Freifunk-Knoten in OSM pushen?

Hallo,

was würdet ihr von einer Art Schnittstelle zwischen der Open Street Map und den Freifunk-Alfreds halten? Also sprich alle Knoten mit GPS-Koordinaten in die OSM zu schreiben?

Wenn ich im Ausland bin, wo ich kein Internet habe, nutze ich oft heruntergeladene OSM-Karten und fast alle „kostenlosen offline Karten-Apps“ basieren auf OSM. So könnten Touristen die Punkte viel schneller finden. Denn Ausländer kennen Freifunk ja so nicht.

Man könnte immer auch die Internetadresse der Community taggen, sodass man auch auf der Karte dann sieht, ob der Knoten online ist. (Das erfordert natürlich eine Internetverbindung.)

url=http://community.freifunk.net

(url dürfte hier besser sein als website, laut hier)

Was haltet ihr davon? Oder ist das zu „Hotspot+“-mäßig?
Die Knoten könnte man mit

internet_access:fee=no

taggen, das steht für kostenloses Internet. Und wenn man per Skript oder sonstiger Automatisierung einen eigenen Punkt anlegt, statt den Schlüssel einem Geschäft oder einer Hausnummer hinzuzufügen, könnte man dann zusätzlich noch den Link zur Community hinterlassen.

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Kann man machen, aber Imports sind bei OSM immer so eine Sache. Insbesondere bei regelmäßigen Aktualisierungen sollte man vorher klären, welcher Turnus angemessen ist. Zu oft und man spammt die OSM-Datenbank mit Changelogs zu, zu selten, und die Daten sind unbrauchbar.

Hier mal ein Link, der aber nur begrenzt weiterhilft: http://wiki.openstreetmap.org/wiki/Import/Guidelines

Im Endeffekt wird vom Freifunk niemand verbieten können, das die Knoten in OpenStreetmap landen (denn wenn die Daten nicht aus Alfred kommen, laufen die ja selber durch das Land und mappen die WLANs irgendwann selbst).

Ich denke, das sollte daher ehr direkt in der Openstreetmap-Community ausdiskutiert werden, da sehe ich mehr Konfliktpotential als hier :slight_smile:

internet_access=wlan
internet_access:ssid=Freifunk
internet_access:operator=Freifunk Rheinland e.V.
internet_access:fee=no

(beispielsweise) klingt für mich als tagging-Schema jedenfalls erstmal gut :slight_smile:

Nichts.
Lass das bitte!
Bitte keine redundantenj Datenhalden, die sich nicht sinnvoll synchronisieren lassen, ohne die Versionsgeschichte zu bloaten.
Wenn es freie anderweitige Datenquellen gibt (und die gibt es gerüchteweise bei FF, siehe freifunk-karte.de), zumal tages- und stundenaktuell, dann reicht das. Und leistet.

Das meine ich sehr ernst.
Danke.

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Das hört sich zunächst nicht schlecht an. Glücklicherweise haben wir schon: freifunk-karte.de

Davon würde ich gar nichts halten. Dagegen würde ich mich vehement wehren. Auch wenn ich die gutgemeinte Idee sehe. :smile:

Und zwar aus folgendem Grund:

OpenStreetMap (OSM) enthält üblicherweise geografisch statische Objekte. Dazu gehören Gebäude, Straßen oder auch ganz kleine Dinge wie Stolpersteine. Diese Objekte bleiben für eine ganze Zeit an ihrem Punkt, zumindest ist es so vorgesehen.

OSM enthält allerdings keine bewegbaren Objekte. So werden beispielsweise keine Dixiklos kartographiert. Diese sind können mal eben von zwei starken BauarbeiterInnen weggetragen werden, weil der Bagger daran vorbei muss.

Die meisten Freifunk-Router sind mobil. Sie stehen auf einer Fensterbank, auf einem Regal oder irgendwo anders in einem Geschäft oder einer Wohnung. Beim umräumen im Zimmer kann es sein, dass sich diese Router dann um zwei Meter bewegen. Sodann sind sie falsch in OSM eingetragen.

Natürlich gibt es auch immobile Freifunk-Router. Ein bekanntes Beispiel sind diese Router, die ganze Plätze beleuchten, während sie unter eine Dachkante montiert sind. Aber auch Richtfunkstrecken sind oft feste montiert.

Ich finde, wir sollten nicht anfangen, da zu unterscheiden, welche Knoten relevant und welche nicht sind. Das endet nur in Streit. Ich schlage vor es ganz zu lassen.

So viel zum Thema Mobilität.

Eine andere Sache ist die Stabilität der Datenbank. Da reagieren die meisten KartografInnen (Mapper) des Projekts sehr allergisch. Eines Tages ploppte das wunderbare Projekt wheelmap.org auf. Die Menschen rund um die Berliner SOZIALHELDEN hatten ein Projekt gestartet, dass es sich zur
Aufgabe macht, die Barrierefreiheit von Objekten zu beschreiben.

Es gab niemanden (doch bestimmt! Gibt’s immer), der oder die das Projekt per se ablehnte. Aber wie sollte es klappen, dass die Daten nicht nur von wheelmap.org, sondern auch von anderen Diensten genutzt werden konnte? Stimmt:

Man schrieb die Dateien einfach auf die Nodes oder Flächen. Somit wurden keine neuen Objekte der Karte hinzugefügt, sondern nur vorhandene ergänzt. Wenn du möchtest, dass du ein neues Geschäft als (beschränkt/nicht) barrierefrei markieren möchtest, musst du es erst in OSM eintragen. Also direkt im Projekt, unter der Kontrolle des Projekts. Einzig die Werte des neuen Objekts wurden dann von wheelmap.org übertragen. Anonym.

Das heißt, du kannst dem/der BenutzerIn, der/die die Beschreibung abgab, nicht kontaktieren und ihn auf den Fehler hinweisen. Und darum geht es auch in meiner Kritik an deinem Vorschlag. Wir hätten damit wieder einen Bot, der Dinge in die Datenbank einpflegt, und weniger Kontakt zu den ErstellerInnen. (Nachtrag: Ich [lese gerade] (http://forum.openstreetmap.org/viewtopic.php?id=26004 ) bei wheelmap.org kann mittlerweile auch registriert mit dem OSM-Konto gearbeitet werden; weiterhin aber auch anonym). Weniger Gemeinschaft. Und die brauchen sowohl wir, OSM als auch alle anderen Projekte der Bewegung für Freies Wissen.

— EDIT —

Von der OSM-Datenbank kann genauso wie von den Knoten ein Dump erstellt werden und vereinigt als OSM-Karte oder als Overlay für OSM-Karten veröffentlicht werden. Zweiteres müsste allerdings für jedes Programm selber erstellt werden, befürchte ich.

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Richtig, das gilt es zu vermeiden. Daher ist ein automatischer Push viel sinnvoller, als teilweise per Hand eingetragene Knoten. Das ist ein Argument, das dafür spricht, nicht dagegen.

Das kennt doch niemand, der nicht Freifunk kennt. Mir geht es darum Freifunk in öffentlich bekanntere Datenbanken einzupflegen. Z.B. eben OSM oder auch andere Wifi-Datenbanken. Müsste man Mal genau schauen.

Kopfschütteln Die allermeisten GPS-Koordinaten werden per Klick auf einer Karte abgelesen, zumindest machen wir das hier in Münster so. Da gehe ich nicht mit einem hochpräzisions GPS hin. Und so ein Klick auf der Karte ist auch nur so grob. Ein Router ist auch nicht beweglicher oder unbeweglicher, als z.B. ein Straßenpoller, der mit einem speziellen Schlüssel entfernt werden kann.

Gibt es da eigentlich ein gemergtes nodes.json mit allen Knoten? Muss ja eigentlich, konnte den Link noch nicht entdecken.

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Diskutier das doch erstmal auf imports@openstreetmap.org aus…

Aber bitte nicht verschweigen, dass wir hier durchaus volatile Daten haben :wink:

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Bitte nicht zu viele Redunanzen!
Das kann und wird auf Dauer nur in die Hose gehen.

Das sind keine Redundanzen.
Über die Versionshistorie in OSM lässt sich dann nämlich nachträglich die Entwicklung von Freifunk in Deutschland rückverfolgen. In Tages- oder Wochenschritten, je nachdem wie häufig man den Import laufen lässt.

Wäre das nicht eher etwas, was freifunkintern gemacht werden sollte / könnte?
Ne Map hier, ne Map da und eine dort, … irgendwann wird diese oder jene nicht mehr gepflegt, ohne sie offline zu nehmen, und dann gibts Kuddelmuddel.

Genau, eben nicht hier und da eine eigene Map, sondern einfach DIE MAP nehmen, nämlich die offizielle große OSM.

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Warum nochwas machen?
Freifunk-karte.de basiert auf OSM, sieht hübsch aus, holt sich die Daten selber per API, ist unterstützenswert; meiner Meinung nach.

Sorry, hatte vergessen meinen Ironie-Marker zu aktivieren.

Ich hatte einfach mehr die Intention, Freifunk noch bekannter zu machen, z.B. bei Leuten die gezielt nach Wlan suchen, nicht aber den Begriff Freifunk kennen.

Scheint wohl nicht so populär zu sein…

Keywords in der freifunk-karte.de. „Freies WLAN - Free WiFi - gratuita WiFi - Ücretsiz Wi-Fi - mian fei wu xian ju yu wang - …“.
Google heißt das internationale Zauberwort; wenn man da nach oben rutscht, wird man auch gefunden; von Oma, Mama, Enkelkind, … Das jemand bei OSM nach etwas sucht ist mir nicht bekannt; außer in evtl. aus der Nerdszene.
Nicht das ich was gegen OSM habe (im Gegenteil), aber dynamische Daten an mehreren Stellen zu pflegen ist, naja … „Kann man wohl so machen, aber dann ist es halt kacke.“

Aber genau das ist es ja, was OpenStreetMap (OSM) ausmacht. Hochpräzisiert geografisch erfasste Daten sollen frei angeboten werden. Damit du nicht ins Katasteramt gehen musst.

Genau, das machen wir bei Freifunk Münster so, und viele andere auch. Doch es gibt auch Knoten, die nicht genau an ihrem Ort stehen. Zum Beispiel auf Gründen der Privatsphäre. Ein gewisses Maß an Anonymität muss nämlich möglich sein.
Dann sind wir wieder bei den hochpräzisierten Daten, die OSM anbieten möchte. Das beißt sich.

Der Poller kann zwar entnommen werden, nachdem du ihn entschlüsselt hast, die Vorrichtung im Boden bleibt. Wenn die Durchfahrt dann dauerhaft geöffnet bleibt, wird acces=yes gesetzt.

Dein Wille Freifunk bekannter zu machen ist sehr populär. Den finde ich sehr gut! Leider hat es bei OSM seine Tücken. Sei bitte nicht beleidigt, mach bitte weiter! Wir brauchen mehr und mehr Vorschläge. Und nur durch Diskussionen können wir uns weiterentwickeln.

Beim nächsten mal achte ich darauf, die positiven Aspekte mehr herauszustellen. Nach 20-30 Minuten schreiben wollte ich meinen Text nur noch absenden.

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Hm, vllt. sollte man sonst eher noch schauen, ob man den Datensatz in irgendwelche Wifi-Datenbanken integrieren kann.

Ich denke die Genauigkeit von OSM tut hier nichts zur Sache, es geht ja bei Wlans nur darum, dass man grob in dem Bereich Empfang hat.

Egal, solange die nicht in breitem Maß Wlans mappen, bringt es das eh nicht.

Kennt sonst jemand eine gute WLAN-Datenbank? Das was ich so auf die schnelle gefunden habe, wirkte nicht so optimal.

Also ich persönlich als gelegentlicher OSM Mapper finde die Idee mit Freifunk in OSM eigentlich ganz gut.
Als User möchte ich nicht alles über 10 verschiedene Dienste zusammensuchen. Man stelle sich vor es gibt eine Karte für Supermärkte, eine für Tankstellen, eine für Telefonzellen etc. ich müsste dauernd 1000 Karten bei mir haben und die im Kopf kombinieren (Welche App kann schon verschiedene Anbieter vereinigen).

Aus Sicht des Mappers sehe ich auch keine Probleme bei einem automatischen Import. Wenn man meinetwegen täglich synchronisiert heißt das ja nicht das täglich alle knoten geändert werden, sondern es werden nur die geändert die sich auch in der Freifunk Datenbank geändert haben. Und so ein Freifunk Knoten ist ja in der Regel nicht so angelegt das er dauernd seine Position ändert. Und bei denen die doch mobil sind, wird halt bei der Registrierung keine Position übergeben, genauso bei denen die anonym bleiben wollen.

Also ich sehe da jetzt keinerlei Probleme, eher nur Vorteile.

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Sehe ich exakt genauso. Hast du dich schon mit automatischem Import beschäftigt?

nein, aber das OSM Wiki und Forum wird sicherlich helfen.
http://wiki.openstreetmap.org/wiki/Import

Ist eigentlich bekannt unter welcher Lizenz die Daten auf der Freifunkkarte stehen? Das muss auf jeden Fall vorher geklärt werden.

Und dann halt http://wiki.openstreetmap.org/wiki/Import/Guidelines einhalten.

Wegen Schritt 4 mache ich mir keine Sorgen, dass etwas gegen den Willen von OSM gemacht wird. Zuerst muss ein detaillierter Plan erstellt werden, eine Probeimplementierung getestet werden, und dann dieser Plan durchdiskutiert werden:

It is required to post your import for review on the imports@openstreetmap.org mailing list. Don’t upload any data until the project has been reviewed first.

Wenn die Schritte alle erledigt sind und von den OSM-Aktiven abgesegnet wurden, dann sollten wir da auch von den Freifunkern nicht bremsen (sobald die Lizenzfrage geklärt ist). Aber ich denke ich wiederhole mich langsam :wink:

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