Kostenentscheidung aus Berlin. Provider Privileg

Tolle News zum http://www.heise.de/newsticker/meldung/Berliner-Freifunker-wehren-Filesharing-Abmahnung-ab-2518677.html?from-classic=1.

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Oder bei Freifunk statt Angst

http://freifunkstattangst.de/2015/01/15/erster-gerichtlicher-erfolg-fuer-freifunk/

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Und was bedeutet das jetzt fĂŒr uns? Hat das ĂŒberhaupt eine Bedeutung?

Ja hat es, zumindest fĂŒr alle Freifunker die nicht ĂŒber ein VPN gehen.

Es heißt leider nicht, dass andere Gerichte nicht anders urteilen dĂŒrfen. In dem Sinne ist es in meinen Augen also nicht die von allen so herbeigesehnte tatsĂ€chliche Rechtssicherheit (idealerweise Freifahrtschein fĂŒr Freifunk).

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Ein Amtsgericht hat ein Urteil gefÀllt.
Das ist leider keine Richtungsentscheidung, sondern ein Amtsgericht. Und die Abmahner werden sich hĂŒten, das in die nĂ€chste Instanz zu bringen.
Denn dazu lÀuft das GeschÀftsmodell mit den zÀhneknirschenden Zahlern einfach zu gut.

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Im Fall des Freifunk-Anbieters seien weder Registrierungspflichten, noch eine Belehrung zu verlangen. „Auch etwa die Unterbindung der fĂŒr die Tauschbörsennutzung typischen Verbindungen durch Sperrung der entsprechenden Ports erscheint angesichts deren Vielzahl und VerĂ€nderbarkeit nicht praktikabel“, schreibt das Gericht.

Wollte nur nochmal hervorheben, dass zumindest ein Gericht das Fehlen des marktĂŒblichen Splashscreens mit Belehrung und Registrierung, sowie die Portsperren als nicht notwendig fĂŒr einen Hotspot erachtet.

Was gut fĂŒr uns ist.

Ich grĂŒbel immer noch darĂŒber, was das fĂŒr uns bedeutet. Es ist leider kein Urteil, siehe
http://freifunkstattangst.de/2015/01/17/erfolg-fuer-freifunk-vor-dem-ag-charlottenburg-eine-kurze-analyse/

FĂŒr uns Freifunker ist es ein großer Meilenstein, aber nicht das Ziel. Und fĂŒr den Benutzer da draußen wird es nach wie vor wichtig sein, dass die externe IP seines Freifunk-Routers eine andere als die des Heim-DSL ist. Wir haben nun einen Fuß in der TĂŒr, jetzt mĂŒsste man mindestens den zweiten hinterher schieben. Ich kenne einige Freifunker, die extra nie einen Tunnel benutzt haben, um es drauf ankommen zu lassen und etwas an der Situation Störerhaftung zu Ă€ndern. Die Abmahnungen kassiert haben und mit Hinweis auf Freifunk abgewehrt haben. Die die Feststellungsklagen angestrebt haben.
Die Konsequenz wĂ€re fĂŒr mich jetzt erst Recht ohne Tunnel ins Internet zu routen, und das Backbone nur fĂŒr Freifunk-Traffic zu nutzen. Nicht per default, aber zumindest wĂŒrde ich gerne die Wahl haben. So per Button im Webfrontend. WĂ€re das zu abwegig?

PS: Ich meine damit nicht dass wir jetzt den ISP-Betrieb wieder einstellen sollten, es gibt garantiert noch schöne Anwendungen, von denen wir heute noch trĂ€umen (@nomaster nannte es glaube ich „fibre to the roof“, find ich großartig). Aber das ist ein anderes Thema.

Nix, es bedeutet gar nix.

Es ist lediglich eine SekundÀrentscheidung eines AG, bei der es nicht um Urteilsfindung ging. Das Àndert weder etwas an der Störerhaftung, noch an der als Privatperson nicht möglichen Abwehr durch Providerattestat der BNetzA aus der Schublade ziehen.

Über die Störerhaftung hinaus bleibt zusĂ€tzlich die Strafverfolgung immer noch im Raum, die ebenfalls ein entsprechend hohes Risiko birgt, selbst wenn dann irgendwann festgestellt wĂŒrde das man selber nicht unmittelbar der TĂ€ter ist.

Unser Konzept des Aufbaus von Tunneln zu zentralen Gateways, die dann wiederum alles ĂŒber das Rheinland Backbone schicken wird zumindest in absehbarer Zukunft nicht sorgenfrei ausgehebelt werden!

Hier gibt es aktuelleres zu lesen:

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Gerade in Berlin soll es eine grĂ¶ĂŸere Anzahl solcher IdealistInnen/UtopistInnen geben.
Wer so viel Langeweile oder so wenig SachzwÀnge in der eigenen Lebensplanung hat: Nur zu. Ich ziehe meinen Hut.
Aber fĂŒr Vattern sein’ Sohn ist das nix. Und 99% der Menschen mit denen ich Router betreibe auch nicht.
Allein die Vorstellung, man könne sich da beim Routerinstallieren evtl. „verklicken“ und hinterher trĂ€gt einem das SEK die Rechner aus der Bude, weil irgendein Raubmordkopierer vom Anschluss aus Bildchen mit Anscheinsjugendpornographie verbreitet hat
 Die Diskussion möchte ich einfach nimmer fĂŒhren.

Aber wer mag, der kann gerne eine zweite „Freifunk-Classic“-Domain errichten mit dem ganzen alten guten Zeug. Ohne VPN-Tunnel, mit ganz viel Diensten in der lokalen Wolke, ganz oft ohne Internet etc
 Freifunk wie vor 10 Jahren halt.

Ich halte es derweil lieber wie von @CHRlS oben vorgeschlagen.

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That’s it, das wird das Wort des Jahres :smile:

TouchĂ©! Freifunk Classic: Dat is fĂŒr Vaddern sein’ Sohn nix.
@adorfer ich empfehle Twitter fĂŒr die Proklamation von Freifunk Classic! Go Go Go! :smile: :sunny:

Lieber „Freifunk-NG“ proklamieren, das scheint unser „Style“ zu sein :wink:

Mit ISP, Gateways, total zentral - aber mit Internet, idR funktionstĂŒchtig und nicht kacke :smile:

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stargieg, der auch schon ‚etwas‘ lĂ€nger dabei ist, schlĂ€gt gerade „Freifunk Legacy“ vor. :smiley:

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Freifunk TOS (The Old Strategy) wÀre auch noch frei :wink:

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