Kiefernstraße ins Freifunk Netz vermaschen

Die Kiefernstraße ist eine ehemalige besetzte Straße im Stadtteil Flingern. Die Bewohner_innen versuchen den Erhalt der Häuser zu erhalten. Wir haben den Wunsch flächendeckend die Kiefern ins Frefunk Netz zu integrieren.
Das ist natürlich eine Herausforderung auf verschiedennen Ebenen.

  • Bewohner_innen von der Idee zu überzeugen.
  • strategisch zu überlegen, wieviele Nodes benötigen wir?
  • Welche Hardware stellen wir wie auf bzw. verwenden wir?
  • Können wir mit Richtantennen eine größere, schnellere Abdeckung der Kiefern erreichen?
  • Wollen wir für den Ausbau Gelder beantragen. Wenn ja, wo und wie?

Anregungen zu Beantragung von Geldern und Diskussionen würden uns freuen.
Wie bauen wir am besten auf der Kiefern das Netz auf, ohne unbedingt im jeden Haus einen node aufstellen zu müssen? Anregen zu dieser Fragestellung sind uns willkommenn!
Wie können wir mit geringen Kosten den größmöglichen Nutzen erzielen (Gelder beantragen, Hardwarekomponenten mit beserer Reichweite,…) Diskutiert mit uns.

Ich freue mich auf Feedback :wink:

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Nabend Nomaster,
super Idee mit der Karte.
Beim nächsten Treffen im Oktober kann ich leider nicht kommen.
So wie es aussieht, werden sich einige an den Projekt Kiefernstraße beiteiligen.
Wäre schon, wenn ich im Vorfeld schon einiges abgeklärt habe, wenn wir uns mit einigen Freifunker_innen aus Ddorf treffen, um zu überlegen, welche Möglichkeiten wir für die Kiefern haben. Ich habe sehr große Hoffnung, dass wir die komplette Kiefern integriert bekommen. :wink:

Ich freue mich, wenn du uns zu einem Treffen einlädst. Wenn du Fragen oder Ideen hast, dann poste doch hier oder wir sehen uns im Chaosdorf. Nächstes Mal gebe ich auch gerne eine Führung. Ping mich einfach an!

So groß ist die Herausforderung ja nicht, wenn sich zumindest ein halbes Dutzend Leute finden, die mitziehen, und dabei auch einen Fensterplatz (an der Scheibe) für einen der 17€-Routerchen übrig haben.

Falls ihr Anregungen braucht: Wie soetwas gehen kann zeigen doch die BewohnerInnen vom Niemandsland.

(Hint: Für eine Richtantennen-Installation oder eine „Nanostation 2“ kann man ganz schön viele WR841N kaufen…)

Falls es überhaupt am Internet (also einem Uplink) mangeln sollte, ihr könnte ja mal schauen, ob ihr ab nächstem Wochende die Nadeshda aus der Mindener Straße „hören“ könnt, da kommt noch ein „oben“ dazu.

@nomaster, ja ich auch.
Ich habe grundsätzlich eine Frage zu den Super Nodes. Sind für Düsseldorf die 4, die aktuell installiert sind, nur vorgesehen? Würde es Sinn machen zu überlegen, diese zu erweitern und den Standort Kiefern anzupeilen. Welche Hardware steckt dahinter und wie hoch sind die Kosten? Was meinst du mit anpingen ) :wink: Ich bin aufjedenfall beim Treffen im November wieder dabei und freu mich auf die Führung :wink:

Hi @adorfer, die Herausforderung erscheint erst einmal nicht groß. Es gibt schon einige, die einen Uplink von ihrem Interzugang zur Verfügung stellen wollen. Aber das ist nicht die Herausforderung.
Ich frage mich, ob es immer notwendig sein soll, so viele Nodes aufzustellen, wenn die Chance besteht eine ganze Straße zu vermaschen, wo anliegende auch von profitieren könnten. Oder ob es andre Lösungen gibt. Wie weniger Hardware. Gelder beantragen, usw. Da könnte dann die Community auch von profitieren. Ich bin für jede Anregung dankbar. Denn die Kiefern ist gar nicht so klein und einen Bauwagenplatz haben wir auch. Ich werde von unserem Treffen berichten. Cool, dass die Mindener der Freifunk Community beitritt :wink:

Der Vorteil des von „Batman“ genutzten Konzepts liegt darin, dass es eben gerade keine „generalstabsmäßige“ Planung braucht.
Man muss also nicht vor dem ersten Spatenstich eine Routerhierachie planen, Links in Konfigurationsdateien schreiben und wenn’s hinterher nicht reicht alles mühsam wieder umbauen.
Das geht ja mehr oder minder alles automatisch. Und wenn’s nicht reicht, dann setzt man mehr Nodes, mehr Internet-Uplinks und mehr Supernodes dazu, je nachdem wo es klemmt.

Sprich:

Klein anfangen!

Nicht auf die oder den mit dem Masterplan warten!
Einen Router kaufen, Firmware drauf, hinstellen. Wenn’s geht mit den Antennen ins Fenster, dann haben die PassantInnen auch was davon. Einfach machen!

Und wenn dann jemand sagt „Super Sache, aber mein Computer/Handy bekommt das nur mit einem Balken“: Soll sie oder er auch die 20 Euro zusammenkratzen und einen Router als Node ins Fenster stellen (oder wo immer es hilft). Zum einen kann das Ding dann auch an Stellen stehen wo man vielleicht mit dem Endgerät nicht ständig „hocken“ möchte, zum anderen sind die langen Router-Antennen deutlich besser als jede in Laptop-Display oder Handy verbaute Antenne, allein weil sie eben „abstehen“ können und nicht anliegen an anderem Blech.

Damit vergrößert sich dann der Kreis der erreichbaren BewohnerInnen, Stück für Stück, Router für Router.

Das Schöne ist, dass so „diejenigen mit DSL“ die anderen mitnutzen lassen können, ohne dass die Keule der AbmahnanwältInnen (Störerhaftung…) droht. Das ist dann wirklich „Teilen ohne Reue“.

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Hi @adorfer, danke, dass du mir so ausgiebig schreibst. Wir haben schon den ersten Node. Da wir eine ehemalige besetzte Starße sind, wollen wir unsere Straße so weit wie möglich vermaschen. d.h. dass wir einige Nodes aufstellen werden, da wir vorne und hinten heraus die Verbindung schaffen wollen. Ich danke dir schon einmal für deine Anregegungen. :wink:

Ja, den Node im K9 habe ich auf der Karte schon erblickt, und es gibt wohl auch Leute, die ihn Nutzen. Zumindest gibt’s blaue Punkte drumherum :wink:

Wichtig (und sinnvoll) wird die Vermaschung ja vor allem, wenn es mal zu Schwierigkeiten um einen Internetanschluss (Verrechnung „intern“ oder schlicht das „überhaupt zahlen können“ zum Provider) kommt.
Wenn dann alle alle Endgeräte sowieso im Freifunk hängen, dann hat einer der Nodes eben keinen direkten Uplink mehr, sondern es geht „über die anderen“ zum Supernode. Vollautomatisch.
Und ehrlich gesagt lässt sich so sicher auch der eine oder andere Festnetzanschluss/Internetvertrag komplett einsparen. Zumal „4 Verträge mit 16MBit/s“ immer teurer sind als „ein einzelner Vertrag mit 100MBit/s“. Und selbst wenn da dann 5 Leute dranhängen, haben alle noch mehr davon, selbst wenn sie 24h/Tag surfen würden. Meist verteilt sich das aber…

Ich bin gestern nochmal mit dem Handy durch die Fichtenstraße (das ist wahrlich keines mit überragenden WLAN-Eigenschaften) und habe zumindest an dem „Snackpoint“ eine funktionsfähige („nutzbare“) Verbindung bekommen zum Balkonkasten „nadeshda.org-vorn“, das sind rund 450m, allerdings freie Luftlinie. (A nach B)

Wenn man jetzt wirklich einen Kiefern-Link schlagen wollte, dann wäre es
a) nur auf Sichtverbindung, also etwa bei den Häusern bei „C“ möglich.
b) würde man um zumindest (einfache, billige) Richtantennen an dafür dedizierten Routern herumkommen.

Sprich: schätzungsweise 50€ Materialauffwand pro Seite.
Technisch würde es dank der VPN-Uplinks keinen Sinn ergeben, politisch wäre es aber wünschenswert.
Es wäre ein Beispiel, dass es möglich ist, „ohne das Internet“ mehrere Communities auch in der Stadt zusammenzumeshen.
Aber es steht (und fällt)mit einem zugänglichen Balkon/Dachboden als Gegenstelle am Nordende der Kiefern…

Zwei Nanostation M2 loco sehen sich schon verdammt weit für den Preis… :wink:

Bitte denkt bei der Planung dran, dass das Mesh ohne Uplink nicht zu tief werden darf, da sonst die Bandbreite fürchterlich bis unnutzbar einbricht.

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Bei einer Nanosation würde man auch sinnvollerweise die 5GHz-Variante wählen, oder? (=100€ pro Ende)

Wenn man als Standort den Dachboden des ZAKK gewinnen könnte (oder Obergeschossfenster vorn und eines hinten), dann wäre das Problem auch gelöst.

(Und was die Vermaschungstiefe betrifft: Bin ich vollkommen bei Dir. Ohne viele „krummen Haken nach oben“ wird das nicht so benutzbar, wie $USER sich das heute wünscht. Ziel „auf der Fahne“ sollte trotzdem das Mesh sein. Denn ansonsten wäre Freifunk nur ein „Open-VPNtunnel-Verein mit Hardware-Ecke“…)

5 GHz ist nicht unbedingt besser. Siehe dazu auch das Video mit der Einführung in WLAN-Funktechnik.

Ja, Mesh ist toll, keine Frage, bin ich vollkommen auf Deiner Seite.

Aber, da wir aus Gründen der Performance weder 802.11s noch tcprelay einführen können, und aus Gründen der automatischen Skalierung ohne manuelle Planung und Einrichtung adhoc zum Meshen benutzen, ist die Mesh-Tiefe derzeit noch leider konstruktionsbedingt der begrenzende Faktor.

Ich glaube, wir sind technisch einer Meinung.
Nur die Außendarstellung („die Werbung“) macht es sich zumindest für bestimmte Zielgruppen schöner, wenn man zumindest behaupten kann, dass man theoretisch „Internet ohne kommerzielle Provider“ machen kann.

hallo alle zusammen, wir hatten heute unser 1. Treffen auf der Kiefernstraße. Wir werden zu erst versuchen die Vorder seite der Kiefern zu vermaschen. In den nächsten paar Wochen werden wir 4 weitere Nodes aufstellen. 3 Nodes mit uplink 1 Node ohne. Wir wollen Gelder bei der Bezirksvertretung beantragen. Haben hier schon welche von euch mit der Beantragung von Gelder Erfahrung gemacht? wenn ja, gibt es eine Möglichkeit, dass ich von dieser Erfahrung partizipieren kann.
Sollten wir Gelder bekommen, wollen wir zeitnah weiter Nodes für die Vorderseite anschaffen, sowie Nanostation loc M2 für hinten heraus. Vielleicht erwischen wir dann auch die Nodes vom Zakk :wink: Wir wollen, sobald die Kiefern vermascht ist auch Schilder aufstellen, die über Freifunk informieren. Also vieles geplant und einige haben echt Lust das Projekt nach vorne zu treiben. Danke für alle eure Anmerkunken, nur wieter so :wink:

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Mag ich etwas übersehen haben, aber bislang habe ich beim Zakk noch kein Freifunk gesehen.
Ich könnte mir jedoch vorstellen, dass die aufgeschlossen dafür wären.
Zumindest sollte man da sobald in Kiefern „nach hinten raus“ was hängt auch mal vorstellig werden.

Nur damit ihr mal seht, wie die 3 Billigrouterchen bei der Nadeshda in den Mindener Straße aussehen.
Mir ist klar dass das evtl. gar nicht lange hält, also erstmal nur ein Testbalon.
Wobei ich natürlich bei dem unterm Dach zuversichtlich bin, weil’s da bis auf viel Staub keine Probleme gibt dank frischer Sanierung. Also trocken und auch gar nicht heiß bei Sonne.

Unterm Dach (der erstaunlich wenig reisst… obwohl die Isolation keine Alufolie enthält) der „ganzoben“
http://ffmap.freifunk-rheinland.net/graph.html#e8:94:f6:4f:b4:fc
Bekommt seinen Spannung und Lan in einem gemeinsamen Kabel. Die 9V werden in der Emsa-Dose per kleinem Spannungsreglermodul hergestellt aus den 24V Speisepannung (oder was oben davon noch ankommt nach 25m Kabelweg). Schwarz lackiert nur weil ich die Teerfarbe (Auto-Unterboden-Reparatur) halt zufällig noch hatte.
Der steht auf zwei zusammengeklebten Original-Pappkartons mit etwas Gerümpel als Stabilitätsballast drin.

Der „obeND“ vorm Fenster im 3.OG, nur mit Strom versorgt.
http://ffmap.freifunk-rheinland.net/graph.html#e8:94:f6:78:d9:3c
Hier ist die Farbe wirklich nicht ideal bei Sonne. Ach ja, das was da gegen das Kondenswasser mit drinliegt ist wirklich das wonach es aussieht. Die einzelnen Dosen habe ich vor dem Verschliessen bis kurz vor „geht nicht mehr sicher zu“ mit Luftpolsterfolie vollgestopft, damit die Teile darin nicht auf Wanderschaft gehen, wenn in der Mittagssonne der Heisskleber weich wird. (Nächste Versionen werde ich aber gleich mit Silikon machen, ich weiss ja jetzt, dass es prinzipiell so funktioniert)



Der Balkonkasten-Router „-vorn“: http://ffmap.freifunk-rheinland.net/graph.html#e8:94:f6:4f:b5:c2
Das war das erste „Werk“ dieser Heisskleberorgie und der ist mir wirklich peinlich…



Der liegt wirklich im Blumenkasten. Dem gebe ich nicht lang. Aber halt ein Versuch. Der liefert die erstaunlichste Reichweite. Die Antennen sind jeweils ihrer Hüllen beraubt in den unteren langen Kanten der Dosen eingeklebt. In den Innenseiten der Deckel „obendrauf“ habe ich Alufolie geklebt, die befindet sich damit ca. 4cm von den Antennen entfernt und sorgen dafür, dass vielleicht etwas mehr von der HF-Leistung „in die Gegend“ gehen und nicht ins Gebäude.
Nicht dass ich vor den Wellen irgendwelche Angst hätte, aber drinnen habe ich ja mehr als genug Netz, die Leute draussen sollen was davon haben.

Aber zurück zum Thema
@Inge : Wenn Ihr bei der Installation Hilfe annehmt, dann sagt Bescheid. Falls irgendein Vermieter oder Behörde Bedenken haben sollte, ich habe zwar kein Gewerbe, aber rein formal habe ich mich in grauen Vorzeiten für Antennenbau mal qualifiziert, zumindest gab es dafür einen Gesellenbrief…

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Hallo @adorfer, dein Experimetierfeld sieht sehr gut aus. Danke, dass du uns auch deine Hilfe anbietest. Wir haben bei uns einen Funker mit im Team, der sich richtig gut mit Antennen auskennt. Wie schon geschrieben, wollen wir zuerst ein paar Punkte auf der Kiefern anbinden. Wir wollen auch versuchen Kohle bei der Stadt zu bekommen und nach hinten raus, eher die Outdoor Variante nehmen. Das Zaak hatte zum Strassenfest 2 Nodes geschaltet gehabt. Zur Zeit sind die aber aus. Wir wollen uns natürlich mit Ihnen auch in Verbindung setzen und haben dies auch auf unserer Agenda. Danke, für deine Anregungen. Grüße Inge

HI @adorfer oder @nomaster, könnt ihr mir sagen, wie ich an die Aufkleber für freifunk komme. Merci :wink: