Jugendschutz und Freifunk - White- und Blacklisting von WiFi-Netzen unter verschiedenen Betriebssystemen

Hallo @dgoersch,

klingt nach einer guten Erziehungspolitik.

Aber ein kleiner Hinweis an dieser Stelle:

Wenn er den Privatmodus seines Browsers startet, wird erst gar kein Verlauf angelegt.

Grüße
MPW

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Ist mir bekannt, aber das würde bei Kontrollen auch irgendwann auffallen, schließlich kennen wir ja die Zeiten, wann er so am PC sitzt. Wäre da zuwenig Aktivität würden wir mißtrauisch werden und noch würde er bei einer Nachfrage sofort einknicken :wink:

Im Moment würde ich übrigens viel lieber YouTube (insb. Let’s plays) und Minecraft als irgendwelche Pornoseiten verbieten… :wink:

Das kann ich gut nachvollziehen. Hab früher auch so viel Computer gezockt, dass es meine Eltern kirre gemacht hat.

Solange die schulischen Leistungen darunter nicht leiden, habe ich da auch kein Problem mit. Als es auf dem Elternsprechtag hieß, dass er in den letzten Wochen müde und anteilslos wirkte, gab’s erstmal abends Computerverbot.

Zur Zeit sind ja Ferien und ab Samstag ist er eh erstmal mit den Pfadfindern in Dänemark, da ist es uns fast egal. Wobei ich heute Nacht um 2 dann doch mal lauter geworden bin, als ich durch sein Skypen beim Zocken wach geworden bin. Mein Wecker geht nämlich um 5 und er wird von meiner Frau erst spätestens gegen Mittag aus dem Bett gekegelt…

Ab Montag drei Wochen Urlaub, davon zwei mit Kind weg im Pfadfinderlager… Yay :wink:

Ich habe hier ein viel größeres Problem als das meine Grundschulkinder hier freies W-LAN haben. Hier empfange ich ein WLAN auf Kanal 10- (!) und es stört somit mich und andere die nur auf Kanal 1+ oder 13- senden, so etwas ist ganz schlimm aber leider kann ich daran nichts ändern weil wenn er auf Kanal 10- senden will er es darf :frowning:

Ich hab 9 Beiträge in ein vorhandenes Thema verschoben: Umgang mit verschiedenen Meinungen im Forum

Sascha Lobo schreibt in seiner letzten Kolumne als Nebenbemerkung folgendes:

Der gefährlichste Mann Europas, David Cameron, steht kurz davor, faktisch WhatsApp und iMessage zu verbieten sowie insgesamt Privatnachrichten, die die Bezeichnung „privat“ auch verdienen. Das dazugehörige Zitat des britischen Premierministers lautet:

"Wollen wir in unserem Land Kommunikationsmittel zwischen Menschen erlauben, die wir [als Staat] nicht lesen können? Meine Antwort auf diese Frage ist: Nein, wir dürfen das auf keinen Fall erlauben." 

Das ist ein Zitat, das Stalin nicht totalitärer hätte formulieren können. Ich empfinde diese Aussage als Katastrophe, als Aufkündigung ungefähr jeden Wertes, den ich mit einem demokratischen Europa verbinde: die Abschaffung nicht nur der Privat- sondern auch der Intimsphäre, die Abschaffung einer freien, also unüberwachten Presse, die Abschaffung der Meinungsfreiheit, die es nur geben kann, wenn man sich nicht vom Staat allüberwacht fühlen muss.

Mich wundert, dass ein sich demokratisch nennender Staatschef in Europa so etwas sagen kann, ohne von anderen Staatschefs harsch zurechtgewiesen zu werden. Es ist ja nicht so, als seien harsche Zurechtweisungen unter europäischen Staatschefs gerade diplomatisch undenkbar

Mir fällt bei den Beiträgen zur Zensur/Abschaltung von Freifunk neben den sicherlich nachdenkenswerten Überlegungungen in wie weit man als Freifunker nicht nur technisch Verantwortlicher ist, eins besonders auf: die Grundschwingung bei Staat UND Gesellschaft ist längst gegen freie Netze und Privat- und Intimsphäre.

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…leider scheint es bei der Gesellschaft nicht ein „Dagegen“ sondern eher ein „mir doch egal“ zu sein. Vor allem bei der Haltung zur Privat- und Intimsphäre!

Auch auf die Gefahr hin, wieder ins Jugendschutz-Thema abzudriften:
Dennoch sind MAC-Adressen oftmals leicht änderbar. Dass das nur Spezialisten können, ist schlicht falsch. Jeder 14-Jährige mit genug Motivation und Zugang zu Google kann in 5 min lernen, wie er die MAC Adresse auf seinem Laptop ändern kann. Und glaub mir, die Motivation ist da, damals in der Schule haben wir auch sehr schnell rausbekommen, dass man auf den Schulrechnern mit Web-Proxies und portablen Tor-Browsern auf USB Sticks auch Facebook wieder erreichen kann.

Auf Android und iOS ist das Ändern der MAC-Adresse ein wenig komplizierter, aber für einen Jugendlichen ohne großes Einkommen bieten Jailbreak und Root-Zugriff ja noch weitere Vorteile.

Wenn MAC-Filter das einzige Mittel sind, das Eltern zur Kontrolle ihrer Kinder anwenden, werden diese leicht Möglichkeiten finden, diese zu umgehen.

Umgekehrt besteht das Problem, wenn das Gerät mit der gesperrten MAC-Adresse den Besitzer wechselt. Heben die Eltern die Sperre nicht auf, kann dieses Gerät nicht ins Freifunk-Netz und der neue Besitzer wundert sich, warum das nicht funktioniert.

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Wie gesagt, daher wird die Liste veröffentlicht. Wenn sie synchronisiert werden muss, lässt sich das ohnehin nicht verhindern.

Dass die Hürde nicht hoch ist, ist klar. Aber was anderes können wir nicht anbieten. Und auf Smartphones ist es definitiv deutlich schwieriger als auf Laptops. Aber Laptops haben die Eltern vermutlich besser unter Kontrolle.

Umleiten verstößt in dem Fall nicht gegen das PPA weil es im Auftrag des Eigentümers geschied.

Eine Umleitung auf eine Infoseite ist auch wichtig, weist du wie viel Zeit bei der Fehlersuche drauf geht wenn du dich mit deinem gerade gekauften Gerät nicht ins Freifunk verbinden kannst?

Auch sollte jeder der sich ins Freifunk verbindet nicht einfach ein nicht funktionierendes Netz haben sondern darüber informiert werden das sein Gerät vom Besitzer gesperrt wurde und das es jede volljährige Person auf dem Freifunktreffen entsperren kann.

Wer jetzt sagt da könnte einfach ein Freund die entsperrung vornehmen: Diese Person kauft dem Kind dann sicher auch Zigaretten, Alkohol und Pornohefte am Kiosk …

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Ich wage mal zu behaupten, dass ein Jailbreak nicht viel schwieriger ist, als den Kopierschutz eines modernen Computerspiels auszuhebeln, und über solche Sachen haben wir ins schon vor Jahren auf dem Schulhof ausgetauscht.
Und wenn die Eltern glauben, dass ein MAC-Filter eine effektive Möglichkeit sei, den Internetzugang ihrer Kinder zu kontrollieren, dann bezweifel ich, dass sie den Laptop ihrers Kindes unter Kontrolle haben.

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Das stimme ich dir zu, Tobias. Manchmal reicht aber schon der gute Wille, um Verstimmungen abzubauen ;).

Dass das nicht wirklich effektiv ist, hatte ich mehrfach schon gepostet.

Wenn es nicht funktioniert, braucht man aber auch keine Ressourcen dafür einzusetzen. Denn wenn das Kind es schafft es zu umgehen, dann stehen die Eltern wieder wütend vor der Tür, da der Filter, für den sie 2€ gezahlt haben, nicht funktioniert :wink:

Dann besser gleich den Eltern erklären, wie sie effektiv die Internetnutzung ihrer Kinder kontrollieren können. Man kann sich als Community auch zusammen setzen und eine Sammlung von hilfreicher Lektüre/Tipps&Tricks zu dem Thema erstellen, auf die man die Eltern als eines Betreibers eines Knotens hinweisen kann.

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Ein Jailbreak hebelt Jugendschutzeinstellungen auf dem Gerät genauso aus. Daher sind die Lösungen gleichwertig.

Mit dem Macblocker zeigen wir aber gleichzeitig guten Willen.

Naja da denke ich übertreibst du ein bisschen Tobias. Leute die sich damit auskennen wirds immer geben aber das sind auch die Minderheit. Auch rootet nicht jeder sein Gerät. Garantie und so. Es kommt natürlich immer drauf an in welchen Kreisen man sich bewegt. Ich denke ein Computerforum ist da nicht wirklich repräsentativ. Und zumindest zeigt es den guten Willen wie schon gesagt wurde um den Kritikern damit etwas Wind aus den Segeln zu nehmen. Mehr ist halt nicht möglich. Accounts Wiedersprechen ja eindeutig der Grundidee. Zumindest hast du mit einem Mac Filter Schonmal etwas getan. Und du hast auch etwas was du den Leuten anbieten kannst. Das ist besser als gar nichts.

Leute die daran Spaß haben könnten sowas ja auch mal testen da wo es besorgte Eltern gab und dann guckt man wie so die Resonanz ist

Shuffeln die iMopeds ihre MACs nicht automatisch?
Imho ist es auch nur eine Frage der Zeit, bis die Androiden das auch von Haus aus können. MAC Filter waren schon vor 15 Jahren eine dumme Idee.

Und wozu gibts die tolle Wurzel sonst

Ich denke eher, dass du die Kinder unterschätzt. Bei uns in der Schule wusste z.B. jeder, wie man die Webfilter der Schulrechner umgehen kann. Meiner Meinung nach gibt es auch keinen besseren Weg, Kindern etwas über Webblockaden beizubringen, als einfach mal ein paar Sachen zu sperren. Die finden dann schon von selbst raus, wie man das wieder umgehen kann.

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Meines Wissens nach machen die das nur, wenn sie nach WLANs in der Nähe suchen, zum Verbinden nutzen sie aber immer dieselbe MAC Adresse.

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