Richtfunkverbindung möglich?

Hallo,
ich bin IT-Berater einer Firma mit 2 Standorten.
Standort1: Gute Internetverbindung (100Mbit Kabel oder 50Mbit VDSL) aber hier findet nur ein kleiner Teil des Betriebes statt.
Standort2: Schlechtere Internetverbindung (16Mbit DSL), hier findet ein Großteil der Arbeit statt.

Beide Standorte sind zwar per VPN vernetzt, aber die Geschwindigkeit hindert den Arbeitsfluss. Eine bessere Internetanbindung für Standort 2 ist kaum bezahlbar.
Die Standorte sind Luftlinie knapp 3km entfernt, allerdings sind einige Bäume und Häuser dazwischen.
Punkt1: Weißenberger Str. 10, 01324 Dresden
Punkt2: Ullersdorfer Mühle 2, 01454 Radeberg
Hier eine kleine Übersicht (Standort1 ist blau): https://dl.dropboxusercontent.com/u/68702405/Screenshot%202016-07-28%2014.01.07.jpg

Jetzt meine Frage: Wie groß seht Ihr Fachleute die Chancen mit vertretbaren Aufwand/Kosten diese 2 Standorte zu verbinden? Vertretbare Kosten sind an dieser Stelle zu vergleichen mit alternativen monatlichen Kosten von über 300€ für besseres Internet (Geschäftsanschluss) plus einmalige Ausbaukosten. Die Verbindung sollte natürlich stabil genug sein um auch im Winter bei Schneefall noch zu funktionieren.
Nach ein paar kleinen Forschungen wäre ich bei: 2 Ubiquiti NanoStation M2 die auf je einem Mast (wie lang?!) auf dem Dach der beiden Gebäude befestigt werden - was sagt ihr dazu?

Vielen Dank schon mal für Antworten.
Markus

hi,
da du es selber schreibst, dass eskeine sichtverbindung gibt. sollte das nicht klappen. wenn du spielen möchtest: ene richtfuinkstrecke gibts für ca 160€ ( tpülink cpe 210/510).
machst du ndenn schon freifunk in deiner firma?
mfg
k.

Hi,

im professionellen Bereich würde ich mich da Richtung Air Fiber orientieren. Die kosten so 1k das Stück und liefern ordentlich Durchsatz. 3 km sind für Air Fiber überhaupt kein Problem.

Falls keine direkte Sichtverbindung möglich ist, kann man sich an einem höher gelegenen Standort einmieten und ein Relay aufbauen.

Ich weiß von anderen Firmen, dass das durchaus so gemacht wird.

Grüße
Matthias

Eine CPE210 haben wir im Einsatz um ein Büro im Nachbargebäude anzubinden, da es versäumt wurde dorthin ordentlich Kabel zu legen. Aber das sind halt 20m und nicht 3000.

Die AirFiber-Serie ist natürlich grandios, aber auch preislich eine ganz andere Kategorie, wenn das dann nicht so funktioniert wie gehofft ist es natürlich auch Mist. Das mit dem Einmieten kam mir auch schon so in den Sinn, da müsste ich mal aufs Dach und schauen welche alternativen Gebäude man sieht.

Kennst du den Wireless Link Calculator?

Gruß, Jan

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s. Link 1. Post :wink: ich weiß halt nicht wie dieses Tool Bebauung und Bepflanzung mit einbezieht.

Sorry, auf den Link selbst habe ich nicht drauf geguckt :wink:

Das Tool schaut nur nach Geländeprofil, nicht nach Gebäude oder Pflanzen oder so.
Ich habe bereits einige Richtfunkstrecken aufgebaut mit Längen zwischen 50 und 5000 Metern, immer mit Ubiquiti Hardware. Ich schätze du kriegst mit zwei Nanobeam da schon nen recht guten Durchsatz hin, ich würde aber eher die PowerBeams nehmen. Die kosten knapp 100 € pro Stück, ich finde das sind überschaubare Kosten für den Vorteil, der dabei raus kommen könnte.
Falls kein direkter Weg möglich ist würde ich, wie bereits angesprochen, über Eck gehen.

Gruß, Jan

Die Powerbeam kannte ich bis dato noch gar nicht, sehr interessant, und von der Funkcharakteristik anscheinend noch wesentlich besser für unsere Zwecke geeignet. Schade, dass man diese nicht in den Calculator laden kann. Preislich natürlich wesentlich angenehmer, selbst die „Großen“.

Klar kann man die in den Calculator laden. Weiterhin würde ich auch die Kanalbreite vergrößern, dann geht mehr Durchsatz durch.
=> Airmax AC auswählen, und dann die Verstärkung anpassen (z.B. 19 dBi für die Nanobeams)

Gruß

Ah alles klar, das mit der Verstärkung hatte ich noch nicht geblickt :wink:

Wenn wirklich Häuser dazwischen sind, dann wird euch wohl nichts anderes übrig bleiben :confused:

Auf die Frage im Betreff kann man den Thread eigentlich zumachen, denn: wenn so klar keine Sichtverbindung möglich ist, dann ist es nicht möglich.

Punkt.
Ende der Diskussion.

(Wer weiterdiskutieren möchte, der mag gern eine Neuauflage von 60-70 Meter Verbindung zwischen 2 Dachwohnungen oder Netzwerk EG VH mit 4. OG HH drahtlos verbinden? versuchen.
Da steht eigentlich schon alles zum Thema. Auch warum das mit CPEs nicht sinnvoll ist.

Schade aber wahrscheinlich ehrlich. Wenn man sich die Strecke anschaut und was alles zwischen den Punkten steht, kann man wohl davon ausgehen, dass es mit einer direkten Richtfunkverbindung nichts wird.
Ich habe leider in der Umgegend auch keine wirklich markanten Bauten gesehen, die von beiden Punkten gesehen werden können, sodass die Idee des Einmietens auch schwer wird.
Für weitere Ideen bin ich immer offen.

Noch 2-3 DSL Leitungen der gleichen Geschwindigkeit dazu Buchen, dann über vps zB. MLVPN, vtund, MLPPP … Wobei letzteres oft schlechter performed beim reassemble der Pakete.
So bauen wir Refugee Unterkünfte wenn zu wenig Geschwindigkeit verfügbar ist vor Ort.

PS: das ist dann richtige Aggregation mit failover und kein load Balance

Hallo Markus,

hast Du schon eine Lösung gefunden?

Sonst möchte ich gerne mit dem Ausspruch des Andrea, Assistent von Gallileo Gallilei antworten:
„Angesichts von Hindernissen kann auch eine Krumme die kürzeste (beste) Verbindung zwischen zwei Punkten sein.“

Wenn es möglich ist - und das Luftbild deutet dies an - suche die einen dritten Stützpunkt in der Mitte, der Vertrauenswürdig ist. Darüber kannst Du dann mit vier Stationen eine verschlüsselte Übertragungsstrecke aufbauen. Zur Not kannst Du dort hinein ja auch noch einen VPN-Tunnel legen.

Kosten: z.B. 4 x Ubiquiti Nanostation M2 (240€) oder M5 (320€) + Zubehör. M5 würde ich wegen der möglichen Kanalanzahl empfehlen. Dann darf aber wirklich kein Baum mehr dazwischen stehen.

Erfahrungsgemäß kannst Du da 150MBit real über ca. 2km pro Teilstrecke erreichen.

Glück Auf
Tom

Genau das ist das Problem, es gibt in der näheren Umgebung kein Gebäude oder Mast, welches eine ausreichende Höhe als Zwischenstation hätte. Einzig ein bewaldeter Berg ist von beiden Orten sichtbar und dort einen Mast aufstellen ist rechtlich und finanziell außerhalb des Sinnvollen. Theoretisch sollte es allerdings sogar klappen, wenn wir auf beide Häuser einen 15m Mast stellen, das ist aber auch ein großer Aufwand, wenngleich auch noch der Kleinere im Vergleich zu manch anderen Ideen.

Hallo Markus,

ich habe leider kein Geländeprofil von deinem Projekt. Ich dachte
eigentlich, dass es mit einem Dreieck möglich sein sollte?

Masten bis ca. 10m Höhe sind meistens ohne Baugenehmigung realisierbar.
Allerdings würde ich da keinesfalls auf den Blitzschutz verzichten.

Grüße
Tom

Dein Geländeprofil… :smile:

Geländeprofile nicht verfügbar],]&travelMode=direct

So wars auch im Eingangspost zu sehen. Ich hab eh erstmal Urlaub, danach gehts weiter :wink: