Freifunk Router als client in bestehendes WLAN einklinken

Wie müsste man einen gluon Router umkonfigurieren um die zu erreichen?

Ich würde gerne mit meinen Handy tethering aktivierten und einem mobilen Router darüber mit einem uplink versorgen.

Das funktioniert so nicht, da der WiFi-Chip nicht gleichzeitig Client- und AP-Mode kann.
Wenn man das machen will, benötigt man einen Router mit USB-Port, wo man dann einen zusätzlichen WiFi-Stick verbindet.

Ein Router wie ein Mr3020 dürfte funktionieren, Oder? Für diesen gibt es auch die Freifunk Firmware Würde die FF Firmware direkt mit den UMTS Stick laufen?

  • Ist der Lan Port nutzbar im Mr3020 um einen Wr841 mit Internet zu versorgen?
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In die 4 MB Flash des MR3020 und MR3040 bekommst du die notwendigen USB Treiben zusammen mit den Freifunk Bestandteilen der OpenWRT Firmware nicht rauf. Mit diesem Modell in der 16 MB Flash Version sollte das aber machbar sein.

Die WiFi-Chips in den TP-Link Geräten (zumindest die ath9k-basierten) können sehr wohl AP und STA gleichzeitig. Habe selbst einen Node so per WiFi-Uplink produktiv angebunden, und das demletzt noch mit einem Ubiquitu-Gerät gemacht.
Edit: Die Kanäle des Uplink-WLAN müssen natürlich mit denen von Freifunk übereinstimmen.

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Heißt das, ich musste in meinem Android Handy den WLAN Kanal fürs tethering, wie in Kiel, auch auf Kanal 11 stellen? Wenn ja, wie geht das?

Wie hast du das konfiguriert? Wenn du die nötigen Änderungen hier postest, wäre super.

Kann ich machen.
Bin jedoch noch unterwegs und komme vermutlich erst morgen dazu.
Das ganze ist jedoch nicht Update-sicher!

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Ich würde es schlicht nicht tun, selbst wenn es technisch mit einigen Geräten „etwas“ ginge.
Besser „back2back“ noch einen WR3020 als AP-Client mitnehmen plus ein 10cm Lankabel dazu.
Und dann alles per USB versorgen.

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Man könnte ja mal schauen, ob nicht USB-Tethering funktioniert.
Hätte den Vorteil, daß dabei das Smartphone geladen würde, und man benötigt keinerlei Zusatzhardware (außer einen Router mit USB-Port)

Gute Idee, dazu: Internetuplink - warum nur per Ethernet ? - #17 von wtfzn

Und hier steht alles, was man dazu benötigt.
Einzige Voraussetzung ist, daß die kernel-Module mit der Firmware gebaut werden…

Wir haben das im hackint#gluon nochmal ausgiebig besprochen:

athk9 Router können sehr wohl mehr als zwei Modes, sogar alle sieben Modes gleichzeitig.

Das Hauptproblem ist dass das WLAN in welches er sich verbindet auf dem gleichen Channel laufen müsste wie das gesamte Freifunk Netzwerk, weil die WLAN-Chips in den Routern nur eine Frequenz auf einmal können.
Ein anderes Problem ist, ist dass viele andere Gluonfeatures dann nicht mehr gehen (privates LAN, bridging mit LAN Ports, usw…) und das den Configmode nur unnötig komplex machen würde.

Langsamer ist es außerdem auch noch, der Uplink via WLAN verbraucht Airtime. Spätestens wenn das Uplink-WLAN schlechtes Signal hat bremst’s weil WLAN ein shared Medium ist und nur eine bestimmte Gesammtbandbreite für alle zur Verfügung steht, also alles, was über den WIFI-Uplink soll verbraucht die doppelte Bandbreite: einmal per WLAN zum Freifunkrouter und noch einmal per WLAN zum Uplink.

Hypothetisch:
Das einzige was noch rein theoretisch möglich wäre um auf mehreren Kanälen zu senden, wäre eine Software zu bauen, die den Kanalwechsel mit einer art multiplex löst, also immer schnell den Kanal wechselt, also abwechselnd auf dem einen und dem anderen.
Ob man das will ist die andere Frage.

Fazit:

Wenn das Uplink-WLAN auf dem selben Kanal sendet, dann könnte das machen.
Man kann so ein Setup also gerne selbst bauen. Nur Gluon selber wird das auf absehbare Zeit nicht von sich aus beigebracht bekommen. Die Probleme, die bleiben sind nicht so wichtig, als dass die Community dafür auch noch Support machen sollte.

Es gibt Situationen, in denen ist Kabel keine Option (z.B. Campingplatz). Da ist es am einfachsten den Uplink dann über einen zweiten Router zu realisieren (auch um im Kanal unabhängig zu werden und ev. Richtfunk zu nutzen, abweichend von dem vorzuziehenden Rundstrahler für das Client Netz).

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Das möchte man auf gar keine Fälle. Unterschiedliche Geräte in Reichweite sprechen sich auch wenn sie unterschiedlichen Netzen angehören ab wer wann sendet.

Durch den laufenden Kanal wechsle kann das nicht mehr funktionieren, dadurch würden die Geräte häufig zeitgleich senden. Dies führt zu einer großen Menge an Paketen die mehrfach gesendet werden müssen.

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Das funktioniert etwa so gut wie zwei Fernsehsendungen gleichzeitig gucken.
Es soll Leute geben, die behaupten, das zu können.
Aber man verpasst garantiert etwas.

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Danke für die Zusammenfassung. Quitessenz, und das spricht an sich auch gegen das „Privates WLAN“-Feature, ist, daß durch die Nutzung eines WLAN-Uplinks sich die Airtime dramatisch verringert. Darunter leiden dann alle Freifunk-Nutzer in Funkreichweite, das ist eher unschön.

Befindet man sich im Kanalraster (1/5/9/13) und hat Freifunk z. B. auf 9[+] sowie den WLAN-Uplink auf z. B. 5[-]/1[+], wäre, wie schon vorgeschlagen, ein 3020 oder (weil deutlich günstiger) ein HooToo TripMate Nano als WiFi-to-LAN-Bridge eine passable Lösung. Beide Funkbereiche beeinträchtigen sich nicht gegenseitig, als Notnagel wäre das also praktikabel.

Es wäre trotzdem noch schön zu wissen, wie man einen Router umkonfigurieren müsste um dies zu erreichen. Mir ist klar, dass dies keine sinnvolle Konfiguration ist, aber es kann doch hier und da mal kurzfristig eine einfache Lösung sein.

Im Moment sitze ich gerade im Urlaub und habe 3 Router dabei. 3 Häuser weiter ist jemand, der mir sein WLAN key geben würde (aber ich möchte den nicht belasten damit gleich einen Router bei sich anzuschliessen), da waere es am einfachsten, wenn ich einfach einen Bateriebetriebenen Router in den Schuppen nebenan hänge und einen in unser Nachbarhaus um so über 2 Knoten Freifunk zu uns leite.

Ich bräuchte also nur eine Anleitung, die einfacher zu verstehen ist als dies hier:

Also eine einfache Anleitung, wie man einen Gluon Router für den Schuppen konfigurieren müsste, in der Art wie diese hier die aber anscheinend falsch sein soll???

Die einfache Anleitung lautet:
Stock-OpenWRT draufflashen, als AP-Client konfigurieren.
Dann an den Lan-Port den Freifunk-Router mit dem WAN hängen.

Ja, Du brauchst zwei Geräte. Aber es lohnt sich wirklich. Wirklich!
Denn das von Dir gewünschte Szenario („alles mit einem Router“) funktioniert nur bei „Monster-Pegel“ wenn alles auf einem Schreibtisch steht.

Und da jetzt das Argument kommen wird „aber Batterie“: Ja, das ist halt so. Übrigens brauch ein 3020/3040 nicht weniger als ein 841er. Der 841er funkt nur besser. Und zum Thema „Diode/USB-Powerbank“ hat’s ja schon einen Nachbarhread.

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