Freifunk Router im heise-Shop

Hallo zusammen,

nach mehr als zwei Jahren ist es jetzt endlich so weit, der OR750i ist endlich im heise-Shop verfügbar: [Joy-IT OR750i: Freifunk- & OpenWrt-Dual-Band-Router]

Wie angekündigt, hat er keine vorinstallierte Firmware und nur das Bootloader-Webinterface incl. DHCP-Server, das die Installation eines Freifunk-Abbildes sehr einfach macht.

Die Corona-Pandemie hat diesen Weg, zusätzlich zu den Schwierigkeiten, denen man begegnet, wenn man ein eigenes Produkt auf den Markt bringen will, nochmal holpriger gemacht: Wir haben vorerst rund 500 Stück; leider wird es das bis etwa Januar 2022 auch erst einmal gewesen sein, da der Chipmangel auch diesen Bereich betrifft, die Lieferzeiten lang sind und wir wahrscheinlich für die nächste Charge mehr zahlen müssen. Vorbestellungen sind jedoch möglich, sobald der Shop nach dem Ausverkauf den Modus gewechselt hat.

Uns ist klar, dass man für diesen Preis Router mit besserer Hardware bekommt, aber der OR750i ist auch erst einmal ein Experiment, das man nicht mit den riesigen Stückzahlen der großen Hersteller vergleichen kann. Wir hoffen, dass das Gerät euch gefällt und sich so gut verkauft, dass wir darauf aufbauend einen besseren Router zu einem besseren Preis auf den Markt bringen können. Natürlich wieder ohne vorinstallierte Firmware und mit einfachem Webinterface zur Installation.

Wenn ihr einige der OR750i haben möchtet, kauft sie zeitnah. Ich werde voraussichtlich nächste Woche bei heise online etwas ausführlicher über das Gerät und den Weg zum Verkaufsstart berichten. Wir gehen davon aus, dass die Router dann schnell ausverkauft sind.

Mein großer Dank gilt CodeFetch (Vincent), der das Projekt mit mir ins Leben gerufen und sich endlose Stunden für die Softwareentwicklung um die Ohren gehauen hat. Außerdem Simac, die sich um den Import kümmern, die Haftung übernehmen und ihre Marke zur Verfügung stellen sowie Mark vom heise-Shop, der super offen für die Idee war (und ist). Vielen Dank auch an alle Tester:innen, die uns Feedback zum Router gegeben und damit die Entwicklung unterstützt haben. Bitte meldet euch gerne wieder bei mir, wenn ihr Fehler findet oder Wünsche habt.

OpenWrt-Unterstützung ist in Arbeit und kommt wohl mit 21.02:

[ath79: add support for Joy-IT JT-OR750i by CodeFetch · Pull Request #4293 · openwrt/openwrt · GitHub]

OpenWrt-Testimages auf Basis von CodeFetches Patch:

[GitHub - ct-Open-Source/or750i-openwrt]

Bei Fragen einfach fragen. (amo@ct.de)

Gruß

Andrijan (gepostet über Bernd)

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Zum Gerät:

Das finde ich auch problematisch; selbst wenn man »nur« über einen Internetzugang <= 100 MBit/sec verfügt, ggf. möchte man den Switch für das interne LAN nutzen, und das tendiert heute doch eher gen 1000 bis 5000 MBit/sec.

Falsch. GBit per Kabel ist Realität und auch günstiger als VDSL — was bei 250 MBit/sec peakt:

Screenshot 2021-07-24 at 03-05-45 FRITZ Box 6660 Cable

2021 Hardware zu empfehlen, die ihre nützliche Zeit schon hinter sich hat, wird nicht jede Community mitmachen.

Das Projekt an sich finde ich toll, aber die Hardware in 2021 einfach nicht mehr zeitgemäß.

Ich bin nicht annähernd tief genug im Thema, aber es liest sich wirklich nicht nach »OpenWrt-Unterstützung […] kommt wohl mit 21.02« — 21.02 ist bei RC3, und der OR750i kommt gerade auf den Markt. Und soll vorzugsweise eine andere WiFi-Firmware nutzen als der Rest von 21.02?

Die mehr als 2 Jahre zwischen den ersten Testmustern (die unter obskuren Influencer-NDA-Konditionen verteilt wurden) und der Artikel-Verkaufslistung lässt mich vermuten:

  1. Inverkehrbringung von Import-Wifi-Gerätschaften (RoHS, WEEE, RED, DoC etc) ist ein von vielen Marktneulingen unterschätzter Hindernisparcour.
  2. Das Gerät wegen dieser obskuren Verschwiegenheits-Thematik nicht in OpenWRT zumindest als PR eingebracht zu haben rächt sich jetzt.

Als „neues Gerät“ ist es unter dem vermutlich angestrebten „stable long term“ Aspekt schlicht 2-3 Jahre hinter der Realität.

Das war nicht das Problem, sondern, dass OpenWrt keine Geräte unterstützt, die nicht auf dem Markt sind. Außerdem war nicht absehbar, ob sich etwas im Vergleich zu den Testgeräten an der Hardware/Clock-Konfiguration ändert. Die finale Version des Routers hat z.B. die Status-LED vertauscht (Rot und Grün) und läuft mit einem 50% höheren CPU-Takt und 100% höheren RAM-Takt. Letzteres ist aber durch ein Bootloader-Update erreichbar:

Ich hätte auch nicht gedacht, dass das so nervenaufreibend werden würde. Persönlich hat mich das alles sehr gestresst.

Naja… Was den Preis angeht, stimme ich dir da vollkommen zu. Das Gerät sollte 10€ günstiger sein, aber das war wohl bei den Stückzahlen nicht zu machen. Für eine neuere CPU (IPQ40xx) hatte ich mich auch ausgesprochen, aber das wäre 1. nicht mit konkurrenzfähigen Preisen zu machen (ca. 80€) und 2. für kleine Läden wie Friseursalons auch vom Stromverbrauch her potentiell überdimensioniert. Mit WireGuard macht das Gerät 35 MBit/s. Das reicht für die meisten Fälle.

Die Gründe, dass wir uns dafür eingesetzt haben, waren der FCC-Firmware-Lockdown, der leider auch europäische Geräte indirekt betrifft und zunehmendes Versionschaos. Wir haben z.B. immer noch Schwierigkeiten für die Flüchtlingsunterkünfte Händler zu finden, die bereit sind, eine bestimmte Hardware-Version zu garantieren. Bei dem OR750i entfällt das Problem.

Was den Long-Term-Aspekt angeht: Der Routermarkt hat sich segmentiert. Es gibt teure, stromfressende Geräte mit dicken CPUs für die Regionen mit schnellem Internet und für den Rest geht es in Richtung Billig-Router mit Mediateks. Würde der OR750i nur 30€ kosten, denke ich würde man sich eher dafür entscheiden als einen Mediatek, aber da habe ich leider keinen Einfluss. Ich habe meine Einwände genannt, aber sie können wohl nichts am Preis machen.

Bei OpenWrt wurde aus für mich unverständlichen Gründen einfach alles von offizieller Firmware auf die Candelatech-Firmware (die übrigens kein Mesh beherrscht) umgestellt. Mir wurde berichtet, dass die Candelatech-Firmware bei den QCA9887-Chips (alle Geräte sind betroffen) häufiger mal crasht und das Modul neustartet, wodurch sich Clients disconnecten. Ben Greear, der Chef von Candelatech hat selbst gesagt, dass es bei einigen Chips sinnvoller sein kann, die offizielle Firmware zu benutzen. Also das Problem, was ich hier anspreche, hat mit dem Router selbst nicht viel zu tun, sondern betrifft generisch einige Chips. Wieso überhaupt alles auf Candelatech umgestellt wurde, ist mir sowieso ein Rätsel, denn dass OpenWrt nativ kein Mesh mehr mit ath10k-Chips beherrscht finde ich einen Rückschritt und das einzige damals sinnvolle Argument für mich war, dass für 64MB-Geräte eine Speicheroptimierung enthalten war, die jetzt aber sowieso hinfällig wurde, da 64MB-Dualband-Geräte selbst damit nicht mehr richtig funktionieren und auch nicht mehr offiziell im nächsten Release unterstützt werden.

Edit: Falls nicht sowieso schon bekannt: Gluon benutzt die offizielle Firmware und wählt die Candelatech-Firmware explizit ab.

Ich finde das Projekt an sich interessant, ich denke jedoch nicht dass das Gerät bei uns (FFMUC) gekauft werden wird. Wir bestellen im Moment im großen Stil Fritzbox 4040 (diese gibt es oft für unter 40 Euro) oder bauen direkt mit Offloadern und Stockfirmware. Wäre das Gerät Outdoorfähig gäbe es bei uns sicher einige Interessenten.

Der OR750i sieht für mich aber nicht nach einem Gerät aus, dass man in Flüchtlingsunterkünfte stellen würde, oder?

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Decken-APs haben meist ziemlich schlechte Antennen und man kann damit nicht vernünftig eine Etage abdecken. Mit einem OR750i mit aktivem PoE-Adapter an der Wand funktioniert das wesentlich besser.

Ich weiß nicht ob dass da das Gerät meiner Wahl wäre mit so wenig Durchsatz :/. Nicht böse nehmen, aber wir gehen da mittlerweile auf UBNT only.

Wieso? 80-100 Mbit/s kriegt man da doch durch. Was habt ihr denn für Ansprüche?
Pro Flüchtlingsunterkunft haben wir 8 APs, die sich einen 100 Mbit/s-Anschluss teilen. Die UBNT Indoor-Geräte reichen nicht aus, um eine Etage abzudecken. Wir bräuchten da also 16 Stück. Gebraucht kaufen geht auch nicht. Also kostet das nur ein Viertel mit den OR750i.

Außerdem wieso sollte ich böse sein? Es ist eure Sache, was ihr an Hardware benutzt, aber wir wollen Einsteigern keine stromfressenden Geräte für 80€ empfehlen, wenn sie sowieso nur 50 Mbit/s-Anschlüsse haben. Gebraucht zu kaufen ist ja für die meisten Kenner und Bastler normal, aber das ist ein Zeitaufwand, die Angebote zu finden. Die Freifunker schnappen die Schnäppchen schon weg. Davon abgesehen brauchen Geschäfte eine ordentliche Rechnung.

Die Realität ist doch, dass immer noch nicht mehr als 50 Mbit/s aus den Telefonkabeln kommen. Also wieso sprecht ihr hier von veralteter Hardware? Die Anforderungen haben sich nicht geändert. Eher das Gegenteil… Dank WireGuard haben wir den möglichen Durchsatz mehr als verdoppelt. In meinen Augen ist das schon ein bisschen Spezi-Mentalität, dass man nen IPQ-Quad-Core-Prozessor auf das Problem wirft und entspricht nicht den Anforderungen vom Friseurladen-Besitzer (Günstig, unauffällig, stromsparend, mit Rechnung und leicht einzurichten).

https://www.bmvi.de/DE/Themen/Digitales/Breitbandausbau/Breitbandatlas-Karte/start.html

wasn das für Realität? Ich bleib in meiner :wink:

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Selbst LAN-mesh auf 100TX drückt den Clientdurchsatz auf unter 70MBit/s netto, man muss bei den phys den Overhead (oder andere Ineffizienzen) immer mitrechnen. Daher empfehle ich auch für einen 100er-Anschluss inzwischen Geräte mit Gigabit-Lan.

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700 Mbit/s über DSL? Deine Realität ist ja echt beeindruckend.

Leider ist in unserem Netzwerk aktuell ein wichtiger Server in der Wartung. Sonst würde ich dir gerne beweisen, dass 80 Mbit/s zwischen Mesh-on-LAN und Mesh-on-WAN mit VXLAN und Batman auf einem WR841 in den Flüchtlingsunterkünften durchaus möglich ist.

Aber ganz ehrlich… Ich habe hier keine Lust mir weiter euer Bashing anzuhören. Macht es besser. Dreht dem Friseurladen mit 50er-Anschluss ruhig Geräte an, die doppelt so viel kosten und doppelt so viel Strom verbrauchen. Ist eure Entscheidung. Und redet euch ruhig ein, dass eure Community die Kapazitäten aufbringen kann, um die Gigabit-Peaks bei „ohne Verschlüsselung“ problemlos zu leisten und dass Freifunk ohne Verschlüsselung gleichwertig ist.

Ich habe sowieso keine Lust mehr auf diese toxische Echokammer zu der das Forum verkommen ist.

Natürlich ist vieles anderes Feedback hier valide, wenn auch teilweise Kontrovers.

Was ich hierzu noch ziemlich nett fände: Ihr habt auf GitHub die pre-images. Habt Ihr auch daran gedacht, ein Wiki (sei es semi-kuratiert mit MarkDown in einem Repo oder ein GH Wiki) anzulegen? Ich finde zu dem ganzen Umgang mit dem Gerät relativ wenig Dokumentation abseits der vier Bullet-Points im PR. Wenn ein Artikel dazu kommt wären ein paar bebilderte Schritte, welche auch von den Lesern verbessert und ergänzt werden können.

Das hat meiner Erfahrung mit den fritz-tools den Aufwand von ~ einem Wochenende gut gerechtfertigt. Ich würde nur nicht noch einmal den multilanguage-stack von dort verwenden :wink:

Der Reaktion nach zu ordnen, werden eure Hauptabnehmer weniger die Freifunk Communities selbst sein, sondern Personen, welche vielleicht zum ersten mal mit dem ganzen Themenkomplex in Berührung kommen. (Mein Eindruck kann hier FIlterblasen bedingt auch täuschen).

Ich fände es interessant, wenn der Artikel auch beschreibt, welche Komponenten das Gerätes Open-Source und welche auf binären blobs basieren und was die Nachteile von letzterem konkret sind. Beim wireless-Firmware thema ist dieses Beispiel schließlich auch relativ konkret zu sehen.

Sofern Ihr Chancen für eine zweite Iteration eines solchen Produktes seht, wäre sicherlich auch Feedback zum Produkt an sich bspw. über einen Issue Tracker toll. Wir selbst haben auch ein Gerät vor zwei Jahren erhalten, aber aufgrund der Geheimniskrämerei wurde auch zwischen den Communities wenig darüber gesprochen, was sicherlich auch die Lust am Gerät getrübt hat. Vermutlich gab es dafür gute Gründe, aber wenn jetzt die öffentliche Phase beginnt, würde ich das an eurer Stelle als Chance nutzen.

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root@gw-bfe01:~# speedtest --server 30906
Retrieving speedtest.net configuration...
Testing from Versatel Deutschland (92.666.666.666)...
Retrieving speedtest.net server list...
Retrieving information for the selected server...
Hosted by Deutsche Telekom (Dusseldorf) [126.18 km]: 32.021 ms
Testing download speed................................................................................
Download: 106.33 Mbit/s
Testing upload speed......................................................................................................
Upload: 40.57 Mbit/s

100 MBit/sec sind Realität bei VDSL2 in Deutschland. Und der OR750i könnte nicht einmal diesen Anschluß voll auslasten — wenn auch nur um 6 MBit/sec.

Ich finde die Diskussion um die Geschwindigkeit etwas akademisch.
Mein DSL Anschluss mit ner 4040 dran hat 50 Mbps und ich habe vorne zur Strasse und hinten zum Spielplatz 2 zusätzliche Router hängen mit täglich um die 10-15 Clients. Trotzdem habe ich nur alle paar Wochen mal kurzfristig ne Spitze von über 40 Mbps. Auch in stark besuchten Cafes in Hannover sieht man im Schnitt eher so 5-10 Mbps und in der Spitze mal 30 Mbps durchrauschen. Um ne 100er Leitung dicht zu blasen müsste man schon an einem stark frequentierten öffentlichen Platz oder bei einer Veranstaltung Freifunk anbieten und dafür nehme ich dann keine Consumer Geräte sondern semi-professionelle Geräte wie Ubiquiti. Also warum dieses Bestehen auf Maximalleistung? Ich halte das Gerät von der Hardware her für seinen beabsichtigten Verwendungszweck als gut geeignet und wenn volle Unterstüzung kommt und überall Sofware verfügbar ist auch für die benutzerfreundlichste Lösung für Einsteiger. Ich kaufe mir doch auch kein Auto mit 300 PS wenn ich damit nur zum Bäcker fahren will, auch wenn ich damit theoretisch auf der Autobahn 250 fahren kann. Entspannt euch doch mal. :wink:

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Die Positionierung des Routers als „idealen Einstiegsrouter, aber mit Langzeitsupport“
(Zumal als Doppelposting in zwei verschiedenen Threads) mag durchaus für eine etwas voreingenommene Stimmung gesorgt haben, angesichts des fehlenden Gluon- oder überhaupt OpenWRT-Supports in Releases.

Ich halte die Idee eines solchen Routers (und des Angebots) für wirklich gut und unterstützenswert.

Und wenn dieses nun der „erste Aufschlag“ war, der

  1. etwas länger als gehofft gebraucht hat
  2. noch nicht die wirklich tollen Specs und
  3. vom Preispunkt kein Knüller ist.

Kann ja besser werden mit dem nächsten Modell!

Zumal die Sache mit dem Preis eben auch immer im Kontext „Langzeit stabile Hardware/Beschaffbarkeit“ gesehen werden muss und eben Aufpreis wert ist.

Wobei der Punkt „es gibt nur 500 Stück und in jeder Charge ändern siche die LED-Zuordnungen, und die CPU ist schneller“ (so wie ich es aus dem PR verstanden habe) klingt jetzt eher nach 841er-Revisions-Dingen zwischen V10/11, wo eigentlich auch nur immer die GPIOs umsortiert und die CPU etwas fixer gemacht wurde, was dann natürlich neue image-Varianten brauchte.
Will sagen: Um das mit der LTS-Platform mit Leben zu füllen fehlt derzeit noch die Beurteilungsgrundlage.

Da Projekt an sich ist, auch aufgrund der Hintergründe – »der FCC-Firmware-Lockdown, der leider auch europäische Geräte indirekt betrifft« – begrüßenswert. Vor zwei Jahren hätte mich das 100-MBit/sec-Netzwerk wohl noch weniger gestört, aber heute ist es einfach ein Nadelöhr. Und ich habe mich ziemlich geärgert, daß ich bei einer R6120-Aktion zugeschlagen habe, ohne vorher zu realisieren, daß auch der nur über 100 MBit/sec-Ethernet verfügt, also die rechnerischen 1200 MBit/sec auf beiden Bändern nie wird nutzen können.

Ja, Energieeffizienz ist wichtig — aber ob eine 4040 gerade in einem Friseursalon, in Relation zu anderen Verbrauchern dort, ›überdimensioniert‹ ist? Klar, wenn dort nur ein 16/1-Anschluß, oder noch schlimmer, geschaltet ist, kann man die 841 dort versauern lassen — wobei bei 841 und Co. auch die Nutzerzahl ein Kriterium bei der Nutzerfahrung ist.

Da bin ich bei @awlnx, 4040 einkaufen und gut. Oder halt Ubiquiti/Mikrotik & Stock-FW — Meshing auf einem Kanal in Innenräumen halte ich heute für … keine kluge Idee.

Letztlich habe ich ja das identische Problem beim OR750i zu erwarten:

Irgendwo habe ich noch meinen 842, damals als besser ausgestattetes FF-Basisgerät ins Auge gefaßt — und bis zur Empfehlung schon nicht mehr kaufbar.

Aber der Friseurladenbesitzer hier möchte die Quadratur des Kreises: Null Einmalkosten (und erst recht Null laufende Kosten), 300 MBit/sec-WLAN-Abdeckung des gesamten Ladens bei Aufstellung in der hintersten Ecke und/oder im Stromkasten und auch bei 12 Nutzern störungsfreies YouTube-HD-Streaming für jeden Nutzer an seinem 6 MBit/sec-Anschluß.

Lies: vielleicht sind Deine Ladenlokalunternehmer anders drauf als meine, stromsparend war hier eher kein Thema, und einrichten läßt man sich das Gerät vorzugweise … Aber das ist irgendwie alles müßig.

Ich würde von den Akteuren lieber wissen, mit welchem zeitlichen Vorlauf Ihr denn rechnet für eine potentielle Neuauflage mit aktualisierter Hardware?

Weil ggf. der OR750i Teil einer Funkstrecke wäre, die eine Kabelverbindung ersetzen soll (weil Kabelverlegung nicht opportun). Ich bekomme 500+ MBit/sec über die Funkstrecke, werde dann aber durch das 100-MBit/sec-Ethernet eingebremst.

Die Zeiten, daß ich mit einem bunten Strauß an WLAN-Routern durch die Lande zog, sind schon länger vorbei; Einstieg: 4020; generell: 4040, Outdoor: UAP-M. (AVM primär, weil einfach kaufbar.)

Nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich :slight_smile: Aber wenn Du den OR750i einzig als FF-Gerät verstehst, dann reden wir klar aneinander vorbei. Gluon ist für mich nur ein Sonderfall von OpenWrt (und ja, es gibt Freifunk ohne Gluon — anderes Thema :wink:), und wenn ich den OR750i mit OpenWrt im Hausnetz einsetzen wollte, würde ich 90% der Außenanbindung nicht nutzen können. Das ist schlicht kein guter Deal.

Oder, um in Deinem Bild zu bleiben: Ich kaufe mir doch keinen Smart fortwo, um beim skandinavischen Möbelhändler ein Bett und einen Schreibtisch zu kaufen und nach Hause zu transportieren. (Ja, ich bin seit 20 Jahren Kombi-Fahrer :smile:)

Aber wenn ich mal das „es ist explizit ein Freifunk-Gerät“ als gesetzt sehe (und entsprechend auch die 100TX-Ports als OKish akzeptiere):
Ein „als FF-Router konzeptiertes Gerät“ sollte Tripple-Radio (3 x Wifi-Interfaces) haben, also z.B. zwei getrennte 2.4GHz-Radios, damit man das Client-Netz vom (Long-Distance) Mesh trennen kann. (oder meinetwegen 1x2.4+2x5GHz, auch wenn das ein weiteres Fass aufzumachen drohen würde)

Gluon unterstützt mehr als zwei Radios und das würde helfen, das Wifimesh auch bei aktiven Clients am VPN-Router schnell zu halten. (Und auch keine 2.4G-only-Clients auszusperren, weil man den AP auf 5GHz beschränkt.)

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Ja, das ist ein lange gehegter Wunsch, der gerade für das Meshing zielführend wäre. Wobei auch dann FastEthernet ein Flaschenhals wäre, mindestens für WAN wäre ein GBit-Interface zweckmäßig (ob man dann LAN oder WAN da drauf legt, ist ja eher eine Softwareeinstellung). 2x 2,4 GHz, 1x 5 GHz, wobei ich mich da gerade frage: wenn der OR750i ohne Firmware ausgeliefert wird und 5 GHz unterstützt, wie sieht es denn dann mit der Zertifizierung bzgl. DFS und so aus?