Zugriff auf Gerät hinterm Freifunk Router


#1

Ich bastele an einem selbstversorgenden (Solarpanel, Batterie…) Router, um die Reichweite meines Netzes zu erweitern. Der soll hier demnächst auf ein Hochhausdach, d.h. danach ist er seinem Schicksal überlassen, und ich werde keinen Zugriff mehr darauf haben. Über einen TCP/IP voltmeter, der per kabbel am Router hängt, will ich Einspeisung des Panels, Stromverbrauch und Ladestatus der Batterie prüfen.

Problem: Der Voltmeter hat ein Browserinterface, aber woher weiß ich später, über welche IP-Adresse ich darauf zugreifen kann? Das Stichwort ist offenbar IP-Forwarding, aber auch dafür müssen ich zwischen Voltmeter und Router (WR1043ND) ja erstmal feste IP-Adressen etablieren. Ich komme per SSH auf den Router selbst, aber dort finde ich in ifconfig den Voltmeter nicht…


#2

Hallo CCCCZ.
Es wäre hilfreich, wenn du deine Freifunk-Community nennst, dann wird dir sicher auch eher geholfen werden können.


#3

Es wäre fast genauso hilfreich, wenn man wüsste, welches Voltmeter das ist, um mal schauen zu können, ob das Gerät IPv6 macht und wie man dem Ding ggf. eine statische IP-Adresse verpasst, falls man dem dhcp-client nicht trauen sollte.
Oder ob das ding von Hause aus nur “ich bin der Hotspot” kann (so wie bei den meisten Kameras “mit Wifi”.)


#4

Ich bin in Hannover. Der Voltmeter ist ein digital measure tci/ip voltmeter/amperemeter v11. Der kann nur IP v4, DHCP oder statisch. Aber da der Gateway ja wechseln kann, kommt wohl nur DHCP in Frage!?

adorfer no-reply@forum.freifunk.net schrieb am 06.02.2016:


#5

Ich bin jetzt nicht sicher, ob Hannover diesen Service bietet (da müsste du dich “vor Ort” erkundigen), aber bei manche Communities kannst du dir eine statische Adresse für den Serverbetrieb im Freifunknetz geben lassen.


#6

Den solar zu versorgen ist natürlich schon eine Herausforderung, an der das Panel “wachsen” darf.
Aber ich versuche mich mal auf das zu beschränken, was nicht schon hier beschrieben wurde.

Du wirst sinnvollerweise wirlich die MAC des Voltmeters in den DHCP-Server(n!) Deiner Community hinterlegen lassen müssen.
Problem könnte werden, wenn da mehrere Server mit getrennten Ranges arbeiten und diese jeweils nur Requests aus dem Bereich ihres Batman-gateways beantworten.
Dann würde nämlich (bei zufälliger Wahl eines anderen Gateways) das Voltmeter keine IP-Adresse mehr bekommen, oder eben eine andere.
Notfalls müsstest Du halt mehrere IP-Adresse genannt bekommen und Dein Script würde dann zyklisch schauen, auf welcher der 2-8 Adressen “Dein” Meter ansprechbar ist.


#7

Oder er bekommt eine IP, die von der DCHP Vergabe ausgeschlossen ist und trägt sie auf seinem Gerät ein.


#8

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#9

Danke für die Antworten! Das klingt doch nach nem Plan. Ich werde mich mal lokal nach ner festen IP erkundigen.

Bezüglich Stromversorgung: Ich habe zwei Pannels mit jeweils 30Wp. Diesen Winter wars ja ziemlich hell. Schaun wir mal im nächsten…

Arduino dann vielleicht beim nächsten Modell. Das bestehende ist im Moment Herausforderung genug. :slight_smile:


#10

Der hier beschriebene Weg ist definitiv der saubere. Wenn das nicht geht, kannst du dir einfach eine feste manuelle IP geben, z.B. 192.168.99.1. Dann machst du auf dem Router, an dem das Gerät hängt (LAN) eine zweite IP auf eth0, z.B. 192.168.99.2. Nun kannst du dich per SSH und Portforwarding auf den Router verbinden und von dort das Webinterface weiterleiten:

ssh -L 8080:192.168.99.1:80 <Ipv6 deines Knotens>

Das geht auf jeden Fall, unabhängig von der Community.

Grüße
Matthias


#11

Wenn ein Geräte regelmäßig Pakete erzeugt, dass hinterlässt es auch immer Spuren im Distributed ARP Table des Batman. Falls die die MAC des Geräts bekannt ist, dann bekommt du die IPv4 am davor liegenden Knoten mit dem Befehl batctl dat_cache oder kürzer batctl dc raus. Auch über die IPv6 lokal-Link-Adresse solltest du immer zugreifen können und auch über SLAAC erstellete IPv6 Adresses kann man berechnen.