(T-)Hotspot als WAN für Freifunkknoten

Hallo zusammen,

hat schon mal jemand einen Freifunk Knoten an einem z.B. T-Hotspot betrieben? Ich meine damit den T-Hotspot als WAN verwendet. Ich habe überlegt, bei künftigen Freifunk Ständen in der City selbst Freifunk anzubieten. Soweit so gut. Sollte der Stand Strom haben und in der nähe ein Hotspot sein, egal welcher Art, wäre es doch sicher möglich den Freifunk Knoten über Wlan mittels einem zweiten z.B. Openwrt Router mit dem vorhandenen WLAN zu speisen. Weiterhin fände ich eine Config WAN per WLAN an einem Knoten selbst ganz interessant. Hat dazu ggf. schon jemand eine Config dokumentiert?

Schöne Grüße
Daniel

T-Hotspot AGBs haben bestimmt was dagegen, und die Außenwirkung, als „Schmarotzer“ an kommerziellen WLAN-Netzes angeschlossen zu sein, ist vielleicht auch nicht so toll. Aber primär scheitert’s an den AGB, garantiert.

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Ähm, ne. Dann haben wir glaube ich mehr Ärger am Hals, als uns lieb ist.

Wir dürfen ja jetzt schon keine gebrauchten Telefonzellen mehr kaufen. :wink:

Ich weise dich mal auf dieses Thema hin, da dort schon einiges zu Uplink via WLAN geschrieben wurde.

Grundsätzlich würde ich auch hier einen Uplink in der Nähe vorziehen. Also eine Geschäft oder ein Privatmann mit dem du meshen kannst. Ich denke ein stabiles Mesh mit mehreren Uplinks und ggf. einem CPE oder einer Nanostation ist technisch sinnvoller als von einem schon überlaufenen Hotspot abhängig zu sein.

Zu den Bedenken hinsichtlich der AGBs: Habt ihr die schriftliche Erlaubnis von der Telekom euren Knoten an eurem Internetanschluss zu betreiben? Laut AGBs müsste man sich die auch einholen :wink:

Tatsächlich finde ich in den T-Hotspot AGBs keinen Hinweis darauf, dass so etwas nicht erlaubt wäre. In diesem Sinne: Feuer frei. :wink: – Nein, Quatsch, ich denke, eigene Uplinks sind definitiv der bessere Weg.

Inwiefern ist ein Telekom-DSL-Anschluss eigentlich „eigener“ als ein Telekom-Hotspot? :stuck_out_tongue:

So wie ich es verstanden habe, geht es um einen temporären Aufbau, wo man mal für einen Tag den Telekom-Hotspot als Internettankstelle anzapfen möchte.

Größte Herausforderung wird sein, das Internet so auszuhandeln, dass man es servierfertig an den Freifunk-Router weiterleiten kann. Sprich, irgendein Geräte muss in der Lage sein die Anmeldeprozedur per Browser durchzuführen und dann nachher als WLAN-Bridge zu fungieren. Da müsste man schon einen Laptop dazustellen.

Naja, in dem Sinne, dass ich einen Vertrag mit meinem ISP habe, diesen Anschluss mit entsprechender Kapazität zur Verfügung zu stellen! Also habe ich (als Nodebetreiber) Planungssicherheit; Freifunk als ganzes natürlich nicht (denn ich könnte den Node ja wieder abbauen) …

Im Grunde gibt es ja zwei Situationen:

  1. es ist eh schon Uplink da – dann würde ich den eben nutzen
  2. es ist (außer T-Hotspot) gar kein Uplink da – dann würde ich mich ungern auf die T. als einzigen Uplink verlassen

… aber wenn wir völlig legal die Telekom zum unfreiwilligen Meshen bringen könnten, wäre das schon witzig. Aber leider ziemlich unwahrscheinlich, vermute ich. :wink:

Ja wir haben in Wuppertal temporär Freifunk über einen Magenta-Spot gefahren. Die größte Hürde war die MTU. Ich habe sie auf 1100 gerundet, einen OpenWrt-Client entsprechend eingerichtet, eine 1100-MTU-fastd-Instanz aufgebaut und damit stabilen Betrieb über mehrere Tage gewährleistet. Da es ein temporärer Aufbau war, kann ich Dir nicht sagen, ob Magenta was dagegen hatte. Ich glaube, wir hatten 2 Mbit down und 500 kbit up im Freifunk gehabt.

Genau so siehts aus und zur Verfügung steht ggf. ein WLAN Hotspot einer großen Firma. Die Erlaubnis würde sicher dann abgeklärt werden. In dem Fall würde ich einen Openwrt Router nehmen, der sich anmeldet und an diesen den Freifunk Knoten für den Stand dranhängen. Ob es eine Anmeldeprozedur per Browser gibt und wie man diese gelöst bekommen könnte, weiß ich allerdings noch nicht.

Ich sehe technisch kein Problem.

  • OpenWRT-Gerät (841…) anschalten.
  • Mit einem Rechner lokal einloggen (Webinterface, ssh, ist ja Geschmacksache, irgendwer wird bestimmt einen Glaubenskrieg draus machen wollen, vom PC, vom Ipad, vom Ubuntu, vom Android)
  • das OpenWRT als AP-Client in bestehendes Wlan einbuchen und auf die Lanports NAT laufen lassen.
  • sich durch den jeweilig notwendigen Anmeldevorgang durchhangeln mit dem Rechner (FB-Like, SMS, Daypass, UnsterblicheSeeleÜberschreiben, you name it…)
  • LAN vom OpenWRT auf WAN vom Gluon-FF-Router stecken
  • Gluon-Router anschalten.

P.S. ach ja doch: Je nach garstigkeit des Wlans, mit den Supernode-Betreibern der eigenen Community Kontakt aufnehmen, vielleicht zumindest einen Supernode auch auf Port 443 und Port 53 freizuschalten.
(Ja, ich kenne den Unterschied zwischen TCP und UDP. Aber offensichtlich nicht alle Firewall-Einrichtende. Oder wollen es nicht. oder was auch immer.)

[quote=„duese, post:1, topic:4492“]
hat schon mal jemand einen Freifunk Knoten an einem z.B. T-Hotspot betrieben?[/quote]

Ja.

Ich habe 3 TP-Link 3020 sowie einen MPR-A2 plus LTE-Sticks. 1 3020 verbindet sich automatisch mit einem T-Hotspot (ICE oder stationär), 1 3020 ist Freifunk-Knoten und 1 3020 baut per OpenVPN ein WLAN auf. Schnittstelle ist jeweils Ethernet …
Die Kombination Hotspot & OpenVPN nutze ich 2x die Woche im ICE, spaßeshalber habe ich auch mal Hotspot & Freifunk im ICE betrieben. Es geht, aber je nach Qualität des ICE-Hotspots ist insbesondere Freifunk mit der Grundlast problematisch.
Der MPR-A2 ist mein LTE/HSPA-Hotspot; ist das ICE-Netz zu schlecht, hänge ich den OpenVPN- oder Freifunk-3020 an den MPR-A2. Aber auch da macht Freifunk im ICE keinen Spaß, da die Abdeckung im ICE doch problematisch ist. OpenVPN hat da deutlich weniger Probleme :wink:

Was wir auch schon mal gemacht haben: LTE-Stick + Fritz!Box als Uplink für normalen 841er Freifunk-Knoten, um der lokalen Stadtbibliothek auszuhelfen (die städtische Marketing-GmbH, damals Veranstalter, sah sich angeblich nicht in der Lage, einen Internet-Zugang für den Nachmittag zu realisieren — einmal mit Profis).

Generell erschlage ich sowas mit Hardware: 1 Gerät holt Internet aus dem Äther, über Ethernet wird dann z. B. der Freifunk-Router angesprochen. Ist zwar nicht ganz so sexy wie eine All-in-One-Lösung, dafür ist’s ein Standardsetup ohne Frickeleien.

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Einen Freifunk-Router an gebridgten Netzwerkport von meinem Laptop zu hängen rannte leider nicht - Statusseite zeigt keine VPN-Verbindungen. Komisch.

Wie bekommt man denn den TP-Link 3020 mit dem ICE verbunden?
Man muss ja eine MAC-Adresse des zu nutzenden WLANs im 3020 eingeben, die im ICE wohl je Wagen anders ist.
Und: wie bekommt man gleich 3 Stück 3020 wie beschrieben zusammen? gibt ja nur jeweils einen LAN-Port, oder ist da noch ein Switch für to-go dabei?

Der erste 3020 verbindet sich mit SSID Telekom_ICE. Freischaltung per Laptop an Ethernet; Plan B wäre wget mit ssh für Anmeldung (Hotspot-Flat) zu installieren, war ich bislang zu faul zu. Sobald freigeschaltet, kommt 2. 3020 per Ethernet an 1. 3020 und gut ist. Der 2. ist entweder mein OpenVPN-AP oder ein Freifunk-Knoten. Statt 1. 3020 dann MPR-A2 außerhalb des ICE, oder wenn dessen WLAN mal wieder rottig ist.

Und wie geht das mit der Mac-Adresse des ICE-WLAN im 1. 3020?
Jedes mal manuell oder bekommt man es hin, das der jedes ‚Telekom_ICE‘ WLAN nimmt?

Hat er doch beschrieben. Er hat zuerst nen Laptop dranne. Verbindet den 3020 mit dem WLAN des ICE Hotspot und steckt dann um.

MAC? Ja, die Freischaltung beim T-Hotspot basiert auf der MAC (jedenfalls kann ich, nach erfolgter Anmeldung, den 1. 3020 ausschalten, nach erneutem Einschalten ist er direkt online), aber das geschieht bei mir über den normalen Anmeldeprozeß. (Ich fahre i. d. R. 1. Klasse, da muß man ein Captcha eintippern. Ich habe aber auch eine D1-SIM mit Hotspot-Flat, sodaß wget auch eine Option wäre.)

Was ich mal ausprobieren muß: Hotspot in der 1. per Code aktivieren, er sollte dann in der 2. Klasse (und allen stationären T-Hotspots) ja dennoch online gehen können, da die MAC für 24h freigeschaltet ist. Hmm … :wink:

Ich meinte die Mac-Adresse, die man im 3020 eingeben muss.
Der verbindet sich ja nicht alleine dadurch das die SSID gleich ist.

Doch. In der Regel schon.