehängt). Daher läuft der Router nun wieder 24 Stunden am Tag.

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Ach, sollen doch wirklich mehr Leute Freifunk-Router aufstellen. Dann verteilen sich telefonierende Schreihälse.

Abgesehen davon bin ich für die Abschaffung von Zeitzonen. There is only one UTC.

Dann muss nämlich niemand mehr zum Telefonieren „Mit der Heimat“ irgendelche Zeitverschiebungen mit einkalkulieren. (Ausserdem könnte mich mir dann den ganzen Timezone-Foo in diversen Anwendungen sparen…)

@HeiligerErnst hast du einen Anlauf unternommen mit den Betreibern der Unterkunft Kontakt aufzunehmen?
Vor Ort Freifunk aufzustellen wäre doch eine sehr schöne Sache.

Ich hab nichts weiter unternommen…
gestern hat es bei uns geschüttet wie aus kübeln, und da war die Telefonierer-Rate eher niedrig.
Neben den „Hotelliers“ wären evtl. die Buden-Besitzer in der näheren Umgebung interessant. Denn dann stehen die Leute „dort“, und trinken vielleicht noch n Kaffee oder so…

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