E-Mail von/für freifunk-rheinland.net wird bei Google gehosted

Das sei Dir unbenommen.

Lege mir bitte keine Dinge in den Mund, die ich nicht geschrieben habe.

Falls Du natürlich meinst „Selfhosting“=„plain postfix+dovecot“ (oder qmail, oder sendmail, oder sonstiger standard-MTA): Dann hast Du natürlich Recht. Habe ich aber nicht gemeint.

Und nein, ich habe hier kein Selfhosting vorgeschlagen, weil ich bei einem Lobbyverband (als den sehe ich den FFRL) das Mailhosting für missionskritisch halte. Und dazu gehört nicht nur Verfügbarkeit sondern auch Backup/Restore.
Und das sehe ich auf der bestehenden FFRL-Infrastruktur nicht als (verantwortlich) realisierbar an.

Bitte unterstelle mir nicht Dinge, die ich offensichtlich nicht getan habe.

Ich beziehe »Selfhosting« auf »Betrieb der Dienste auf eigener Infrastruktur ohne Zukauf von weiteren Diensten«; ich habe da z. B. Proxmox’ Mail Gateway laufen, und die Spamerkennungsrate ist … nicht wirklich gut, auch die Hinzunahme von rspamd mit einigen RBLs läßt noch immer zu viel durch, wie Bounces bei Weiterleitungen belegen. Next stop: mailcow, (leider) dockerized.
Der Part »ohne Zukauf von weiteren Diensten« entspricht nicht ganz der traditionellen Definition, die in erster Linie auf die Datenhoheit abstellt, auf die Unabhängigkeit von Dritten — oft allerdings auch auf den Kostenfaktor. Allein: eine DNSRBL kann ich nicht sinnvoll selbst hosten — und es gibt sowieso schon viel zu viele davon. Insofern ist der Part im Kontext Mailserver implizit.

Um aber auf das Thema zurückzukommen: Primärer Kritikpunkt bei der Wahl von Google als Dienstleister ist doch die damit einhergehende Problematik bzgl. der Datenverarbeitung nach europäischem Recht durch einen US-Konzern, insbesondere zu einem Zeitpunkt nach Inkrafttreten der DSGVO und den vor dem EuGH verhandelten Problemen mit dem »Privacy Shield«. Das erscheint mir, insbesondere für einen überregionalen Verein, der sich auf »Anwendung und Verbreitung freier Netzwerktechnologien« versteht und »Freifunk« – wo Datensparsamkeit statt Tracking gesetzt ist – im Namen trägt, unpassend.

Dem sollte Rechnung getragen werden bei der Wahl eines Mail-Dienstleisters — nicht nur aufgrund der DSGVO, sondern auch, damit der FFRL noch ernstgenommen werden kann, tritt er z. B. für Datensparsamkeit sein (Wifi4EU, Vorschaltseiten, …).

Sofern der FFRL diesbezüglich denn zukünftig einen politischen Anspruch hat oder haben möchte und sich z.B. nicht „nur noch“ als „Verein für den FFRL-Backbone-Betrieb“ definiert.

(Wenn jemand gesagt hätte „wir brauchen dringend Geld, uns fehlen 200€, um unseren Mailserver zu mailbox.org zu migrieren: Hier bitte spenden!“ Ich denke schon, dass das binnen spätestens(!) einer Woche zusammengekommen wäre. )

Zweck des Vereins ist »… sowie die Verbreitung und Vermittlung von Wissen über Funk & Netzwerktechnologien«; politische Agitation ist 2019 ja nicht mehr gemeinnützig, siehe Attac (DWU steht auf der Abschußagenda), aber auch auf einer Freifunk-Info-Veranstaltung würde ich mir nicht die Blöße geben wollen, Wein in Form von Datenspeicherungsverzichts zu predigen, aber tatsächlich nur Wasser in Form eines MXes auf Server einer Datenkrake umzusetzen.

Hallo Arwed,

die Kosten 2017 bei IN Berlin beliefen sich auf 4.332,00 Euronen. Da lief aber nicht nur das Forum drauf. Ich habe das damals der Kategorie „Backbone“ zugeordnet.

Und fehlerhaft können die Zahlen nicht sein, weil ich stumpf die Auszüge abgetippt habe.

Zudem wurde dieser Finanzbericht vom damaligen Vorstand (Philip und mir) erarbeitet. Ich habe ihn lediglich auf der MV vorgetragen.

Lieben Gruß
Der Tschäggy

Ohne Worte:

Leute,

ich bin zwar kein Mitglied aber wie wäre es mal wenn ihr euch gegenseitig helft statt nur irgendwelche Zustände anzuprangern?

Sonst macht den Laden zu das kostet bestimmt weniger Nerven.

Ist echt müßig das immer wieder lesen (zu müssen).

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Dazu müsste die Hilfe angenommen werden.
Es gibt hier im Forum Angebote von 2 Personen. Es gibt meines Wissens noch mindestens ein weiteres, „sich drum zu kümmern“.
Aber wenn darauf inzwischen monatelang keine Reaktion kommt (nichtmal Ablehung), dann bleibt auch Mitgliedern wenig übrig, als öffentlich darauf hinzuweisen.

(Die Tatsache, dass seit der Umstellung „etwa klemmt“, die war ja auch vor 10 Tagen schon bekannt im Vorfeld eines Vorstandsmumbles. Es wurde -siehe meine Frage dort oben- als Frage formuliert, in der Hoffnung dass die Person mit der Google-Console das nun vielleicht mal fixt. Und um es dann halt auch zu erwähnen: Beim Vorstandsmumble vorletzte Woche wurde die Frage ebenfalls gestellt. Ohne dass sich eine Reaktion einstellte. Wenn Vorstände nicht anwesend sind und auch die Kommunikation innerhalb des Vorstands diesbezüglich nicht funktioniert: Wer darf sich den Schuh anziehen?)

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