Straßenzug vernetzen

Mal theoretisch angenommen man dürfte an die 230 V in Laternen und an den Mast dürfe man Router installieren.

Welche Router würde man einsetzen?

In welchen Abstand sollten die Router stehen?

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Gibt es Orte in NRW an denen keine Rundsteuerempfänger genutzt werden?

Ich würde an ein Bullet mit nem kleinen Rundstrahler denken.

Das Problem dürfte die Leistungsaufnahme sein.
Immerhin muss man dort im Sommer eine Spanne von rund 19 Stunden überbrücken.
Es braucht also eine Akkubox für eine zyklusfeste Batterie, die sowohl Gluthitze wie auch knackige Minusgrade überlebt, dauerhaft.

Nehmen wir an es gibt rund um die Uhr Strom.

Ich würde auch zu dem Bullet greifen. Die Nodes sollten möglichst nur ihre direkten Nachbarn erreichen, was sich per Begrenzung der Sendeleistung regeln lässt. Wenn’s geht, gerne Glasfaser in die Laternen.

In Wuppertal wird wohl fast jede Laterne so eingeschaltet.

Wird wohl nur bei Neubaugebieten möglich sein und schwer die Stadt vom Vorteil zu überzeugen.

Bis jetzt hatte ich geplant alle 500m eine PicoStation M2-HP aufzustellen. Oben an die Laterne mit Metallschelle und das Netzwerkkabel im Mast runterführen bis zur Wartungsöffnung.

Zu dem mitgelieferten POE-Adapter habe ich noch keine Angabe zur möglichen Umgebungstemperaturen gefunden.

Würde die mitgelieferten Adaptern unten im Sockel in einer Verteilerdose unterbringen den Stecker abschneiden und per Lüsterklemmen 3x1,5 und Netzwerkkabel aus der Dose ausführen.

Wir haben auf dem Weihnachtsmarkt in der Fußgängerzone in Leverkusen 8x Nanostations M2 im Einsatz gehabt, etwa alle 100 Meter jeweils Rücken an Rücken. Zusätzlich haben wir über M5 und M5 loco noch einen Richtfunkbackbone für die Zufühung des Uplinks gebaut.
Leider hat der Backbone nicht ganz so geklappt wie wir uns das gewünscht haben, da wir die Antennen aufgrund der von uns gewählten Lösung mit „Alles in einen wasserdichten Schaltkasten“ nicht genau genug ausrichten konnten. Dort wo der 5GHz Backbone aber scheiterte haben die M2 untereinander schön gemesht. Die M2 liefen mit unserer FF Firmware und sendeten treiberseitig mit 9dBm. Damit haben wir über die mehr als 400m eine schöne Flächendeckung erhalten und konnten die relativ hohe Clientdichte (bedenke: Weihnachtsmarkt, Fußgängerzone) ganz gut bedienen.

Ich habe da aus der o.g. Installation Erfahrungen mit. In 2013 haben wir in den Boxen noch nackige 3600er (also nur das Board) plus max. eine Nano verbaut. Die Kisten hingen eine Woche im November sowie den ganzen Dezember über draußen. Die PoE Injektoren hatten auch mit den -10°C die wir in dem Jahr hatten keine erkennbaren Probleme. Dazu muss man aber auch sagen, dass die Nanos (die ja in der selben Kiste waren) eine sehr gute Heizung sind. Die 3600er Boards waren da etwas anfälliger. Da prellten dann gerne mal die GPIOs, sodass wir z.b. den Reset-Taster in der Firmware deaktivieren mussten.
Beim letzten Weihnachtsmarkt 2014 haben wir für die Boxen auf ToughSwitch PoE (TS-5-POE) gesetzt. Diese waren auch unempfindlich wobei es dieses Jahr aber deutlich weniger kalt war als die Jahre zuvor.

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Ich denke hier nicht an eine Veranstaltungslösung sondern an eine feste und wartungsfreie Installation ohne viel zu basteln damit diese ohne viel Aufwand von einen Elektriker installiert werden könnte.

Die Picostation würde die Temperaturen in unsere Region laut Datenblatt aushalten. Zu den POE-Adaptern fehlt mit nur noch das Datenblatt.

Nanostation würden 2-4 Geräte pro Mast bedeuten und würde nicht die anliegenden Häuser mit versorgen. Rundstrahler haben den Vorteil das nur ein Gerät gebraucht wird um alles abzudecken und könnte die Entscheidungsträger leichter überzeugen.

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Bittesehr der Herr: http://dl.ubnt.com/datasheets/poe/PoE_Adapters_DS.pdf

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Zudem besteht das Problem, dass vier Picos (eigentlich sogar 6 x 60°) an einem Mast sich gegenseitig stören würden wenn darauf nur die "normale FF-Software läuft. Also müsste man dann mit der AirOS arbeiten und verschiedene Kanäle wählen und eine viel aufwändiger Konfiguration. Die dann evt. noch dazu führt, dass bei einem Update der FF-Firmeware irgendwas nicht mehr passt.
Zudem wären dann Abschrimhalterungen gegen die „Überlagerungsstrahlung“ (kann man das so sagen?) angebracht, was die Installation zudem teuer macht.

Mit einem Rundstrahler wird das sicher alles viel einfacher. IMO

Siehe auch: 120 Grad Außenantene mit LocoM2 und WR841N

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„so“?
Dann hast Du nach Murphy das Pech, den Rundsteuerempfänger immer in der Laterne in einer Kurveninnenseite direkt an einer Hauswand zu finden… ohne Sichtverbindung zur nächsten Laterne mit Dauerstrom.
In Berlin und einigen östlichen Bundesländern mag das anders sein, aber dort kann man ja auch mit hinreichend starken Taschenlampen nachts Schabernack treiben.

In Wuppertal soll wohl jede Laterne Dauerstrom haben. Keine Ahnung ob die da überall so ein Gerät eingebaut haben oder wie in Gevelsberg auch 5 Adern in jeden Mast haben.

PUSH

Folgende Situation: Laternen mit Dauerstrom und Austattung mit 230V Steckdosen an Mastspitze für die schönste aller Jahreszeiten (Hint: nicht Karneval). Städtische IT will gerne etwas machen.

Was könnte man da nehmen, was noch halbwegs dezent ausschaut? Will man lieber möglichst viele Omni’s die Meshen oder wenige Sektorgeräte? Gibt’s vlt. Bilder bestehender Installationen zur Veranschaulichung?

Cheers,
Artet

Kennst Du das Projekt aus Barmen? Fußgängerzone Barmen
Da würde ich mich informieren, das schaut sehr gut integriert aus.

Die UniFi Mesh scheinen mir dafür ganz gut geeignet zu sein, vor allem, weil man mit Originalfirmware auch 5 GHz nutzen kann. Bei ausschließlich 2,4 GHz wird die Airtime sonst wahrscheinlich schnell knapp. Zum Meshen mit anderen Freifunk-Routern könnte man dann noch an einigen Stellen zusätzlich Geräte mit Freifunkfirmware anbringen.