WLAN Verstärken über Netzwerkdose?

Hallo Zusammen,

Ich habe im EfH WLAN im 1.OG. Nun gibt es Teilbereiche des Hauses, die bessere wlan Qualität bräuchten. In jedem Zimmer habe ich einen Netzwerkanschluss.
Gibt es WLAN Verstärker, die ich quasi per „Plug&Play“ in eine Netzwerkdose hänge und die das Signal verstärken?
Im vorherigen Haus habe ich mit Devolo Adaptern gearbeitet und Netz über die Steckdose weitergegeben. Durch die nun vorhandenen Netzwerkdosen meine Frage, wie ich am einfachsten das WLAN weitergebe?

Liebe Grüße

Powerlan-Wlan-Accesspoints funktionieren „im Prinzip“.

Wie in einigen Parallelthreads erläutert:

  • Es gibt diverse Szenarien wo es trotz „gleicher Phase hinter gleichem Arbeitszähler“ nicht funktioniert. Da hilft für die Elektrolaien nur die Rückgabe des Gerätes beim Laden. Alles andere ist wenig kosteneffektiv, dann lieber „Mesh-Wifi“, Geräte mit 3(!) Bändern/Radios und Wifi-ax empfohlen.
  • Wenn es initial funktioniert: Nicht zu früh freuen. Regelmäßig monitoren! Ein einzelnes „schlechtes“ Steckernetzteil oder eine „schlechte“ LED-230V-Lampe kann den Powerlan-Durchsatz halbieren bis ganz unterbinden.
    • herausfinden, welches das neue, störende Gerät ist.
    • Blöd wenn man das nicht mehr nachvollziehen kann, weil man lange keinen Speedtest gemacht hat
    • noch blöder, wenn die WG so groß ist oder Nachbarn/Nachbarbüros am gleichen Stromnetz hängen, so dass man keine sinnvolle Handhabe hat, weil man dort gar nicht unter Schreibtischen herumkriechen darf, um Netzteile zum Test abzustöpseln oder Lampen komplett rauszudehen.
      (Und selbst wenn man es darf: Allein kann da ziemlich zum Herumgerenne zwischen Zimmern und Laptops ausarten)

Auf was für eine Frage antwortest du da?
Er schrieb… „In jedem Zimmer habe ich einen Netzwerkanschluss.“ und "
Durch die nun vorhandenen Netzwerkdosen meine Frage, wie ich am einfachsten das WLAN weitergebe?"

Ich war davon ausgegangen, dass es sich NICHT um LAN-Anschlüsse (RJ45-Ethernet) handelt, sondern irgendwie 230V.
Aber wenn Ethernet da ist, warum dann bitte was von Develo? Zumindest sind die bei mir untrennbar mit Powerlan/„D-Lan“ verknüpft.

Irgendwie redest du am Thema vorbei. Er hat früher mal Devolo dLan Adapter verwendet ( vermutlich solche die am Ende ein WLAN aufgespannt haben).
Jetzt sucht er wahrscheinlich einen Repeater/Router etc im AP Modus.
Interessant wäre ob die vorhandenen Netzwerkdosen über POE verfügen.

Wenn die Netzwerkdosen auch zu irgendeinem zentralen Punkt hinführen, also ansatzweise soetwas wie eine strukturierte Verkabelung vorhanden ist: Beliebige Access-Points, gern auch mit POE-Speisung aus einem zentralen POE-Switch.
Ob man jetzt OpenWRT was selbst baut oder was fertiges von Mikrotik, Ubiquiti oder Aruba kauft: Das hängt von der Geldbörse ab und dem was man gern als Management sehen/ertragen möchte.

Warum machst du nicht wieder Power-Line? Ich wäre da immer sehr vorsichtig mit wireless mesh, da es einfach nichtdie bandbreiten bringt, die man gerne hätte. :wink:

Außer natürlich man baut Richtfunkstrecken mit LoS und so.

Ist an diesen Netzwerk Anschlüssen schon Internet vorhanden? Sprich, wenn du dort einen Computer per Kabel einsteckst, hat dieser dann Internet?

Hmm. »WLAN« ist eigentlich immer eine Unterform eines Netzzugangs, und als solcher i. d. R. eines Internetzugangs. Heißt: Du hast im 1. OG irgendwo einen Router stehen, über den Du an das Internet angeschlossen bist und der auch einen WLAN-Accesdpoint mitbringt?

Zweite Frage:

Ich gehe jetzt von Cat. 5 oder besser mit RJ45-Abschluß aus, also den klassischen rechteckigen Buchsen mit 8 kleinen Kontakten. Dann muß das andere Ende des jeweiligen Kabels auch irgendwo sein, z. B. im Keller oder Hausanschlußraum. Wo ist das und was hängt da dran?

Kategorie-5-Verkabelung ist Punkt zu Punkt und wird in der Regel sternförmig von einem zentralen Punkt im Gebäude in die Räume ausgeführt. Das ist etwas anderes als Powerline, wo der „Bus“ der Hausstromverteilung als „Kabel“ mißbraucht wird. Sprich: Du brauchst an der zentralen Stelle einen Netzwerkswitch mit Patchkabeln für jeden zu versorgenden Raum; sobald das gegeben ist, mußte Du nur den Router im 1. OG an den Netzwerkanschluß dort anstecken und in jedem Raum, wo das WLAN ‚verbessert‘ werden soll, einen WLAN-Accesspoint. Optimalerweise nicht überlappende Kanäle (2,4 GHz: 1, 5, 9, 13) wählen, und gut.

Warum Power-Line, wenn Nertzwerkdosen vorhanden sind?

Sry, hatte ich falsch verstanden.

Guten Abend Kokons,

mir fehlen hier einige Angaben zu deinem Netzwerk. Ich gehe mal davon aus, dass du „Sternverteilung“ in dem Haus gewählt hast, d.h. alle Kabel der Netzwerkdosen laufen an einem zentralen Punkt zusammen.

Wenn das gegeben ist, ist die Frage, wieviele Netzwerkdosen du mit welchem Router (welcher n-Anschlüsse hat) beliefern willst.

Wenn Dein Internet-Anbieter mit DOCSIS anliefert, dann würde ich von Power-Line abraten, da dies u.U. den Up-Stream stören kann. Power-Line macht dein Haus zu einer Sende- und Empfangsstelle wobei deine Stromkabel die Antennen sind.

und wie „gRaSmOnStEr“ schon schrieb ist eine Lösung mit managerbaren AP’s etwas sinnvolles. Da hast du dann an jedem AP die Bandbreite anliegen, was der Netzwerkanschluss hergibt.

WLAN-Verstärker gibt es nicht, Es gibt Repeater „Wiederholter“, welche das WLAN empfangen und dann wieder neu aussenden. Repeater reduzieren aber die Bandbreite.

Wenn du AP’s verwendest, dann senden diese alle eigenständig das WLAN aus. Wichtig ist hierbei, dass die AP’s nicht auf dem selben Kanal senden, sonst stören sich diese bzw. verringern die Bandbreite. Eine gute Wahl ist z.B. Kanal 1, 6 und 11 oder 1, 5, 9 und 13. beim letzteren hängt es von den Geräten ab, ob diese den Kanal 13 unterstützen.

Am Besten ist es, sich einmal einen AP’s zu kaufen, welchen man online ja wieder zurück schicken kann. Dann den AP platzieren und mit dem Smartphone die Signalstärke messen. (NICHT SPEEDTEST!) Ein Messprotokoll führen. Dann den AP an der nächsten Dose Platzieren und das Messprotokoll mit den dokumentierten Messpunkten im Haus erneut mit dem anderen Standort dokumentieren. Dann hat man ein Bild von der WLAN-Versorgung. Auch beachten, dass man WLAN immer mit geschlossenen Wohnungs- und Zimmertüren messen sollte.

Wenn es fragen gibt, gern bei mir melden. Ich mache das beruflich.

Kleiner Tipp: für iPhones gingt es die App Airport, damit kann man die Signalstärke messen. Dazu muss in den Einstellungen „WLAN-SCAN“ eingeschaltet sein. Nach dem Messen diese Option wieder deaktivieren. Diese Option saugt am Akku!

Ich stimme gRaSmOnStEr zu, kurz gesagt, alles ist hier.
https://pczeit.com/wie-das-wlan-in-heimarbeit-weniger-strungen-aufweist/
Dann warten wir darauf, dass der Autor dies alles erklärt

Ich nutze haupsächlich Nertzwerkdosen und fahre damit gut.