Bandbreite/Durchsatz mit Offloader erhöhen ?

Wie kann ich (bzw.mit Hilfe welcher Installationen, Technik, zusätzlichem Equipment, Backbone, Gateways, etc.) den Durchsatz für Inernet-Download/Upload auf denselben Wert erhöhen, den ich bei dirktem Heimnetz habe, also 30 Mbi/s down / 5 Mbit/s up als Minimum ?

Ist eine rein theoretische Wissensfrage. Ginge das, und wenn ja wie, und was wären die Kosten?

Im Moment habe ich zum Vergleich bei mir:

VDSL 50 = Fritzbox = LAN Port 1 = Notebook = 54 Mbit/s
VDSL 50 = Fritzbox = WLAN Heimnetz Kanal 13 = Notebook = 30 Mbit/s

VDSL 50 = Fritzbox = LAN Port 4 = FF-1043 = LAN = Notebook = 24 Mbit/s
VDSL 50 = Fritzbox = LAN Port 4 = FF-1043 = WLAN = Notebook = 15 Mbit/s

VDSL 50 = Fritzbox = LAN Port 4 = FF-1043 = WLAN = FF-841 = LAN = Notebook = 18 Mbit/s
VDSL 50 = Fritzbox = LAN Port 4 = FF-1043 = WLAN = FF-841 = WLAN = Notebook = 15 Mbit/s

Zielvorgabe wäre, dass beides annähernd dieselben Werte hätte:

VDSL 50 = Fritzbox = WLAN Heimnetz Kanal 13 = Notebook = 30 Mbit/s
VDSL 50 = Fritzbox = LAN Port 4 (oder 2) = FF-1043 = WLAN = Notebook = 15 Mbit/s

Gar nicht. Liegt daran das sich Mesh Multicast und Freifunk Unicast behindern grob gesagt.

gar nicht gibts nicht :wink:
Bitte Kreativität rausholen. Wenn Heimnetzwerk 30 Mbt/s kann, muss es irgendwie auch mit FF gehen.

Zusatzfrage: wo ist denn (jetzt) das theoretische Limit? Kann ja nicht 15 sein, da LAN ja mehr bringt und Funk nicht 50% „dosseln“ sollte.

Mach dich mit den Grundlagen vertraut. Der Mesh Traffic wird per Multicast über tragen. Dafür ist in der Site.conf ein fester Wert vorgegeben. Bei uns 12 Mbit. Wie es bei euch ist weiss ich nicht. Kommt jetzt ein OGM Paket an, schaltet dein WLAN auf diese 12 Mbit runter. Als nächstes kommt dann wieder ein Unicast Paket das für deinen Client ist. Das wird vielleicht mit 100 Mbit z.B. übertragen. Dann steht schon wieder ein Multicast Paket an und wieder wird runter geschaltet von deinem Knoten auf 12 Mbit. Das du 15 Mbit also bei deinem Client erreichst ist ein sehr guter wert. Mehr ist nur drinne wenn du halt das Meshing aus machst. Aber dann hast du nur noch nen WLAN und kein Freifunk mehr.

ok, das wars

aber direkt die Frage: lässt sich das verändern, wie und mit welchen Folgen?
Wenn das die „Bremse“ ist,wie kann man die (theoretisch) liften?

und direkt eine weitere Zusatzfrage:
Wie ist das mit der Last-/Routingverteilung?

Konstruktion:

1 Fritzbox, daran an port 3 + 4 je ein 841 (A + B) , die beide einander nicht erreichen, aber beide erreichen ein drittes 841 (C), aber mit unterschiedlicher Signalstärke. (A-C ist besser, mit -30db , als B-C mit -40db)

Wenn nun mehrere Clients an (C) dran sind, wird dann die Last on C nur nach A gerutet, weil besserer Funk, ungeachtet dessen, dass dadurch der Weg überlastet wird, oder verteilt C die Last nach A + B abhängig vom Durchsatz und nicht abhängig von der Funkstärke. ?

Batman ermittelt seine Metrik nur anhand der angekommenen OGM Pakete. Link Bandbreiten sind dem völlig egal. Beruht darauf das man davon ausgeht das ein Link wo wenige OGM verloren gehen der bessere Weg ist.

Du könntest die Mcast rate hoch setzen, mit dem Nachteil das die Mesh Reichweite deines Knoten herab gesetzt wird.

danke,. das sieht nicht so aus, als könnte ich das (in absehbarer Zeit) realisieren (denke, wir in GL haben da divergierende Meinungen zu), aber für die langfristige Planung gut zu wissen. Ich möchte ein FF-System mit denselben (Leistungs-)Vorteilen, wie bei Heimnetzwerken. Konkurrenz für FF wird in Zukunft LTE sein, G4, nicht Langwellenfunk.

Edit
hier gibt es noch ein aktuelles Problem:
an meinen 1043 hängen drei 841. (A B C)
Wenn A aus ist, verbindet sich B mit meinem 1043 und hat guten Durchsatz für 3 User
Wenn aber A an ist und dann selbst noch 2-3 User hat, sind die User bei B gekniffen: nichts geht mehr, nicht weil dass 1043 überlastet ist, sondern weil anscheinend B dann nicht direkt mit dem 1043 verbindet, sondern mit dem sowieso stark beanspruchten A, das für B geringfügig besser positioniert ist.

Problem wird noch grösser werden, wenn da noch 1-2 841 dran kommen, die zwar alle (auch) eine direkte gute Verbindung zum 1043 aufbauen könnten, für die aber alle eben jenes B immer geringfügig besser positioniert ist, so dann dann wohl alles über dieses eine 841 geht. Erscheint mir als Konstruktionsfehler des Meshings insgesamt.

Gesucht wird eine Art Loadbalancing

Mich würde interessieren, warum man diese Mesh-Geschwindigkeit nicht nur als Mindestbandbreite setzen kann? Wenn die Router nahe genug beieinander stehen, wäre doch auch mehr möglich?

Ich sehe Freifunk als Ergänzung. Ne Fullflat ohne Traffic Limit wird es in nächster Zeit nicht geben. Gerade eben von Handy nen Video auf Facebook hochgeladen. 500 MB waren das. Das ist die Hälfte dessen was ich als HighSpeed Volumen am Handy habe. Dank freifunk und 5 Mbit upload war das aber kein Problem. Und das von einem Knoten wo gerade 20 Clients dranne hängen in meiner Lieblings Kneipe, wo im Tresen USB Ports eingelassen sind und nebenbei noch sein Handy aufladen kann. :wink:

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sehr einseitige Sicht. Die andere Seite, die ich habe:
5 PC-User, zu Hause, davon 3 mit XP, alle bislang Aldi-Surfstick, dazu 2-4 Smartphone-User, ebenfalls zu Hause.
Der eine sieht Fernsehen aus seiner Heimat per Internet, die anderen saugen, chatten, was auch immer (aber kein Filesharing). Also gänzlich anderes Surf- und Downloadverhalten. Happy weil endlich kein Limit mehr, wie beim Surfstick für 15,-/Monat. Wenn es denn klappt und nicht mangels Bandbreite nun Fernsehen per Internet oder Chatten unmöglich wird.

Eines haben alle gemeinsam: Keine Kohle. Also nicht Bux Bunnies in Kneipen.

Naja, solange die Leute wissen das Freifunk best effort ist und man sich die Bandbreite gleichberechtigt teilt kann eigentlich keiner meckern. Alles kann, nix muss, wie man in anderen Kreisen sagt.

Problem immer noch nicht begriffen oder bewusst ignoriert?

Es geht nicht um das, was „formal richtig“ ist, sondern um den verbreiteten Anschein, der zurückschlägt in ein „funktioniert nicht“ oder „zu langsam“. Diese subjektive Erfahrung wird kommuniziert und setzt sich als Negativ-Merkmal in den Köpfen fest. Und das eben deshalb, weil zuvor das Anspruchsdenken geschürt wurde, weil bei korrekter und vollständiger Information vor Aufstellen signifikant weniger aufstellen würden / aufgestellt hätten.

Andersrum: Einfach Aufstellen (auch ohne VPN oder bei miresablem alt-Internetanschluss für VPN, Hauptsache es mesht), ohne auf die vorhandenen /möglichen Anbindungs-Leistungsfüähigkeit zu achten, kann zum Boumerang in der Meinungsbildung werden und mehr Ablehnung erzeugen, als ein Verzicht auf eine Aufstellung wg. zu schlechter Verbindungsmöglichkeit, ungeachtet des Meshings.

Dein Standardsatz (derselbe, den immer die ISPs für ihr UMTS aufführen) wird da schnell zur Standardausrede.

Das Problem ist mir völlig egal, da ich mir nicht vorwerfe irgendwas falsch kommuniziert zu haben. Auf unseren Info Abenden sagen wir den Menschen wie es ist, weil sich viele durch Freifunk auch mehr Performance wünschen. Da es aber kein Loadbalancing in BATMAN gibt und damit Bandbreiten aggregiert werden können, schenken wir den Menschen reinen Wein ein.

Ein Aufkleber mit der Aufschrift Freifunk und vielleicht noch den Zusatz FreeWIFI sagt nur aus das es Zugang zu einem Netz gibt. Nicht mehr und nicht weniger. Wer da mehr hinein Interpretiert, schuld selbst. Gestern an der Kneipe auch jemanden wieder glücklich gemacht. Da haste nämlich nur EDGE von jedem Netzbetreiber. Ich hab ihn fluchen gehört und er wollte vor die Tür gehen. Hab ihn freundlich auf das Freifunk WLAN hingewiesen und wir haben dann etwas Small Talk darüber gehalten. Auch da habe ich erwähnt, das Freifunk nicht immer gutes Internet liefert, vor allem wenn ein Knoten stark beansprucht wird, oder nur wenig Internet Bandbreite vom Knoten Aufsteller bereit gestellt wird.

Und da sind wir wieder beim Anfang der ganzen Diskussion. Wer Freifunk als billigen Hotspot/VPN Internet Provider sieht und das so in die Welt trägt, der muss das Echo auch vertragen können was ihm entgegen schlägt wenn Freifunk in Internet Dingen mal lahmt. Durch das Meshing kanibalisieren wir uns ja so gesehen auch selber in Sachen Wifi Bandbreite, aber das ist ja das Ziel von Freifunk. Ein Mesh Netzwerk aufzubauen, nicht ein reines Internet Hotspot Netz.

Wenn 1-2 MBit Internet Bandbreite raus purzeln, dann reicht mir und den meisten anderen das aus. Es reicht um zu Surfen, Chatten, Mailen und auch mal nen kurzen Videoclip anzusehen. Für Livestreams ist es halt nicht so geeignet. Es kann mal klappen, muss aber nicht. Wie gesagt, Digitales Glas Wasser. Wer mehr will muss sich nen Wasseranschluss legen lassen.

Und ganz ehrlich, wenn nach dem Boom erst mal ne Flaute kommt, was die Ausbau Geschwindigkeit betrifft, ist das gar nicht so verkehrt. Wenn jetzt aber Communitys, vor allem im Rheinland, jetzt noch auf Behörden, Stadtwerke und sonstige zugehen und das ganze Toll als Lösung darstellen für Internet für jedermann, dann muss man damit rechnen das man eventuell auf die Schnauze fällt.

Das Thema ist hier aber jetzt sowas von Offtopic. Deswegen zurück zum Titel des Threads.

Bandbreite erhöhen kannst du nur wenn du Mesh auf Funk ausschaltest, oder du ein effizienteres Mesh Protokoll nimmst was weniger Overhead macht. Aber egal welches Mesh Protokoll du letztendlich verwendest. Es wird niemals die Leistung eines reinen Wifi Accesspoint erreichen. Weil auf irgendeine Art müssen die Knoten über ein Protokoll miteinander sprechen und dieses wird immer an der reinen Nutzbandbreite knabbern.

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in wie weit bringen die unbrauchbaren Meshverbindungen (rote Verbindungen, just 97% Packet loss) eine Belastung und sind vermeidbar?
Bei solchen Meshs ist der einzige Effekt eine nette Karte, aber praktische Nutzbarkeit = NULL

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Die unbrauchbaren Mesh Verbindungen werden doch gar nicht benutzt. Nur wenn es wirklich keine andere Verbindung gibt, dann würde ein Knoten versuchen darüber Daten zu schicken. Genau dafür ist ja das Mesh Routing Protokoll gedacht. Die Belastung ist meiner Meinung nach gleich, egal ob ne rote Linie vorhanden ist oder nicht, denn die Knoten brüllen sowieso ihre eigenen und die von anderen Knoten empfangenen OGM bzw. Broadcast Pakete in die Luft. Und die meisten Verbindungen laufen sowieso durch die MESH VPNs, da hier immer eine hohe Qualität vorhanden ist. Auch wenn die Upload Bandbreite meistens geringer ist als ein WLAN Link.

Unsere Mesh Netzwerke wie wir sie bis jetzt betreiben, wo 99% reiner Internet Traffic ist, profitiert von den Fähigkeiten des Mesh Netzwerkes nur gering. Da immer der kürzeste bzw. beste ermittelte Weg zum nächsten Gateway/Supernode verwendet wird. Und da kann ein DSL 2000 Anschluss in vielen Situationen „näher“ sein als der ein Hop weitere VDSL Anschluss. Dann ist der DSL 2000 Anschluss überlaufen und der VDSL Anschluss langweilt sich.

ist das mal belastbar getestet worden?

und genau da setzt meine Frage nach alternativen Konstruktionen an, ob und ggf. wie eine intelligente Lastverteilung möglich wäre. Ob/Wie man das optimieren kann, und wo die Grenzen (technisch) sind.

Ergibt sich aus der Funktionsweise.

Wie schon geschrieben, anderes Mesh/Routing Protokoll.

danke, also kompetenten und willigen Entwickler suchen für ein Protokoll mit intelligenter Lastverteilung = FF v2
… such …
…such …

Brauchst nicht suchen. Das ganze ist eine Wissenschaft für sich und das Thema ist so alt wie das Problem Daten in Paket vermittelnden Netzen möglichst effizient zu Routen.

nun, für andere Netzwerke und Server gibts es ja Loadbalancing, also doch suchen nach jemanden, der sich dran macht, so was für FF zu entwickeln.
Geht nicht gibts nicht. Wenn, dann nur ein „geht zurzeit noch nicht“. Und das ist erst recht ein Grund zur Suche nach brach liegendem oder uneffektiv verwendeten Gehirnschmalz.