Freifunk speziell aus Stadtmarketing-Perspektive

Um dem örtlichen Bürgermeister, dem Stadtmarketing oder der Werbegemeinschaft das Thema Freifunk näher zu bringen habe ich die Webseite www.stadtmarketing-freifunk.de erstellt.

Freifunk ganz speziell aus Stadtmarketing-Sicht für diese spezielle Interessensgruppe.

Bitte die Örtlichen „Entscheider“ auf diese Webseite hin weisen.

Liebe Grüße
Christian

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Der Vollständigkeit halber sei hier erwähnt, dass es über die Erstellung der Seite bereits einen Thread gibt.

(Du (@ChristianBerndt) kannst, wenn du mit der Maus rechts neben dem Zeitstempel eines Beitrags schwenkst, Themen verknüpfen. Das macht die Diskussion nachvollziehbarer (transparenter).)

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Deine Webseite braucht ein Video. Und dieses Video kann ich produzieren. Man braucht aber Produktionskosten abdecken. Sponserst du ein Video zum Thema „Freifunk im Stadtmarketing“?
Budget: 3/30/300/3000/30000 € ? )))

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Ein bisschen Werbung kann nicht schaden. :wink:

Ich habe im Augenblick keine Kapazitäten dafür frei.

Liebe Grüße !

Autsch. Nicht nur aus einem Grund werde ich sicher niemanden auf dieses augenkrebsfördernde Machwerk hinweisen.

Und dann der Schnitt ab 2:43. »[fröhlich] Das schönste ist, daß es Spaß macht! [staatstragende Mimik] Freifunk wird bedroht!!!«.

Bei der Bewertung gehen wir denn auch nicht konform. Wir fechten das vor Ort ja gerade aus. Diese diskutierte Neuregelung wird nicht kommen und falls doch, wird ein Haufen auf die Druckfassung gesetzt und Thema durch. IMHO.

Was mir fehlt, ist ein klarer Fokus auf das Bürgerengagement; Freifunk ist eben nicht »ihre Marketingaktion«. Weder $Politik noch $Verwaltung noch $Stadtmarketing gehört Freifunk, der Ansatz in dem Video geht in die völlig falsche Richtung. Und genau durch solche »Infos« kommt es dann zu gravierenden Mißverständnissen, wo dann $Verwaltungsentitiät meint, den lokalen Freifunk mal eben vereinahmen zu können.

Na endlich. Ich warte schon die ganze Zeit auf diese vernichtende Kritik.

Gehen wir es eben durch: die Webseite ist zielgruppenorientiert ausgerichtet. Sie richtet sich nicht an jedermann deshalb wird auch nicht jeder Aspekt umfangreich ausgeleuchtet. Das es Bürgerengagement ist wird hinreichend erwähnt, mehr braucht es in speziell diesem Zusammenhang nicht.

Es gibt genug andere gute Webseiten zum Thema Freifunk, ich wollte nicht noch mal das gleiche schaffen. Das wäre ein stückweit auch sinnlos.

Das Du unter Augenkrebs leidest tut mir wirklich Leid. Die technische Ausgestaltung ist so, dass ich sie bewältigen kann. Ich bin kein Webprogrammierer und auch kein Designer. Sondern habe es so gemacht dass ich auch mal fertig werde. Denn ich mach´das ganz alleine.

Deine politische Meinung dass „die Verwaltungsentitiät meint, den lokalen Freifunk mal eben vereinnahmen zu können“ ist völlig in Ordnung, So viele Freifunker es gibt, so viele unterschiedliche politische Meinungen gibt es auch.

Ich bin eben anderer Meinung. Es ist gut für uns, wenn Freifunk politisch gewünscht wird. Denn wie das Gesetz eines Tages umgesetzt wird, wird politisch entschieden.

Die Städte, Gemeinden und Stadtmarketing´er überwiegend auf unsere Seite zu bekommen weil sie auch einen Nutzen für sich erkennen ist prima.

Liebe Grüße !

Moin ‚Herr Nachbar‘,
dass jemand Marketing macht und dann so eine Seite abliefert ist mir nicht begreiflich. Davon ab dass die Optisch nicht allzu ansprechend ist, trifft sie wie ich finde auch nicht den Kern von Freifunk. Wenn wir das auf dauer nachhaltig betreiben möchten, müssen wir uns davon lösen Leuten das als kostnix Internet zu verkaufen. Wir haben sowohl kosten für Server als auch jede Menge ehrenamtlichen Personalauffwand den es zu würdigen gilt.
Zielgruppe hin oder her, ich habe Bürgermeister, Stadtmarketing, Werbegemeinschaft, Stadtwerke und Ladeninhaber mit Pressearbeit, Infoveranstaltung und am wichtigsten mit persönlichen Gesprächsterminen überzeugt. Die Leute haben Fragen und Ängste(Störerhaftung) darauf gezielt einzugehen ist effektiver als einen Link hinzuwerfen denke ich.
Trotzdem fein, dass du dich engagierst.

Viele Grüße aus dem Märkischen Kreis
JJX

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ich werd hier nicht ausführlich dazu kommentieren, auf Wunsch per email, wird aber lang dann.
Aber ein HInweis: z.B.
„…dass Sie den Interessen Ihrer Stadt politisch verteidigen“
verursacht bei mir massive Bauchschmerzen.

Ich finde das Video insgesamt sehr angenehm! Weglassen würde ich tatsächlich den letzten Teil mit der aktuellen politischen Bedrohung. Ich fürchte, das wirkt eher abschreckend.

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Christian, dafür, daß Du schon drauf gewartet hast, fehlt es der Replik dann aber erstaunlich an Tiefgang.

Ich denke, daß Freifunk nicht noch weitere Trittbrettfahrer benötigt, sondern Funktionsträger mit Rückgrad, die Bürgerengagement um des Bürgerengagements fördern wollen. In einigen wenigen Gemeinden klappt dies ja, vielleicht wirkt mittelfristig ja dieses Vorbild. Insofern mag es also zielgruppenorientiert sein, aber die Zielgruppe ist nicht die, die Freifunk benötigt. IMHO, YMMV.

Von einem »Marketing-Fuzzi« zu lesen, daß er gezielt Trash abliefert, um überhaupt was abliefern zu können: Respekt. Hut ab für Dein Engagement, ich nehme Dir ab, daß es ein ernstgemeintes Angebot war, allein, »bitte die Örtlichen „Entscheider“ auf diese Webseite hin weisen« kann ich aus den schon genannten Gründen nicht.

Sicher wäre es gut, würde »Freifunk politisch gewünscht«; tatsächlich ist das hier vor Ort auch durchaus der Fall, zumindest lt. Antragslage. Aus Sicht der Verwaltung, als auch des lokalen Stadtmarketings, erscheinen die Ideale hinter Freifunk aber irrelevant zu sein; wichtig scheint zu sein, wie mit minimalstem Mitteleinsatz der maximalste Marketingnutzen erzeugt werden kann, auch auf dem Rücken der Freifunker.
Legitimer Ansatz auf jener Seite, und daher, wie gesagt, die falsche Zielgruppe, bedient mit der falschen Ansprache. Ein passenderes Erklärbär-Video wäre aber hochwillkommen.

Genau das wäre auch -neben den diversen optischen Aspekten- mein Kritikpunkt:

Freifunk führt bei dem derzeit eingeschlagenen Weg zur Selbstausbeutung einiger weniger. Und Finanzierungsmodellen, die derzeit noch irgendwie zu handeln sind, aber mit zunehmender Größe schnell so jenseits von Gut&Böse sind, dass man gleich an die spektakulären Pleiten von Kreisliga-Fußballmannschaften aufschliessen kann.

Aber im Ernst:
Es fehlt nicht nur die Würdigung, sondern schlicht das finanzielle Engagement der Nutznießenden.

Da muss es darum gehen

  • Fördermitglieder gewinnen
  • Kommunale IT-Dienstleistungsgesellschafften einbinden (Server-Spenden, auch inkl. deren Admin-Leistungen)
  • Über Projekte (mit Stellen!) im Bereich Support (User wie Verwaltung) nachzudenken.

Man sollte so langsam eben auch mal den Mut haben, eine Stadtverwaltung auflaufen zu lassen.

Im Moment ist es immer noch so, dass wir sagen „Wow, die Stadt XY will mitmachen, da müssen wir voll entgegen kommen, um die ins Boot zu holen“.
Die lokale Community denkt sich halt (zu recht!), dass die Dachflächen die oftmals angeboten werden, so verlockend sind, und die Stadt denkt sich dann, dass z.B. durch dieses Angebot und die Anschaffung von Access Points ihre Pflicht schon abgegolten wäre.

Man sollte sich direkt bei der Eingangspräsentation hinstellen und sagen „So, Leute. Schaut mal, Freifunk kostet den Verein jede Menge Kohle, und dabei ist noch kein einziges Gehalt für Administratoren enthalten. Bei der Telekom zahlt ihr tausende Euro pro Jahr für die Hotspots, dann kann es nicht angehen, dass ihr beim Freifunk dann 60€ im Jahr locker macht, wenn überhaupt, und euch dann noch als Gönner aufspielt“ (Sinngemäß, das geht wesentlich diplomatischer :wink: )

Dazu wäre aber natürlich wichtig, dass (speziell auf den FFRL e.V. bezogen) dann jetzt bei der Mitgliederversammlung eine ordentliche Fördermitgliedschaft kommt… Einfach Geld geben, Fire-and-Forget, ohne Abstimmungsverpflichtungen (ja ist eigentlich gar keine, aber für die Städte sieht es so aus.)
(Dazu apropos: Bei der Mitgliedschaft sollte es direkt eine Empfehlung geben. Also z.B. „Für Kommunen empfehlen wir den Satz von 500€ im Jahr“ oder so. Alles andere führt nur dazu, dass es Fördermitglieder für den Mindestbetrag geben wird. Eben weil man als Stadt nicht so gut verantworten kann, mal eben „freiwillig“ mehr Steuergelder rauszuwerfen als absolut nötig.)

Admin-Kapazitäten für Freifunk bereitstellen halte ich auch erstmal für positiv, aber dann steigt uns die Anti-Kapitalistische Anti-Establishment Anarcho-Fraktion wieder aufs Dach, weil dann ja das Gallische Dorf Freifunk auf einmal in der Hand von Literally Big Brother liegt, wenn die Stadt sich da beteiligt. Das und die berechtigte Frage, wie man dann die Community beteiligt; root-Zugang in Systeme der Stadt-IT für Außenstehende ohne Arbeitsvertrag und Datenschutzerklärung und sonstwas wird sicher knifflig.

Wir haben hier in Troisdorf gerade genau diese Situation. Viele Nachbarstädte fragen bei uns an ob wir „das bei denen nicht auch machen könnten“.

Wir haben das aber immer abgelehnt mit der Begründung doch bitte Lokale Personen zu finden die eine Community bilden und Freifunk dann in der Stadt vorranbringen. Sollte diese Community vorhanden sein würden wir lediglich die Starthilfe in form unserer Erfahrung geben.

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