Nun funkt es auch an der Bergstraße

Fassen wir zusammen: Freifunk Bergstraße splittet sich von Freifunk Rhein-Neckar ab, aber wollen nicht mit uns darüber reden. Obwohl sie auf einem Gebiet aktiv werden wollen, das wir schon durch Knoten und Community abdecken und wir schauen müssten, wie wir den Split konkret durchführen, damit wir nicht gegeneinander funken. Unsere Gesprächsangebote, die immer noch bestehen, werden ignoriert. Stattdessen bekomme ich vom offiziellen Ansprechpartner für FFBS zu hören, dass man nun legitim nicht mehr mit mir reden muss, weil ich diesen Text mitgeschrieben und unterzeichnet habe. Weil wir schreiben, welche Vision wir bei der Gründung haben, ist es legitim nicht mehr mit uns zu reden? Da fällt mir nur ein: »Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe«. Diese angebliche Gesprächsangebote, die nun zurückgezogen wurden: An wen ging diese Mail? Uns ist keine bekannt! Und das alles garniert mit einer indirekten Beleidigung, meine Texte würden seinen IQ beleidigen?

FFBS möchte ein Gebiet mit Freifunk versorgen, das wir bereits abdecken. Um doppelte Arbeit und Verwirrung zu vermeiden müssen wir miteinander reden, wie wir das lösen. Das sind keine Gebietsansprüche, sondern konkrete Dinge, die man bei einem Split klären muss. Wir wollen ja (immer noch!) reden, aber ihr seht ja, wie es die ganze Zeit läuft … :disappointed:

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Es ist ein Split, ein Split zieht Fragen nach sich. Niemand möchte diese Fragen konkret mit uns klären und mit uns reden. Das hat nichts mit Gebietsschutz sondern mit Abwicklung des Splits zu tun. Ich hätte verstehen können, wenn sie Freifunk Heppenheim absplitten wollen, aber es muss ja gleich die ganze Bergstraße sein. Da nirgends Netzprobleme auftauchen, außer in Heppenheim, ist das auch ein lokales Problem. Ich kann hier nur nochmal auf unsere detaillierte Analyse zu Heppenheim verweisen.

Außer in Heppenheim läuft unser Netz auch performant, wir haben auch keine DHCP-Probleme oder ähnliches. Statt einem großen VM-Hypervisor mit mehreren Gateways setzen wir zB mehrere V-Server als Gateways bei unterschiedlichen Hostern ein. Auch leiten wir den Traffic von unseren Gateways direkt ins Netz und nicht über ausländische VPNs. Aber die Technik ist hier aktuell halt nicht das Problem…

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habt ihr aus einem bestimmten grund l2tp gegenüber anderen vpn technologien vorgezogen?

sorry, wenn meine fragerei nervt…
mich interessiert die technik einfach.

wir können auch weiter per pn schreiben… dieser thread artet m.e. etwas aus…

dank&gruss

Ich halte wenig davon, aus jedem zweiten Thread einen „pro&contra L2TP“ zu machen. wahlweise einen technischen oder einen „netzpolitischen“.

Eine Community sollte sich, wenn sie Freifunk macht, an die Vorgaben des Berliner Fördervereins halten. Dazu gehört unter anderem die Einhaltung des PPA.
Und wenn man den Exit über den FFRL möchte, dann sollte man auch dessen Backbone-Policy einhalten (keine captive portals/Vorschaltseiten, kein Filtern von Diensten, SSID „Freifunk“?).

Umgekehrt ist die Wahl des VPN-Protokolls keine „Auflage“, die jemand extern machen sollte.
Zumindest sehe ich dafür keine Notwendigkeit.

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@adorfer
ich verstehe deinen beitrag nicht so ganz…
l2tp ist also ein politisches thema, welches von ffrl vorgegeben wird?

Nein, im Gegensatz zu anderen Themen wie PPA und keine Vorschaltseite, ist dies wie @adorfer schreibt keine Vorgabe.

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ja gut…
aber beantwortet ja meine frage von oben nicht…

gibt es eine technischen grund?
und ich habe keineswegs vor daraus eine pro&contra diskusion zu machen…

Benutz die Suchfunktion des Forums.

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Das ist ähnlch wie bei der Wahl des Radio-Kanals.
Und im Gegensatz zum HT-Mode ist das sogar noch vergleichsweise unpolitisch.

Beim Start jeder Community gibt es eine größere Anzahl von Entscheidungen, die es ziemlich rasch (über Nacht) zu treffen gilt. Das vermittelt dann für viele dann das Gefühl wie beim ersten Besuch beim Fastfood-Franchiser „Subways“ oder bei dem Kaffee-Aufbrüherei „Starbucks“. Nicht nur Informationsüberflutung, sondern Entscheidungsüberforderun.

Und vieles wird dabei dann auch „machen die anderen auch so“ übernommen. Einfach weil die Erfahrungen damit hinreichend gut zu sein scheinen. Oder weil die hinzugezogenen ExpertInnen schlicht meinen „wenn wir nochmal starten würden, dann würden wir diesmal…“

Das ist nicht verkehrt, so funktioniert Evolution.

vielleicht habe ich einfach die falsche frage gestellt…
sorry…

hier wurde von fastd auf l2tp gewechselt, hat mich halt interessiert…

war mir nicht klar, dass dieses l2tp thema ein „kompliziertes thema“ ist…
fastd erzeugt einfach mehr last auf den nodes und den gws <— alles klar ich habe es verstanden… hätte man aber auch antworten können…

Wenn Du die von @netminion vorgeschlagene Suchfunktion nicht nutzen möchtest, hier als besonderen Service:

Da würde ich auf konkrete Fragen (also Dinge, die da nicht schon hinreichend von anderen erläutert wurden) eingehen.

vielen lieben dank @adorfer, ich habe die suchfunktion benutzt…

Ich möchte dir auf die Frage auch nochmal antworten. Wir setzten bei FFRN aktuell noch nicht auf L2TP weil ein Migration Aufwand kostet und wir aktuell noch nicht die Zeit hatten zu migrieren. Mittelfristig und auf jeden Fall noch diese Jahr wollen auch wir auf L2TP wechseln, da hier eine bessere Performance zu erwarten ist.

Um nochmal auf den Rest des Themas einzugehen, es geht hier bei den Problemen schon langen nicht mehr um die Problem in Heppenheim. Einige sind da der Meinung das es am Netz liegt, wir sind der Meinung das unsere Analyse und die Fakten zeigen, dass es eher was anderes ist. Das ist ok, jeder darf seine Meinung haben.

Was mich persönlich, aber auch als Vorstand des FFRN e.V. stört, ist dass hier jegliche Versuche die Konflike durch Gespräche zu klären von Seiten FF Bergstraße geblockt und ignoriert werden. Klar steht es jedem frei eine Community zu gründen, auch ein Gebietsschutz gibt es nicht, aber wo komme wir hin, wenn wir in einem Projekt wie Freifunk nicht miteinander sprechen um Konflikte zu lösen. Seit Monaten versuche ich mit Markus die Differenzen zu klären, ohne Reaktion oder sogar mit Ablehnung von Gesprächen. Dabei gibt es dafür keinen Grund. Seit Wochen schwillt das Thema der Community Gründung vor sich hin, seit dem Eintrag ins ICVPN haben wir versucht Gespräche zu finden um Ursachen und Problem die dazu führten zu klären. Und dabei haben wir sogar drauf geachtet, dass Gesprächsangebote nicht nur von uns kamen die in das Problem direkt involviert waren, sondern auch von völlig unbeteiligten Personen aus dem Vorstand oder Verein. Aber auch hier gab es keine Reaktion und alle Angebote wurden ignoriert.

DAS ist es was wirklich schade ist. Denn wir sind uns noch immer sicher, das wir nur gemeinsam und wenn wir miteinander sprechen weiterkommen.

Daher hier auch nochmal persönlich, @marcus @DSHP wir würden uns sehr darüber freuen, wenn ihr mit uns über eine Lösung der Konflikte reden würdet. Ihr könnt uns gerne sagen, welche Anforderungen ihr an ein klärendes Gespräch habt wir gucken dann wie das möglich wird.

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Als Unbeteiligter (nach Heppenheim fahre ich nur, weil’s da Wälder zum Wandern hat. Und da gibt’s kein Freifunk, egal von wem) möchte ich festhalten, dass es jeder Gruppe freistehen sollte, eine Freifunk-Community zu gründen, wenn sie es organisatorisch, administrativ und schlicht „praktisch“ hinbekommt.
Dafür bedarf es weder Gesprächen mit Umliegenden Communities (mit dem Ziel einer „Eingiung“ über was auch immer), noch einem „plausiblen Grund“, eine Community zu gründen.
(Abgesehen davon, dass man halt Freifunk machen möchte, um in Eigenverantwortung ein Netz nach den Regeln des PPA zu bauen.)

Eine Listung einer Community im ICVPN ist kein Grund für eine Ursachenforschung und Problemanalyse.

Wenn ein solches Ansinnen an mich herangetragen würde, ich könnte mir vorstellen, dass „Ignorien“ die positivste Reakationsmöglichkeit wäre, die ich dem entgegenbringen könnte.

(Abgesehen davon finde ich es gut, dass das ICVPN sich -im Gegensatz zur Community-API- nicht beim Wechsel von Wiki zu Github zum selbsternannten Gatekeeper aufgeschwungen hat, so wie es z.B. @wusel befürchtet hatte, wenn ich mich recht erinnere.)

Guck mal @adorfer, wie du selbst sagst, du kommst nicht von hier und kennst daher die Situation nur so wie sie dir beschrieben wird. Das Thema ist komplex, das macht es nicht einfacher und ist daher um so polarisierter. Aber Fragen wir mal anders: Wie würdest du denn reagieren, wenn ohne ersichtlichen Grund, eine Community mitten dort entsteht wo du als Community schon seit Jahren aktiv bist. Ohne das jemand etwas davon wusste, ohne mit den Leuten zu sprechen die das direkt betrifft? (Vielleicht sogar, wenn dir von den Personen erst wenige Wochen vorher gesagt wurde, dass sie nicht vor haben eine Community zu gründen. Aber das ist eigentlich egal) Du sagst jetzt, dass wäre kein Grund nach Problemen zu suchen, aber ist nicht immer ein Problem die Ursache wenn sich Personen dazu entscheiden etwas nicht mehr mit der existierenden Gruppe zu machen? Würdest du dann nicht auch versuchen wollen mit den Leuten in Kontakt zu kommen, um herauszufinden was diese zu dazu bewegt hat und vielleicht sogar in diesen Gesprächen zu erfahren welche Probleme dazu geführt haben um die zu lösen und so vielleicht wieder zusammen zu finden?

Ich würde mir WP:RTL ins Gedächtnis rufen.

Abgesehen davon scheint es doch im Vorfeld zumindest hier im Forum mehrere
Diskussionen gegeben zu haben, die darauf schließen lassen, dass es unterschiedliche Ansichten gab technischen („Größe Broadastdomain“) wie organisatorischen („Wenige Uplinks für tiefe Wolken“), aber auch netzpolitischen Fragen.
Und auch die Diskussion um einen möglichen Domainsplit.

„Übereinkunft“ scheint mir jeweils gewesen zu sein, dass man unterschiedlicher Ansicht ist.
Da ist ein Split dann doch so sinnvoll wie eine gegelückte Scheidung. (Wenn es dann nicht in Stalking ausartet.)

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Naja, dann haben wir beide wohl unterschiedliche Ansichten von Konfliktlösungen. Das kann passieren. Denn ja, wir haben das hier diskutiert, auf unsere Verbesserungsvorschläge um das Problem zu lösen wurde damals aber nicht eingegangen. Es hieß immer nur „das Netz ist zu groß“ und Ende. Ich finde immer, so eine Lösung sollte man gemeinsam finden und sich beide Lösungen angucken. Hätte sich z.B. rausgestellt das unsere Vorschläge, die ja einfacher als ein Split zu testen wären, nicht den erwarteten Effekt zeigen, hätte nichts dagegen gesprochen für Heppenheim eine eigene Domäne auf zu ziehen.

Was den Konflinkt übrigens zu einen Konflikt mit Klärungsbedarf macht ist auch, dass aktuell große Hardware Installationen die wir über Spenden finanziert haben nutzlos werden oder sogar offline gehen. Das ist spenden-technisch ein sehr sehr kompliziertes Thema. Daher müssen wir miteinander sprechen.

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(Abgesehen davon finde ich es gut, dass das ICVPN sich -im Gegensatz zur Community-API- nicht beim Wechsel von Wiki zu Github zum selbsternannten Gatekeeper aufgeschwungen hat, so wie es z.B. @wusel https://forum.freifunk.net/users/wusel befürchtet hatte, wenn ich mich recht erinnere.)

Second that. Überwiegend sind es rein technische Nachfragen, die ein direktes Merging verzögern. (Disclaimer: ich bin Mit-Maintainer bei icvpn/icvpn-meta; aber i. d. R. sind die PRs schon gemerged, bevor ich sie überhaupt lese.) Mein ausdrücklicher Dank gilt den Kollegen, die diese Repos so toll am laufen halten!)

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Leider geht das Projekt auf ihrer Webseite überhaupt nicht darauf ein warum es sich Freifunk nennt. Aus den Postings hier und woanders sieht es so aus als ob der Hauptgrund das Betreiben von WLAN Zugangspunkten für Internet ist, anstatt das Betreiben einer freien Netz Infrastruktur. Zumal ja auch angedeutet wurde das die „Performance“ die User nicht glücklich gemacht hat. Es wäre in diesem Sinne dann Hilfreich, wenn man sich nur auf schnelles kostenloses Internet festgelegt hat, sich anders zu nennen und nicht Freifunk. Dann ist eine klare Abgrenzung mit der vorhandenen Community gegeben. So wie es in Flensburg geschehen ist. Hier gibt es ein Mesh Netzwerk welches nur den Zugang zum Internet im Focus hat und sich deshalb Fördefunk nennt und deren Knoten heißen Bojen. https://foerdefunk.de

Ich denke das wäre auch die gangbare Lösung für diese Bergstraßen Kollegen.

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@Freifunker, guck dir mal den Punkt hier an: Heppenheim - Eine Analyse - #4 von Matthias - Technik - Freifunk Rhein-Neckar Forum

Das Meschnetz lahmte, weil die Domäne vermutlich zu groß geworden ist. Daher hat man die Abspaltung gemacht. Die FFRN-Leute wollten den Weg nicht gehen.

Da geht es exakt um das Meschnetz, das war der primäre Grund.

Grüße
Matthias

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