Freifunk und Kindersicherung

Heute hatte ich Gespräch mit meiner Schwester:
LAN und WLAN für meinen Neffen wird um 22:30 an der Fritzbox abgeschaltet. Nun hat sich meinen Schwester gewundert, warum sich mein Neffe einen WLAN-USB-Stick für seinen PC geholt hat…
Während sie so am erzählen war, musste ich grinsen: Gar nicht mal so doof der Kerl :smiley:

Mittlerweile ist der USB-Stick „beschlagnahmt“ und die Systemsteuerung per Richtlinie gesperrt.

Welche Möglichkeiten gibt es da, dieses zu verhindern? Eher gar keine, oder? :slight_smile:

Was tut denn Vodafone, um zu verhindern, dass dein Neffe nicht jederzeit ins Internet käme?

Hier nur ein Schlechtes netz liefern :slight_smile:

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Können wir ja auch mal machen. Um die Kinder vor dem bösen Internet zu schützen. </ironie>

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Zumindest unter Windows gibt es auch noch die Möglichkeit, bestimmte WLAN SSIDs pauschal zu blocken. Eine Suche nach „Windows Wlan Blacklist“ führt da zu einigen Anleitungen, wie das eingerichtet werden kann. Allerdings läuft das auch alles darauf hinaus, deinem Neffen gewisse Admin-Rechte über den Rechner zu entziehen, sonst könnte er es ja wieder rückgängig machen.

An sonsten, wenn er sich nicht an die aufgestellten Regeln halten will, gibts immer noch die Möglichkeit, es wie meine Eltern zu handhaben: Im Schlafzimmer gibts kein technisches Spielzeug, der PC muss dann halt wo anders stehen.

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Ich weiß ja nicht um welches Alter es sich handelt, aber Medienkompetenz ist auch eine Lösung.

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Als ob die Kids noch nix von Live Linux per USB Stick oder DVD gehört hätten. Verbote mit Software Tricks durchzusetzen bringen nix. Wenn dann wirklich nur die entsprechenden Geräte Arbeitsunfähig machen oder beim Handy z.B. wird es über Nacht im Wohnzimmer aufgeladen und nicht im Kinderzimmer.

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die meisten Router haben auch eine Möglichkeit.

Aber die Verantwortung liegt klar bei den Eltern. Wenn sie zulassen, dass ihr Kücken ein Handy oder Surfstick unter dem Bett versteckt, dann ist das primär und ausschlißlich deren Sache.

Abschalten von FF ist ja eh offensichtlich wirkungslos, und wieder gilt die alte Regel: Verbote (nicht nur von Eltern) sind sinnlos, wenn deren Einhaltung nicht kontrolliert und ggf. die Nichteinhaltung sanktioniert wird

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Wie läuft das eigentlich außerhalb von Deutschland? Da sind ja mangels Störerhaftung offene Funknetze mit Internet dran deutlich häufiger anzutreffen.
Letztendlich ist das Abschalten des eigenen WLAN Routers ja nur deshalb effektiv, da man in Deutschland ja davon ausgehen kann, dass alle ihr WLAN vernageln.
Wie lösen es die Eltern in anderen Ländern wo diese Grundannahme nicht zutreffend ist?

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Ich vermute mal, daß man dort, sehr viel stärker als hier, frühzeitig die Medienkompetenz der Kinder fördert.

Dazu passt dieser Artikel:

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Hier bitte einen Kommentar über German Angst hinzudenken

Es ist immer ein Problem, wenn etwas neues kommt, denke ich. Immer die Angst, dass man eine Büchse der Pandora öffnet, und am Ende die Zahnpasta nicht mehr in die Tube zurück kommt. Bei der Ausbreitung des Internet im Allgemeinen haben die meisten schon resigniert, aber zumindest den drahtlosen Zugang kann man noch unterdrücken.

Wäre das einfach alles zusammen gewachsen hätten wir das Problem vermutlich nicht. Dann hätte man nicht gegen eine zentrale Initiative wettern können, es gäbe evtl ein paar Feuilleton-Artikel, wie nett es wäre, wenn jeder Privatmensch aus Jugenschutzgründen („Denkt doch bitte an die Kinder“) sein Netz zunagelt, niemand hätte es gemacht, und man hätte ebenso resigniert und sich mit Kindersicherungen beholfen, oder sogar gemerkt, dass die Kinder doch nicht auf Schmuddelseiten rumsurfen. Jedenfalls nicht mehr als vorher…

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12 ist er. Erinnert mich ein wenig an mich in dem alter. Damals waren es aber C64, Akustikkoppler und ‚Dubiose‘ Mailboxen. Das Problem ist halt, das er nichts für die Schule macht und nur in irgendwelchen Online-Games rumhängt.

Ich habe mir ihn jetzt mal zur Brust genommen und auf den Seiten der örtlichen „Förderschule“ gezeigt, wo man am ende landet, wenn man das Internet und seine Online-Freunde dem lernen vorzieht. Ich hoffe, dass das gefruchtet hat.

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Naja, wenn der Neffe sich ein Rootkit installiert oder den Rechner vom USB-Stick startet und die Systempartition mounted, dann wird er in der Registry diese Richtlinie wieder zu entfernen. Oder sich selbst eine weiteren Benutzer mit Administratorechten anzulegen.

Wenn er seine Zeit mit Online-Spielen verbringt wird er höchstwahrscheinlich nicht dazu in der Lage sein,

ansonsten BIOS-Einstellungen mit einem Passwort versehen (nur nicht vergessen!)

Das bringt nur was wenn du das Gehäuse auch mechanisch gegen öffnen sichern kannst. Sprich abschließen. Ansonsten ist der ClearCMOS Taster oder Jumper ganz schnell gefunden. Sollte es nen Gamerboard sein, dann sind solche Taster teilweise sogar auf dem ATX Anschlussfeld angebracht.

Naja Jungs…übertreibt es mal nicht. Ne Möglichkeit gibt es immer solange der Rechner im Zimmer steht. Selbst wenn ihr das Stromkabel, Tastatur & Maus konfisziert. Aber wer hat da schon jeden Tag Bock drauf?

er ist 12 und macht mehr Online-Spiele, als der Schule gut tut.
Das ist des Pudels Kern.
Wenn Eltern nicht verstehen, dass Verbot und Wegnehmen de Facto nichts verbessern, kann man nur Mitleid mit den Sprössling haben.

Aber FF ist dafür jedenfalls nicht zuständig, und wenn die Eltern den Schwarzen Peter auf FF schieben wollen, belegen sie damit nur ihr eigenes Unverständnis für die Belange ihres Kindes und was/wie richtige Hilfen für dessen Zukunft wäre.

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Naja, wenn er sich schon einen WLAN-Stick für den Rechner besorgt hat, dann wird er wohl auch nen Ersatz-Stromkabel bzw. Ersatz-Eingabegeräte besorgen. :wink: Ich weiß noch aus meiner eigenen Jugend wie kreativ man da wird. :smiley:

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Ich habe gerade etwas den Überblick verloren, was wir jetzt bezüglich Freifunk in diesem Thread diskutieren.

Mein Standpunkt zur Eingangsfrage (oder was ich dafür halte) lautet:
"Filtern und Verschlüsseln findet im Endgerät statt".

Wenn man sicher kommunizieren will, dann muss man im Engerät verschlüsseln.
Wenn man bestimmte Dienste einem Endgerät sperren möchte, dann muss man das in diesem Endgerät verriegeln.

Wenn also Schutzbefohlenen Server/Services blockiert werden sollen, dann ist es notwendig

a) Das Endgerät unter Kontrolle zu haben und zu behalten
b) in diesem Endgerät eine Filterung über eine Policy durchzuführen.

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