HOW TO - Fundraising für den Verein verbessern

Ich spreche mich erneut entschieden gegen Veränderungen der ssid, genau so wie captive Portals oder ähnliches aus. Diese Begehrlichkeiten führen zu Interessenkonflikten und bringen nicht nachgewiesen einen Vorteil.

Dagegen sollten wir tatsächlich besser aufklären, wo die Kosten stecken und das wir in diesem Zusammenhang keinen Vorteil haben, dass sich Leute einen Node für 20 Euro ins Wohnzimmer stellt. Selbst dann nicht, wenn er diesen einer Freifunker*in zum Einkaufspreis abgekauft hat.

Ich empfehle, Spenden per Dauerauftrag zu besorgen. Lastschrift ist hier leider aufwendig und riskant. Vielleicht PayPal, stripe, etc.? Als webform!

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es gibt jedenfalls eine Menge, dass von anderen Vereinen praxiserprobt und ist und erfolgreich genutzt wird.

Ich hatte eigentlich erwartet, dass bei der letzten Mitgliederversammlung für so was ein Vorstandsmadat eingerichtet wird und mit einem nur dafür, aber sachkundig und engagiert, Gewählten besetzt wird, oder aber zumindest ein entsprechender vom Vorstand delegiert wird. Aber nichts ist geschehen. Organisation beim Verein grenzwertig zu Null.

Dabei tun sich zahlreiche Felder auf, die ohne Vortandsaktivität (s.o.) nicht realisiertbar sind:

  • Sammelbüchsen müssen plombiert und beschriftete sein (bin von fast allen Wirten danach gefragt worden)

  • Spenden-Sammel-Brief mit Vordruck für eine regelmässige (monatlich oder anders) Banküberweisung/Lastschrift

  • Vereinbarung einer Lastschriftberechtigung mit der Bank

  • Einrichtung von regionalen / ortsbezogenen Spenden-Sammelkonten, so dass für zeckgebundene Spenden (für meinen Ort) automatisch der Buchhaltungs- und Spendenbescheinigungsaufwand gegen Null geht. Ausserdem entfiele dadurch die Bankghebühr bei Bar-Spenden-Sammelaktione bei Einzahlung aufs Konto (hab ich mit der Volksbak gesprochen, sagt „kein Problem“, machen ggf. das sogar auf meinen Namen, als Sondervermögen-Konto, unpfändbar.)

  • Webseite mit Bankeinzugs/Lastschrift-Dauerspenden-Formular, Absenden per Klick mit Zahlung auch via Kreditkarte (Abonnement) u.s.w. - Wir haben doch Computer und Internet, wieso wird es nur für Nischenlösungen genutzt und nicht für millionenfach bewährte professionelle Umsetzung?

Alles 90% reine Organiationsfragen, bedingt „nur“ den WiIllen dazu, das mal systematisch anzufassen.

Ein solch schlecht organisierter Verein, der anderseits sehr gute Lösungen (RIPE z.B.) hat, ist eine Schande für Freifunk. Jeder Hundezüchterverein ist besser organisiert.

Dabei sollten ALLE immer daran denken: FF ist ein Hobby, das sich aus Spenden finanziert. Wenn der Zufluss aus bleibt oder unzureichend ist, dann Hobby ade ! Spenden sind also unsere Existenzbasis, wie Essen und Trinken!

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  1. Lastschrift hat nur eine Rückgabefrist von 1 Woche

  2. PayPal ist VIEL riskanter. Was immer ignoriert wird oder unbekannt ist: (aus dem Gedächtnis zitiert) „if not both parties are wirthin the USA or Canada, payments for any not-tangible subject is not guaranteed. PeyPal has the right, to debit the account for any amount and any reason at any time…“

  3. einfach mal schauen, wie es andere machen, z.B. Ärzte ohne Grenzern oder abgeordnetenwatch.de

  4. der Verein kann, so er denn will, mit jeder Bank eine Vereinbarung treffen, die ihm ermöglichst, mit jedem gängigen Zahlungsverfahren (M-Tan, VISA, etc. etc.) auch unwiderrufliche Zahlungen entgegen zu nehmen.
    Lastschriftverfahren (auch als recurring), wie Versicherung etc., ist die gebühren-billigste Lösung, aber Gebühren dabei sind relativ uninteressant, hier geht es um „keine Spende“ oder Spende mit X Gebühren"

Ediut:
Aber hier ist der Vorstand gefragt. Entweder einer von denen setzt sich slebst dran (ohne Lamentieren über Zeit oder sonstwas), oder er delegiert an jemanden, der zumindest rudimentätr sachkundig ist und das energisch vorantreibt, und alle anderen halten sich dann raus, bis es fertig ist. Totlabern bringt bei so was nichts.

Ich werde selten ärgerlich, aber gerade bin ich es. Es gibt immer irgendwo welche, die alles besser wissen und besser können, nur tun sie es meist nicht …

So schön das auch wäre, aber mit Organisationen wie Ärzte ohne Grenzen oder Abgeordnetenwatch kann sich der Freifunk Rheinland noch lange nicht vergleichen. Die spielen in einer anderen Liga, haben auch Festangestellte und mit Sicherheit auch schon Fördergelder erhalten.

Das der Verein, dessen Vorstand aus nur Ehrenamtlichen besteht, hier bisher wohl aus Deiner Sicht nicht aktiv war, zeigt, dass Du Dich wenig für das interessierst, was hier schon geleistet wurde und dass Du Dich auch wenig mit anderen Vereinen ausgetauscht hast, um zu erfahren, dass Spendensammeln kein Zuckerschlecken ist.
Neben uns versuchen nämlich viele gemeinnützige Vereine Spenden einzusammeln.
Selbst für den Kinderschutzbund ist es in den jeweiligen Städten in den letzten Jahren immer schwerer geworden notwendige Spenden zu akquierieren.

Ich kümmere mich seit Ende 2013 darum, dass wir mit dem Verein Betterplace.org nutzen. Ich hab das Organisationsprofil eingerichtet und die Projektseite. Darüber haben wir bis heute 3.774 € Spenden für den Verein generiert. (Unabhängig von regionalen Projekten, die für ihre Bedarfe eine eigene Projektseite hatten und für die Spenden gesammelt wurden. Diese Spenden sind in der Summe nicht inbegriffen.)

Ende 2014 habe ich dann eine Organisationsseite für den Verein bei Boost angelegt.

Stand heute Abend:
Statistik

Einnahmen

3.235,35 € Gesamt
1.280,89 € Offen
332,43 € Bestätigt
0,00 € Freigegeben
1.622,03 € Ausgezahlt

Macht seit Herbst/Winter 2013 rund 7.000 € Spenden (plus der regionalen). Da stecken viele Stunden unbezahlte Arbeit drin.

Das macht aber den kleinen Unterschied. Ich hab nicht lange rumgelabert und gemeint ich wüsste es besser als alle anderen und diese kritisiert, ich hab einfach gemacht.

Welche Bilanz kannst Du - außer verbalen Angriffen auf Vorstand und meine Wenigkeit - beim Spendensammeln aufweisen?

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Du liest nicht, was ich schreibe.

Das ist Job des Vorstandes, dafür jemanden zu delegieren, der das verantworlich organisiert. Ich hab keine offizielle Verlautbarung gelesen, dass Du damit beauftragt wurdest.
Punkt.

Dein Engagement in Ehren, ist auch bedeutend mehr, als andere machen, aber trotzdem solltest Du weniger persönliche Empfindlichkeiten pflegen, als mehr mal sachlich lesen, was ich schrieb.

Was Du gemacht hast, kann zusätzlich gemacht werden, kann aber keine ausschliessliche Basis sein.

Ausserdem: es gibt (mindestens 1) andere FFler hier, die haben mit so was einschlägige Erfahrung (weis den Namen jetzt nicht). Warum werden die nicht angesprochen und deren Erfahrung verarbeitet?

Deine polemische Rückfrage, wie viel ich eingesammelt habe, ist auf dem selben Niveau wie die seinerzeitige Bemerkung hier im Forum „flash erst mal 100 Router, dann kannst Du mitreden“
(Anm.: nach 5 Monaten hab ich ca. 90, nicht mehr gezählt, geflasht. Nächste Woche kommen 10 weitere.Jetzt darf ich also mitreden)

Es ist primär eine Organisations- und Delegationsfrage. Die ständige und unterträgliche Dumm-Schwafelei von „mach selbst“ ist (nicht nur hier) absolut kontraproduktiv und uneffektiv.

Jeder sollte das machen, was er gut kann, also Arbeitsteilung. Das ergibt Effizienz und reduziert zeitliche Belastung. Das ist kein Feld für persönliche Selbstbestätigungsorgien, auch wenn das einige hier meinen.
(Mitunter frage ich mich, ob Ihr in Eurem Job ähnlich chaotisch seid, und wieso Ihr den noch nicht längst verloren habt, wenn dem so ist. Oder Ihr habt, und das hier ist nun Austopben auf dem ansonsten fehlenden Profilierungsfeld)

Aber ich will der persönlichen Frage nicht ausweichen: Bislang (in 5 Monaten hab ich neben knapp 100 Router flashen auch schon ca. € 1200,- für zweckgebundene Investments von Privat, und weitere € 2.000,- sind mir vor 4 Wochen durch die Lappen gegangen, weil hier keiner bereit oder in der Lage war, mal dezidiert die Kosten aufzulisten. Transparenz will man ja nicht, warum auch immer.)

Daraus habe ich dann entmommen, (und auch andere, die spendenwillig waren) daß offensichtlich kein Intgeresse an iener transparenten Finanzierung liegt, was nur bedeuten kann, daß man (warum auch immer) Angst hat, daß diese Zahlen öffentlich werden, was wiederum die Spendenwilligen (und mich auch) als höchste Warnstufe empfanden, Spenden in grösserem Umfang an eine nicht auskuftswillige Personengruppe zu geben, gleich, ob gemeinnützig oder nicht (kann ja auch rückwirkend aberkannt werden, bei einer Sonderprüfung)

So, das mußte mal gesagt werden, und nun können mich die Göltter hier gerne mal wieder spereren oder löschen.

Siehe: Vorstandssitzung am 2.11.14

Jede weitere Antwort an Dich spar ich mir jetzt und das Lesen Deiner permanenten Negativ-Beiträge auch.

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2.11.14 - Danach hatten wir eine Mitgliederversammlung

aber hübsch, dann mach. Aber meine Frage bleibt unbeantwortet: warum wurden nicht die Erfahrungen derjenigen FFler mit rein genommen, die damit (professionell) zu tun haben?
Also doch primär ein Tunnelblick auf eine einzige Lösung und Profilierungssucht?

Anderseits: Wenn Du das hier als Tätigkeitgsbericht gepostet hast, hättest Du darauf hinweisen sollen. Nicht jeder (ich auch nicht) liest alte Vorstandbeschlüsse, zumal, wenn die Suche danach umständlich ist. So was gehört die die Webseite des Vereins, wenn schon Veröffentlichung.

Edit

Macht seit Herbst/Winter 2013 rund 7.000 € Spenden (plus der regionalen). Da stecken viele Stunden unbezahlte Arbeit drin.
Das macht aber den kleinen Unterschied. Ich hab nicht lange
rumgelabert und gemeint ich wüsste es besser als alle anderen und diese
kritisiert, ich hab einfach gemacht.

bitte versteh mich nicht falsch. Ich wertschätze Deine Arbeit nicht gering, zumal sie auf „ich habs einfach gemacht“ beruht, also entgegen der damaligen Trägheit der anderen, incl. Vorstand.

Aber: die Fokussierung drauf ist eine Fokussierung auf Nischenlösungen.

Was ich bemängel ist, daß es anscheinen kein richtig organisiertes Spendenakquisitionssystem gibt, jeder wartet darauf, dass ein anderer was macht, anstatt das von vor herein durchzuorgansieren (wo Du dann ein - guter - Baustein wärst).
Wie ein Hausbau ohne Architekt, wo jeder mal ein paar Steine dran macht, just, wie er motiviert ist.
Also mein Dauer-Beschwerdethema: Organisation = Mist | Körper ohne Kopf mit -zig Händen

Edit2
was ich auch vermisse:
systematisches Abklopfen der bestehenden Fördermittel auf Landes-, Bundes- und EU-Ebene.
Da liegt massig Geld rum, das nur auf Abruf wartet, teilweise mit den kuriosesten Anforderungen.
Ist natürlich zeitintensiv, das zu durchforsten, aber es muss jemand anstoßen und systematisch machen.

Lesetipp:

http://www.esf.de/portal/DE/Foerderperiode-2014-2020/inhalt.html
http://www.esf.de/portal/DE/Foerderperiode-2014-2020/ESF-Programme/inhalt.html

http://www.deutsche-bank-stiftung.de/ueber_uns_projektfoerderung.html
https://www.startsocial.de/aktuelles/2015-07/die-juryphase-hat-begonnen
http://www.emcra.eu/beratung/non-profit-bereich-sozialwirtschaft/
http://www.sparkassenstiftungen.de/sparkassenstiftungen/alle-sparkassenstiftungen/

https://www.jugendhilfeportal.de/foerdermittel/europa-und-internationale-jugendarbeit/europaeische-programme-und-stiftungen/
http://www.staedtebaufoerderung.info/StBauF/DE/Programm/SozialeStadt/soziale_stadt_node.html

http://www.bmub.bund.de/themen/stadt-wohnen/staedtebaufoerderung/soziale-stadt-biwaq/soziale-stadt/

(dazu am Rande: Wuppertal hat ja so eine Topf erfolgreich angestochen, zeigt, es geht also. Muss sich aber einer systematisch drum kümmern. Auf der letzten Mitgliederversammlung dazu nur laue Luft.)

Aber alles beginnt mit Transparenz und Kommunikation. An beidem hapert es.

Pinky, es geht nich darum, so viele Router wie möglich aufzustellen oder alles aus eigener Tasche zu finanzieren. Jeder zusätzliche Router verursacht hintenrum wieder Infrastruktur Kosten. Wir im Rhein-Sieg-Kreis haben einen lokalen Verein gegründet und werden nach Eintragung regelmässig an den Freifunk Rheinland e.V. Spenden weitergeben. Vor Ort sind die Leute bereit an einen lokalen Verein zu spenden. Aus dem Grund, bauen wir unser Netz in Hennef langsam und kostant auf. Man muss die Leute aufklären, damit bewusst wird welche Akteure dies alles ermöglichen.

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Also dafür sag ich doch mal: DANKE!

Gruß

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@jean Das war nur ein Schlenker, um die Polemik mit „wieviel hast Du …“ mal ins rechte Licht zu rücken. Also sarkastisch gemeint.

Jeder zusätzliche Router verursacht hintenrum wieder Infrastruktur Kosten

JA JA JA

Das ist es ja, was ich wie eine defekte CD ständig sage. Spenden sind unser Lebenselixier. Deswegen ist es für mich unverständlich, dass darauf ein so geringes Augenmerk und Engagement seitens des Vorstandes gerichtet ist und auf der Mitgliederversammlung so schwach ausgeleuchtet.

Dabei hatte Doris schon gesagt, der Verein ist auf Kante genäht. Da hätte also massiv Engagement kommen und organisiert werden müssen. Kam aber nichts.Im Gegenteil: Meine Frage zu einer dezidierten Kalkulation und Kosten-Offenlegung wurde hier geflamed und nur sehr schwammig beantwortet. Ergebnis: 2 bereitwillige Spender sagten „na dann eben nicht“ € 2.000,- futsch. (Verlangt wurde eine exacte Kalkulation für ein komplettes Netzmodell)

Das ist eine dreiste Lüge. In besagtem Thread wurden dir mehrfach, unter anderem von @CHRlS, konkrete Zahlen genannt.

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Also auch wenn es wie Seife in meinem Mund schmeckt, muss ich Pinky in Teilen Recht geben.

Ich sehe auch, dass die Vereine loka, regional und auch auf Bundesebene mäßig gut organisiert scheinen. Ob Sie es sind kann man sicher nur von weit innen beurteilen, ABER da darf ja niemand rein.

In Frankfurt ist es erstmal gar nicht wirklich möglich respektive gewollt, dass man überhaupt ordentliches Mitglied wird. Ähnliches habe ich jetzt schon von anderenorts gehört. Da wundert es kaum, dass Freifunk auch von offiziellen Stellen nicht erst genommen wird. Klitzekleine Vereine, die öffentlich vollkommen intransparent auftreten. Da würde ich als Verwaltung auch die Finger von lassen und lieber den lokalen Kaninchenzüchterverein unterstützen.

Fundraising ist zu 100% ein organisatorisches Thema und hat rein gar nichts mit einem tollen Produkt zu tun. Ganz ehrlich: schaut Euch doch mal in Supermärkten etc. um: die größte Scheiße verkauft sich, weil sie n gutes Marketing hat. So schade es auch ist :wink:

Natürlich setzen sich einige im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten ein und Leisten etwas für die Gemeinschaft. ABER neben dem Basteln an neuer Firmware, coolen Gehäusen und Meshwolken mit immer längeren Links gibt es eben auch das zu tun, was Organisation heißt und die Basis für alles andere bildet.

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Pinky kritisiert hier den FFRLeV in dem jeder Mitglied werden kann. Es gibt ein ordentliches Mitglied, ein förderndes Mitglied und mit der veröffentlichten Satzungsänderung auch das Fördermitglied. Übrigens ein Wunsch von vielen Kontakten, auch wenn es in Pinky bunter Welt nutzlos ist.

Interessant auch, dass er immer alles besser weiß, jedem schon fast vorschreibt, wie er seinen Job zu tun hat, aber dann bei der kleinsten Herausforderung (Kalkulation, Offloader, 150m mit LAN überbrücken) von der Community alles auf dem Silbertablett serviert erwartet. Und sich wie immer natürlich im Ton vergreift.

Zudem kritisiert er fehlende Gesuche an den Vorstand oder die Mitgliederversammlung, ohne selber anwesend gewesen zu sein und sich eingebracht zu haben.

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Ich lese seit einem Monat in diesem Forum und Du hast es gerade in acht Zeilen zusammengefasst. Herzlichen Glückwunsch :wink:

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ah, musste doch irgendwann kommen:
mangels Auseinandersetzung mit den sachlichen Punkten wieder völlig an den gemachten Aussagen vorbei gehenden Polemisierungen. Aber mit Verstand lesen ist nunmal nicht so selbstbefriedigend wie auf Kritiker einhauen.

Kritiker, die nur bei anderen Fehler suchen ohne ein Mindestmaß an Selbstkritik, sind schwer ernst zu nehmen.

Gebetsmühlenartig allen anderen immer wieder Verstand abzusprechen tut dann das übrige dazu um nur noch als Troll wahrgenommen zu werden.

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Ich hatte in der Nacht geschrieben, dass ich auf Pinkys Beiträge nicht mehr antworte. Hab mal gelernt, dass solche Menschen einem nur Energie absaugen, die man positiv woanders besser einsetzen kann.

Aber zu seiner Behauptung, der Vorstand hätte nichts getan, als ich anfing mich um Betterplace.org zu kümmern, sei mal erklärt, dass ich ohne den Nachweis der Gemeinnützigkeit (Kopie, Scan) und die Bankverbindung gar nichts hätte machen können.

Der Vorstand hat sich gekümmert.

Es war nur in dieser Zeit sehr schwer Zahlen für künftige Bedarfe zu ermitteln und da habe ich mir zu Beginn Vergleichszahlen aus ähnlichen Projekten gesucht.
Nach und nach habe ich dann auch mal wirkliche Zahlen bekommen. Wie Ende letzten Jahres aus dem besagten Protokoll.

Ich bin nicht nur im Freifunk ehrenamtlich tätig und kenne die Situation auch aus anderen Bereichen oder Vereinen. Viele Ehrenamtler gehen permanent an alle Grenzen und niemand von uns hat Tage, die länger als 24 Std. sind und muss auch mal schlafen.

Einen Haufen Links zu Seiten mit Förderprogrammen kann ich auch in 20 Minuten zusammensuchen. Das hilft nur niemandem, wenn ich mir nicht anschaue, welche auf Freifunk passen und wo man sich deshalb bewerben könnte. Das kostet nämlich leider wesentlich mehr Zeit.

Hier bei uns bekommen wir selbst von einer 600 mannstarken Verwaltung zu hören, dass keine personellen Ressourcen dasind, um die vielleicht noch möglichen Fördermöglichkeiten zu prüfen und passende Anträge zu stellen. Die sind alle angestellt oder verbeamtet und bezahlt. Einen speziell dafür Beauftragten gibt es in der Verwaltung nicht und gibt das Haushaltsbudget auch nicht her.

Aber Pinky stellt hier Forderungen an Ehrenamtler in den Raum, die bitte auf welcher Grundlage beruhen?

Wir haben einen Fachmann/-frau im Verein, der so etwas beruflich macht und das ja wunderbar lösen könnte? Wo ist er denn? Warum schreit er/sie nicht: „Hallo, hier bin ich, ich mache das gern ehrenamtlich ohne Aufwandsentschädigung für Euch, weil ich im Job ja auch schon mehr recht als schlecht dafür bezahlt werde …“

Und wer bei der letzten Mitgliederversammlung persönlich vor Ort war, weiß auch, dass sich nicht etwa 20 Leute darum gerissen haben, einen Posten zu kriegen, für den sie keine Entschädigung erhalten und von Menschen wie Pinky auch noch permanent angepisst werden.

Also seien wir einfach einmal dankbar, dass es noch Menschen gibt, die sich freiwillig und ohne Entschädigung für die Organisation des Vereins hergeben und die Freifunk Idee weiter nach vorn bringen.

Mit eigener Erfahrung in mehr als einem Ehrenamt habe ich gelernt, immer mal wieder anzuklopfen und zu kratzen, wenn ich etwas will - vielleicht nicht für mich sondern einfach nur für den Verein - und dazu etwas brauche. Mit dem Wissen, dass die Menschen, bei denen ich da „kratze“ genauso an der Kante ihrer vielen ehrenamtlichen Aufgaben plus Beruf balancieren, wie ich selbst. Und deshalb mit der entsprechenden Geduld, weil wir alle leisten, was wir nebenbei können. Und mehr geht oft einfach nicht.

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Jein, glaube ich nicht. Es gibt ganze Bücher, die genau dieses Thenemfeld bearbeiten. Das ist nicht „mal eben“ gemacht. Aber es ist besonders für Vereine interessant, die Gemeinwohl erzeugen. Thematisch sortiert kann man z.B. hier ein solches Buch / Heft bestellen:

Ich habe das nach Förderschwerpunkten sortierte Inhaltsverzeichnis eingescannt hier liegen, falls der Verein / Vorstand Interesse haben sollte.

Aus meiner Erfahrung mit Veranstaltungen aus verschiedenen Bereichen (Sport und soziales) kann ich behaupten, dass es mit Sicherheit einfacher ist, einen Spender für einen vierstelligen Betrag zu finden, als zig Stunden in Provisionsportale zu investieren. Es gibt sogar Menschen, die beruflich Fundraising betreiben oder eine Sponsorenagentur aufziehen (und sich dann von einem abgezweigten Anteil von wahrscheinlich 15% finanzieren).

Gerade Freifunk ist stets super in den Medien vertreten. Sogar die Politik schmückt sich gerne damit, Freifunk voranzubringen. Es sollte wirklich ein leichtes Unterfangen sein, Gelder dafür aufzutreiben. Es müssen ja nicht direkt sechsstellige EU-Töpfe sein, die man kleinlich belegen muss, aber fünf mal vierstellig ist auch schon ne Menge Holz.

Dafür müsste ein Plan vorliegen, was die konkreten kurzfristigen und mittelfristigen Ziele des Vereins sind. Ohne das kann sich ein Spender oder Sponsor nicht dazu positionieren und damit an die Öffentlichkeit gehen. Und: Ausgabenplanung. Was kostet wie viel? Ist es für den Verein überhaupt machbar, z.B. 10.000 Euro zeitnah und Satzungsgemäß zu verbraten?

Noch einen Satz zu @Pinky bzgl der Fördermitgliedschaft: Die Fördermitgliedschaft hatte ich vorgeschlagen einzuführen, um Menschen in der eigenen Dunstwolke zu halten, die sich zwar für Gremienarbeit und Politik nicht interessieren, aber Freifunk gut und unterstützenswert finden. Das kann auch wichtig werden, wenn es darum geht, geeignete Räume für Mitgliederversammlungen anzumieten. Wer will schon einen Raum für 1000 Vollmitglieder bezahlen? :slight_smile:

Vorschläge:

  • Kuchendiagramme von Einnahmen und Ausgaben veröffentlichen. Wenn die konkreten Zahlen aus irgendwelchen Gründen doof sind, dann halt einfach nur anteilig in Prozent.
  • Taskforce Fundraising mit dem Vorstand als Rechenschaftsgremium gründen.
  • Entscheidung fällen (Vorstand), ob auch Sponsoren für z.B. eine „Mobile Freifunk-Box“ für Einsatz nach Bedarf in Frage kommen. Incl. Fibre, Outdoor-Geräten und so weiter.

Im Prinzip geht es auch wieder um die schon irgendwo diskutierte Frage: „was habe ich von einer Mitgliedschaft im FFRL e.V.?“. Oder anders formuliert: „Wie sieht eigentlich der Strang aus, an dem wir alle gemeinsam ziehen wollen?“ Wenn man ein klares Bild hat, kann man leichter am Hauptstrang anpacken, statt nur mit den losen Enden zu spielen. Dazu zählt auch das Fundraising.

Grüße!

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Danke für die Beiträge @Veritas und @GuidoG, das lässt mich wieder ein Stück mehr in den allgemeinen Themen ans Forum glauben.

Ich würde ein paar Zahlen den Cashflow betreffend erarbeiten und illustrieren, bin aber lediglich im Besitz des Zahlenmaterials unserer „Technik“ - Input Flow und sonstiger Ausgabenteil würden mir an der Stelle fehlen, die könnte ich mir aus den offiziellen Zahlen erarbeiten, sobald diese freigegeben und irgendwo zu finden sind. Vorher müssten die Vorstände dann jedoch ihr Go geben, sonst werde ich ohnehin nicht tätig.

„Taskforce Fundraising und Sponsoring“ halte ich für eine fantastische Idee - aber wo bekommen wir die Profis aus dem Bereich her, die sich das zutrauen?

Das mit den Sponsoren für eine mobile Freifunk-Box habe ich nicht verstanden. Wer soll da sponsorn und was genau?

Schöner Beitrag, aber kleiner Widerspruch: in dem Absatz führte @veritas anschließend aus, dass es gegenüber dem Finden solcher Fördertöpfe (du selbst hast eine wichtige Quelle genannt) sehr schwer ist, den Bezug zu Freifunk zu finden und dann das notwendige Doing zu machen. Da fängt die richtige Arbeit nämlich erst an.
Sonst Zustimmung.
Wie wäre es mit einer Zusammenarbeit mit @Veritas ?