E-Mail von/für freifunk-rheinland.net wird bei Google gehosted

Hallo,

ich finde es sehr schade (oder eher peinlich), dass der Freifunk Rheinland e.V. seine E-Mails jetzt bei Google hostet:

dig +short mx freifunk-rheinland.net
5 ALT2.ASPMX.L.GOOGLE.COM.
5 ALT1.ASPMX.L.GOOGLE.COM.
1 ASPMX.L.GOOGLE.COM.
10 ALT3.ASPMX.L.GOOGLE.COM.
10 ALT4.ASPMX.L.GOOGLE.COM.

Warum hat man nicht auf einen Proivder gezückgegriffen, der weniger Daten sammelt und auswertet?

mailbox.org und Posteo wären da sicherlich gute Alternativen.

Gruß Jörg

6 Likes

Schaut so aus als ob auch der Versand von dort erfolgt.

DKIM-Signature: v=1; a=rsa-sha256;     c=relaxed/relaxed;        d=freifunk-rheinland-net.20150623.gappssmtp.com; s=20150623;        h=mime-version:from:date:message-id:subject:to;        bh=Qh2wpTUI8eTmfb4ekdfeDFRVVHcH8vB0rfBmnaOqcZ0=;        
X-Google-DKIM-Signature: v=1; a=rsa-sha256; c=relaxed/relaxed;        d=1e100.net; s=20161025;        
X-Google-Smtp-Source: APXvYqwLpwqeQdJUJfH0nDIVa4TO+TIkPrw7dokkl2oi/Avmlk+5bZfUWp+9JbfNY0UjeFYiybKOPY5T0XR6sMEfZEo=
X-Received: by 2002:adf:e28a:: with SMTP id v10mr33919851wri.178.1562791105287; Wed, 10 Jul 2019 13:38:25 -0700 (PDT)
MIME-Version: 1.0
From: FFRL Mitgliederverwaltung <mitglieder@freifunk-rheinland.net>
Date: Wed, 10 Jul 2019 22:38:14 +0200
Message-ID: <CAK6f3AdrtZ=UO6yhz99WpdzB1wM79eQmq5FubO8kdVj9TiG3Aw@mail.gmail.com>
Subject: Mitgliedsbeitrag 2019
To: mitglieder@freifunk-rheinland.net

Leider kann man gar keine Mails mehr an den FFRL senden. Habe kontakt, mitglieder und vorstand getestet.

Mich hat es in der Vergangenheit immer gestört, dass der FFRL keine eigenen DNS-Server betreibt.
Zumindest nach meinem Verständnis gehört das dazu, wenn man für sich den Anspruch erhebt „Providerstatus“ zu haben.

Aber nun auch E-Mail aus der Hand zu geben ein externes Hosting (egal ob nun Google, Telekom, UnitedInternet oder wo auch immer): Finde ich persönlich nicht gut.

(Und auch wenn ich mich jetzt nicht darum gerissen hätte, dort einen Mailserver zu betreiben. Soetwas wie Mailcow ist mit vertretbarem Aufwand zu betreiben. Da hätte sich doch vermutlich irgendein „Unterverein“ gefunden im Rheinland, der das ggf. für den FFRL mit gemacht hätte.)

Eine Diskussion zum Thema wäre meiner Meinung nach im Vorfeld notwendig gewesen. Oder zumindest eine Ankündigung. Die Notwendigkeit eines MV-Beschlusses sehe ich nicht.)

7 Likes

Wer? Wie langfristig/zuverlässig?

Ich bin bei Dir, zumal G kein Vorbild ist bzgl. Mail via IPv6. Info vorab hätte ich auch gut gefunden; andererseits: wenn’s laufen soll, ist Outsourcing bei lokaler Arbeitszeitknappheit eine valide Option.

1 Like

Ich denke, dass wir beide mehrere Vereine und Spaces kennen, die das mit der E-Mail auf die Kette bekommen. Sowohl hinsichtlich Verfügbarkeit, wie auch „Schritthalten mit technischer Entwicklung“.

Ob es jetzt besser wäre, die Mail zu Posteo oder mailbox.org zu geben (zumal die für gemeinnützige Vereine auch Sonderkonditionen haben), oder zumindest zu einem hosted mailcow oder „DE-hosted“-Anbieter: Könnte man diskutieren.

Aber andererseits: Wenn Google-Mail für den Verein kostenlos ist und das so Geld spart. Auch ein Argument.

Ich hätte durchaus gerne den Mailserver betrieben.
Das habe ich jahrelang auch beim VfN NRW e.V. gemacht. Dort bin ich ja dann gegen Ende des Jahres arbeitslos :wink:

7 Likes

Ich hätte es zumindestens für sinnvoll gehalten, wenn man einmal in die Runde gefragt hätte, ob jemand den Betrieb dieser Dienste übernehmen könnte. Mir ist aber nichts zu Ohren gekommen.

Gruß Jörg

@pberndro sollte wissen, wer sich damit auskennt :wink: :slight_smile:. Vielleicht finden wir ja eine Lösung.

4 Likes

Nur kurz auch meine Stimme als reiner Freifunkaktiver dazu: Ja, bitte woanders die Mails hosten, nicht bei solchen Datensammlern. Unterstützungsangebote sind ja offenbar da.
Bitte diese Sorge und Wünsche ernst nehmen, lieber Vorstand.

Beste Grüße
Jörg

3 Likes

Eigentlich sollte zumindest die Möglichkeit bestehen, die gesamte Kommunikation innerhalb von Freifunk zu führen. Zum Beispiel könnte, dank statischer IPv6-Adresse, jeder Freifunker an jeden Freifunker IPv6-only-Emails versenden, ganz ohne Email-Provider dazwischen. Man müsste sich nur eine Pi zu Hause hinstellen, um immer erreichbar zu sein. Ich denke, sowas wäre eher im Geiste von Freifunk.

Ich finde es auch mal wieder völlig intransparent. Es wurde nirgendwo mitgeteilt, dass diese Umstellung anlag. Ich frage mich, muss ein Umstieg eines solchen Kerndienstes nicht von einer MV beschlossen werden.

Wir heissen Freifunk und rühmen uns damit, dass es in unserem Netz keine Speicherung von irgendwelchen Daten gibt, ausser natürlich mit richterlicher Verfügung. Und dann geben wir unseren Mailserver in die Hände einer solchen Datenkrake nach Amerika.

Wir haben doch hier ein Angebot von @Felix, nehmt dies doch an und macht das wieder rückgängig.

Lieben Gruß
Der Reiner

9 Likes

Auch wenn ich neu bin, … ginge google für mich gar nicht…
… ich betreibe fast allein für mich einen vserver… das sollte auch einem Verein für so etwas möglich sein…

1 Like

Moin Felix,

ist der Vorstand eigentlich auf Dich zu gekommen?

Lieben Gruß
Der Reiner

1 Like

Hab gerade den Part dazu im Protokoll des heutigen Mumbles gesehen. Sorry, dass ich heute nicht dabei war, hier ist heute Feiertag und wir waren unterwegs :sunny:
Der Vorstand ist diesbezüglich noch nicht auf mich zugekommen. Das Angebot steht aber nach wie vor.

1 Like

Für mich gibt es in dieser Frage mindestens 4 Teilaspekte:

  1. vereinsrechtlich (wie hätten MitgliederInnen und Mitglieder beteiligt oder zumindest im Vorfeld, oder nach Abschluss informiert werden müssen. Oder hätte es eines MV-Beschlusses bedurft?)
  2. politisch („wie positioniert sich der FFRL damit netzpolitisch“)
  3. operationell: Welche Verluste gab es im Rahmen der Umstellung (Zeitraum, Auswirkungen) und welche Aufwirkungen bestehen evtl. fort (z.B. weggefallende/veraltete Mailadressen, die im Netz aber noch präsent sind). Läuft es für das Ticketsystem wenigstens rund?
  4. Perspektisch: Ist ein Umschwenken auf die angebotenen Mailhostings von Felix Kaechle (vernachlässigbare Kosten) oder vom Mailhoster von Freifunk-Aachen (Relaix, ca. 100€/Jahr für ein Komplettpaket basierend auf mailcow mit vielen Mailboxen, Platz und richtiger Rechnung) oder ein Bullet-Proof-Angebot z.B. bei mailbox.org erstrebenswert? Wenn ja, welches sind die Kriterien/Contraints? Wenn nein, was sind die Ablehungsgründe.

Anders gesprochen: Wenn es in der Frage keine zeitnahe positive Bewegung geben sollte, dann wird vermutlich von der einen oder anderen Seite bei der diesjährigen MV ein Beschluss gewünscht werden.

1 Like

Vielleicht nochmal als Detaillierung: Mein Angebot bezog sich darauf ein Mailserver-Setup auf vom FFRL betriebener oder zur Verfügung gestellter Infrastruktur zu betreiben.
Ich weiß nicht ob es dafür erforderlich ist, dass ich FFRL Mitglied werde, denn das bin ich noch nicht.

Dann ist das Relaix-Angebot sicher günstiger.
Ich erinnere mich dran, dass für den Betrieb des Forums (VM mit rund 90GB HDD, gehostet auf Vereinshardware in Berlin) rund 2000€/Jahr im Wirtschaftsbericht auftauchten. Das war allerdings 2017. Vielleicht sind Dinge ja preiswerter geworden dort. Die Zahlen des letzten Wirtschaftsberichtes habe ich gerade nicht zur Hand.

1 Like

Wurde das aufgeschlüsselt? Kommt mir etwas hoch vor, nicht nur im Vergleich zu Hetzner-Rootservern?

Dagegen gibt es etablierte Methoden.
Alles zu Google zu tun ist eine davon. Microsoft-Cloud (Office365) gibt’s auch noch.
Auch Selfhosting ist kein Problem, was Spam betrifft. Man muss nur halt mit der Zeit gehen und sich ggf. auch mal Rat holen.
Das eigentliche Problem ist meines Erachtens eher soetwas wie „Backup“ bei einem Dienst wie „Mail“, wenn man es selbst macht.
Daher ist es sinnvoll es outzusourcen. 100€/Jahr für eine Mailcow-Instanz halte ich für für gut angelegtes Geld. Zumal das ggf. auch „Exchange“ spricht für Cal&Co. Und das ohne teure Client-Lizenzen.
(Ich benutzte das selbst, aber ich würd’s nicht dem FFRL nicht hosten oder maintainen wollen. minimize the number of hats worn)

Das sehe ich anders; ohne Anbindung an kommerzielle Anbieter, die – über Hashing und breite Kundenzahl – Spamwellen schnell zu detektieren in der Lage sind, werden immer entsprechende Mails durchkommen, bei Weiterleitungen ggf. mit negativen Folgen für den nun als Spamschleuder auftretenden eigenen Mailserver. (Falls mir da offene, kostenlose/-günstige Lösungen entgangen sind, gerne eine Nachricht senden.)