04.04.15 Routing-Probleme

Hallo,

heute kam es am System bb-b.ak.ber.de zu einem Problem mit hoher CPU-Last die durch die Prozesse OSPF und Smokeping verursacht wurde. Ein Restart der Prozesse und des Zebra-Daemon hat nicht zur Lösung des Problems geführt. Aus diesem Grund haben @takt und ich das System neu gebootet.
Nach dem Reboot war der rp_filter (Anzünden!!!) wegen eines Fuckups mit /etc/sysctl.conf und /etc/sysctl.d wieder auf .all aktiv und hat damit asymmetrischen Traffic gefiltert.
Das hat partiell zu Problemen bei der Erreichbarkeit des Forums geführt.

Vor ca. 4 Wochen ist das System bb-a.ak.ber.de wegen einer defekten SDcard ausgefallen. Im Zuge der Fehlersuche am zweiten Router des selben Standorts haben wir bb-a nun mit einem Live-System und der letzten Konfiguration gebootet. So ist sind die Dienste wieder funktional wenn auch nur flüchtig im RAM.

viele Grüße
Thomas

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Man möge mir diese naive Frage verzeihen: Warum laufen lebenswichtige Infrastrukturdienste auf x86-Serverhardware und nicht auf Cisco Routern? Finanzielle Gründe? Es müssen ja vielleicht nicht gerade (teure) HighEnd ASR1000 Router sein, vielleicht täten es auch etwas kleiner Modelle, wie (ebenfalls teure) ISR4000 oder ISR3900.

ISR1000 hätte genug Power, die anderen benannten nicht.

Alles was noch weniger als Gigabit in der Cisco Performance Liste eingestuft ist fällt ohnehin raus:

Eine der günstigsten Maschinen wäre vermutlich ne 7200 mit NPE-G2 Engine, braucht aber zu viele HE.

Wenn Du etwas sponsorn kannst das genug Power auf 1 HE hat - immer ran…ansonsten sind die global Brands einfach erstmal nicht bezahlbar.

Wir wollten nun eine bezahlbare Hardware Appliance testen - ein erstes Sample müsste zu uns unterwegs sein.

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Vergiss die Liste. Last Update: 3.11.2009. Praktisch ohne Relevanz. Die dortige HW ist EOL/EOS und die neue taucht nicht auf.

Ich befürchte Standard x86-HW wird Dich nicht wirklich weiterbringen. Das Killerfeature was moderne Router haben ist die Trennung von Control- und Dataplane. Sämtliche höheren Funktionen (Management, Routing-Protokolle, andere Protokolle) macht die Controlplane. Diese werden dann in Form von Tabellen (RIB/FIB) der Dataplane zugänglich gemacht. Kommt ein Paket an der Dataplane an, kuckt diese einfach nur in vorausgefüllte Tabellen und nimmt die entsprechenden manipulationen (Routing) an dem Paket vor. Das passiert in Hardware und ist sauschnell. Nur durch diese Arbeitsweise können die Router die beworbenen Parameter (Bit per Second und (wichtig!) Packets per Second) überhaupt erreichen. Das wirst Du nie schaffen, wenn Du jedes Paket durch die CPU quälen musst (Standard x86-Hardware).

Ich befürchte, da muss ich ersteinmal im Lotto gewinnen…

Sehe ich vollkommen anders, noch aktuellere Cisco Hardware ist ohnehin nicht bezahlbar…

Deshalb testen wir nun einen Hardware Router, das sagte ich bereits

Eben, nicht bös’ gemeint, aber worüber diskutieren wir dann hier, wenn ohnehin keine Gelder zur Verfügung stehen? Wir müssen halt in dem Rahmen, der uns zur Verfügung steht das beste rausholen, und da ist von den global Brands sowas wie eine - durchaus mittlerweile alte - Cisco NPE-G2 Engine bereits das absolute Maximum dessen was bezahlbar wäre. Deshalb testen wir nun mal mit Hardware eines Low Budget Anbieters…

Sorry, hatte ich falsch verstanden.

Sehr interessant. Lasst doch bei Gelegenheit hören, was dabei rausgekommen ist.

Was für HW testet ihr den nun?
Recht gute Erfahtungen habe ich mit den Mikrotik CloudRouter und Ubnt EdgeRouter Pro gemacht.
Nette am EdgeRouter ist dass der RAM aufrüstbar ist und man zugriff auf das darunterliegende whezzy hat.
Die Mikrotiks sind leider recht zugenagelt haben haben deutlich mehr CPU Cores.

Wir testen den Mikrotik CCR1036-8G-2s+

Das ist das 10g Modell mit der größten CPU und 4 GB Ram, zur Not würde es den auch mit 16 GB Ram geben, aber das wird wohl nicht nötig sein.

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