RG-West JSON Daten unter Lizenz bzw. copyright?

Die Stadt Mülheim unterstützt die Freifunker seit letztem Sommer per Ratsbeschluss und fragt nun an, ob die JSON Daten aus http://map.rg-west.freifunk.ruhr/json/nodes.json lizenz- und copyrightfrei sind.

Sollte das der Fall sein, könnten diese Daten automatisiert in die (derzeit noch Mauerblümchen-) Hotspot-Seite bzw. Map übernommen werden: WLAN-Hotspots | Stadt Mülheim an der Ruhr

Danke für Feedback! :thumbsup:

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Lustig, wollte grade nen Thread zur Problematik eröffnen, weil ich grade an unserem Open-Data-Portal bastele und nicht weiß was ich als Lizenz nehmen darf.

Man sollte immerhin bedenken, dass die Daten von Dritten veröffentlicht werden, ohne darauf hingewiesen zu werden, dass die Daten beliebig weiter veröffentlich werden dürfen. Die Freifunk-Community ist insbesondere nicht wirklich Urheber der Daten.

Ob die Metadaten, Geodaten, Knotennamen jetzt allerdings ganz oder teilweise unter den Schutz des Urheberrechts fallen, darauf habe ich keine Antwort. Soweit ich weiß gibt es da nämlich Einschränkungen, Stichwort Schöpfungshöhe. Auch fakten-Datenbanken (vgl. Telefonbuch) haben da wohl Sonderregelungen.

Würde mich freuen, wenn jemand mit rechtlichem Hintergrund dazu was sagen kann. Ist sicher auch in deinem Sinne.

Müssen wir dann tatsächlich in den Installer der Firmware noch einen expliziten rechtlichen Hinweis einbauen, obwohl klar ersichtlich ist dass die eingegebenen Daten veröffentlicht werden?

Da ist die Antwort einfach: Sie fallen nicht unter das Urheberrecht.
Sondern -solange bis der Aggregator nichts anderes erklärt- unter das Datenbank-Schutzrecht.
Und seitens der aggregierten Daten eventuell(!) unter den allgemeine Persönlichkeitsschutz der Knotenbetreibenden, da -wie von Dir angesprochen- nicht klar ist, welche Zustimmungen/Einwilligungen von einzelnen bewusst gegeben wurden.
Da gibt es innerhalb unserer Communities sehr unterschiedliche, und nicht veröhnliche Standpunkte.

Ich würde sagen: Im Zweifelsfall -ohne OptIn- nichts weitergeben an „außerhalb Freifunk-Kontext“. So bedauerlich das auch sein mag.

Das copyright wird auch nicht der Knackpunkt sein, das sehe ich auch so. Aber wie sieht´s mit der JSON Lizenz aus?
Hier der konkrete Satz der Anfrage, die ich erhalten habe:

"Unklar ist aber, unter welcher Lizenz die Daten veröffentlicht werden. Nicht, dass

der automatische Abgleich zwar technisch möglich, aber am Ende ein Verstoß gegen

die entsprechende Lizenz wäre."

Jup, schon klar, aber derzeit haben wir da keine Regelung für.

Die Lizenz müssten ja wir festlegen, damit sich die Stadt entsprechend an die Lizenz halten kann.

Um jedoch, so wie Yayachicken schon schrieb, eine Lizenz zu bestimmen, müsste zunächst klar sein, welche Lizenz, auf Basis der derzeitigen Dateneingabe nebst dort befindlicher Veröffentlichungshinweise, wir tatsächlich auch festlegen können / dürfen / wollen / sollen.

Meine Erfahrung mit „Selbst gemachten Lizenzen“ sind nur sehr bedingt positiv.

Daher Vorschlag: Was nehmen, was sich woanders bewährt hat:

ODBL

Alternativ halt CC0, aus der Erkenntnis heraus, dass man sowieso praktisch nichts durchsetzen kann und sich damit allenfalls Feinde für’s Leben macht, wenn man es trotzdem versucht.
(Und mit der CC0 macht man sich Freunde, die man mit einer eher gängelnden FOSS-Style Lizenz wie der der ODBL gewinnen würde.)

Jetzt mal ehrlich die Daten haben doch nie und nimmer Schöpfungshöhe…

Eben.
Daher halt nur Copyright, sondern kein Urheberrecht. (Das treibt Leute in den Wahnsinn, die beide Begriffe für synonym halten.)
Aber natürlich gilt in der EU kein Copyright… aber Datenbankschutz… und Leistungsschutzrecht… (nur damit keine Glückseeligkeit aufkommt.)

Versteht mich nicht falsch, ich bin inzwischen CC0-Verfechter (oder meinetwegen noch BSD-alike), weil ich eingesehen habe, dass der FOSS-Ansatz von GFDL/GPL/AGPL allenfalls zu Magengeschwüren bei einem selbst führt.
(Ja, ich habe in einem frühren Leben fast wöchentlich Briefe mit Rechnungen für lizenwidrige Nutzung von GFDL-lizenzierten Lichtbildwerken verschickt. Blödes Hobby.)

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Müsste man das Problem mit dem Datenschutz nicht entschärfen können, wenn man die Emailadressen bzw. Kontaktdaten entfernt?

Und die Koordinaten!

Das macht dann wenig Sinn. Man könnte sie randomisieren?

Ich würde vorschlagen, in entsprechenden i18n-Texte des Setup-Modes etwas Entsprechendes mit hineinzuschreiben, als zusätzliche(!) Option für die Weitergabe was als klare Einverständniserklärung zu lesen ist. (so etwa „Folgende Daten werden im Netz zentral gesammelt und für POI-Karten / Standortdienste und andere Anwendungen an Dritte gemeinfrei überlassen. Ich bin damit einverstanden und ich bin berechtigt, diese Willenserklärung abzugeben. Wenn die Zustimmung nicht erteilt wird, erfolgt keine Weitergabe an Dritte außerhalb von Freifunk.“ (Zustimmen/Ablehnen) )

Müsste man dann nur noch die Altfälle handeln. Aber die würden dann entsprechend nicht das Flag per announced/alfred senden.