Freifunk-Versorgung Freibad

Hallo zusammen,

folgende Situation: in unserem Freibad möchten wir den Gästen freien WLAN-Zugang anbieten und dabei Freifunk nutzen. Ich hätte gerne gewußt, welche Hardware ihr vorschlagt. Hier ein Luftbild:

Der große rote Punkt wäre der „Übergabepunkt“ am Gebäude, von dem man ins LAN/Internet kommt. Die anderen kleinen roten Punkte sind von mir angedachte Stellen, an denen man Outdoor-Router platziert (Funk-Mesh), um das gesamte Gelände abzudecken.

Welche Hardware könnt Ihr mir empfehlen, zum einen (logisch!) mit Freifunk-Kompatibilität (Image Nordwest), zum anderen mit Userkapazitäten von bis 100 pro Router?

Danke für eure Tipps.

Michael

400-500 Clients auf so einer Fläche?
Das geht nicht mit Freifunk-Hardware/Software von der Stange. Du wirst um einen Controller mit abgesetzten RAdios nicht herumkommen, um Bandsteering etc zu machen.
Ohne das geht es wirklich nicht. Wer das Gegenteil behauptet hat leider keine Ahnung.

Die Antwort auf die Frage muss also hier lauten wie beim alten „Herr Ober!“-Witz lauten:
„Ein anderes Restaurant, mein Herr!“

Auch entgegen Deines „Einwandvorbehaltes“ melde ich mich dennoch zu Wort. :stuck_out_tongue_winking_eye:

Variante 1:
Am Übergabepunkt (Gebäude) zwei Loco M2 (mit FF Software und Mesh on WAN). Innen einen 1043er (mit Mesh on VPN und Mesh on WAN) dazu einen Switch z.B. an der Kasse. So haben die Wartenden und das Personal auch gleich was davon.

Variante 2:
1043er (Mesh on VPN und Mesh on WAN) sowie Switch in wasserdichtem Anschlusskasten am Übergabepunkt außen angebracht (Antennen aus dem Gehäuse). Auf dem Rutschturm oben eine Bullet mit einem Rundstrahler (mesh on lan)

Allgemein:

  • Versuche immer mesh on lan.
  • Switch ist updatesicher.
  • Freibad: Vorsicht gechlortes Wasser. Sehr agressiv. Unbedingt auf Wassserdichtigkeit achten!
  • Es wird nicht für „volles Internet mit 400 Nutzern gleichzeitig“ reichen, aber das „digitale Glas Wasser“ wäre gesichert.

Bei „50 simultane Nutzer, 200 eingebuchte Clients“ würde ich sagen: Kann man versuchen, das reicht für den besagten Schluck Wasser.
Aber 400-500 eingebuchte Clients. Das macht allenfalls auf der Map ne dicke Hose, die Userexperience wird aber nichtmal für Whatsapp&Co reichen.

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Die Fläche ist (gerundet) 100*100 Meter also 10000qm. Ziehen wir die Wasserflächen, das Volleyballfeld, die Rutsche, Bäume, Sträucher, etc. ab bleibt bestimmt nur noch 5000qm Liegefläche.
Wenn ich Ein Liegehandtuch (2 qm) und eine Tasche und ein Handy dabei habe und nicht direkt bei dem Nachbarn auf dem Schoß liegen möchte brauch ich sagen wir mal 5 qm (?). Sind also bei sehr guter Ausfüllung 1000 Leute. Dann ists aber echt eng!

Es werden nicht alle ins WLAN gehen, sagen wir also 500. Davon gehen noch 25% Schwimmen (ja das wollen die da tatsächlich auch!) bleiben noch 375 User die potenziell Daten abrufen. Also vorzugsweise WhatsIrgendwassen (sagen wir Threemaaen :wink: ) Dafür reicht das was ich vorschlug denke ich aus, oder?!

Ich würde erst mal damit anfangen. Wir wollen ja nicht mit WLAn Antennen auf (halb)nackte Leute schießen. :wink: Ein weiterer 1043 mit einem zweiten VPN-mesh ist ja schnell nachinstalliert (sollte man bei der Planung vielleicht mit beachten.)

Ich würde mal vermuten, dass die 500-600 Leute von denen hier die Rede ist, den Worst-Case darstellen. Also an einem Wochenende im Sommer bei gutem Wetter. Und dann sind sie ja auch über eine recht große Fläche verteilt und gehen wie du schreibt wohl auch nicht alle gleichzeitig ins Internet.

Allerdings würde ich da definitiv nicht mit dem Anspruch ran gehen allen immer gleichzeitig das Streamen von Netflix in HD zu ermöglichen.

Ausserdem stellen sich mir noch Fragen bezüglich der Router-Standorte. Gibt es dort jeweils einen Stromanschluss? Lässt sich der Router ausserhalb der Reichweite von Besuchern aufhängen (Stichwort Vandalismus)?

Sorry. Mein Fehler. Ich hatte erst einen Wert „pro Router“ geschrieben, mich aber dann doch für den Gesamtwert entschieden und das „pro Router“ nicht weggenommen.

Also, gemeint ist eine Gesamtkapazität von 100 Usern!

Wir haben 4 aps dual band und die channel angepasst das war günstig aber mehr als sagen wir mal 200 300 ist unrealistisch. Hier in der Verwaltung haben wir 18 aps mit einen wlan Controller sind die Zahlen schon drin aber jeder aps braucht lan. Und die bist bei rund 4000 Euro bei 6 aps.

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Uff! Dann sind wir wieder im Spiel mit Freifunk!
Aber auch hier würde ich tricksen mit AP auf getrennen Kanälen plus HTmode auf 20 gelockt. (Wozu Top-Performance, es geht um viele Clients)

also:

  • VDSL50
  • ein WDR4900 indoor mit MeshOnLan
  • Auf jeden Mast eine CPE210, ohne MeshVPN, mit MeshOnLan
  • An allen Geräten HT-Mode auf 20
  • Alle Geräte auf unterschiedliche Kanäle drehen.
  • An allen Geräten (bis auf eine CPE mit der Frequenz der normalen Site-Conf) das Wifimesh-AP abschalten
  • Bei den Lankabeln darauf achten, ordentliche Qualtät zu bekommen (UV-fest, echtes CAT7, „full copper“)
  • Wenn zentrale LAN-Verkabelung nicht gehen sollte, auf Powerline-Plugs ausweichen.
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Außen ist kein LAN möglich. Geht das Mesh nicht über Funk?

CPE210 finde ich zwar hier für FF NordWest, aber leider kein Image.

Kannst du hier einen Hersteller und Typen nennen? Ich habe leider nur Kabel gefunden die derart unbezahlbar sind, dass sie trotz höherem Installationsbudget nicht in Frage kommen.

Ich setze im Außenbereich seit jeher die TOUGHCable von Ubiquiti ein. Die funktionieren soweit sehr gut (von der ersten Charge mal abgesehen, die sich unter UV Bestrahlung aufgelöst hat; Meines Wissens nach sind davon aber keine Lieferungen nach Deutschland gelangt). Allerdings sind diese nur Cat5e. Gibt es einen Grund weshalb hier Cat7 notwendig ist?

„Man kann schon über Funk meshen, ist dann halt nur kacke“, könnte man salop sagen.

Mesh on LAN ist deutlich stabiler und schneller. Zudem verbrät es nicht die sogenannte „Airtime“ (die ein Knoten braucht um die Info an den anderen zu senden. In der Zeit kann kein Client Daten empfangen und muss warten bis die beiden Nodes fertig sind.)

Oder man könnte auch sagen: Kann man schon machen, dann ist halt nur alles langsamer. :wink:

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Schon, aber nicht mit Freifunk-Technik, oder nicht mit so vielen Nutzenden. Oder mit extrem schlechter User-Experience (Packet-Loss).
Es braucht dann dedizierte Richtstrecken.

Dann brauchst Du

  • einen WR4900 zentral,
  • 10 CPE510 (5 am Haus, 5 auf den Masten). Alternative: Powerline (modernes)
  • 5 CPE210 (auf den Masten)

Nein, CAT5e reicht schon. Und Toughcable ist schon super.

Hallo,

bevor du auch nur an die Planung Routern und Funkzellen denkst, informiere dich erstmal, welche Internetleitung dort verfügbar ist.

Alles unter 50 Mbit/s kann du hier vergessen. Also einfach Mal bei der Telekom und Unitymedia gucken, was überhaupt geht. Wenn nur ADSL (<= 16 Mbit/s) verfügbar sind, würde ich von vorne herein Freifunk nur im Kassenbereich anbieten.

Grüße
MPW

Ja, die Internetleitung haben wir auch schon als stark limitierenden Faktor im Kopf. Leider ist dort wohl nichts >16000 zu haben. Evtl. starten wir wirklich erst einmal direkt im/am Gebäude und würden dann testweise weitergehen…

Das kannst du dann vergessen.

Stellt einen WR1043 in den Kassenbereich und gut ist. Mehr geht da erstmal nicht. Evtl. noch einen CPE210 nach draußen, damit auch die Leute am Anfang was davon haben.

Von einer flächendeckenden Ausleuchtung würde ich auf Grund der begrenzten Verbindung abraten. Lieber die Hälfte halbwegs ausleuchten, als alles und dann nicht benutzbar.

Grüße
MPW

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Hast du einen konkreten Tipp?

Ja, da gebe ich dir Recht. Gewollt und nicht gekonnt hilft keinem…