Schwierigkeiten in Unterkünften seitens der Bewohnenden und/oder Heimbetrieb

Fortsetzung der Diskussion von Wann ist ein de Aufstellung/ Standort eines Knotens gescheitert?:

Um auf die Unterkünfte im Speziellen einzugehen habe ich den Thread mal abgespaltet:

Man sollte sich vor Augen führen, dass Freifunk meist in den Unterkünften nicht auf unberührte Digitallandschaft trifft.
Sondern dass sich dort auch schon viel Hardware herumliegt, insbesondere in Form von LTE-USB-Sticks und Pocketroutern.
Viele Familien (insbesndere solche mit Kindern) bekommen die von Frenden geschenkt, die wissen, wie Kinder sind, wenn sie bei TV-Serien nicht mitreden können.
Umgekehrt werden diese Router dann auch im Camp verliehen auf Stundenbasis.
Es wäre töricht anzunehmen, dass die dort lebenden Menschen sich nicht auch organisieren.
Und wenn dann jemand sein „Geschäftsmodell“ im Vermieten des LTE-APs wegschwimmen sieht, dann könnte es sein, dass da schon mal ein Router verschwindet.

Wir haben in Düsseldorf gute Erfahrungen damit gemacht, Router persönlich zu übergeben. In die Obhut von vorzugsweise Familien. Und eben „Mit wandhängender Installation auf einem Brettchen“, inkl. Verteilersteckdose mit zusätzlichen freien Plätzen. Dann haben selbst die Familienangehörigen etwas davon, die vielleicht kein Internet nutzen wollen, aber trotzdem die freie Steckdose gern mitnehmen.

  • Router nicht in Gemeinschaftsräume hängen in denen sich niemand nach der Übergabe persönlich verantwortlich fühlt.

  • Routervertwilung mit Klemmbrett protokollieren. Dann sehen auch viele, dass da hinterher jemand was nachhalten wird. (Und dass es wohl Ärger geben wird, wenn weg)

  • Und man sollte mehreren Menschen erklären, dass das Freifunk nur funktioniert, wenn der Router bei Familie A, aber auch der bei B und der vorn beim Pförtner läuft.

  • Und man sollte den Leuten erklären, wie ein Router blinkt, wenn es ihm gut geht (also mindestens: Wifi-LED in mildem Dauerfeuer)

  • Auf alle Router wir mit Permanentmarker beschriftet die letzten 4 Stellen der MAC-Adresse. in doppelter Ausfertigung, falls der Router halb verdeckt aufgehängt wird. Damit man mit den Leuten Sprechen kann von wegen „Router DC19 ist nicht sichtbar. Startet den mal neu. Oder sucht ihn erstmal“. Wenn man das nicht macht, dann unterhält man sich bei jeder solcher Frage erstmal 5 Minuten + darüber, welcher Router denn jetzt weg ist, der gestern noch da war und welcher noch da ist.

  • Gute Erfahrungen haben wir mit dem Aachener OfflineSSID-Script. Dann sehen die Leute nämlich, wenn da „Offline-Knoten“ sind, die einfach zu geringe TQ bis zum Gateway haben. Und dass wenn es einzelne sind, dass man die dann suchen muss, um sie wahlweise mal neu zu starten (warum?) oder schlicht wieder an die Wand zu hängen, weil sie irgendwie unters Bett gerutscht waren. Oder wenn es Global ist, dass dann „Reset-Lauf“ nichts bringt, sondern schlicht es am Uplink hängen wird und man wohl erstmal den Abend anders planen sollte.

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Kann sein, dass da ein digital-Dealer ist. (hat etwas gedauert, bis ich Deinen Post an der Stelle verstanden habe)

Alles gemacht. Router zusammen im Zimmer des jungen Mannes aufgestellt. Ihm gesagt, dass er nun für das Gerät verantwortlich ist, das es läuft, damit alle was davon haben. Es hielt ihn auch prima am laufen - bis er „herunter viel“ und „weggeworfen“ wurde (aus welcher Höhe wird er wohl wo aufgeschlagen sein, das ein Router nach dem Sturz nicht mehr funkt?). Da konnte dieser junge Mann dann auch nur wiederholt sagen, dass er das defekte Gerät weggeworfen habe … aber nicht wo und wann. ^^

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Ich steige noch nicht so ganz durch. Warum werden überhaupt Router in einzelne Räume bzw. in die Obhut einzelner Personen verteilt und nicht in Zwischendecken, Dachböden oder ähnliches so montiert, dass diese nicht so einfach zu entfernen sind oder besser garnicht sichtbar sind.
Fehlen bei den Unterkünften in denen Probleme auftraten solche Möglichkeiten oder wollte man die Bewohner bewusst mit einbinden?

In Grefrath haben wir nämlich genau die Anweisung bekommen die Router so zu montieren, dass diese nicht so einfach entfernt werden können. Mit dem Hintergrund, dass die meisten Router von der Gemeinde selbst bzw. der Flüchtlingshilfe finanziert wurden.

So is das. Das Haus war nicht um den Router herum zu bauen - es stand schon da. :wink:

Auch davor muss ich warnen, weil das ganz schnell sehr problematisch werden kann.
Aus Gründen des Brandschutzes bekommt man schon bei PVC-haltigen Kabeln ein Problem.
Elektrische Verbraucher in Zwischendecken scheinen mir in Geinschaftsunterkünften gar nicht zu gehen.

Wir ham vor Jahren und in einem anderen Zusammenhang (offenes Jugendzentrum) auf gespendeten Geräten eine Kurzbezeicnung des Besitzervereins mit Inventarnummer angebracht und deutlich raushängen lassen, daß es alle paar Monate ne Inventur gibt und wenn was fehlt die Polzei kommt.