Wir bauen uns einen Solar-Router


#1

Ich habe einen Router-Standort an dem ich keinen elektrischen Strom aus einem EVU-Netz bekommen kann.

Es würde mir dort ein WR841n reichen. Wenn dieser ab und an mal zusammenklappt “wegen zu lange zu duster” könnte ich auch damit leben.

Welche Konfiguration würdet Ihr nehmen?
Ich sehe Kombisets für 20Wp mit Laderegler und 7,2Ah Gelakku für rund 150€.
Das wird vermutlich zu knapp sein.
(LM2496S-Modul ist fest eingeplant, um direkt mit 3,3V zu speisen aus dem Akku, ohne mehrfache Zwischenwandlung)

(Die beiden Wikiseiten SolarPoweredRouter und SolarRouter habe ich gefunden, das erscheint mir jedoch outdated zu sein, Versionsstand 2013.)


WR841 an Akkupack betreiben
CPE210 an Batterie betreiben
Bastelei mit Solar
TP-Link MR-3020 in den Config Mode schalten
Zugriff auf Gerät hinterm Freifunk Router
WR841 an Akkupack betreiben
TP-Link TL-WR841N per USB / 5V / Powerbank betreiben
TP-Link TL-WR841N per USB / 5V / Powerbank betreiben
Zugriff auf Gerät hinterm Freifunk Router
Möglichst sparsamer Freifunkrouter für Solarbetrieb
#2

Was genau bezweckst du? Sonst schau dir doch evtl. mal den TP-Link MR-3020 an, der ist deutlich kleiner als der 841n und benötigt auch weniger Energie.


#3

Ich hätte gerne eine “Drohne”.

Kleiner ist er. Habe ich auch einen von. Weniger Energie benötigt er nicht. (Nur auf dem Papier)


#4

Weniger als 1,3 Watt (bei 12 Volt), wenn Traffic drauf ist? Mehr verbraucht der 841er nämlich nicht.
Abgesehen davon, der 3020 ist eher für Femtozellen geeignet; wegen der Antennen.


#5

Wenn man die LEDs und die Ethernet-Transceiver runterwirft wird’s nochmal weniger. (das ist es mir wert… notfalls kann ich ja immernoch per RS232 drauf)
Aber wie gesagt: DAS soll hier nicht Thema sein. @fkyle Und selbst wenn ich jetzt sagen würde “dann nehme ich halt einen 3020”: So what?


#6

Sry, da war ich wohl falsch informiert. Dachte, der 3020 würde weniger Energie benötigen als der 841.

Die Batterie sollte ja eigentlich für ca. 3 Tage Dauerbetrieb reichen (nach grobem Überschlagen). Die Solarzelle könnte allerdings ein wenig Knapp werden.


#7

Mir wäre an einem Erfahrungsausstausch gelegen, mit Leuten, die soetwas real einsetzen.
Dass man viel machen kann und was Unterschiede zwischen Papierform und Realität sind, das ist mir auch klar.


#8

Zur Berechnung des Solarpanels, Akku usw. kannst Du folgende Seite benutzen. Dort kann man so ziemlich alle Parameter vorgeben und bekommt, auf den Standort angepasste, Werte (Stand-alone PV auswählen).
Photovoltaic Geographical Information System


#9

Danke, dann reicht ein 20Wp-Panel nicht, zumindest für Dezember und Januar. Dann werde ich ein 50W brauchen.


#10

Hi,
150 Euro für das Set erscheint mir etwas arg teuer. Ich denke selbst mit 50Wp Modul schaffst du es noch für unter 100 Euro. Kommt aber natürlich auf die Komponenten an.
Ich habe vor einiger Zeit gute Erfahrung mit http://prevent-germany.com/ gemacht, die waren bei Modulen und Ladereglern sehr günstig. Akkus würde ich aber eher woanders kaufen, kleinere Kapazitäten bekommst du ja auch gut bei z.B. Reichelt.
Gruß Robert


#11

50W klingt ganz gut dimensioniert ich hab für 3W mal foglendes berechnet.
3W= 12V*250mA x24h-> 6Ah
0,5 vollaststunden/d des solarmoduls bei optimalausrichtung im winter
x watt /12V *0,5h =6Ah
x=144W modul

generell sollte man etwas für verluste des ladereglers und wärmeverluste im akku aufschlagen
was den akku angeht:
wichtig ist noch das du den akku eigentlich nie unter 60% entladen möchtest da du ansonnsten massiv lebensdauer einbüßt.
auch gibt es üble kapazitätseinbußen bei niedrigen temperaturen.
gute hersteller haben solche informationen im Datenblatt wie zb:

zu den 6Ah kommen also die kapazitätsverluste im winter
kapazität bei -15°C = 65%
65%=6Ah ; 100%=x
x= 6Ah/65%*100%=9,23Ah

und dazu noch puffer um den akku nie unter 60% zu entladen
40% = 9,23Ah ; 100%=x
x= 9,23Ah/40%*100%=23,08Ah

man sollte also ungefähr das 4 fache an kapazität einplanen damit der akku im winter auch 24h betrieb durchläuft.
ergo: man braucht nen riesen akku :smile:


#12

Sommerversion:
10W Panel, Step-Down 20V -> 5V, Charger mit 4400mAh LiIon, 5V Step-Up, MR3020.


Fehlt noch: Reset Mimik.


#13

Den zweiten Stepup kannst Du Dir evtl sparen.
Wenn du gleich in ein Powerpack hineinlädst was 5V in/out macht. (und daher auf maximale Effizienz im Akkubetrieb getrimmt wurde.)

Ich werde das Projekt bei mir starten, wenn es eine Batterieüberwachung “per I2C” an den LED/GPIO für WR841&Co gibt.
So lange das nicht vorhanden ist, ist mir das zu viel Blindflug ohne Erkenntnisgewinn.


#14

Wenn du gleich in ein Powerpack hineinlädst was 5V in/out macht.

Hmm, das wäre natürlich super um den Verlust zu vermeiden. Hast du da ein Beispiel/Quelle?
Oder meinst du die USB Powerpacks? Die haben die StepUp/Down intern oder etwas nicht?


#15

Haben sie auch, aber die sind halt exakt passend zum Akku gezüchtet, inkl. Tiefenentladeschutz…
(sofern man jetzt nicht den letzten Rotz kauft. Wenn “Anker” draufsteht, dann sollte das passen.)


#16

Super Danke

Hat geklappt.

Nun kann der SolarAP in Betreib Gehen.

Bin gespannt wie lange er Läuft :wink:


#17

Ich bin sehr gespannt!


#18

Hast du da irgendwo eine Dokumentation von deine Installation?
Ich frage, weil auch bei uns jemand an dieser Thematik arbeitet.

Danke und Grüße!


#19

An was? Solar-Blindflug?
Die Technik wäre hier da, ich weigere mich aber, solange ich kein Monitoring habe. Weil ich dann nie erfahren werde, warum das Ding dann plötzlich nimmer läuft. (oder wie knapp es am Tag vorher früh morgens war.)


#20

Hi

Also ich habe das Komplett in Günstig versucht zu bauen.

Da es erst mal nur zu Testzwecken ist, habe ich folgende
Sachen genommen, die ich alle noch hatte.

Solarpowerbank mit 5000 mAh Powerbank
TP-Link MR-3020 MR-3020
TP-Link Antenne TL-ANT2408C Antenne

Wie gesagt flog alles noch hier rum, und zum Testen dann das Ganze in eine Butterdose rein.
Ich mache die Tage mal Bilder davon.