Umbau TL-WR841ND für Outdoor Einsatz

Hallo,

ich möchte meinen TP-Link TL-WR841N/ND v9 (FF-RE-Datteln-Meckinghoven-01) für den Outdoor Einsatz umrüsten.

Hierfür habe ich im Netz die Anleitungen DIY OutdoorBox und wetterfeste Installationsboxen aus dem Baumarkt gefunden.

Für das Gehäuse habe ich mir den Abzweigkasten T250 herausgesucht. Diese hat auch die Abmessungen aus dem Tutorial.

Die Stromversorgung wollte ich mittels einem PoE Kabelset realisieren.

Ich wohne in einer Mietwohnung, somit kann ich leider keinen Durchbruch nach außen realisieren. Daher habe ich eine Möglichkeit gesucht, ein Kabel durch das Fester zu verlegen. Hierbei möchte ich auf ein Flachkabel zurückgreifen. Dieses soll im oberen Drittel durch das Fenster geführt werden. Ich verspreche mir hierbei den Vorteil, dass das Fenster hier nicht über einen so hohen Anpressdruck verfügt wie im unteren Drittel.

Im Internet, sowie auch hier im Forum, habe ich gelesen, dass die Stromversorgung mittels PoE Kabelset nicht so optimal ist, da Verluste entstehen. Sind diese auf der Länge von 5 m zu verkraften, so dass ich das Gerät noch betreiben kann?

Das Kabel selbst möchte ich mittels PG-Verschraubung in das Gehäuse führen. Da das Kabel nicht rund sondern flach ist, wird mit Sicherheit die Verschraubung nicht abdichten gegen Wasser (Regen usw.). Daher würde ich den Zwischenraum zwischen Kabel und Innenwandung der PG-Verschraubung mit Soudal Fix All Turbo Polymer Konstruktionsklebstoff ausspritzen. Gibt es hiermit Erfahrungen oder weitere Vorschläge wie ich dies realisieren kann?

Gruß
kingmath

Problematisch bei diesen Flachkabeln ist der sehr geringe Querschnitt. Dadurch kommt beim Router nicht mehr die volle Spannung an. Als Ausgleich könntest du dir ein netzteil mit 12V bestellen. Der 841er besitzt im inneren einen Spannungswandler, der aus den 9V vom Netzteil die anderen Spannungen erzeugt. Der Router kommt auch mit 12V klar. Du kannst ja auch mal im Betrieb die Spannung messen.

Als Gehäuse werfe ich mal dieses hier in den Raum. Da ist gleich eine Masthalterung dabei.

Da gibt es auch fertige Einführungen für Netzwerkkabel, in die dann der Stecker gesteckt wird

Bleuibt unterm Strich nur die Frage, lohnt das alles? 841er 15 Euro, Gehäuse nochmal 15 Euro, Durchführung 9 Euro, evtl. anderes Netzteil 5 Euro.

Für das Geld gibt es auch fast eine Picostation.

@SenorKaffee ist doch auch gerade dabei…

Ich muß allerdings noch nachschieben, das ich keine guten Erfahrungen mit dem Flachkabel habe. Wir setzen die in der Firma ein und ich hatte schon mehrfach Exemplare mit Kontaktproblemen im Stecker.

a) Routerdosen müssen nicht wasserdicht nach IPX/IP66 sein. Es reicht „dicht von oben“, d.h. Elektronik unter einer Glocke, die nach unten offen ist und mindestens 3-4cm „übersteht“. Totale Dichtheit ist sogar schädlich, weil das Schwitzwasser (was unvermeidlich ist) nicht weg kommt im Winter.

b) Das Problem der Spannungsversorgung mit passiv-POE sind nicht diese Adapterstücke (abgesehen davon, dass sie 2,1er Innendorn haben an der Netzteilseite wo eigentlich ein 2,5er gebraucht würde -> wackelt!) Das Problem sind die dünnen Flachkabel. Daher: Das WR841er-Netzteil kommt auch mit 16V zurecht (mit Elkotausch auch 25V oder externem LM2596S-Platinchen auch 35V). D.h. 12V-Netzteil oder altes 19V Laptopnetzteil nehmen. Dann reicht es auch für 25m schäbiges Kabel.

c) es muss müssen keine Verteilerkastendosen sein. Gute Emsa/Komax/Lock&Lock tun es auch.
Untauglich sind nur Tupperware und billiges PS-Plastezeug.

P.S. Und hinterher hat man „inkl. allen Teilen“ im Baumarkt mehr Geld gelassen wie für einen TP-Link CPE210 (45€…)

Genau deswegen bei mir der Ghetto-Ansatz, hat 5€ extra gekostet. Allerdings gibt es an der Stelle auch einen Außenstecker für Rasenmäher, der Router müsste irgendwann vom Zaun wieder wegwandern.

[quote=„marc_re, post:2, topic:2077“]
Als Gehäuse werfe ich mal dieses hier in den Raum. Da ist gleich eine Masthalterung dabei. [/quote]

Dieses Gehäuse sieht sehr gut aus.

Damnach bräuchte ich keine Einführung für das Netzwerkkabel, wenn dieses von unten eingeführt wird und eine Schlaufe gelegt wird…

Diesen Beitrag habe ich auch schon gelesen. Jedoch bezweifle ich, dass ich die Box so auf hübschen kann, dass es für die Nachbarn ästhetisch genug ist :confused:
Daher eine Lösung, welche nach Elektriker aussieht…

Der Stecker muss sicherlich auf einer Seite eh abgekiffen werden, damit ich das Kabel in die Dose legen kann. Da das Kabel jedoch nur 4 Euronen kostet, würde ich es auf ein Versuch ankommen lassen :wink:

Ab Revision 9 scheint das wirklich zu gehen :smile:
Ist hier dann der Dauerbetrieb teurer?

Kann man mit diesem einem Gerät auch die Straße „ausleuchten“ aus dem 4 Stockwerk, oder sind die Abstrahlwinkel hierfür nicht so günstig?

In einem Video habe ich gesehen, dass die Anschlüsse nicht komplett abgedichtet sind. Korrodieren diese dann nicht?

Der Stromanschluss ist leider bei mir ein Problem.

  1. Das geht auch mit der V8 und V7 schon. Teuer wird’s nicht von der elektrischen Leistungsaufnahme. Bis darauf dass man halt mit dem Kabel den Mond heizt. Aber je mehr Spannung desto weniger. Denn der Spannungsabfall „auf dem Kabel“ bleibt ja konstant, der Strom sinkt aber mit steigener Quellspannung am Eingang des Routers. Sprich: Kabelverlust („Leistung“) bei Speisung mit 18V nur halb so hoch wie bei 9V.

  2. Ja, der CPE210 hat einen engeren Winkel, nur ca. 60° Öffnung zu den Seiten und 20° nach oben/unten. Was aber nicht heisst, dass daneben gar nix mehr ist, sondern halt nur weniger. d.h. nach vorn gibt’s das doppelte wie bei einem Rundstrahler, zur Seite/Unten nur noch die Hälfte und senkrecht nach unten nur ein Viertel vielleicht noch.
    d.h. wenn man wirklich eine Straße „herunter“ leuchten will zu zwei seiten, dann nimmt man evtl. wirklich besser zwei Stück.

  3. Nein, warum sollte es gammeln. Die Kontaktmaterialien sind ja nicht aus 1970er-Jahre-Grundig-Fernsehern. Die Glocke ist oben „zu“ und Kondenswasser gibt es nicht, da das Gerät mit 3-5W vor sich hinheizt und somit die Thermodynamik auf unserer Seite ist.

P.S: Oder um eine alte Geocacherweisheit zu zitieren: Tüten halten Dosen feucht und schleimig.
Will sagen: Ein Versuch eines 100%-Abdichtens führt zu Behältern, die zwar Wasser hinein, aber nicht wieder herauslassen.
Das ist wie mit dreifachverglasten fassadengedämmten Niedrigenergiehäusern. Da schimmelt es. Zugige Feng-Shui-Hütten sind hingegen fast immer trocken.

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Das könnte beim ancrimpen der Stecker problematisch werden. Die Adern in den Flachkabeln sind deutlich dünner als in herkömmlichen Netzwerkkabeln.

Ich habe mal so ein Slimwire abgemantelt und 1ct als Vergleich daneben gelegt.

Vielen Dank!, das ist aber argh dünn …

dann muss ich wohl eine Möglichkeit finden, den Stecker durch eine Öffnung zu bekommen …

Und wie sieht es bei dem TL-WR841N aus? Ist ja nicht gemacht für den Einsatz draußen …

Dann frage mal den 841er, der in Düsseldorf drinnen bei einem Friseur im Schaufenster steht, in einer Blumen-/Pflanzenlandschaft.
Der wird seit mehr als einem Jahr regelmäßig mit gegossen, versehentlich, wenn schlecht gezielter würde. Das Gehäuse und der PCB sind wohl komplett verkrustet. Aber die Kiste läuft immer noch.

Problematische Kontakte wären letztendlich die Netzwerk und Netzteilbuchsen. Erstere sind vergoldet, also eher unproblematisch. Letztere wäre evtl. ein Problem. Solange da ein Stecker drinsteckt, sehe ich das aber auch nicht als so problematisch an.
Komplette Wasserduschen, wie beim Friseurrouter sollte man vermeiden, das könnte die Platine übelnehmen.
Einen zusätzlichen Schutz biete das lackieren mit enzsprechenden Schutzlacken, wie Plastik 70.
Das letzte extrem wäre dann das eingießen in Epoxydharz. Vergießt man dabei die Buchsen mit, hat man einen Mesh-Router der sogar unter Wasser funktionieren würde, wenn da Empfang wäre :smile:

OT: Was die Grundig-Fernseher angeht: Die waren für problematische Steckverbinder, kalte Lötstellen und weitere Fehler bekannt. Man wollte damals ein Servicefreundliches Modulchassis einführen. Die Techniker wurden mit Modulkoffern ausgerüstet, die Module sollten vor Ort mal eben schnell getauscht werden, und dann nach Grundig zur Reparatur gehen. Hauptfehlerquelle waren aber nachher die Steckverbinder der Module :smile:
Die schlechten Lötstellen hat man bei Grundig allerdings nie völlig in den Griff bekommen und von der Modulbauweise hat man sich schnell wieder verabschiedet.
Die Module wurden häufig in den Werkstätten selbst repariert, weil die Fernsehtechniker sich nicht zu hirnlosen Modultauschern machen lassen wollten. Außerdem war es günstiger.

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Vielen Dank für die Infos. Heute habe ich mein Paket aus der Packstation geholt und den Router gleich komplett ausgepackt :smile:

Das gewählte Gehäuse fällt doch sehr knapp aus. Ich bekomme die Platine aufgrund des Knickschutzes des Verlängerungskabels nicht mehr in das Gehäuse. :frowning:

Aufgrund der Polarisation möchte ich die Antennen in der Stellung wie auf dem Bild anbringen. Eine PG16 Verschraubung geht hier gut über die Antenne und man muss nicht mehr viel Schrauben bis die fest sitzt. Kann dies ein Nachteil sein? Eine PG21 hat doch relativ viel Spiel im offenen Zustand.

Wird das Stromkabel weg gelassen, geht die Platine ins Gehäuse.

Wackeln kann die Platine dann auch nicht mehr…

Wenn man die Rückseite der Platine betrachtet, sind für mich als Laie, zwei Lötstellen über den Stromanschluss zusehen.

Meine Frage daher, kann man den Stecker abschneiden und die beiden Kabel (rot und Schwarz) an die Lötstellen auflöten, so dass die Platine daher Strom bekommt? Falls ja, welches Kabel muss wo angelötet werden?
Von dieser Lösung erhoffe ich mir auch, dass ich zu einem späteren Zeitpunkt dies wieder rückgängig machen kann. Bei Langeweile kann ich die Platine dann in ein anderes Gehäuse einbauen, welches ggf. über ein richtigen Stromanschluss verfügt.

Durch die PG Verschraubungen erhoffe ich mir, dass das Gehäuse dicht wird. Um Schwitzwasser aufzufangen, würde ich in das Gehäuse noch eine Damenbinde stecken, welche theoretisch das Wasser aufsaugt und bindet.

Die Kabel sollten eigentlich so dünn sein, dass ich diese durch die Fensterdichtung führen kann. Den Praxistest mache ich dann :slight_smile:

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ich würde einen passiven POE-Splitter dran setzen.
Und wenn löten, dann direkt an den Schalter an den Ausgang gehen, also rechts oben GND, links +9/12V (im Bild)

Ich habe mir diverse Forenbeiträge durch gelesen. Da wurde immer geschrieben, dass da Verluste etc. entstehen und man besser noch ein neues Netzteil holt, welches 12V anstatt 9V liefert. Das müsste ich in dem Gehäuse dann auch noch unterbringen. Daher habe ich mich erst einmal dafür entschieden, dass ich es mit dem Verlängerungskabel probiere. Klappt das nicht, werde ich wohl auf den Adapter zurückgreifen. Die derzeitige Strecke ist ja nur, einmal durch die Fensterdichtung und gleich danach auf die Fensterbank.
Der POE-Stecker hat doch sicherlich auch einen Knickschutz, so dass ich diesen auch nicht ins Gehäuse bekomme?

Wenn ich das richtig verstanden habe, dann kommt bei

2 --> GND
1 --> +9 oder 12V

angelötet?

Nein.

2 ist + , 3 ist -
1 ist, deutlich sichtbar, leer.

Vielen Dank.

Ein Kollege hatte die Idee, die Buchse auszulöten und dann mit einem Kabel „verlegbar“ zu machen. Finde ich eine gute Idee. Da lasse ich ihn die Woche gleich mal löten :wink:

ich kann meinen Tipp nur wiederholen, nicht an die Buchse zu gehen sondern an (hinter) den Schalter.
Es eliminiert eine Fehlerquelle.

Ich dachte du meinst die eingezeichneten Kontakte. Ich weiß jetzt leider nicht, was du mit hinter den Schalter meinst? Hab mir die Platine von oben betrachtet und sehe da nichts, woran man das Kabel anlöten könnte. Auf der Unterseite sind beim Schalter die sechs Lötstellen, mit rechts oben ein Rechteck, zu sehen. Meinst du diese? Kannst du ggf. ein Bild von einem vorhanden Umbau machen oder kurz eine Skizze? Vielen Dank im Voraus.

Genau das meinte ich.

Und wenn löten, dann direkt an den Schalter an den Ausgang gehen, also rechts oben GND, links oben +9/12V (im Bild)