Wasserturm Lank

Es gibt ja die Idee, den Wasserturm in Lank als Freifunk-Knoten zu nutzen. Der Wasserturm steht allerdings unter Denkmalschutz. Hat jemand eine Idee, welche Installation am besten geeignet wäre, den Auflagen des Denkmalschutzes gerecht zu werden und trotzdem den für Freifunk sehr guten Standort zu nutzen? Hat jemand aus anderen Orten eventuell Erfahrung mit dem Denkmalschutz?

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In der Regel ist Denkmalschutz kein Problem.
Man sollte zu allererst schauen, was eigentlich unter Denkmalschutz steht. Es kann das Innenleben sein, es kann die Fassade oder Bestandteile dieser, oder eben das ganze Objekt unter Denkmalschutz stehen.

Sollte letzteres zutreffen, sind Freifunkinstallationen aber auch kein Problem, sofern sie das Erscheinungsbild nicht ändern.
Dies lässt sich z.B. damit erreichen, indem die Nanos oder CPEs vorher in entsprechenden Gebäudefarben angemalt werden. Vielleicht ist es auch möglich die in irgendwelche Fensteraussparrungen zu integrieren oder anders ‚verdeckt‘ zu installieren.

Die Bausubstanz oder Einrichtung müssen wir ja auch nicht verändern, da wir i.d.R. Kabelschächte oder Verläufe nutzen, die eh schon vorhanden sind.

Wenn es nur eine Idee ist, dann sollte man sich ersteinmal darauf fokussieren, überhaupt den Zugang zu erschließen. Also eine grundsätzliche Genehmigung zu bekommen.

(Klingt für mich nach „Wir haben die Idee ein Blog zu machen“, um dann über die Vorzüge und Nachteile von Wordpress zu debattieren und wo man das hosten könnte. Ohne aber überhaupt Contentlieferanten oder ein Medienkonzept zu haben.)

Ich würde sagen, wenn man passende Farbe nimmt und die Knoten etwas versteckt montiert, wird da niemand was gegen haben.
Interessanter fände ich die Frage ob es dort Strom gibt :wink:

Edith: Ich :hearts: Discourse

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Ja wunderbar. Also nicht nur eine Idee, sondern eine konkrete Standortnutzungs-Zusage.
Dann ist ja alles machbar und es gilt zu klären, welches die Denkmalschutzauflagen so sind.

Aktuelles vom Wasserturm:

Ich habe mit dem Eigentümer gesprochen und ein paar Vorabinfos geklärt.
Direkt zu Anfang: Los gehen kann es erst ab Juni, da er persönlich zuviel um die Ohren hat.

  1. Turm ist komplett begehbar
  2. Strom ist oben keiner vorhanden
  3. Eigenes Internet gibt er frei wenn der @Michael1 das so sagt :slight_smile: …die Antwort kennen wir also :smile:

Eine Begehung vor Ort ist also in knapp 2 Wochen avisiert.

Grüße

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super, dann nehmen wir meinen guerillia-bleiakku-router mit hoch und machen mal reichweitentest :slight_smile: Mit dem fetten Akku zusammen ist das Teil auch so schwer das es defintiv windfest ist…

Moin,
hört sich ja nicht schlecht an, bin gespannt was daraus wird.
Kein Strom ist ne Herausforderung, aber das werden wir schon irgendwie meistern. Vielleicht wäre PoE auch eine Lösung oder das Legen einer Leitung. Alternativ Solar mit dicken Akkus, aber je nachdem wieviel Technik wir dort installieren wollen/dürfen kann das auch recht anspruchsvoll werden.
Naja, warten wir mal die erste Begehung ab. Ich werde da Bilder machen und dann kann man auch schauen ob sich irgendwelche Richtverbindungen anbieten.
Gruß Robert

Wenn das da oben sicher gegen Kabelratten ist, dann spricht ja nix gegen Solar. Andererseits kann man für 200-300 Euro schon ganz schön viel Elektrokabel verlegen.
Überlegt nur was ihr dort oben Sinnvolles(!) tun wollt.
Einfach nur „Freifunk“-AP abstrahlen weil man’s kann: Kann man tun.
Mag noch gehen.

Aber Wifimesh (per adhoc) wird in jedem Fall eher unsinnig sein, weil da HiddenStation-Probleme mit maximaler Härte zuschlagen werden.
Also wenn, dann Ausgangspunkt für WDS-Meshlinks mit WPA2.

Denkmalschutz ist sehr oft ein Problem, daher sollte man dies bei oder kurz nach der Begehung mit dem Eigentümer durchsprechen.
Das Denkmalschutz-Recht ist eines der härtesten in DE: Wenn die Denkmalschutzbehörde von einem toten Römer wüsste, der unter Deinem Neubau liegt, dann hast Du 4 Wochen Zeit zum ausziehen, bevor die Dein Haus abreissen… etwas übertrieben formuliert.
Da kommt kein Gericht gegen an - leider!

Hi, mit dem eigenen Internet > vorsicht , die haben nur 16.000 von Vodafone Da arbeiten 10 Personen in der Firma und 5 Personen die dort wohnen nutzen den Zugang.

Sprich das könnte eng werden. Villeicht besser Ihn zu überreden 2. DSL zu nehmen , denn die Performance in der Firma lässt jetzt schon teilweise zu wünschen übrig.

Geht das jetzt konkret auf die Situation in Lank oder war das „nur mal was Dir so allgemein zum Thema eingefallen ist“?

Immerhin hat Maltis vor 9 Tagen dazu doch schon geschrieben, wie es sich vor Ort darstellt und was geplant ist diesbezüglich.
(Oder drehen wir uns damit nicht im Kreis?)

Solarzellen werden sich wohl nur im Bereich „Fußboden des umlaufenden Ganges“ legen lassen. Mit entsprechend schlechtem Wirkungsgrad durch fast ständige Abschattung.
Und da wir ja vermutlich mehr als nur einen oder zwei WR841 betreiben wolle, also z.B. deutlich energiehungrigere CPE210er oder Nanostations/Nanobeams: Das wird „solar“ nicht gehen.
Da muss 230V oder zumindest 48V hoch.

Aber ja, mich würde es freuen, da was tun zu können.
Nur mal so ein paar der Wassertürme, die ich „ohne Freifunk“ besichtigt habe.

(Und ich hoffe, dass es da drinnen besser ausschaut als in dem in Duisburg-Wedau)

@adorfer es geht mir dabei in erste Linie allgemein um das Thema Denkmal geschützte Gebäude.
Ich möchte nur freundlich darauf hinweisen, dass man das auf jeden Fall vorher mit den zuständigen Behörden klären sollte. Daher den Eigentümer fragen, wer im Denkmalschutz dafür zuständig ist. (und oft geht es dann schneller, als wenn man sich erst mal durch die Behörde durchfragen muss).
Zudem wollte ich damit zum Ausdruck bringen, dass Denkmalschutz sehr wohl ein Problem sein kann:
Wir können hier auch nicht einfach ein paar Nanostations außen an unsere Kirche tackern, dann kriegen wir richtig Stress mit dem Amt für Denkmalpflege! :wink:

Daher prüfen wir momentan, ob wir Möglichkeiten haben, das Ganze irgendwie zu kaschieren. Die Idee mit der farblichen Anpassung an den Rest des Gebäudes finde ich dabei schon recht hilfreich, so wie er hier erwähnt wurde.
Ansonsten geht vielleicht auch eine „verdeckte“ Anbringung hinter den Lamellen des Glockenturms… aber ich schweife ab, denn darum geht es hier momentan nicht.

Wenn die Performance in der Firma ohnehin zu wünschen übrig lässt, wäre es überlegenswert sich eine VDSL Leitung zuzulegen. (50 Mbit/sec) Natürlich unter der Voraussetzung, dass da eine entsprechende Leitung liegt.

Sonst vielleicht das ganze andersherum aufziehen und die Firmenleitung entlasten, wenn das Mesh gut ist, indem man die 5 Anwohner auf Freifunk „setzt“? Nur so eine Idee. :wink:

Wie haben die denn das bisher mit unserem Freund der Störerhaftung gemacht? Oder gibt es da generell nur 16 Mbit/sec für alle Anwohner zusammen?

Um es mal plastisch zu zeigen. Es sollte sich darum handeln? :smiley:

25 Meter Höhe, 6m Durchmesser.
Was für ein Winzling… Der wird beim Sturm sicher gern schwanken. Mit den größeren Nanobeams könnte das schon kritisch werden.
Aber bei der Höhe ist das mit der Elektroverkabelung gut machbar.

Wäre mir ein Vergnügen, da etwas zu machen.
Und das Bahn-Einheitsgraugrün werden wir natürlich auch hinbekommen. (Ich sehe schon den Thread zum Thema „metallpartikelfreie Lacke“)
Zur Installation bietet sich die Lamellenstruktur der Belüftungsgitter oben in der Gugelmitte an.
Zum einen sieht man die vom Boden kaum, weil halt oben drauf, zum anderen ist das durch das überkragende Dach abgeschattet.
Und ja, natürlich legt man die Pläne bei der unteren Denkmalschutzbehörde vor.

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Ich hab mal das Panorama von der Webseite http://www.wasserturm-lank.de geklaut…äh…gespiegelt.

/edit MPW: Bild bis zur Klärung der Urheberrechte entfernt.

Das Sieht ja fast so aus, als würde es eine Sichtlinie zum Düsseldorfer Funkturm geben… :wink:

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Ja, die gibt es definitiv. Aber wer will schon die beiden Domains „kurzschließen“ :smiley: