Konfig für Wechsler/ Verfügbarkeit

Hallo zusammen,

der Verbund freier Netzwerke NRW e.V. der bisher die Infrastruktur für Remscheid betrieben hat, hat seinen Nutzern heute mitgeteilt, dass sich der Verein zum Jahresende auflösen soll.

Empfohlen wird sich einer Community des Freifunk Rheinland e.V. anzuschließen. Jetzt habe ich mich mal auf die Suche gemacht wer denn da in Frage kommt, und dachte mir als Lüttringhauser bis du näher an Wuppertal als an Rade.

Ich betreue aktuell 4 Konten mit der Remscheider Firmware 5.0.0 / gluon-v2017.1.8, die ich dann ja nach Wuppertal überführen müsste.

Die Hardware:
1x TP-Link TL-WR940N v4
1x TP-Link TL-WR941N/ND v6
1x Ubnt Nanostation LOCO M2
1x x86-Image unter VMware ESXi (Offloader)

Woher bekomme ich eine aktuelle Konfig und passt die Remscheider Firmware zu der Infrastruktur beim FF W’tal, oder muss ich alle Geräte neu installieren?

Jetzt finde ich aber aktuell nur Meldungen, dass FF in W’tal quasi außer Betrieb ist. Ist das wirklich so? Wenn ja, wann geht es wieder weiter?

Danke & Gruß

Klaus

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Ich würde Dir gern eine positive Perspektive geben.
Angesichts der Reboot-Versuche innerhalb der letzten 2+ Jahre in Wuppertal würde ich vorschlagen, eine komplett neue Infrastruktur zu bauen, z.B. auf „Münsteraner-Basis“.
Schlicht weil hinsichtlich der derzeitigen Struktur zwar alle der Meinung sind, dass es so nicht bleiben kann, aber mindestens 3 diametral verschiedene Laufrichtungen im Raum stehen, und ohne dass sich nennenswert etwas bewegen würde, aus den unterschiedlichsten Gründen.

@adorfer möchte ich da nicht Wiedersprechen.

Updates gibt es auf https://freifunk-wuppertal.net

Der aktuelle Stand ist: Wir versuchen gerade mit Freifunk EN einen Termin aus zu machen und werden dann wohl deren System zur Automatisierung nutzen.

Wenn bis ende Q3/2019 ein System in Wuppertal steht kannst du zu uns kommen, wenn nicht dann würde ich mich an deiner Stelle nach etwas anderen umschauen.

Also die Karte zeigt in W’tal ja doch einige aktive Knoten, über welche Infrastruktur laufen die denn? Laufen die nur noch als „Restbestand“ und neue Knoten können nicht mehr in Betrieb genommen werden?

Keine der Fragen (respektive Antworten) bringen Dich einer sinnvollen Lösung auch nur ein Stück näher. Leider.

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Ihr macht einem ja Mut hier…

OK, wenn das mit Wuppertal nichts gibt, wo sollte man sich dann sinnvollerweise hin orientieren?
Es macht ja eigentlich keinen Sinn, wenn sich jetzt jeder eine andere Community sucht. Ich hatte jetzt mal bei Radevormwald geschaut, aber so richtig schlau, ob die noch aktiv sind werde ich da auch nicht.

Ich für mich brauche eine Community, die auch x86- Images bereitstellt.

Hi,

ich betreibe gerade für Remscheid quasi auf einer Arschbacke die beiden Gateways. Durch den Wegfall des Vereins ändert sich zunächst erstmal nur, dass die angemieteten Server durch jemanden anderen vertraglich übernommen werden müssten. Die Solinger fahren ganz gut mit den 3 EUR/Monat Hetzner Cloud Servern als Gateways (die Community betreibe ich gerade auch noch nebenbei).

Alles was man wissen muss zur Infrastruktur ist im übrigen öffentlich:

Das Buildscript, mit dem Jenkins das letztere Repo in eine Firmware verwandelt kann, ich auch noch einstellen.

Ich hab erstmal kein Problem damit das weiter zu betreiben, solange sich jemand darum kümmert die Server vertraglich und finanziell abzusichern.

Aber soweit ich weiß hat die verbleibenden aktiven Remscheider Freifunker noch nicht entschieden wie es weiter gehen soll.

Habe ich geschrieben. Das ist und bleibt der sinnvollste Weg in meinen Augen.

Da hilft es nichts zum x-ten Mal zu diskutieren „Warum ist es in Wuppertal so wie es ist“ und „könnte man die bestehende Wuppertaler Struktur nicht vielleicht doch reparieren“ (und am schlimmsten noch verbunden mit der Frage „Ja wer ist denn Schuld“): Es bringt nichts.

Macht etwas Neues! Sinnvollerweise z.B. auf der Basis von dem was die Menschen aus Münster bereits für rund 70+ Communities/Domains tun überall in NRW.

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Du musst auf jeden Fall die Geräte neu installieren. Also frisch, ohne die Config beizubehalten mit der entsprechenden Firmware der neuen Community updaten.

Ansonsten haben adorfer und Felix eigentlich schon alle sinnvollen Möglichkeiten beschrieben. Jemand muss das bestehende Remscheid weiter, oder neu machen. Hättest du Klaus lust, dich da mit einzubringen? Dann am besten mal mit den verbleibenden aktiven Remscheidern in Kontakt treten.

Radevormwald hängt zum Teil technisch mit an Wuppertal. Ansonsten muss ich mich leider der Aussage von Felix anschließen. Die beiden Rader Backup Server betreibe ich zur Zeit als der eine aktive für Rade.

Von daher ist das hier im Moment nur Bestandspflege, da die Man Power für den weiteren Ausbau in Radevormwald fehlt. Mitmacher sind also auch hier gesucht.

Vielleicht sollte ich mich mit Remscheid zusammen tun und wir machen eine gemeinsame Domain.

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Was man tun kann ist: Eine Wechselfirmware bauen, die explizit Knoten umzieht.
Wo also gezielt Config-Schlüssel umgebogen werden, inkl. evtl. Releasekanal des Autoupdaters, explizit die Peergroups im VPN gerichtet werden etc.pp.
Aber das ist durchaus Arbeit und braucht Vorbereitung+Testing.

Wenn man’s eine Nummer tiefer hängen will und auf alle(!) Knoten Zugriff per SSH hat plus ein OK der Betreibenden, dann geht’s auch mit einem HAUFEN Fleißarbeit (aka: Gärtnern):

Firmware mit eingebackenem SSH-Key und „bypassconfigmode“ backen und per „sysupgrade -n“ flashen auf der Shell.
Im Nachgang dann (wenn die Knoten sich in der neuen Domain gemeldet haben) auf den Knoten einloggen, Namen, Koordinaten, Contact, Location etc. anpassen und den ssh-Schlüssel entfernen.

Das hatte ich befürchtet.

Ich kenne mich mit den Strukturen beim Freifunk nicht aus, ich bin bisher nur ein kleiner Knotenbetreiber. Mir scheint aber den kleinen Communities geht es wie den meisten Vereinen: Die Enthusiasten brechen weg.

Das wäre für die meisten Betreiber wohl die eleganteste Lösung.

Ich denke wenn, es eben geht, sollte das vermieden werden.

Die Wechselfirmware ist eine technische Lösung für ein mögliches, weiteres vorgehen. Zunächst sollten die Remscheider entscheiden, wie und ob Sie ohne VfN weitermachen möchten. Vielteich ändert sich für die Knotenbetreiber ja dann garnichts. Wobei ich in Gedanken gerade abschweife und überlege, ob ein Knotennetz mit aktiven und interessierten Knotenbetreibern nicht auch eine ganz andere Perspektive für eine Neuausrichtung bietet. Aber das wäre eine ganz andere Diskussion…

Als Einzelkämpfer kann ich schlecht an den Verein herantreten mit den Wort „Ich möchte meinen Knoten weiter betreiben. Gebt mir mal ne Firmware“. So wie ich deren Aufbau bisher verstanden habe, schließt man sich als lokale Community denen an (gegen Geld) und darf dann deren Infrastruktur mit nutzen bzw. wird beim Aufbau einer eigenen unterstützt.

Dazu müsste es aber erst mal eine aktive Community (=lokaler Verein) geben. Theoretisch treffen/ trafen sich die Remscheider in der Erlebbar. @Felix: Gibt es diese Treffen noch? Kommt da auch wer? Ich habe es leider bisher nicht geschafft teilzunehmen, da es Mittwoche waren/sind.

Genau. Daher ja mein und auch Steneus Vorschlag, es anders zu machen.
Aber es mag sein, dass Du diesen nicht magst oder aber das wir nicht verständlich herüberkommen.

Ich versuche gerade die Abhängigkeiten in dem System zu verstehen:

  • Wuppertal hängt an der Infrastruktur vom FFRL.
  • Rade als Untergruppe an W’tal
  • Remscheid, Wermelskichen und Solingen hängen am VFN

Die Community in Rade besteht aus einem Einzelkämpfer (@steneu) ebenso Solingen (@Felix) , Wuppertal tritt auf der Stelle und Remscheid und Wermelskrichen stehen kurz davor führungslos zu werden.

Jetzt bin ich kein Freund von Insellösungen, aber der FF scheint voll davon zu sein. Jeder macht, was er denkt was richtig ist (Infrastruktur, Firmware) und die Systeme sind untereinander nicht kompatibel. Es gibt keine übergeordnete Instanz, die Regeln (RFCs) vorgibt.

Aus meiner Sicht, macht es keinen Sinn, immer das Rad neu zu erfinden.

Der VFN ist auf der Karte das kleine gallische Dorf. Rundherum ist FFRL Gebiet.

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Läufst Du eigentlich bewusst oder unbewusst an meinem Vorschlag vorbei. Wenn Du ihn nicht willst, dann sage es doch, aber argumentiere doch nicht gegen alles andere, nur nicht gegen das Vorgeschlagene!

Vielleicht zur Info: Alle Communities die am VfN NRW angeschlossen sind werden Gatewayseitig aktuell von mir alleine administriert.

Das sind alle Knoten auf:

Grundsätzlich habe ich kein Problem das zunächst mit Ende offen weiter so laufen zu lassen und dabei auch neue Kräfte einzuarbeiten. Die Zeit nehm ich mir.
Es müsste sich wie gesagt nur jemand finden, der die Server vertraglich übernimmt. Dies umfasst zum einen die Sicherstellung der fortlaufenden Finanzierung (z.B. über Spenden) zum anderen allerdings auch die „Schutzschild“-Funktion.
Im Klartext: Wer auch immer als Kunde für die dort gemieteten Server mit Adresse drinsteht bekommt im Zweifelsfall von der Polizei die Türe eingetreten wenn da was aus dem Ruder läuft (vgl. „Wenn der Dorfpolizist sturmklingelt“ auf YouTube).
Kanada liefert seine Staatsbürger leider aus, daher bin ich dafür erst mal raus.
Wobei ich nach 6 Jahren, in denen ich das betreibe, sagen kann, dass die Polizei in NRW eigentlich sehr gesittet ist und uns immer vorab telefonisch oder per E-Mail kontaktiert hat. Bei Gefahr im Verzug weiß man aber nie mit wem man es zu tun bekommt (wieder vgl. YouTube Video).

Ohne den Nachbarn hier in die Parade fahren zu wollen, ein paar Gedanken als Beobachter:

  • Auch die Münsteraren Kollegen kochen nur mit Wasser, siehe Betreuung Freifunk Herne, welche wohl bislang nicht erfolgt ist (kein »Herne« auf dem Kartenserver gelistet)

  • Wie sinnvoll ist es, einer sowieso schon »gut administrativ unter Dampf stehenden« Community weitere Community-Hüllen aufzubürden — selbst falls sie darum betteln sollte? (Links ins FFMS-Wiki hatte ich; leider ist das Wiki nicht erst seit gestern down und, nunja, natürlich habe ich keine Screenshots in ein Wiki gespeichert …)

Nicht falsch verstehen: ich finde es toll, wenn »größere« Communities wie Münsterland »kleineren« Communities unter die Arme greifen. Auch wenn das gegen das Dezentralitätsprinzip der reinen Freifunk-Lehre geht; wenn es für beide Seiten Sinn macht, ist es ersteinmal ok …

… aber Communities sollten wirklich »mehr Dezentralität wagen«.

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Es setzt voraus, dass Menschen sich zusammenfinden und gemeinsam ins „kalte Wasser“ springen.
Aus bestehenden Communities zu forken kann da ein Ansatz sein.
Und wenn es welche sind, die ihre Setup KOMPLETT dokumentiert haben, dann ist das eine gute Voraussetzung, um das auch langfristig nachvollziehbar zu halten.

Will sagen: Wie weit man dezentral sein möchte (z.B. eigenes Blech, Exit über Rheinland, oder FFNW, oder direkt), das kann man dann immernoch entscheiden.
Um den Stachel in Richtung Wuppertal zu bohren: Dort man es bis heute nicht geschafft, sich vollständig von der Supernode-VM-Infrastruktur des FFRL zu lösen, obgleich diese seit bald 3 Jahren abgekündigt ist, siehe Parallelthread.