EIRP/DFS/ETSI EN 300 328 V1.8.1 etc - Umgang mit regulatorischen Pflichten für Wifi

Naja auch wenn du grundsätzlich recht hast, so hält sich daran kaum jemand. Nicht mal die Hersteller :wink: Außerdem gibt es auch genügend Geräte die das 2,4ghz Band wesentlich schlimmer zumüllen und zu stark strahlen, da fällt ein AP gar nicht auf ;).
Sofern man keine nach außen ersichtliche Groß-Installation hat oder es bei Richtfunk-Links Probleme gibt kann man dies ignorieren.
Davon ab sind die Selbst-Bau Antennen selber eher ein Problem als die Sendeleistung, denn diese sind mit der heißen Nadel gestrickt und auch nicht gemessen wurden. :stuck_out_tongue:

Ich möchte Dich bitten von solchen Aussagen in Zukunft Abstand zu nehmen. In Deutschland gilt die 100 mW (20 dBm) ERIP Grenze und daran hat sich jeder zu halten. Es kann nicht sein, dass Freifunker mit Ahnung nicht darauf aufmerksam machen oder sogar raten dies zu ignorieren.

Hier wird um eine Erklärung für Laien gebeten. Der Artikel ist ein guter Anfang … Styropor ist auch nur zum üben da, im Artikel sind auch dauerhafte Lösungen gezeigt:

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Ich rate nicht dazu es generell zu ignorieren sondern nur im Falle des in der Wohnung betriebenen AP’s mit Saugfuß-Antenne oder ähnlichem. Außerdem mache drauf aufmerksam das sich keiner dran hält, ist so als ob ich jedem erzähle das Leute vergessen ihre Default-Passwörter zu ändern - Es ist eine Information die man wie du jetzt als Aufforderung dies komplett zu ignorieren sehen kann oder einfach als realistische Einschätzung des Ist-Zustandes. Also bitte den Ball flach halten, 2,4ghz ist mit das verschmutzteste Band was es gibt und es wird sicher nicht gleich der Messwagen vor der Tür stehen weil man 5mW zu stark sendet.

Jede Mikrowelle hat mehr Leistung in den Leckfrequenzen als ein AP der mit ein paar mW stäker sendet als erlaubt.
Zumal hier auch niemand ein Messgerät dafür hat. Denn Berechnen und nachher Messen sind zwei völlig verschiedene Dinge.

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also rätst Du das in diesem Bereich zu ignorieren.

Das soll bedeuten, dass sich alle nicht dran halten müssen, weil sich alle nicht dran halten?

hat damit nichts zu tun … andere Baustelle. Hier geht es um das Miteinander: gemeinsam die Ressource 2,4 GHz-Band zu Nutzen. Die Anderen interessieren mich nicht? Ich sende so viel ich kann? Was hat das mit Nichtwissen einer logischen Default-Passwort-Änderung zu tun?

durch deine „Empfehlung“ wird der Ist-Zustand in Stein gemeißelt!

Nein, es gibt Regeln! Warum kann man sich nicht dran halten?

dann doch lieber das Band mit schreienden Geräten noch mehr zu müllen … natürlich kommt da nicht ein Messwagen vorbei, kann aber. Und ins Ruhrgebiet lohnt sich schon jetzt die Reise. So viel zum Thema

Wenn die Einstellungen des Herstellers „bearbeitet“ werden …

Und wenn schon, die Mikrowelle darf das

Ausreden! Dann lieber gar nicht erst versuchen?

Tut mir leid, dass ich in diesem Thread nicht zum Thema schreibe. Was Ihr Euch inoffiziell flüstert ist mir egal. Tut dies aber bitte nicht offiziell im Forum. Wir haben einen Bildungsauftrag und es bringt nichts Neulingen falsches Wissen zu vermitteln.

Es ging um eine $Information die man raus gibt und wie dritte darauf reagieren. Du bist hier ein gutes Beispiel: Ich schrieb das es wie von dir als Aufforderung gesehen werden kann oder als Einschätzung des Ist-Zustandes. Anscheinend bist du genau eine der Personen die dies als Aufforderung sieht.

Da war jetzt das Default-Password nur ein Beispiel, hier könnte man diese Information nutzen um auf diese Geräte einzuloggen und evtl Schaden anzurichten. Es kommt drauf an wovon man zuerst ausgeht.

Auch ist es keine „Empfehlung“, außerdem denke ich doch das hier jeder alt genug ist Informationen selbst zu bewerten und danach zu handeln.

Messwagen fahren selten wegen sowas rum, zwei meiner Freunde arbeiten bei der Bundesnetzagentur deren Namen ich hier nicht nennen möchte. Selten sind diese wegen Wifi-Sendeleistungs Verstößen unterwegs, hauptsächlich daher weil die Geräte aufeinander abgestimmt sind. Die Länder-Settings für Wifi haben auch so gut wie keine Auswirkungen auf die Sendeleistung da die Geräte fast immer intern abgeriegelt sind für den EU-Markt. Ausnahmen sind hier z.b. Ubiquiti Geräte.
Stäker sendende Geräte bekommt man meist nur aus China und Co und dabei gibt es nur ein paar die mit Gluon laufen.

Sofern man also keinen 2-5 Watt Wifi Verstärker aus China kauft wird sicherlich nicht viel passieren.

Zudem berichtet Chris in dem von dir verlinktem Thread auch davon das fast alle Geräte schwächer senden:

A: Es sind keine Ausreden, es ist ein Fakt das niemand hier ein Messgerät hat um die Installation Fachgerecht zu messen und Protokolle darüber zu erstellen.

B: Wie oben geschrieben ist es bei Plastik-Routern mit gekauften Antennen des Herstellers nicht notwendig da die Dämpfung der Kabel so gewählt ist das es nicht über das erlaubte Maximum geht.
Selbstbau-Antennen sind hier meist wesentlich schwächer und fallen mit in diesen Bereich es sei denn es wurden nur hochwertige Materialien verwendet und / oder die Fertigung der Antenne ordentlich ist (Also keine Bi-Quad, Pringels-Antenne oder ähnliches).

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Ich vermute, dass man die Reichweite von Freifunk sogar drastisch reduzieren kann, indem man nach Möglichkeit jeden Interessierten, der explizit nach einer laienverständlichen Darstellung fragt, mit einem Technikkauderwelsch-Flamewar überzieht.

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Fortsetzung der Diskussion von Reichweiten erhöhen (wie am besten? für Laien):

Absolut richtig!

Ja, für mich ist es eine Aufforderung, da diese Falschinformationen an einen Laien vermittelt werden. Was ist, wenn der dann doch mal ein gerät in die Finger bekommt, das stärker sendet. Dann begeht der eine Ordnungswidrigkeit und im Forum sieht man dann, dass Du falsches Wissen vermittelt hast.

Ich glaub das einfach nicht. Du vermittelst Informationen, die empfehlen die maximale Strahlungsleistung zur Reichweitensteigerung zu erhöhen, in der Annahme, dass jeder Alt genug sei mit den Falschinformationen richtig umzugehen.

[quote=„CyrusFox, post:21, topic:1070“]
Messwagen fahren selten wegen sowas rum, zwei meiner Freunde arbeiten bei der Bundesnetzagentur deren Namen ich hier nicht nennen möchte. Selten sind diese wegen Wifi-Sendeleistungs Verstößen unterwegs, hauptsächlich daher weil die Geräte aufeinander abgestimmt sind.[/quote]

Was passiert, wenn die BNetzA auf ein mal doch ihr Verhalten ändert und doch rausfährt, einfach, weil es alle machen? Dann ist diese Aussage nicht mehr gültig.

Ich höre hier lauter Ausreden für Deine Thesen. Es wird zur Strahlungsleistungserhöhung geraten, obwohl die Geräte intern abgeriegelt sind? Was bringt das denn so was zu raten?

und dann kommt eine falsche, offizielle Firmware drauf und durch deine „Empfehlungen“ hat derer Nutzer eine Ordnungswidrigkeit begangen.

sicherlich? Zahlst Du, verbindlich, wenn doch etwas schief geht?

Chris Hack ändert zudem das Verhalten im 5 GHz-Band (Ein erlaubter Bereich wird verboten und ein verbotener Bereich erlaubt). Und wenn alle Geräte schwächer senden, wozu einen nicht erlaubten Hack? Was dieser Hack noch verursacht: die Clients denken sie sind in den USA und können Maximalleistungen wie in den USA abgeben. Zu viel! (Es braucht nur ein Tourist aus Übersee zu kommen)

Es ist ein Fakt, dass Du zur Ignorierung der BNetzA-Vorgaben rätst, da du entweder Freunde dort hast oder die Auswirkungen für Dich nicht von Bedeutung sind. Du meinst, nur weil Du nicht imstande bist richtige Messungen vorzunehmen, die möglicherweise durchgeführten Messungen die unerlaubte Vorgehensweise rechtfertigen würden, da sie unter Umständen eine zu geringe Leistung für eine Ordnungswidrigkeit ergeben würden?

Nur weil es oben beschrieben wurde, heißt es nicht, a) dass es wahr ist und, b) dass es keinen Hersteller gibt, der trotzdem schafft alles richtig zu kalkulieren.

Jedes Antennenkabel wird heute durchgemessen und hat vom Hersteller bescheinigte Dämpfung pro Länge.

Sendeleistung - Dämpfung + Antennengewinn = Strahlungsleistung in die Vorzugsrichtung.

… die niemals mehr betragen kann, als die eines erlaubten Kugelstrahlers. Wenn also die Antenne die abgestrahlte Energie so bündelt, dass sie mehr in diese Richtung abstrahlt, muss nach herrschenden Regeln die Sendeleistung gedrosselt werden. Das macht aber nichts, denn der Antennengewinn der Empfangsantenne die identische, ankommende Leistung um so besser empfangen kann.

Das ist ein kategorischer Trugschluss, denn auch ein blindes Huhn findet auch mal ein Korn. Außerdem musst Du, da Du nun endlich dies erwähnst, deine „Empfehlungen“ relativieren. Ich habe dich gebeten, solche Empfehlungen nicht auf einer öffentlichen Bühne unterm Dach des Vereins als die wahre Lehre abzugeben, da dies zu Problemen führen kann, mag die Wahrscheinlichkeit noch so gering sein, so ist sie doch gegeben. Hätte ich nicht nachgehakt, würde dies einfach so stehen und für Wahrheit abgehalten werden. Die geltende Grenze beschrieb ich weiter oben. Es ist nicht so schwierig sich dran zu halten.

Davon abgesehen bringen Firmwarehacks nichts, wenn, wie hier erwähnt, die Sendestufe gedrosselt wird. Wozu dann überhaupt hacken und illegale werte eintragen? nur weil man es kann? Noch eine falsche Null in der ART-Partition und das Gerät tut böses.

Mir gefällt es nicht, dass solche „Empfehlungen“ Neulingen offiziell geraten werden und, dass Firmware mit Illegalen Werten offiziell herausgebracht wird, „weil es alle so machen“. Firmware, die eine Sendestufe steuert, ist Bestandteil der Sendestufe und folglich ist die Sendestufe Illegal bei illegalen Werten. Es wird falsches, gegen geltendes Recht verstoßendes Wissen vermittelt, mit „tausend“ Ausreden, die nur nachgeschoben werden, weil man nachfragt.

Ich habe mir erlaubt, die Beiträge dieses Teilthreads abzutrennen.

Meiner Meinung nach, sollten diese Fragen durchaus ernsthaft diskutiert werden.
Ich befürchte nämlich durchaus eine „Baustelle“ wenn wir als Freifunk weiter wachsen und ein beliebiger kommerzieller Hotspotanbieter (der vielleicht bei einer Innenstadt-Versorgungs-Ausschreibung einer Stadt unterlegen ist) auf Rache sinnt.
(Und hofft, bei der Ausschreibung in einer Nachbargemeinde vielleicht noch gewinnen zu können.)

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Ich kann da @adorfer nur zustimmen.

Aus meiner Sicht haben wir eine Baustelle (sendeleistung) oder zwei ( 5GhZ DFS).

Den Dialog fand ich nu nicht so zielführend.

Ich habe die ersten Postings als Hinweis auf die gesetzliche Lage (…die wir anstreben sollten) und den IST Zustand verstanden (der bedauerlich, aber nicht dramatisch ist. Wenn wir nach Modellen, Antennen, Aufstellort bewerten dürften mögliche Störer max. Im Promillebereich sein).

Ich denke, ihr verfolgt die selben Ziele - jeder hat seinen Punkt gemacht.
Der folgende Dialog ist dann… Zumindest etwas verwirrend. :slight_smile:

Naja, die 10mW-Sendeleistung (bei Erlang über 10% oder fehlender DFS) kneift ganz schön hart.
Weil das eben deutlich weniger ist als die bislang zulässigen 100mW.
(Wenn ich denn die ETSI richtig verstanden habe)

also zuminest tpc sollte im 5ghz aussenbereich(kanal 100+) kein problem sein wenn man 500mW=27db nicht überschreitet
„Falls keine Leistungsregelung vorgesehen ist, gelten innerhalb der Frequenzbereiche 5250 – 5350 MHz und 5470 – 5725 MHz für die WAS/WLAN-Funkstellen um 3 dB reduzierte Grenzwerte gegenüber den maximal zulässigen Grenzwerten.“

soweit ich gelesen habe läuft dfs in openwrt? ob dfs mit mesh networks funktioniert ist ne andere sache
zumindest kann einen so keiner vorsatz vorwerfen.

grad noch was dazu gefunden:
http://wiki.openwrt.org/doc/uci/wireless#dfsradar_detection