Von weiter Entfernung Wlan empfangen

Hi,

ich habe eine (hoffentlich) simple Frage.

Ich bin Außendienstler und schlafe öfters Auswärts. In guten und warmen Sommernächten spar ich mir das Geld fürs Hotel und park meistens auf ein Platz mit Aussicht und lass es mir gut gehen.

Kleines Problem: Ich guck gerne Abends vor dem Schlafengehen gern 1-2 Spielfilme an. Meistens habe ich aber entweder schlechten LTE Empfang bszw. mein Datenvolumen wäre schon am 05‘ten des Monats aufgebraucht.

Daher meine Idee: Öffentliche Wlans ‚anzapfen‘.
Selbstverständlich nur legal offene Wlans die für die Öffentlichkeit bestimmt sind und keine Privaten. Gibt es ja in der Regel etliche in einer Stadt.

Wäre das prinzipiell möglich? Ich hätte es mir mit folgendem Equipment vorgestellt.

Laptop > USB Wlan > Sektorantenne

USB Wlan:

Sektorantenne:

Würde das in der Konstellation so klappen wir ich es mir vorstelle:

Abends irgendwo mit Aussicht parken > Antenne auf die Innenstadt richten > Öffentlichen Wlan nehmen > Film ab.

Falls man es mit dieser Konstellation nicht hinkriegen könnte, könntet Ihr mir helfen passende Hardware zu finden? Preislich ist alles unter 1.000,- in Ordnung. Hauptsache mit soviel Reichweite wie möglich.

Vielen Dank vorab.

EDIT: … Mir ist es extrem peinlich… habe mir in der zwischenzeit mal so ein bisschen das Forum angeschaut und ich denke so Endkunden-Support ist hier ein bisschen fehl am Platz. Hatte auf die schnelle nur viele Wlan und Routerthemen geseheb und dachte, dass es perfekt hierhin passt. Hab aber den riesen Elefanten „Freifunk“ im Raum übersehen. Falls jmd trotzdem Zeit und Lust dazu finden paar Zeilen zu tippen wäre ich trotzdem sehr dankbar.

Hallo,

nimm doch ein Android-Tablett und lad dir die Filme von Netflix in den Offlinecache. Das ist legal, billiger und deutlich weniger aufwändig.

Die WLAN-Reichweite zu erhöhen ist im Rahmen der erlaubten Sendeleistungsgrenzen nicht sinnvoll möglich.

Grüße
Matthias

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Ich habe sowas auch schon öfter gemacht wenn ich einen Uplink für einen Freifunk Node brauchte.

Am einfachsten geht das mit einer CPE210. Dessen PharaOS Oberfläche kann sehr einfach via Wizard als WDS Bridge konfiguriert werden und dann Hotspots am LAN Port oder als eigenständige WLAN ausgeben.

Du kannst sie dann mit einem passiven PoE Injektor und einem 12-24V Spannungswandler via Zigarettenanzünder mit Strom versorgen.

Montieren kannst du sie an der Scheibe mit einem Glasheber und als LAN Kabel nimmst du ein flaches damit die Türe noch problemlos zu geht.

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Das wird voraussichtlich mein Plan C werden, wenn alle Strike reißen sollten. Natürlich wäre ein Onlinezugang um ein vielfaches lukrativer um mal kurz andere Sachen zu machen (eMails, Recherchen, Berichte Uploaden, etc.)

Was man nicht alles binnen kürzester Zeit dazu lernt :grinning:
Ich nehme an, damit sind die erlaubten 100mw in DE gemeint? Kurzes Googlen zeigte mir hier folgende Tabelle.
Ergo: Sollte ich nach indischer Hardware (4.000 mw) oder amerikanischer Hardware (1.000mw) schauen? :laughing:

Ich hab wie schon erwähnt nahezu kein Hintergrundwissen in der Materie aber das erste was ich geglaubt habe begriffen zu haben war: Mehr dBi = mehr Reichweite
Laut Hersteller hat das Produkt 9 dBi? Das wäre doch mein im ersten Post gesendetes Produkt (Ubiquiti AM-2G16-90) mit den 16 dBi „besser“ oder?

Und weil ich nur mit einem einzigen Laptop unterwegs bin würde mir ein USB-Wlan-Adapter ausreichen. Und weil ich beim googlen oft auf Awus gestoßen bin dachte ich, dass es das tun sollte was ich bräuchte. Er hätte sogar noch 2 weitere Antennen(-plätze) für 5Ghz z.B.

Hier habe ich einen mobilen Energiespeicher von Suaoki der sein Ding gut macht.


Aber so an sich wäre es theoretisch möglich über eine Entfernung von 1.000 - 1.500 Metern Wlan von „stink normalen“ Routern zu empfangen? Ich lese halt in manchen Ecken von „mehreren Kilometern bei freier Sicht“. So wäre es bei mir ja mehr oder weniger. Weil ich in der Regel irgendwo oben parke steht zwischen mir und dem Router meistens nur eine Hauswand. Und durch die Hauswand hinweg hätte ich ja trotzdem Empfang wenn ich mich z.B. mit dem Laptop direkt vor dem Cafe stellen würde.

Dann entweder anlesen oder direkt sein lassen und einen passenden LTE Tarif buchen!

USB Kram kannste alles vergessen klappt nicht ist Zeitverschwendung.

Weiter als 50 bis 100m zu einem innen stehenden Router wird nix klappen!

Willst du es einfach nimm die Cpe wie ich sagte alles andere ist sehr viel frickelkram.

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Dbi ist völlig egal am Ende bleiben es 20dBm bzw 100mW.

Unterschiede gibt es immer nur beim Antennendesign. Du hast eine Sektorantenne verlinkt, dazu brauchst du noch eine passende Cpe. Für das was die kostet zusammen mit der Cpe und dem Engeriespeicher bekommst du schon mehrere Monate LTE unlimited bzw was mit einem Video Streams free Paket.

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Wenn die CPE210 nicht so fürchterliche RAdios hätte…
Unifi mesh AC mit den Sektorantennen vom Hersteller sind gewiss hilfreicher.
Ist natürlich eine andere Preisklasse.

Und ja, man muss auch dort irgendwie mindestens 19V als Spannungsversorung bauen. ggf. einen 12V-Regler vom Schlage XL6009 nehmen „mit zwei Spulen“, also Buck-Boost-Konfiguration.

die laufen auch als Client (und/oder Client-Bridge).
Notfalls Openwrt einspielen.

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Mit ubis hab ich es noch nicht gemacht und Openwrt ist jetzt nicht wirklich was für Anfänger, obgleich es nicht sonderlich schwer ist.

PharaOS hab ich halt empfohlen weil das Ding 30€ kostet und man das in 5min zusammengeklickt hat.

Aber klar ubi und Sektorantenne bzw einen anderen Strahler sind natürlich besser. Aber für den Preis kann man dann auch ins Hotel gehen oder für 5€ einen daypass unlimited buchen Magenta Tarif vorrausgesetzt.

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Nochmals vielen Dank für den vielen Input.

In der Tat ist dieses „Wlan-Ding“ doch nichts was man sich binnen 1-2 Stunden anlesen kann - Zumindest nicht wenn man es wirklich verstehen will.
Obwohl ich eigentlich eine schnelle technische Auffassungsgabe habe bleibe ich doch bei einigen Punkten hängen.
Gib mir noch ein paar Tage Zeit :grinning: Befasse mich mit diesem Thema gerade mal seit einigen Stunden.

LTE schließe ich aus mehreren Gründen erst einmal aus. Ich würde es sehr gerne mit Wlan realisieren.

Was die Kosten angeht habe ich vom Arbeitgeber bis 1.000,- € grünes Licht bekommen für die Kostenübernahme. Deswegen würde ich gerne mein Budget möglichst ausnutzen um das bestmögliche bekommen, selbst wenn es zum Schluss nur noch um Kommawerte geht.

Der CEP210 ein All-In-One Gerät das genau meine Bedürfnisse beschreibt.
Allerdings denke ich als einfacher Vertriebler: Kann ein ~ 40,- € Gerät wirklich das was andere für mehrere hundert € anwerben?

:flushed: Wäre es möglich eine Empfehlung abzugeben das mehr Leistung hätte - und wie gesagt auch mehr kosten darf (max. 1.000,- €)?

… Und nur rein theoretisch … Falls ich mal in den USA oder in Indien Urlaub machen sollte - Könnte ich den Geräten auch per Einstellung sagen: Hau jetzt mehr Leistung raus (1W / 4W)? Würde doch bestimmt der Reichweite einen enormen Schub geben oder?

Nein. Bringt nichts, wenn du den AP anschreist. Du kannst ihn trotzdem nicht hören, bräuchtest eine Spezialantenne dafür.

Man kann WLAN über mehrere Kilometer bauen, wenn auf beiden Seiten Richtfunkhardware eingesetzt wird. Einseitige Aufbauten funktionieren nicht.

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Die oben erwähnten oder sind es ganz andere? Hättest mir ein Stichwort?

Das Beispiel mit dem Anschreien sollte eigentlich anschaulich genug sein?

Wenn Du eine Richtantenne mit 19 dBi „Gewinn“ hast, darfst Du nur noch mit 1 dBm senden (Kabelverluste mal außen vor). Sendest Du stattdessen mit der „normalen“ Leistung, überschreitest Du das legale Maximum (lies: kann teuer werden) und „brüllst“ vor allem sinnlos auf den befunkten Kanälen, störst also andere WLANs weit, weit weg vollkommen unnötig. Den Empfang verstärkst Du zwar auch, aber da der Sender nicht explizit in Deine Richtung funkt, verstärkst Du primär das gesamte Rauschen — ob Dein Gerät da nun besser die Signale, um die es Dir geht, versteht, hmm. Kann sein, muß nicht.

Oder stell’s Dir wie ein Fernglas vor: Wenn Du mit einem Fernglas „unten auf den Ort“ guckst, magst Du vielleicht einen Freifunkrouter auf einer Fensterbank ausmachen können (Richtfunk auf Deiner Seite) — da der aber kein Fernglas nutzt sondern per Fischauge auf die 360 Grad des Nahbereiches guckt, kann er Dich nicht (besser) sehen (Rundstrahler, zumindest fehlender Richtfunk, auf der Gegenseite).

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Es gibt Richtfunkgeräte wie NanoBeams oder PowerBeams, die haben extrem gebündelte Empfangskegel. Sie können aber oft kein „normales“ WLAN, sondern nur spezielle Standards.

Da ist aber auch wieder das Problem des Rückkanals. Du hörst sie, sie dich aber nicht. Das Problem ist doch auch, wenn du da so’ne wacklige mit -83 dBm-Verbindung hast, dann kriegst du da mit Glück ein paar Textnachrichten durch, aber niemals ein Video!

Nimm dir für 50 € 'nen NanoStation. Was damit nicht geht, geht einfach technisch nicht.

Alles andere macht keinen Sinn.

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Ich nutze seit einziger Zeit erfolgreich meine Kombination aus UAP-Lite im Hotel.
Wahlweise mit Powerbank dazwischen oder nicht.




(Einige Menschen werden hier die DDR-Platte erkennen mit den Monteurswohnungen ca. 2km nördlich er Leipziger Messe, beliebt von den letzten C3…)

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Das ist ne Bombe, wir werden alle sterben

xD

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p.S. Ein UAP ist „Wifi Client“ unter Plain-OpenWRT, der spielt zudem eben NAT und DHCP.
Und der zweite läuft unter Freifunk-Firmware und spannt zudem ein privates Netz auf, damit man überhaupt den OpenWRT-Router konfigurieren kann für das richtige „Hotelnetz“, ggf. auch an dem Captive-Portal vorbei mit Vouchercode etc…

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Die Sendeleistung zu erhöhen ist keine Option.
Ließ dir hier das mal bitte durch:
https://ctaas.de/freifunk.htm#WLAN_Sendeleistung_optimieren

Auch wenn dies Freifunk bezogen geschrieben ist, gilt hier, wenn du laut „rufst“ wird der andere dir nicht laut „antworten“ sondern Gesetzeskonform nur normal „antworten“.
Er wird dich also hören, wenn du stärker sendest.
Du wirst ihn aber nicht empfangen.
Da so der Rückweg nicht funktioniert, geht praktisch nichts mehr.

Sinn macht nur eine sehr gut ausgerichtet Antennen. Bevorzugt sollte das dann aber eine Antenne sein, die möglichst Spiegelförmig (wie ein Satellitenspiegel) ist um vor allem das „hören“ zu verbessern. Also nicht dass senden.

Die Sendeleistung sollte wie schon oben unter dem Link beschrieben nicht zu hoch sondern nach Möglichkeit, entweder genau Gesetzeskonform, oder sogar 1dBi darunter liegen, da dann die Verbindung stabiler wird.

Denkbar wäre z. B.:

Ubiquiti LiteBeam Gen2, 2x2 MIMO Antenne, 23 dBi (bzw. 26 dBi), jeweils mit PoE Adapter
Artikelnummer: LBE-5AC-Gen2
Preis je Stück 60-70

Das Problem, dabei, die Spannungsversorgung, und du brauchst einen Mast oder Baum in der Nähe. Auch deine Beschriebene Betonwand wird das Signal total auslöschen.

Die Ausrichtung wäre mir für nur wenige Nächte, oder gar nur eine Nacht zu aufwendig.

Sinnvoller erscheint mir hier der O2 Free Tarif.
Mit 1000 Mbit kannst du auch noch Videos schauen.
Schau lieber nach einer verbesserten LTE Außenantenne.

Nachtrag:
Ich würde folgenden 3G/4G/LTE Router kaufen:
https://www.gl-inet.com/products/gl-x750/

Die 2 Antennen, an dem Router sind nur für die Mobile Verbindung. Diese solltest du natürlich nach außen auf dein Autodach legen.
Separate Antennen musst du dir selbst suchen.

Du musst dann nur noch die Stromversorgung im Auto sicherstellen. Der Router läuft mit einem 12V auf 240V Netzteil.
Du musst dir für unterwegs also eine KFZ Dose oder ein angepasstes Netzteil besorgen/bauen.

Und einen O² Free Tarif besorgen.

Dann hast du praktisch überall und ständig relativ schnelles WLAN.

In der Art verwende ich es als mobilen Freifunk Router.

Weitere Details zu dem Router sind hier unter diesen Link zu finden (hier bis Outdoor/im Auto nach unten scrollen)
https://ctaas.de/freifunk.htm#LEDE_OpenWrt_Freifunk_Router_Empfehlung

Als letzter Hinweis, der Router ist noch sehr neu.
Daher ist dieser derzeit nur über den Hersteller beziehbar. Ich habe beim Hersteller nachgefragt, lokale Händler und Amazon und co. werden demnächst auch damit beliefert.
Zur Zeit halt noch nicht weiter verfügbar.

Der Router ist insbesondere interessant, da er gescheite Antennenanschlüsse für Mobilfunk hat.
Mehrere LAN Ports hat, wo man Freifunk Router oder PCs usw. direkt anschließen kann.
Der Router ist sehr neu, so dass man davon ausgehen kann dass alle aktuellen Standards gut unterstützt werden.
Der Router läuft weiterhin mit OpenWrt ist somit OpenSource anpassbar.
Und nicht zuletzt ist der Preis Klasse.

Ich wüsste jedenfalls kein vergleichbares Produkt.

Zunächst entschuldige ich mich, dass ich ein paar Tage auf meine Antwort warten ließ.

@wusel & @MPW
Vielen Dank, ich glaube ich habe nun im groben verstanden, wo das Problem technisch gesehen liegt.
Ich werde wie geraten es mal mit einer NanoStation versuchen.

@adorfer
So wie ich es verstehe ich mit diesem Tool an Captive-Portal vorbei? Theoretisch… (aber NUR theoretisch!) könnte man damit auch die ganzen TelekomFON Wlan’s kostenlos nutzen? Das sind die Wlan Zugänge die die ganzen Telekom Telefonzellen haben. Aber man kommt als normaler Client auf einem Captive-Portal und muss sich ein Onlinezugang kaufen bzw. ein Gutscheincode eingeben.

@Dosenfutter
Vielen Dank für den langen Text mit den guten Hinweisen. Langsam sehe ich ein, das es wohl am Ende des Tages doch auf LTE hinauslaufen wird. Aber ein letztes Versuch in Sachen Wlan:

Was ist der Unterschied zwischen Ubiquiti LiteBeam Gen2 und dem Sektorantenne Ubiquiti AM-2G16-90?
Beides scheint aus Leihensicht Antennen zu sein. Der hauptsächliche Unterschied für mich ist, dass der LiteBeam den Strahl konzentriert auf einen kleinen Winkel hat und die Sektorantenne durch den weiteren Winkel von ca. 90° Horizontal sowie Vertial einen schwächeren Signal hat aber dafür eine größere Fläche abdeckt.
Wieso kann ich die Sektorantenne nicht einfach via RP-SMA an einen handelsübliche Router mit RP-SMA Anschlüssen ranschrauben und die Antenne einfach Richtung Ziel justieren?

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Manuel.

  • Im Private-Wifi einloggen des Freifunk-Routers,
  • Captive-Portal „lösen“ per Webbrowser
  • hoffen, dass die UDP-port für den Freifunk-Link nicht geblockt sind durch irgendeine „Gastnetz-Magie“.
  • ins Freifunk-Netz wechseln mit dem Endgerät
  • Ins Freifunk wechseln