Hardware von Cisco und huawei einsetzbar?

Hallo, wir haben ein Angebot der Hardware Spende der Firmen Cisco
und huawei in Düsseldorf das wir für die Ausstattung der Flüchtlingsunterkünfte
verbauen könnten.

Kann jemand etwas zur Kompatibilität sagen, auch vielleicht als " Offloader " oder so.

Da ich davon aus gehe das deren Hardware recht hochwertig ist fände ich es eine schöne Idee wenn wir davon etwas nutzen könnten.

LG Michael1

Dafür wäre es wichtig zu wissen was für Hardware, also welche Modelle, zur Verfügung gestellt werden sollen. Direkt Freifunk Firmware für diese Hardware wird es wohl nicht geben.

Du kannst die von Dir genannte Hardware direkt für den Zweck nutzen, für den sie gebaut wurde; sprich Wireless Access Point oder was auch immer da drauf steht. Du musst diese Hardware jedoch mit anderen Geräten kombinieren, um sie freifunken zu lassen. Z. B. diesen AP an einen der gelben Ports eines Knotens anschließen. Direkt zu einen Knoten lassen sich nur Systeme mit einem Linux-Kernel verwandeln, da dort drin das B.A.T.M.A.N.-adv Protokoll implementiert wurde. Solange diese Netzausrüster es nicht sprechen, muss immer mit einer Linux-Kiste nachgeholfen werden, damit es richtiger Freifunk wird und nicht nur eine Ansammlung von APs. Es kann sein, dass diese Geräte auch ein Maschennetz aufbauen können. Dieses ist aber proprietär und zum bestehenden inkompatibel.

Soviel ich weiß, sind das solide Geräte, die auf hohe Anzahl der Nutzer getrimmt sind und direkt verkabelt werden. An einen Knoten (egal ab klein mit OpenWrt oder groß in einer Linuxkiste implementiert) angeschlossen, bieten sie Zugang zum Freifunk machen jedoch keinen Freifunk. Wenn ihr die Spende annehmen wollt, dann passt mit den Begriffen auf, damit keine falschen Pressemeldungen (+ Werbung für die Netzausrüster) entstehen. Projekt XZ wurde nämlich nicht mit diesen Geräten (allein) verwirklicht. Freifunk ist auch kein AP-Projekt …

Was man noch technisch tricksen kann, weiß ich erst wenn ich so ein Gerät in der Hand halte und damit herumspiele.

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Wie @phip schon schrieb, könnt ihr damit ein reines Clientnetzwerk aufbauen. Ihr steckt vorne irgendwo einen kräftigen Freifunk-Router als Offloader dran und baut dahinter mit diesen Geräten weiter.

Mesh ist nicht nutzbar, ihr müsst die Router also verkabeln bzw. deren eigene Repeaterfunktionalitäten nutzen.

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OT: Wenn man bei den Firmen gerade in Spendierlaune ist, für den Rheinland Backbone könnten wir noch potente 10g Hardware gebrauchen.

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Huawei-Router sind „komisch“.
Bei Cisco haben wir das vor 20 Jahren gelernt und irgendwie akzeptiert. So wie man Netware ja auch gelernt hat. Aber dieser Huawei-Dialekt… Keine Ahnung. Wie das mit dem Wifi-Equipment ausschaut: Keine Ahnung, da die durchaus größere Installationen mit Clientsteering hinbekommen: Immer her damit!

Was Huawei und Linux anbelangt: Ich hoffe, dass andere Geschäftsbereiche nicht so auf Suse fixiert sind.

@CHRlS wir haben 2 Möglichkeiten mit Huawei in Kontakt zu treten.
Die 1. Möglichkeit ist die von @Michael1 über die Stadt.
Die 2. Möglichkeit wäre es über den zuständigen Mitarbeiter (Andrew) für Charity & Sponsoring in der EU. Ich habe Andrew zufällig beim Grillen kennengelernt. Einen Kontakt kann ich gerne herstellen, aber es sollte offiziell über den Vorstand laufen.
Man sollte sich vorher überlegen, was benötigt wird, nicht das es nachher so endet wie mit dem Mikrotik CCR (imho ein gutes Produkt wenn man die Schwächen kennt)…

Die 2. Lösung ( über den zuständigen Mitarbeiter (Andrew) für Charity & Sponsoring in der EU) würde ich sowieso verfolgen, da sie auf lange Sicht die bessere ist. Weil ist eine direkte Bezihung ohne 3. Beteiligte

Hi, ich habe hier noch einen Eintrag CISCO Hardware für freifunk , kann jemand von Euch was duzu sagen ?

Liegt es am Chipset, ist zu erwarten das sich das ändert und diese chipsatz auch an laufen kommt ?

LG Michael

Mein Statement hast Du im Thread dort erhalten.

Ein Cisco wird von unserer Firmware erfolgreich unterstützt. Ist aber weder hochertig und imho EOL.

Cisco hatte Linksys vor ein paar Jahren erworben, aber auch wieder abgestoßen.
Aus dieser Zeit kommen halt ein paar WRT54G-Nachfahren „in neuen Gehäusen, mit Cisco-Branding“.

Im Grunde ist es bedauerlich, dass bei Linksys in diesem Prozess sein OSS-Engagement faktisch zum Erliegen gekommen ist und leider auch keine (für uns) „leckeren“ Produkte neu entwickelt wurden.

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Die Teile sind aber sicherlich hervorragend verwendbar, um im inneren von Unterkünften eine besser WLAN-Abdeckung hinzukriegen.

Also an den Aussenkanten der Unterkünfte FF-Router mit aktiviertem Meshing, und im inneren Bereich diese WLAN-Router (per Draht angebunden), die die Freifunk-SSID haben und dann gerne auch auf anderen Kanälen funken.

Diese Spende von Cisco oder Huawei ist also sicherlich prima verwertbar.

Wir haben an vielen Stellen „zum Füllen von Lücken“ auch Wifimesh-Router („nur an 230V“) drinnen eingesetzt.
Diese Möglichkeit hätte man dann nicht mehr, sondern müsste eben überall Ethernet (oder einen WDS-Uplink) hinbringen. Also zwei von diesen Routern an einer Stelle aufhängen.

Das ist prima. Ändert aber nix an der Tatsache, dass man dort, wo man „kabeln“ kann, auch „kabeln“ sollte. Und da, wo 's geht, kann man diese gespendeten Router sicherlich tiptop gebrauchen.

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Je nach Modell muss dann wieder Wissen aufgebaut werden und das kostet unnötig Ressourcen. Mittelfristiges Ziel ist es, dass zum Beispiel die Refugees das Netz selber warten und dann sind solche Exoten eher hinderlich.

Tja, man kommt von dort halt nur leider dann nicht mehr weiter per Wifimesh.
Mag sein, dass ich das Wifimesh überbewerte, aber leider haben sich Indoor-Setups in Unterkünften als „dynamisch“ erwiesen. da haben auch Aufkleber und Kabelbinder nicht geholfen: Die Geräte wandern umher, sofern man nicht parallel bei Spelsberg was bestellt hat. Und leider auch an Stellen, an denen sie gar nicht funktionieren können. Daher würde ich zumindest versuchen, Setups zu haben an denen man Equipment nicht sofort verliert (und nur die Luft mit disfunktionalem AP verpesten) , wenn sie „vom Lan“ geraten.