Flüchtlingsheime: Was tun bei Ablehnung von Freifunk durch x/y/z

Wundert mich immer wieder, wie einzelne Personen die Bedürfnissfrage für hunderte Menschen vorweg nehmen können…

Zumal sie Installation und Co. vom handelden Freifunker zum Selbstkostenpreis installiert bekommen.

Solche Leute gehören allein schon wegen nicht vorhandenem wirtschaftlichen Denken entlassen.

Hey wenn bedarf ist kann ich Kontakte zu unserem DRK KV Recklinghausen vermitteln dort haben wir 2 Einrichtungen aktuell versorgt und Herten ist in Planung.
Außerdem müssen die ja nur die Türen aufschließen und der Rest läuft so. :slight_smile:

Die Verantwortlichen vor Ort sollten die internen Mails vom DRK lesen. Die sind doch alle gebeten worden den Freifunk zu unterstützen.

Vielen Dank, aber der der Stachel sitzt tiefer. Die Polizei bei uns ist Grundsätzlich gegen uns, da wir Freifunker ja verhindern würden das Zivil- und Strafverfahren aufgenommen werden könnten, weil wir unsere Nutzer nicht registrieren und uns mit Schwedentunnel am Gesetz vorbei mogeln. Das färbt leider so auch auf das DRK ab, wo die obersten Leiter sich ja immer gut kennen.

@dippydipp Das gilt aber nur für NRW nehme ich an.

Meine Empfehlung:
Wenn es Ablehnung von Person/Funktionsträger A gibt: Nach der ersten harten Ablehnung (d.h. Ablehnung nach klarer Erläuterung) NICHT weiter versuchen.
Ansonsten läuft man Gefahr, sich dort einen „Gegner“ aufzubauen, der das persönlich nimmt und immer neue Rechtfertigungen und vorgeschobene Gründe erfindet „warum gerade hier nicht“ oder „und grundsätzlich auch nicht“.

Besser die Sache erstmal auf sich beruhen lassen und einen Angang durch andere Person über andere Wege versuchen.

Und auch keinen Bezug auf die vorherige Ablehung nehmen. Idealerweise den zweiten Angang dann von jemand anderem machen lassen.Insbesondere wenn „Leitung“ abgelehnt hat und „Funktionspersonen vor Ort“ aber für ihre Clienten (und sich selbst) gern wollen. Da sollte dann nicht der- oder diejenige tätig werden, die vorher offiziell von $CHEF das „NJET“ bekommen hat.
Falls es dann später im Laufe des Betriebes zu Verstimmungen/Klärungen kommen sollte, dann hat es halt an Abstimmung innerhalb der Freifunkenden-Community gemangelt… :wink:

Will sagen: Es findet sich immer irgendwer, der sich Freifunk an einer Stelle wünscht. Notfalls lautet der Deal eben „Ihr wart niemals hier, ich kenne Euch gar nicht“ in der Steigerungsform „Es muss so aussehen, als ob das Zeug (eure Hardware) hier schon seit ewig hängen würde. Bitte keine Freifunk-Aufkleber“)

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Auch eine interessante Form der gewaltfreien Kommunikation :smile:

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Manchmal können auch überzeugte Mitarbeiter_innen den Entscheidungsträger überzeugen. Einfach mal die Eröffnung abwarten und dann mit den Sozialarbeiter_innen sprechen. Manche Unterkünfte werden auch nach einiger Zeit an andere Betreiber übergeben. Alternativ kann man auch Druck von Innen aufbauen aka. die Menschen in der Unterkunft mobilisieren. Und dann gibt es da noch Druck von Oben. In Berlin werden die Betreiber (z.B. DRK) vom Lande mit dem Betrieb beauftragt. Ev. kann das Land einfach sagen, das wird gemacht!

Fight on!

Also sich der guten Sache wegen hineinmogeln, das eigene gute Handeln verschleiern um Vollidioten im Glauben zu lassen, dass sie recht und gewonnen haben!?

Sorry, aber dann würde ich eher noch versuchen die lokale Öffentlichkeit mittels Presse und Amtsträgern gegen solche Deppen aufzubringen.

Dann kann es nämlich auch heißen, dass Angebote engagierter Bürger wegen einiger beratungsresistenter namentlich zu nennender Personen behindert wird. Am Besten gleich mit Hochrechungen, welche Kosten dem Staat für alternative Lösungen entstehen.

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Das darfst Du gern tun, ich tue es nicht.
Lass mich wissen, wenn Du mit dem Stunt erfolg gehabt haben solltest.

Nun, dann lass uns mal überlegen, was bei Deinem Stunt raus kommt:

Ihr werdet beim Unbefugten Aufhängen von Hardware erwischt. Gibt für alle Beteiligten eine Strafanzeige wegen Hausfriedensbruch und eine schöne Presse à la: „Freifunkverein, der ohnehin die deutschen Gesetze mittels Datentunnel ins Ausland umgeht und damit die Verfolgung von Straftaten verschleiert verschafft sich nun auch noch mit krimiellen Mittel Zugang zu höchst sensiblen Lebensbereichen traumatisierter Flüchtlinge“

Alternativ fallen irgendwann jemandem nicht gekennzeichnete graue Kästen in Flüchtlingsunterkünften auf, die mit Deinen Fingerabdrücken übersäht sind und vom Bombenräumkommando enfernt werden müssen… Presse dürfte ähnlich sein.

Ich frage mich, wie man dann DEN Schaden an der Freifunk-Idee wieder gut machen will. Aber Hauptsache wir umgehen einfach mal jede Schwierigkeit nur um schön geschmeidig unseren Spielplatz (das Netz) noch etwas größer zu machen.

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Man gut, dass die Polizei das im Zweifelsfall nicht zu entscheiden hat, da sie „nur“ ausführende Gewalt ist.

Btw: Schweden ist europäisches Inland.

Wozu gibt es die Richtlinie 2006/123/EG über Dienstleistungen im Binnenmarkt? Die gilt meines Wissens auch für schwedische VPN-Dienstleister.

Ich kenne keinen Fall in dem „wenn Freifunk einmal installiert war und läuft“ es zu Ärger gekommen wäre.
Wenn es nämlich läuft, dann will es keiner mehr missen, auch diejenigen nicht, die vorher Bedenken/Zweifel geäußert haben.
Zumindest nach meiner Erfahrung geht es um die Überwindung einer „Eintrittsbarriere“.
Entweder man überzeugt mittels der Vision, oder durch praktische Verbindlichkeit. Oder -auch wenn’s nicht schön ist- schleicht man sich hintenherum an.
Wenn dann gute Arbeit geleistet wird -und das setze ich schlicht voraus bei den Freifunkenden- dann verstummen die ZweiflerInnen.
Auch weil sie sehen, dass hier Leute hart arbeiten, um zu helfen. Und es nicht darum geht, sich Taschen vollzumachen, so wie es ja durchaus bei anderen Hilfsbprojekten unterstellt wird.

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Wir versuchen zur Zeit mit den „Mieter“ des Objekts, das ist der Landkreis, ins Gespräch zu kommen damit dieser dem „Betreiber“, also das DRK, dazu bewegt uns dort einen Freifunk Aufbau zu ermöglichen. Also den ganz offiziellen Weg erstmal zu gehen. Zur Not versuchen wir hat soviel vom Gebäude von Außen zu bestrahlen.

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Das ist der nächste Weg, wenn gar nichts hilft: Von draußen mit Freifunk versorgen und den Geflüchteten Router schenken.
Denn keine „Heimleitung“ kann denen verbieten, eigene Elektrokleingeräte zu betreiben. „Wärmegeräte“ (Heizlüfter, Kochgeräte) können aus Sicherheitsgründen untersagt werden. Radios, Wecker, Handyladegeräte etc jedoch nicht.
Und in diese Klasse gehört eben auch ein WR841er mit seinem 3W-Steckernetzteil.

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Selten so viel Schwachsinn gelesen. Sry, ihr habt echt 0 Plan. Einer der Punkte, warum in diesen Einrichtungen z.B. kaum oder kein Freifunk installiert wird ist ganz einfach und ich kann es auch mehrfach DARLEGEN. Die Einrichtungen sind zu über 90% am Arsch der Welt und nicht mitten in einer Stadt oder Gemeinde weil genau Dort, viele Deutsche, nicht ALLE, diese Einrichtungen auch nicht sehen wollen oder Dort kein Platz ist. Die Folge daraus ist, die Basisinfrastruktur, über mehre Kilometer aus den Ortschaften raus, ist schlicht weg nicht da.

Es gibt Einrichtungen, die haben 1 MBit Leitungen, rein wie raus. Der Arbeitsablauf sieht vor das diese Einrichtungen überwiegend per Remotedesktop/Terminaldienst etc. arbeiten um die Daten Zentral erfassen zu können.

Na, was ist dann wohl wichtiger?!

Die Leute so schnell wie möglich erfassen und verarbeiten zu können, um Sie dann in ihrem letzten Ziel schnellstmöglich unterbringen zu könne oder die Verwaltungsstruktur zur Verwaltung weiter zu schwächen. Weil nun für ca. 250 bis 500, teils sogar 1000 Leute Freifunk geschaltet wird über z.B. so eine Leitung?

Zu dem weiß ich von fällen, da sind Kollegen vom Freifunk hingegangen und haben das über deren LTE Volumenverträge angeschlossen! So grobe und vollkommen unverantwortliche Schnitzer dürfen uns nicht passieren. Damit legt Ihr ganze Einrichtungen lahm und das Unterumständen für Tage.

Ein gut gemeinter Tipp, lass die Leute in den großen ZentralenUnterbringungsEinrichtungen einfach in ruhe ihre Arbeit machen und geht denen nicht auch noch zusätzlich mit Freifunk auf den Geist. Das ist in der momentanen Situation so etwas von hinter Platz 100 der wichtigsten Aufgaben. Die ganzen Angestellten und ehrenamtlichen Helfer sind Abends zum Teil schon froh, wen sie NUR eine Stunde länger gearbeitet oder geholfen haben. Die wollen sich nicht mit so was noch herum schlagen.

Und noch mal Entschuldigung, das ist einfach der falsche Platz für diese Technik. Wenn die ganzen Flüchtlinge in ihrem letzten Aufenthaltsort angekommen sind, dann ist das DRK oder wer auch immer nicht mehr für diese Leute zuständig. Und erst ab diesem Punkt macht es eigentlich erst Sinn, sich über eine freie WLAN Versorgung Gedanken zu machen. Da redet man dann mit den betreffenden Kommunen und das sieht ganz anders aus.

Ebenfalls Entschuldigung, wenn ich das so drastisch geschrieben habe, ich bin absolut pro Freifunk, doch ich haben nun in mehreren von diesen Einrichtungen gearbeitet. Und das hat einfach keine Sinn und ebenso hat das an dieser Zwischenstation der Flüchtlinge 0 Priorität. Seht das einfach ein.

Wenn ihr solche unterversorgten Objekte habt, dann mach das so wie der Freifunker schon im letzten Absatz schreibt. Bzw. von adorfer erneut aufgegriffen wurde. Sucht euch „Partner“ im Umfeld. Firmen, Privatleute was auch immer um diese Einrichtungen herum, um das Gebäude von Außen zu bestrahlen bzw. zu versorgen. Manch Verantwortlicher lässt sich dann auch gerne auf dieses Modell ein, wenn man ihm gleich klar sagt, es geht nicht über deren Leitungen. Die haben halt einfach keine Ressourcen über um solche Menschenmengen mit freiem Internet zu versorgen.

Du kannst mich mal gern haben. PLONK!

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[quote=„Skully, post:16, topic:8448“]
Sry, ihr habt echt 0 Plan. Einer der Punkte, warum in diesen Einrichtungen z.B. kaum oder kein Freifunk installiert wird ist ganz einfach und ich kann es auch mehrfach widerlegen.[/quote]

Wenn Du Dich »mehrfach selbst widerlegen« kannst … wer hat dann »0 Plan«?

Ja, natürlich ist, aus Sicht der dort Arbeitenden, es schon nicht lustig, mit Pampa-DSL arbeiten zu müssen; allerdings sollte jede Freifunk-Initiative sich über die Bandbreitensituation vor Ort im Klaren sein und ggf. Richtfunk planen, wenn für deutlich zwei- oder gar dreistellige Nutzerzahlen ein Zugang geplant wird. Hier ist Upstream relevant, und alles unterhalb VDSL macht für niemanden Spaß; insbesondere nicht, wenn nicht parallel Kommunikation stattfindet: »Loids, Ihr seid leider in der netztechnischen Pampa untergebracht worden, mehr als 1 MBit/sec gibt’s derzeit nicht, versucht bitte, euch entsprechend zu organisieren. 1 Videocall kostet so viel Bandbreite wie 10 Sprachverbindungen …«

LTE hingegen ist durchaus in den Gegenden z. T. eine valide Alternative – allerdings nicht mit dem 200 MB-Limit der typischen Endkundenverträge und nicht als Ersatz für eine kabelgebundene, nicht trafficlimitierte, Anbindung.

[quote=„Skully, post:16, topic:8448“]
Und noch mal Entschuldigung, das ist einfach der falsche Platz für diese Technik. Wenn die ganzen Flüchtlinge in ihrem letzten Aufenthaltsort angekommen sind,[/quote]

Nein, genau DAS ist falsch. Je früher man es ermöglicht, zu kommunizieren, desto besser. Daher sollten primär die Erst-/Durchgangsunterkünfte versorgt werden — am Ende der Reise kann man sich in Ruhe umsehen, nach Wochen der Flucht hingegen wäre es ungleich wichtiger, ein Lebenszeichen zu senden.

Das kommt nun leider einer Bestätigung gleich, man nehme sich nur die erste Zeile aus meinem Beitrag vor und denkt über den Rest nicht weiter nach. Passt gerade perfekt. War mir schon klar, das ich hier nen Shitstorm verursache. Doch so ist das eben, wenn man mal etwas genauer hin schaut und die Probleme seit September letzten Jahres Live in solchen Einrichtungen mit erlebt.

Oder waren das euer Meinung nach gute Vorschläge, sich genau die Leute in den Einrichtungen zu verprellen, welche entscheiden. Macht am besten noch druck mit der Presse vor Ort also von Außen, spätestens dann, wenn die Flüchtlingswelle hoffentlich weniger wird oder abreißt werden die sich schon genau dran erinnern, wer Steine in den Weg gelegt hat. Und womit, mit Recht.

Schade, dass dann genau durch solche Aktionen der Freifunk als tolle Initiative in Mitleidenschaft gezogen wird.

Echt, ich würde gerne jede dieser Einrichtungen entsprechend versorgen aber entweder sind die Kosten zu hoch oder man versuch vieler Orts, mit Ach und Krach, Notnägel einzuschlagen und versaut sich damit den Ruf.

@wusel Die meisten dieser Varianten habe ich schon durch. T-Systems hat mir im Auftrag der T-Kom alles mögliche Versprochen. Gehalten wurde davon nix. LTE Verträge mit Flat, he he ne die gibt es nicht, auch nicht für so etwas. Ich bin auch mit deiner Meinung in deinem letzten Absatz ganz bei dir.

Kleines Beispiel zu so früh wie möglich die Leute mitnehmen, übrigens selbst erlebt, hab ich allerdings auch auf Lager.

In Einrichtung A gibt es Freifunk in Einrichtung B und C danach nicht. Da wird dann einfach der Sozialarbeiter in der nächsten Einrichtung massiv angegangen, warum man ihm kein freies WLAN gibt. Und das kann man X Mal erklären warum das an diesem Standort nicht möglich ist, es wird dann da drauf bestanden. Es stimmt, Kommunikation ist bei so einer Flucht, für alle diese Menschen unglaublich wichtig. Der einzige Draht nach Hause. Nun, die meisten der Flüchtlinge kaufen sich hier einfach eine AldiTalk Karte oder was auch immer. Schon mal gehört, man kann mit so einem Telefon auch einfach nur Leute anrufen.

Kern meiner Aussage ist, es geht einfach ohne entsprechende Infrastruktur nicht ÜBERALL. Wenn der Freifunk da was echt gutes tun will, dann kümmert euch um die Genehmigungen und baut auf Freifunkkosten entsprechende Richtfunkstrecken um zunächst mal die Verwaltungen vor Ort von deren Netzproblemen zu befreien. So bekommt man den Fuß, nach meiner Meinung, auf die richtige Weise zwischen die Tür. Danach kann sich alles mögliche ergeben. Aber geht bitte nicht davon aus, dass es so klappt nach der Art und Weise: „Hallo ich bin vom Freifunk und ihr müsst jetzt den kostenfreien Freifunkrouter mit eurer bereits total überlasteten Leitung verbinden. Und wenn ihr das nicht macht, dann komme ich mit der Presse wieder.“ Hilfe

Bei Ablehnung bleibt fast nur Richtfunk per Schüssel, oder Flyer wo offene Netze sind. Zeit haben die Flüchtlinge und wenn sie mal raus kommen sind sie sicher auch mal froh und bekommen kein Lagerkoller. In vielen Orten ist heute auch noch kaum Internet Speed vorhanden. Die Telekom interessiert das auch nicht obwohl es ja Piont 2 Point Technik für Schaltkästen gibt um die Datenrate zu verbessern.

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