Prototype Fund - call für open Source Projekte 47.500€


#1

Hallo zusammen,
mich erreichte über einen entsprechenden Verteiler folgende Mail:

"Sehr geehrte Damen und Herren,

der Prototype Fund ist ein Fördertopf für Software Entwicklung, der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung ausgestattet wird. Mit bis zu 47.500€ pro Projekt werden kleine Teams und Entwickler*innen gefördert, die 6 Monate lang an Open-Source-Projekten arbeiten möchten. Heute haben wir den 4. Call for Applications gestartet.

Ich könnte mir vorstellen, dass dieses Förderangebot auch für Student*innen und Projekte aus Seminaren interessant sein könnte und ich würde mich sehr freuen, wenn Sie die Ausschreibung weiterleiten würden. Wir fördern Projekte aus den Bereichen Civic Tech, Data Literacy, Infrastruktur und Datensicherheit. Diesmal widmen wir uns unter der Überschrift “Power to the Users” schwerpunktmäßig den Themen Selbstbestimmung, Sicherheit und Vertrauen durch Open Source Tools. Mehr Infos zum Schwerpunkt hier: 4. Runde: Power to the Users — Prototypefund - Prototypefund

In Kürze:

Projektförderung: 47.500€ pro Projekt
Bewerbungsaufwand: Beantworte 7 kurze Fragen zu deinem Projekt
Neuer Themenschwerpunkt: Power to the Users - Mehr Selbstbestimmung und Sicherheit durch Open-Source-Tools.
Bewerbungsschluss: 31. März 2018

Alle Infos unter www.prototypefund.de
& @prototypefund
Bei Fragen zur Bewerbung: bewerbung@prototypefund.de

Bei Interesse schicken wir Ihnen auch gerne Plakate und anderes Infomaterial für das schwarze Brett oder zum Auslegen zu. Wenden Sie sich gerne bei Fragen an mich.

Liebe Grüße

Adriana Groh
Program Management
Prototype Fund

Open Knowledge Foundation
Deutschland
www.okfn.de | @okfde
adriana.groh@okfn.de"

Wenn gewünscht berate ich gerne bei Ideen zur Antragsstellung. Evtl. lässt sich hierrüber die entwicklung von Freifunk Firmware finanzieren und der ein oder andere kommt in die Situation sich evtl. mal die Zeit zu nehmen “Hauptberuflich” an relevanten Kram zu arbeiten.

Cheers,
Gregor

P.s.:
Das interessiert vermutlich @MrMM @jannic @adorfer @Arwed und weitere Interessierte.


Welche Communities nutzen den Tunneldigger?
#2

Moin Gregor,

coole Sache, danke für’s hier Einstellen.

Spontan würden mir da einfallen, dass jemand mal 'nen Monat Vollzeit an Babel arbeiten kann oder dass man den Treiber vom 841erV13 fit machen lässt.

Grüße
Matthias


#3

Genau das war die Diskussion, die ich heute (gestern…) abend mit @Klaus_Dieter auf dem Frankfurter Stammtisch geführt habe. Da gibt es durchaus Bedarf, den l3roamd a) wirklich gut lauffähig zu bekommen und b) mit den gewonnen Erkenntnissen (wie der Linux-Kernel wirklich arbeitet, ist alles ziemlich schlecht bis gar nicht dokumentiert… Es führt kein Weg am Source-Lesen vorbei) dann ein Refaktoring durchzuführen, Also alles normal neu (und in effizient) zu bauen. Sind halt jetzt schon viele tausend Zeilen C-code.


#4

Das Program ist mir bekannt, bin da unschlüssig ob ich einfach mal etwas einreichen sollte. Gedacht ist das ganze IMO für Dinge, die unter 3 Monaten eher aussichtslos sind.

Meine Ideen reichen von Verbesserung demokratischer Prozesse über Gluon Support für mehr Geräte bis zu einer ordentlichen Vereinsverwaltung, aber letzteres ist z.B. nicht so passend zum aktuellen Themenschwerpunkt - was meint ihr? Jemand weitere Ideen die Freifunk nützen würden? Einreichen schadet jedenfalls nicht.

Cheers,
Arwed


#5

Wenn es nur darum ginge, Leute für ungeliebte Arbeit zu bezahlen (die sonst kaum jemand tun möchte), dann hätte ich eine längere Wunschliste:

  • Freifunk-Wiki durchforsten (und vor allem total Veraltetes korrigieren oder Löschen). Evtl. auch diverse Wikis mergen…
  • Das Netz nach veralteten Freifunk-Dokus durchfosten und “Löschen vor Sperren” spielen… (verwirrt doch viele Neueinsteigende)
  • Ein Freifunk-Kompendium (beliebigen Ausmaßes für unterschiedliche Zielgruppen) verfassen, gern auch mit Berücksichtigung von Babel und OLSR…
  • eine möglichst umfassendes Gluon-Paket “Router-Portconfig” (also auch “Switch splitten, Vlansupport wo möglich”)
  • Einen Siteconf-Migrator von 2016->gluon-Master (upcoming Gluon2018), evtl. auch mit LocalPackage-Converter.
  • Wireguard-Integration in gluon und babel-gluon inkl. Kochbuch “für die Server-Seite”
  • Verbesserung von Mediatek-OSS-Wifitreibern
  • SDR-LTE im 5GHz (so mal als Zukunftsmusik für uns… )

Mir ist klar, dass da einiges aus der Liste “out of scope” für diese Förderung ist, aber prinzipiell…


#6

@Arwed, reich da was ein! Ich würde es auch tun, weiß aber nicht, ob ich es mir zutrauen würde, das alleine zu machen.

Ich denke, dass eine Verbesserung an Gluon auf jeden Fall ziemlich exakt zu “Power to the users” passt. Freifunk und somit Gluon ermöglicht Leuten doch richtig coole Dinge mit ihren OpenWrt-Routern zu tun.

Mehr, als dass es abgelehnt wird, kann nicht passieren.

@adorfer, nicht hilfreich :wink:

Grüße
Matthias


#7

Nunja, es werden ja explizit Projekte angesprochen die sich “für ein offenes und freies Internet” einsetzen. Insofern wäre Freifunk schon irgendwo im Schwerpunkt erfasst. Aber nunja mir fiel auch mal das Tool zum FFRL Backbone DIY Anschluss ein aber das hätte wohl für niemanden sonst einen Nutzen und bei staatlichen Fördermitteln gehts ja immer irgendwo um die großen Dingen.


#8

Wenn ihr Interesse habt da was zu machen mache ich mich schlau.

Bisher bin ich mit dem Vorgehen, anrufen nachfragen statt mutmaßen ganz gut gefahren.

Frag mal Frau Offergeld :wink:


#9

Hoi zäme,
habe mal mit der OpenKnowlage Foundation telefoniert. Man ist der Meinung, dass Freifunk Projekte gut ins Konzept passen und ist bereit bis zu einem gewissen Rahmen die regulären Stundensätze der beteiligten zu bezahlen um entsprechende Projekte voranzutreiben.

Relevanter Hinweiß, zu Dokumentation der Studensätze sind gültige Verträge aus der Zeit vor dem call notwendig.

Cheers,
Gregor


#10

Coole Sache. Danke dir.

Verstehe ich nicht. Derzeit verdient soweit ich weiß niemand mit Freifunk Geld. Zumindest nicht im Administrationsbereich.

Ich stelle mir z. B. ganz konkret folgendes Projekt vor: Den Tunneldigger IPV6-fähig machen.

Da müsste man dann den Aufwand schätzen und einen Stundensatz festlegen. Ob dieser jetzt eher Richtung Hilfskraft an einer Uni oder eher Richtung Stundensatz eines selbstständige IT-lers geht, wäre mir gar nicht so wichtig.

Alleine, dass man mal sich ein zwei Wochen Vollzeit damit beschäftigen könnte, wäre schon toll.

Kannst du evtl. die Abrechnung nochmal in ein zwei Sätzen mehr erläutern? Würde man die Zeit vorher schätzen und ein Budget beantragen? Ich kann mir nicht vorstellen, dass man bei so einem gedeckeltem Topf nach Aufwand abrechnen darf.

Grüße
Matthias


#13

#14

damit sind eben Leute gemeint, die sowas ähnliches auch beruflich machen.
beispielsweise Felix / nbd, der gegen Bezahlung an Treibern , derzeit mt76, entwickelt.


#15

Habe ndb schon angeschrieben. Bin mal gespannt wann er die Zeit findet sich zu melden.


#16

Hallo zusammen,
die Bewerbungsdeadline ist in nunmehr 29 Tagen.

Wenn noch jemand meine Dienste als “Förderantragsschreibmaschine” in Anspruch nehmen möchte bitte ich um Anmeldung innert der nächste Woche.

Wir haben aus Aachen zu dem Thema ein, evtl. bis zu drei Projekte am start und wenn ich mehr unterbringen soll, dann wüsste ich das um meines Schlafes und meines Hausfriedens gerne frühzeitig.

Cheers,
Gregor