Internet-Cafe preiswert/richtig einrichten

Was heißt bei dir schwachbrünstig? Nen 10 Jahre alter Dualcore kann heute mit Lubuntu sehr gut betrieben werden. Und es gibt bestimmt noch andere Distries und Desktop Oberflächen die schlank, einfach und auch in der jeweiligen Sprache des Anwenders eingestellt werden kann.

Und an Rechnern mangelt es auch nicht meiner Meinung. Es gammeln teilweise genug alte Rechner irgendwo rum, die noch funktionstüchtig sind und für solche Zwecke verwendet werden kann. Um ein Speichern zu verhindern werden die Geräte ohne Festplatte bereit gestellt. Dann baut man was mit Network Boot. Hätte dann den Vorteil das man zum Beispiel Einstellungen für einen gemeinsamen genutzen Drucker hinterlegen kann, so das Flüchtlinge Anträge und ähnliches am System ausfüllen und ausdrucken können.

Meiner Erfahrung nach machen sowohl Firefox als auch Chromium mit 1 Gigabyte RAM nur noch wenig Freude, egal wie leicht die Desktopumgebung ist. Wenn man dann noch alles als Live-System lädt (+200MB oder so mehr im RAM), wird es noch schlimmer.

Die Netzbootlösung gefällt mir aber grundsätzlich schonmal viel besser :slight_smile:

Bei uns in der Firma landen jede Woche Rechner mit Dual oder Quadcore (Core2Duo, Core2Quad, AMD Athlon und Phenom) quasi in den Müll. 4 GB RAM haben die meisten davon. Hab schon einige davon gebunkert bei mir Zuhause, für genau solche Fälle. Einer der stärkeren PCs könnte man dann als Server missbrauchen um vom dem das Netboot zu machen. Hier könnte dann auch ein alter HP Laserdrucker angeschlossen werden der hier auch noch rum steht, der leider nur Parallel und USB Port Anschluss hat und diesen frei geben. Insgesamt steht bei mir Netzwerktechnik rum, mit der man locker ner 250 Mann LAN Party befeuern könnte. Fast nur gute alte 3Com Technik. 24 und 48 Port Switche mit 10/100 Mbit Client Ports und Gigabit Uplink. Teilweise mit Glasfaser Anschlüssen. Viele davon Web oder sogar Full Managed.

Und selbst wenn doch was fehlt, irgendwo bekommt man so was immer für kleines Geld her.

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Das wäre cool, wenn wir auf Dich zukommen könnten, wenn das mit Calden zum Tragen kommt.

Ob es sich rechnet solche Sachen durch die Republik zu schicken? Ich befürchte nicht.

Ich würde da lieber mal unverbindlich bei Systemhäusern oder größeren Firmen in eurer Nähe anfragen ob die nicht auch noch ausgemusterte PC Leichen im Keller stehen haben und diese für solche Zwecke hergeben würden. Falls bedenken wegen Daten auf Festplatten geben sollte, diese entweder ausbauen und bei den Firmen lassen, oder in den jeweiligen Firmen die PCs mit ner DBAN CD einmal nullen. Data Removal: Darik's Boot and Nuke - DBAN

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Es gibt da auch das Labdoo-Projekt.

Die haben zumindest gewisse Infrastrukturkapazitäten wenn man Geräte einmal CO2-Neutral durch Deutschland tingeln will. Die kooperieren nämlich mit Firmen, die dann die Rechner in Leerfahrten die im normalen Werksverkehr anfallen, transportieren.

https://www.labdoo.org/de/content/LabdooDACH

Vielleicht mal anfragen. (Die nehmen sonst nur Laptops, aber richtige Rechner werden innerdeutsch eingesetzt).

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Oder wenn es schon neuere SATA Laufwerke sind einfach den secure erase Befehl ausführen.

Hallo @yayachiken,

bei meinen Kubuntu 15.4 gibt es einen Gastbenutzer der alles bei Abmeldung vergisst.

Hallöchen,

Die Anschaffungskosten sind doch meist gar nicht das Problem. Die laufenden Stromkosten werden es eher werden. Üblicherweise reizen nämlich die alten Kisten ihre Netzteile durchaus gerne mal aus. Modernere Geräte dagegen sind dann eben doch eher günstig auf lange Sicht gesehen.

Natürlich ist das nun wieder ein Problem, denn die Anschaffung neuer Geräte ist so gesehen mehr als nur etwas teuer.

Ich habe mal ein ähnliches Projekt versucht umzusetzen. Im Prinzip wollten wir die alte Firmenhardware recyclen und als Thinclients eben für Terminalsessions nutzen. Pustekuchen. nicht, dass es nicht geht, aber es kostet einfach mal im vergleich zu einem neuen Thinclient das 5 Fache an Strom.

Wenn man also darüber nachdenkt solch ein Projekt zu machen, kann man sich jedenfalls kein „Umweltschonend“-Button anheften. Zumindest nicht, für die Strom kosten. Alles an Hardware, was älter als 5 Jahre ist, vergesst wirklich am besten, Bei Notebooks kann man davon absehen, da geht es noch vom Stromverbrauch her aber Standrechner würde ich nicht empfehlen.

Was das verhindern von änderungen angeht, nun ja, PXE als Option A, allerdings stellt sich da die Frage: Verteilt der das dann im ganzen Freifunknetz? oder eben Option B Livedisks. gegen letzteres Spricht eigentlich nichts. man sollte vielleicht die Laufwerke einfach zukleben, damit die Disks an ihrem Platz bleiben.

Ich hoffe, ich konnte ein paar Anregungen und Infos verteilen :wink:

Gruß
Sheogorath

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Theoretisch ja. Kannst du auf zwei Arten verhindern. Erste Möglichkeit, der Server welcher die Images verteilt macht auch gleichzeitig NAT Router. Hängt also mit einer Netzwerkkarte im Freifunk Netz und mit der anderen im Netz wo die Clients hängen. Möglichkeit zwei, alle hängen in Freifunk Netz und der Server lässt nur die bekannten Clients, identifiziert über deren MAC Adresse, die Images booten.

Ho,

Stimmt ich erinnere mich. Das ist mir irgendwann mal bei einer Config über den Weg gelaufen. Ich denke das wäre durchaus eine recht fixe Option.

Naja, hier stellt sich die Frage: Wo kommen die IPs her und warum ist da der PXE Eintrag gesetzt. Klar, kein Ding der Unmöglichkeit, aber kommt hier dann wirklich auf die Community und deren Setup an. Ich würde also ersteres bevorzugen.

Gruß
Sheogorath

wenn es um Stromsparen geht, wie wäre es mit http://pinet.org.uk/ eine Server und vielen RPI, oder http://skolelinux.de/ ließe sich auch dafür nutzen. Ich habe auch noch nicht geschaut welche Sprachen dort möglich sind…

Ich grabe das Thema mal wieder aus.
Hat bisher jemand Erfahrung mit spezifischen Livesystemen gemacht?

Für eine Realisierung eines Internetcafes stelle ich mir, wie schon erwähnt, eine lubuntu Installation vor, die als Gastbetrieb laufen könnte.

Voraussetzungen müsste die jew. Linux Distribution m.E.n. erfüllen:

  • Breite Sprachunterstützung
  • Gastbetrieb (auch Kioskmode genannt)

noch was?