Suche Antworten. Zur Erschließung eines Tales

Hallo zusammen,
ich Plane zur Zeit eine Anbindung mehrerer Aussiedlerhöfe an eine Gemeinde. Dies soll mit W-lan Richtfunk geschehen. Nun sind einige Fragen aufgekommen. Ich hoffe hier kann mir jemand bei der Beantwortung helfen. Das Problem ist auch, das die Aussiedlerhöfe in einem Tal liegen.
Hier habe ich mal eine Grafik vom ungefähren Endergebnis. http://www.bilder-upload.eu/show.php?file=2b0b97-1437338657.jpg

Hier paar Rahmendaten. Erschließung mehrerer Aussiedlerhöfe an leistungsfähiges Internet durch WLAN Richtfunk. Geplant mindestens 50 Mbits.

Nun meine Fragen, hoffe ich überhäufe euch nicht :smiley:

Frage 1: Wie bringe ich meine erste Station an das Zubringernetz. Also ans Internet.? Ist es von Vorteil wenn diese in der nähe eines KVz liegt.? Oder ist das sogar notwendig.Kümmert sich die Telekom da um einen Anschluss ?

Frage 2: Momentan ist Station 1 noch auf einem privaten Hausdach geplant. Kann diese auch über das Netz des Hauses angeschlossen werden ? Oder geht das nicht. Da ja dort ziemlich viel Bandbreite vorhanden sein muss.

Frage 3: Woher bekomme ich Informationen wie ich einen Anschluss an das Internet realisiert bekomme. Muss ich da bei der Telekom nachfragen?

Frage4: Es sollen über die Strecke mehrere Haushalte ans Netz angeschlossen werden ca. 20 Stück. Braucht man dafür einen Speziellen Vertrag mit einem Netzbetreiber (Bsp: Telekom) ?

Frage5: Zwischen Strecke 1 und Strecke 3 liegen mehrere Höfe aneinander. Fast wie ein sehr kleines Dorf. Kann ich dort irgendwie in das bestehende Netzwerk (Also Internet ist schon vorhanden. halt nur 2000 kbits). Oder sollte ich eher über eine Punkt zu Mehrpunkt Verbindung an die einzelnen Häuser über WLAN gehen.

Frage6: Welche Technik aus den Antennen benötige ich noch. ?

Frage 6: Habt ihr mir Ratschläge zu Frequenzband? Eventuell Empfehlungen zu Herstellern von Outdoor Wlan Technik.
P.S: Die erste Fresnelzone ist frei.
Ich sage schon einmal vielen lieben Dank

Für alle gesamt oder jeden einzeln?

Nur, wenn der überbaut ist für VDSL (Vectoring), sonst zur Vermittlungstelle, dort sollte es in 98% VDSL geben

EDIT: Lesen hilft. Du willst scheinbar eher ein Glasfaser-Anschluss, dann sollten die Aussiedler eine Gesellschaft/Genosschaft etc gründen und dann bei der Telekom eine CompanyConnect besorgen, da gibt es auch mehr als 50/100 Mbit, da kostet das legen was

Heo danke für die schnelle Antwort.

Naja, wäre eigentlich für jeden Angestrebt. Nach der Digitalen Agenda 2020 sollte das irgendwann Standard sein.
Mir ist bewusst das dieser Wert netto kaum erreicht werden kann.

lg

Okay, Danke. He. Hört sich schon einmal viel versprechend an. Werde ich mich mal genauer darüber informieren. Danke

die Lösung, vor allem die grösseren Funkstrecken-Überbrückungen, würde mich auch interessieren. (optimal: mit Kostenkalkulation echter Zahlen, keine Grobschätzuingen)

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Wenn es etwas kosten darf würde ich folgendes für die Fragen 6 vorschlagen:

  1. min. VDSL besser Glasfaser
  2. pfSense oder ähnliches um die Netze zu trennen
  3. VLAN fähige Switche z.B. von Zyxel
  4. Für PtP mindestens NanoBeam AC sowie geeignete Geräte für das Dorf.
  5. Gleichzeitig überall Freifunk mit aufbauen.

Sollte so eigentlich funktionieren :slight_smile:

Edit: Wenn es in der Siedlung möglich ist einen Mast aufbauen der beide entfernte Häuser sieht und alle Siedlungshäuser für PTMP abdecken kann.

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50MBit/s „für Jeden“ wird mit der normalen Technik™ nicht bezahlbar.

Wieviele TeilnehmerInnen/Haushalte gesamt?

Wie man es machen kann:

Mehre Richtfunkstrecken per „Ubiquity Nanopeam AC“ hintereinander stecken, per Outdoor-Switch „back to back“ zusammen, Mindestabstand 2m.
So einen WDS-Backbone bauen.

An diesen WDS-Backbone dann entweder direkt TP-Link CPE210 dranhängen mit FReifunk-Firmware (gluon).
Oder wenn da mehr also nur 3-4 Hauhalte dran sollen, dann auch die CPE210er auf der Stockfirmware im WDS-Mode laufen lassen. Und dann an den jeweiligen Gegenstellen erst den Freifunk-Router hinsetzen.

Am Head-End für das ganze dann einen Offloader/lokalen Supernode, der eine direkte BGP-Sessions zur Provider-Infrastruktur fährt, also kein „Fastd durch’s Internet“ etc.

Struktur also
Internet →
lokaler Supernode (batman-mesh)->
WDS-Backbone (Nanobeams, CPE510 mit jeweils Stock-FW), ggf. mehrere Hops mit Switches →
Letzter WDS-Router-> Lankabel->
auf LAN-Port von Freifunk-Router „mit MeshLAN aktiv“ zur Versorgung der jeweiligen Clients und ggf lokalen Wolke.

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Hey vielen dank für die zahlreichen Hinweise und Hilfen. Werde mich mal dran setzen und das alles recherchieren…

thx
lg