[Solved] Erste Erfahrung - Teilweise langsam und schlecht Erreichbarkeit

Hallo zusammen,

ich betreibe jetzt auch seit ein paar tagen einen Freifunkrouter. Die Einrichtung war erstaunlich einfach und es funktioniert auch alles soweit. Etwas enttäuscht haben mich die bisherige Erfahrungen mit meinem Smartphone. Bei bestem Empfang zeigen mehrere Speedtests nur Downloadraten von etwa 8Mbit/s obwohl ich einen 16er DSL-Anschluss habe. So weit so gut. Noch schlechter sieht jedoch beim „subjektivem Surferlebnis“ aus. Währen das meiste gut funktioniert sind einzelne Dienste extrem langsam und träge. So läuft z.B. kaum ein YouTube Video flüssig. App Aktualisierungen über Google-Play dauern generell ewig lange und schlagen meistens fehl. Einzelne Apps beschweren sich sogar manchmal über eine fehlende Internetverbindung und verweigern komplett den Dienst, z.b. Ebay. Andere Dinge scheinen hingegen problemlos zu funktionieren. Ich weiß das die Beschreibung recht wage ist, aber vielleicht hat ja doch jemand eine Idee woran es liegen könnte oder wie man zumintest den Fehler weiter eingrenzen kann.

Ich nehme einfach einmal an, das Du einen 841N oder 841 ND verwendest. Die können auf Grund ihrer schwachen CPU nur ca. 8 Mbit/sec Durchsatz, da die Verschluesselung der Daten jede Menge CPU frisst.
Die anderen Beobachtungen, die Du gemacht hast, koennten durch Überlastungen der zentralen Infrastruktur, wie auch durch lokale Störquellen, wie andere WLAN router oder irgendwelche Geräte verusacht werden, die ins 2.4 Ghz einstrahlen.
Darum kann ich da nix zu sagen.

Bei mir ist der Durchsatz abends immer grottenschlecht, weil dann alle Nachbarn zu Hause sind, und sich ploetzlich 8 zusätzliche Router in der Umgebung tummeln.

Generell kann man die Freifunk- infrastruktur nicht mit kommerziellen Angeboten vergleichen, die deutlich besser ausgestattet sind, waehrend bei Freifunk alles durch Optimisten, die ihre Freizeit dafuer opfern betrieben wird und die daher nur nach ‚best effort‘ betrieben werden kann.

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Ne, das ist ein wdr4900 den ich zufällig günstig gebraucht bekommen habe. Daran sollte es also nicht liegen oder?

Der Router sendet auf 5Ghz quasie alleine. Leider habe ich bisher nicht herausgefunden, wie man bei Android herausfindet, in welchem Frequenzbereich das Gerät verbunden ist.

Ich vergleiche das insbesondere mit meinem privaten Netz das über eine Fritzbox läuft und trotz deutlich schlechterer WLAN-Ausleuchtung gefühlt sehr viel flüssiger ist.

Hi Skeptiker,

die Domäne Aachen ist ziemlich voll. Im Moment sind über 600 Nodes permanent online. Erfahrungsgemäß macht jede Domäne mit mehr als 400 Knoten Probleme, da unser Routingprotokoll nicht allzu gut skaliert. Der Split steht bevor, gibt aber noch keine ETA wann das erledigt wird.

Ansonsten gelten (insbesondere für Probleme mit Facebook und Youtube) die Hinweise aus diesem Thread zur IPv6-Problematik: [solved] Schwache Performance

Gruß
David

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Danke für den Link, wobei der leider auch nicht so aufschlussreich ist, weil nicht klar wird, worin das Problem mit IPv6 besteht (zumindest mir nicht).

Kann man eigentlich irgendwo bei Android sehen, welche Seite über IPv6 erreicht wird. In der WLAN-Konfiguration wird mir nicht mal meine eigene IPv6 Adresse angezeigt. Die Suche im netzt gibt zu diesem Thema leider auch nicht viel her.

Uns ja auch nicht, sonst wäre das ja schon gefixt :smiley:

Deine eigene IP kannst du bei Android unter Einstellungen → Über das Telefon → Status sehen.

Beim Standardbrowser hab ich nach ner schnellen Suche auch keine Möglichkeit gefunden. Meines Wissens müsste die Androidversion von Firefox aber auch alle Add-Ons unterstützen die auch ein Firefox auf dem Desktop kann. Also wäre Android Firefox + SixOrNot nen Versuch wert.

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Vielleicht hilft Dir das hier weiter?
https://play.google.com/store/apps/details?id=com.tsts.ipv6

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Danke für die hilfreichen Antworten. Werde ich zu Hause alles mal ausprobieren.

Wüßte ich jetzt nicht; ich nutzte i. d. R. whatismyipv6.com — und wenn da 'ne IPv4-Adresse steht, weiß ich, daß wir wieder ein (temporäres) Problem haben …

Das möchte ich dich mal ins rechte Licht rücken, da ich der Meinung bin, das es Quatsch ist.

Kommerzielle Anbieter machen ganz oft nicht mal die Hälfte von dem technischen Aufwand den Freifunker betreiben.

Wie oft war ich in Hotels, wo zwar flächendeckend Wlan verfügbar war, aber das im Grunde nur über unzählige Hotspots realisiert wurde. Dort wurde weder VPN noch eigene Server eingesetzt.

Die Telekom verpasst ihren FON Spots auch nur eine eigene IP, einzig Kabel Deutschland stellt Homespot Kunden für diesen zusätzliche Bandbreite zur Verfügung.

Nein ich denke FF ist auch wenn es in manchen Gebieten leider langsam ist das technisch deutlich aufwändigere Angebot.

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Da hast du unser Problem falsch verstanden.

IPv6 hat bei uns keine Aussetzer ist aber nach meinen Beobachtungen im Vergleich zu IPv4 schleppend langsam.
Ich kenne nur eine Seite die ausdrücklich auch IPv6 untersucht, die dortigen Ergebnisse sind allerdings auch in IPv4 schlechter als andernorts.

Die IPv6 Performance deckt sich aber mit der im Alltag:

Ein direkter Test mit iperf durch die komplette Infrastruktur zu einem eigenen Server bei hetzner war hingegen sehr Performant.

Wo kommen denn diese ipv6-test.com Bilder her? Eine App kenne ich nicht und meine Internetseite sieht auch anders aus.

Wenn du den Test gemacht hast auf „Share your results“ klicken.

Hi Skeptiker,
von den anderen Problemen (die ich auch kenne) mal abgesehen, ist 8 Mbit/s schon bemerkenswert wenig. Ich habe selbst einen WDR4900 und bekomme bei Speedtests konsistent ~20 Mbit/s, hier in Aachen. Natürlich nicht an einer 16er-Leitung, aber diese sollte der 4900 eben schon auslasten (minus ein wenig Overhead).

Prüf vielleicht als erstes mal, ob du nicht ausversehen an einem anderen Node hängst (über Statusseite auf 10.5.255.254), denn Hops verringern die Geschwindigkeit leider ziemlich stark. Geh eventuell direkt per Kabel dran (es sei denn, Mesh on Lan ist an).

Bekommst du über deine eigene Leitung konsistent 16 Mbit/s (oder jedenfalls deutlich mehr als 8)?

Aussagen dieser Art führen dann dazu, dass Leute sich frohen Mutes einen WDR4300 oder WR1043v2 kaufen. Nur um dann festzustellen: Wird auch nicht schneller.

Ist halt so, die meisten Communities optimieren sich daran, für einen Node eine Bandbreite von 5-10MBit/s bereit zu stellen. Da kann mann dann tricksen, aber das ist dann schon so ein wenig in Richtung „Schlange-Springen“ im Autobahnstau. Kann man machen, wird aber nicht gern gesehen, weil die, die es nicht tun, dann noch weiter hins Hintertreffen geraten.

Das ist die Statistik eines x86 offloaders in der Innenstadt der für 10 wdr3600 zuständig ist die ein paar Lernräume versorgen.

Ich finde das sieht durchaus sinnvoll aus.

Die krassen Defizite beim IPv6 sind uns bewusst und wir diskutieren verschiedene Lösungen und hoffen sehr bald etwas ändern zu können.

Könnte jemand an einem Aachener Freifunk-Knoten nochmal bitte den IPv6-Speedtest durchführen?

Bei mir passt nicht so viel durch die Leitung und die wird momentan noch von ein paar anderen Clients genutzt, aber wenn es um den Unterschied zwischen IPv4 und IPv6 geht – der ist nicht sehr groß:

Geht bei mir über den Supernode aachen02.

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Jo, das sieht auf jeden Fall schon besser aus.
Hauptsache kein Kilobit/s mehr :smile:.

Ein Traum! So gute IPv6 Ergebnisse hatte ich ja noch nie!