4 Geräte im Verbund über Cat7 Leitungen

Hallo zusammen,

Erst mal danke für die Möglichkeit sich hier auszutauschen :slight_smile: Für 3 Ferienwohnungen sollen insgesamt 4 WLAN-Zugänge ermöglicht werden (über den Mesh-Verbund), da das Haus durch Lehmdecken gut geschirmt ist und somit jede Wohnung ein Gerät benötigt (+ der Innenhof). An allen Montage-stellen befinden sich Cat6 Dosen, welche mit Cat7 Kabeln und einem TP-Link TL-SG1016D im Verbund stehen.

Dabei entstehen bei der Planung folgende Fragen:

  1. Wie verhalten sich die Geräte wenn alle über wired verbunden sind?
  2. reichen die Geräte TP-Link WR841ND oder TP-Link WR1043ND um einen Betrieb mit 4 Geräten effektiv und effizient zu ermöglichen, in Abhängigkeit zu Frage 1
  3. Wie würden sich die Bedingungen im Hinblick auf Frage 1 und 2 verhalten, wenn (a) weitere Geräte hinzu kommen würden und (b) diese Geräte nicht über eine wired Verbindung verfügen; Generell gesagt, wie verändern sich die Anforderungen an die Hardware mit zunehmender Anzahl an Geräten;

Grüße

olf

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Mesh-on-Wan wäre das dann. Die Geräte Meshen über Kabel. Die Alternative über Luft bleibt aber trotzdem aktiv. Das müsste man ggf. in der Weboberfläche aktivieren, nachdem du die Software auf dem Router aufgespielt hast.

Wenn alle an einem zentralen Router/Switch angeschlossen sind → Kein Problem! der „kleine“ 841N (ND nicht unbedingt nötig, da Antennen wohl für deinen Zweck nicht umgeschraubt werden) schafft ca. 8 Mbit Download. 1043ND wohl das Doppelte.

Für die Frage „Wie lang kann die Kette eines Luft-Meshnetzwerkes sein“ habe ich keine Erfahrungswerte. Jedoch für deine Zwecke wäre dies völlig unbedenklich → Das behaupte ich mal! Einfach einen Freifunk Router in Reichweite zum nächsten Freifunk Router aufstellen und fertig. Sie meshen über Luft automatisch miteinander. Man muss jedoch nicht bessere Hardware kaufen, nur weil die Kette länger wird…

Freifunk hat mit deiner Ausgangslage einen schönen Einsatzzweck gefunden!

Und nicht vergessen, immer auf dem WAN-Port (blau) einspeisen. Sonst Chaos. :wink:

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Über den Uplink sollte man sich noch Gedanken machen. Je nachdem wie schnell der Anschluss ist, ändert sich das Szenario da auch.

Wenn wir über eine normale DSL-Leitung reden, dann sollte wohl nur ein Gerät eine VPN-Verbindung aufbauen, und die anderen Geräte als „Satelliten“ nur per Mesh-On-WAN über dieses Uplinkgerät das Internet beziehen. Der Hintergrund ist, dass jede VPN-Verbindung aufgrund von technischen Gründen auch im Leerlauf eine gewisse Bandbreite von ca. ~200 kBit/s verbraucht, was besonders in Uploadrichtung schmerzhaft ist. Mit 4x200kBit/s ist ein DSL 16000 mit 1024 kBit/s in Uploadrichtung fast komplett dicht.
Da wäre die Konfiguration dann 1x WR1043ND als Uplink und 3x WR841N als Satellit mit kabelgebundenem Meshing (Mesh-On-WAN).

Wenn jedoch bereits Glasfaser oder ein anderer Anschluss mit viel Upload liegt (oder pro Wohnung ein DSL-Anschluss, was bei dir aber wohl nicht der Fall zu sein scheint), wäre es sinnvoller, mit jedem Gerät einen Uplink bereit zu stellen. Dann kann man sich (je nach gewünschter Leistung) für 4x WR841N oder 4x WR1043ND (für höhere Bandbreite) oder auch 4x WDR3600 oder WDR4300 (für 5 GHz WLAN) entscheiden.

Und für den Innenhof würde ich sowieso eine Picostation oder Nanostation von Ubiquiti empfehlen. Die sind outdoortauglich und haben auch ordentlich Bums, was WLAN-Reichweite angeht. Brauchen leider immer ein Uplinkgerät als Partner, da die CPU da drin mies ist, aber das ist bei dir ja kein Problem.

Najaa - Grundrauschen kann man nicht direkt multiplizieren. Sonst hätte ich bei 5 Routern in FFRG den Uplink auch schon dicht. :wink:

Ok, gut zu wissen. Wenn das bei dir im laufenden Betrieb jetzt nachprüfbar so ist, dann glaube ich dir natürlich. Ich könnte aber schwören, bei meinen Tests war das anders :confused:

Hier einmal die Konfiguration plus die Einstellungen über die Weboberfläche. Mit MeshVPN erlaubst du das Gerät sich übers Internet zu verbinden. Nur dieser macht dann die Rechenarbeit für die Internetverbindung. Diese ist mit VPN verschlüsselt. Verschlüsselung braucht Rechenleistung. Diese wird hier auf den „kräftigeren“ Router ausgelagert

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Du kannst in solch einer Konstellation auch Mesh on Lan machen und die drei oder vier zusätzlichen Router mit aktiviertem Mesh on Wan an die LAN Ports des VPN Routers hängen.

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Setzt aber erhöhte technische Anwendung voraus…ich behaupte mal, dass man hier gerade den Einstieg wagt…

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Klar, man muss SSH Key / Passwort setzen und per SSH in jeden Router ein fertiges Snippet copy&pasten. Sollte mal per Klick klack eingebaut werden!

Dafür hat man dann eine physikalisch saubere Trennung der Netzwerke, belastet die Netzwerkkarten gleichmäßig und schiebt keinen störenden Traffic auf den Internet Router, einige mögen den (unverständlichen) Traffic nicht so gerne.

Oh, das mit der Trennung und dem „Störtraffic“ war mir nicht klar. Ich hätte bei Anschlussmangel am priv. Router einfach einen Switch dazwischen geschoben.

…dabei gab es vor kurzem auch einen Fall, bei dem der Switch das nicht mitgemacht hat. Nach dem Entfernen des Switch lief es dann.

Wie gesagt, beide Möglichkeiten funzen, es sei denn es gibt Probleme. Muss man halt wissen was man sich zutraut.

Mesh-on-Lan to Mesh-on-Wan würde wie folgt gehen:

Steht jetzt auch so in der Gluon Command Line Administration Doku: Commandline administration · freifunk-gluon/gluon Wiki · GitHub

oder hier Konsole – wiki.freifunk.net

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Hallo zusammen,

erst mal vielen Dank für die Antworten. Die Lösung die ich hier mehrfach lese ist Mesh on WAN. Zum Einsatz kommt eine Kabel-Deutschland 100 Mbit-Leitung. Am Verteiler hängen noch weitere Geräte nicht nur die modellierten Clients und Router, weiterhin ist der Zugang zum Internet über eine „Kabel-Deutschland“ Fritzbox geregelt.

An den Netzwerkdosen ist jeweils nur ein Kabel angeschlossen, an welche der Client/Router angeschlossen werden soll. Weiterhin sollte noch ein Internet-fähiger Fernseher am gleichen Anschluss über das freifunk-Netzwerk betrieben werden. Zu bedenken hierbei ist, die Netzwerkkonfiguration bei den Fernsehern ist „überschaubar“, könnte man die Verteiler der einzelnen Clients einsetzen um die Fernseher zu versorgen?

Bei Mesh on WAN würde mich die grundsätzliche Konfiguration (Aufwand/Vorgehen) interessieren. Wie verständigen sich die Geräte in einem heterogenen (noch andere Geräte vorhanden) Netzwerk?

Danke schon einmal für die weitere Hilfe

olf

Man kann über die Router auch einen Port dediziert für die Fernseher direkt ins Kabel-Deutschland Netz auskoppeln.

Aber das ist dann nicht mehr über das Webfrontend oder ein kurzes Snippet machbar, sondern muss individuell konfiguriert werden.

Für die reine Nutzung von Apps und Updates kann man das aber auch einfach ohne aufwändige Konfiguration nativ auf die LAN Ports der Router stecken, dann haben die Fernseher ebenfalls Internet über das Freifunk Netz.

Aha!? Das würde wie gehen?

Bleibt das bei Autoupdates erhalten?

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Das ist ein wenig tricky, weil das wan mesh dann auf ein eigenes vlan interface muss.

Danach dann Port abtrennen in das echte network wan hängen, dann ist der nativ im Netzwerk.

Ob das bei Autoupdates erhalten bliebe weiß ich nicht, fraglich.

Wobei man dann eigentlich auch nen eigenen Port zum meshen bauen könnte.

Müsste man mal testen was die beste Lösung wäre.

Die Frage ist nur, ob man das wirklich machen will, denn nötig wäre das nur für Updates und Apps der Fernseher nicht wirklich, es sei denn man will anfangen darüber zu streamen…

Mich interessiert erstmal nur der Mesh-on-Lan Teil. Aber wenn das bei jedem Update wieder verloren geht, ist das wieder suboptimal. Trotzdem danke, ich bin ja auch hier um was zu lernen :smiley:
Hintergrund ist, dass hier häufig nur minimale Bandbreite zur Verfügung steht. Da reichen dann auch schon 2 Knoten um die Leitung mit der Grundlast zu überfüllen. Wenn man das dann so geschickt umgehen kann, ist das zumindest ein Ansatz.