Formale Erlaubnis für permanenten ssh Zugriff in Fremdnetze

Moin FF.

Wie regelt ihr den Zugriff per ssh auf Freifunk Router die ihr Verwaltet, aber in Fremdnetzen stehen.

Z.B. beim technisch unbedarften Freund oder Bekannten. Oft wird ja mündlich eine Erlaubnis auf Vertrauensbasis ausgesprochen.

Hat jemand soetwas auch mal in Schriftform gegossen?

Gruß
Tarnatos

Lange Diskussion hier: Einverständniserklärung für Remote-Zugriff per SSH

Ah sorry SuFu…

Ich gelobe Besserung :smile: Aber lass den Fred auf bitte.

Da von mir ein paar dieser Beiträge im verlinkten Thread stehen, nochmal ein Disclaimer: Die in dem Thread aufgeführten Texte sollte man explizit nicht als Formbriefe verstehen, die man einfach übernehmen sollte, sondern maximal als Denkanstöße. Im Thread war ja auch kein einziger Anwalt aktiv, ich bin auch keiner sondern Informatikstudent :slight_smile:

Insbesondere stellt jemand, der wegen Haftungsfragen zittert und nun eine magische Zauberformel sucht, die alle Haftungsansprüche weghext, imo die falsche Frage.

Wenn man schon Sorge haben muss, dass jemand Haftungsansprüche gegen einen erheben wird, dann sollte man bei diesem Menschen einfach keinen SSH-Zugang einrichten. Punkt. Es ist einfach ein virtuelles Kuckucksei (man könnte auch Backdoor sagen), da ist beidseitiges Vertrauen einfach unabdingbar. Und wieso soll ich mich ohne finanzielle Gegenleistung in Gefahr bringen? Das ist einer der Gründe warum IT-Dienstleister sich so fürstlich für sowas entlohnen lassen.

Wer es trotzdem nicht lassen kann für nicht-vertrauenswürdige Fremde Fernwartung vornehmen zu wollen, sollte imo definitiv einen Fachanwalt, der sich auf IT-Recht spezialisiert hat zu Rate ziehen und diesen einen Haftungsausschluss, Dienstleistungsvertrag oder was auch immer dabei rauskommt formulieren lassen, wenn das überhaupt möglich ist.

Für alle anderen Fälle (z.B. bei Freunden) verweise ich auf die Texte im Thread, wo ich beschrieben habe, was ich als IT-Mensch in der Ausbildung als Informationshandzettel für notwendig erachten würde, um einen solchen Fernzugang ohne moralische Bedenken einzurichten. Den würde ich mir dann eben auch unterschreiben lassen, aber nicht um irgendwie dann vor Haftung sicher zu sein, sondern einfach um den Fakt festzuhalten dass ich verständlich erklärt habe warum ein SSH-Zugang für einen Typen wie mich im Heim- oder Firmennetz eigentlich grundsätzlich ne dumme Idee ist.

Die Texte wo es vorrangig darum geht sich rechtlich abzusichern würde ich ehrlich gesagt an deiner Stelle besser ignorieren. Ich habe den Verdacht dass es im Streitfall schlimmer sein kann so ein unfachmännisch entworfenes Dokument unterschrieben zu haben, als wenn so ein Dokument nicht existiert.

Und nochmal explizit damit nicht wieder jemand meckert: Rechtsberatung dürfen nur Anwälte vornehmen. Ich bin keiner, genau wie die meisten hier im Forum. Wer sich auf Grundlage von Forenposts wie diesem rechtlich absichern will, ist irgendwie leichtsinnig :smiley:
Lawyer up, delete Freifunkforum, hit the gym, Leute!

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Keine Sorge ich suche keine papiergewordene Exit Strategie für den Fall der Fälle.

Heute kam eine Frage zum SSH Zugang per Mail und ich habe direkt auf das gegenseitige Vertrauen und das Klarmachen der Konsequenzen eines ssh Zugangs hingewiesen.

Da stellte ich mir selbst die Frage: „Selbst, existiert wohl solch ein Stück Papier?“

So entstand dieser Fred.

War ja auch nicht an dich gerichtet, eher an die ganzen Mitleser die den anderen Thread vielleicht jetzt erst finden und voller Elan mit den Texten hausieren gehen und dann ggf. auf die Schnauze fliegen damit :smile:

Fühle mich aber angesprochen :blush: