1km Wifi Setup Hardware?

Hallo liebe Freifunk Community,

ich überlege derzeit unseren im Freundeskreis genutzten Bauwagen mit Wifi 2.4Ghz auszustatten. Hierzu habe ich mir folgendes Setup überlegt:

Von meinem Zimmer habe ich gute Sicht auf den etwa 930m entfernten Bauwagen. Auf meinem Balkon und am Bauwagen selbst will ich jeweils eine gerichtete 2.4Ghz Antenne aufhängen. Nun suche ich nach einer Möglichkeit die Antenne mit meinem Heimnetzwerk zu verbinden. Hierzu benötige ich Hardware, welche mir das LAN Signal meines Heimnetzwerks in ein Wifi Signal umwandelt und über einen Anschluss verfügt, mit dem ich das Gerät mit der Antenne (N-female) verbinden kann. Außerdem müsste die Sendeleistung des Geräts einstellbar sein, damit ich die vom Gesetzgeber vorgegebenen 20dBm nicht überschreite (Mit der 24dBi Antenne müsste die Sendeleistung nach meinem Wissensstand bei -4db liegen). Kennt jemand solch ein Gerät?

Auf der Seite des Bauwagens benötige ich dann natürlich noch eine Möglichkeit das gerichtete Wifi Signal isotrop zu verteilen. Der Bauwagen selbst verfügt über ein Solarsystem an dessen Batterien sowohl 12V als auch 5V abgegriffen werden können.

Am besten wäre es irgendwo auf diesem Weg einen Router einzubauen um das Bauwagennetzwerk logisch von meinem Heimnetzwerk zu trennen.

Hardware:
2x Gerichtete Wifi Antenne 24dbi

Im folgenden meine bisherige Überlegung:

  • Fritzbox Router über WAN Anschluss an Heimrouter anhängen.
  • 24dbi Antenne an Fritzbox Router anschließen.
  • Antenne auf Bauwagen richten
  • Fritzbox Maximale Sendeleistung auf -4db
  • Bauwagenantenne in Richtung Erster Antenne richten.
  • Bauwagenantenne an WIFI to USB Modul anschließen
  • WIFI to USB an Microcomputer anschließen
  • internes Wifi Interface als Accesspoint verwenden
  • wifi von externem Interface auf internes Interface Routen.

Ich bin mir ziemlich sicher das dieses Setup nicht optimal ist, weswegen ich hoffe das ich in diesem Forum auf Personen treffe, die mir einen besseren Vorschlag machen könnten.

Liebe Grüße Frederik

Ich würde einfach auf beiden Seiten „fertige“ Richtfunk Hardware von Ubiquiti oder Mikrotik verwenden. Und wohl auch eher in Richtung 5 GHz für den Richtfunk Link schauen. Da ist einfach etwas weniger los.

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Nicht machen!

Was TomH sagt!
Siehe zahlreiche Nachbarthreads zu Thema „Ubiquity Litebeam“, „Ubiquity Nanobeam“ etc.

Entsprechendes Engagement vorausgesetzt kann man auch solche Setups bauen.



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Stichwort „Routerkaskade“, wenn man noch einen Haufen alte Fritzboxen (z.B.) herumzuliegen hat und kein IPfire/pfsense mit mehreren Interfaces oder Vlans aufsetzen möchte.

Danke für die schnelle Antwort. :smiley:
Ok, das scheint wohl die rationalere Lösung zu sein.

Ich habe mich gerade schnell etwas informiert und bin auf folgende Hardware gestoßen:
Ubiquiti NanoStation Loco M5
Meint ihr das ist eine Preiswerte Lösung? Und mit was für einer Verbindungsquälität kann ich bei einer zu überbrückenden Distanz von 930 Metern rechnen (Keine Hindernisse)?
Der Öffnungswinkel der Antenne von 60° (H-pol) / 60° (V-pol) / 60° (Elevation) scheint mir dann doch etwas hoch zu sein.
Bei einer gerichteteren Antenne hätte ich doch auch einen geringeren Stromverbrauch aufgrund des Antennengewinns, oder nicht?

Gibt es auch Hardware die eben genau das tut was die Ubiquity Büxen tun, aber ohne eigene Antenne / mit Stecker für eine externe Antenne?

Klar, wird nur teurer und schlechter wegen der Kabelverluste. Plus mögliche irreparable Fehlerquellen (Eichhörnchen- und Marderverbiss), HF-Kabel kann man nicht flicken, Lankabel schon.

Leistungsaufnahme, elektrisch: Rechne damit, dass Du 6W für die Richtfunk-Empfangsstelle kalkulieren musst, plus das was für den lokalen Wifi-AP benötigt wird.

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Ja, das mit der Leistungsaufnahme muss ich nochmal durchrechnen, aber wenn ich mal insgesamt von 20Watt ausgehe, sollte ich noch im grünen Bereich liegen.

Wie wird solch eine Hardware genannt?
Nur aus Interesse, weil ich selbst scheinbar nicht die richtigen Wörter für google finde.

Wichtig zu wissen ist ggf. noch dass das teilweise nicht normales WLAN nach 802.11 ist (z.B. Ubiquiti AirMAX). Solange man nur P2P (Point to Point) Verbindungen macht ist das aus meiner Sicht nicht wirklich relevant und hat durchaus Vorteile. Einfach weil da dann alles ein wenig optimierter ist.
(Bei P2MP (point-to-multipoint) sind diese Anpassungen für das ordentliche funktionieren tendenziell dann sogar noch wichtiger, aber der Vendor lock-in wird da dann natürlich relevanter …)

Wenn es keine Hindernisse gibt und auch die Fresnelzone einigermaßen frei ist sollte 1 km kein Problem darstellen.

Bei Ubiquiti gibt es da Bullet, Rocket usw.
Und bei Mikrotik gibt es da Groove, Metal, BaseBox, NetBox, NetMetal usw.

Ich würde aber für dich klar davon abraten. Das macht es nur teurer, fehleranfälliger und das einhalten der Richtlinien ist schwieriger.

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  1. das ist kein Gerät was für „Point-To-Point“ optimiert ist, sondern eher für die Clientversorgung
  2. 2018 und später noch „non-AC“-Geräte aufzuhängen ist Airtimeverschwendung, zumindest außerhalb von abgelegenen Tälern im Sauerland. Das ist wie VW-Käfer mit H-Kennzeichnen fahren. Kann man machen, ist auch legal. Schön für die Umwelt ist es trotzdem nicht.
  3. Wenn es Dir um den Formfaktor geht, dann schau nach Nanobeam-13er (13cm Durchmesser) NBE-2AC-13. Aber ich würde schon zu „mehr Richtwirkung“ raten auf die Distanz. Die beworbenen Distanzen solltest Du immer durch 2 teilen, oder durch 4 für die beworbene „bis-zu“-Geschwindigkeit.

Ansonsten: Schau auf die Seite, was da so angeboten wird, auch an Montagezubehör. https://www.omg.de/ubiquiti-networks/airmax/nanobeam

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Alles klar, mehr Richtwirkung finde ich auch gut. Habe gerade folgendes Gerät von Mikrotik im Auge:

MikroTik DISC Lite5 ac

Mit 21dBi und 12° Öffnungswinkel scheint mir das eine gute Lösung zu sein.
Eine einfache Fritzbox im Bauwagen könnte dann vor Ort einen Access Point darstellen.
Dadurch hätte ich ja eine einfache Router-Kaskade gebaut. Dann habe ich aber das Problem, dass man aus dem Bauwagennetz Zugriff in mein Heimnetz hätte.
Welche Funktion bräuchte denn ein Router damit eben dies nicht möglich ist? Soweit ich weiß kann eine einfache Fritze das nämlich nicht.

Du wolltest das doch per Solarstrom versorgen? Ich würde dann tendenziell eher ein Gerät verwenden, was eine elektrische Leistungsaufnahme „below average“ hat.
Oder anders gesagt: die meisten Fritzboxen haben da eigentlich keine guten Messwerte, allem „green-mode-Marketing“ zum Trotz.
Aber hier natürlich off-topic, weil es nichts mit der Überbrückungsdistanz zu tun hat, sorry.

Siehe Parallelthreads zu Routerkaskaden, hat auch wenig mit Richtfunk und der 1km-Distanz tun tun.

Ok, danke.
Ja hast recht, hat hier nichts mehr zu suchen.
Danke für eure Geduld und Hilfe.