CPE-210 stürzt ständig ab, PoE Adapter schon getauscht

Hallo Allerseits,
seit nunmehr zwei Wochen sind wir zu zweit an einer Installation, die mich langsam in den Wahnsinn treibt.

Das Setup:

  • VDSL mit stabilen 50Mbit. Dort als Uplink einen CPE-210, der seit inbetriebnahme störungsfrei läuft
  • DownLink_01, ein weiterer CPE-210, ca. 120m vom Uplink entfernt, der über 30m Cat.6 Patchkabel mit einem 1043 (DL_02) verbunden ist. Dort ist auch der PoE-Adapter verortet.
  • am 1043 einen Rundstrahler und zwei mal ext. Richtantenne mit 8dB, im Gelände zusätzlich noch einen 801 in einem seperatem Gehäuse.

Das gesamte Setup läuft immer wieder mal mehrere Stunden, stützt dann ab, kommt ggf. selber nach 30-40 Minuten wieder hoch oder bleibt OFF. Der DL_02 sendet fleissig FF-WLAN. Es reicht völlig aus, den PoE-Adapter für den CPE (DL) einmal zu resetten. Diesen PoE-Adapter hatte ich gestern getauscht, da ich dachte, dass der einen Schuss hat. Die 30m alleine sollten ja nicht das Problem sein, da TP eine Versorgung von bis zu 65m angibt. Beide CPE werden mit der FF-FW betrieben, da auf den UL auch noch gemeshet wird.

  • Hat jemand eine Idee, wo das Problem stecken könnte bzw. was man noch probieren kann, um eine stabilie Anbindung auf die Beine zu stellen?
  • Hat jemand Erfahrung mit der Spannungsversorgung von einem CPE-210 über 30m Patchkabel und kann vielleicht bestätigen, dass es bei ihm ohne Probleme läuft?

So sieht es aus, wenn alles läuft. Das Problem scheint die Strecke MM_DL zu MM_DL_02 zu sein:

30m ist bei der CPE echt gluecksache und nur bei guten Netzwerk Kabel (CU only) machbar.
Am besten das POE vor der CPE runterhohlen vom Kabel und wieder neu draufpacken mit step up converter. Die CPE braucht rund 18V @adorfer hat das mal getestet seid dem machen wir das so.

Alternativ aktives POE verwenden und Adapter vor die CPE.

Die CPEs sind dafür bekannt, dass sie mit Freifunkfirmware (Gluon) ggfs. mal abstürzen. Konkret hängt sich da irgendwie der WLAN-Chip weg, genaueres hatte glaube ich @adorfer mal getestet und ein Paket geschrieben, dass das fixt.

Wenn du die CPEs nur für Richtfunk einsetzt, dann würde ich die ggfs. mal auf Originalfirmware umfläschen und eine WDS konfigurieren.

Das ist entweder

Ansonsten: Ist alles in obigem Thread erläutert.

bei 30m lohnt es durchaus qualitativ hochweritges kabel zu nehmen, insbesondere die Art der Ader und deren Durchmesser sind da wesentlich , damit kann man den Widerstand bei 30m nach unten drücken und es bleibt ausreichend restspannung am Ende… (wenn denn das das problem ist)

Das hatten wir in

schon diskutiert.

aber das kabel bleibt schneefrei :smile:

Dank erst einmal für die schnellen Antworten. Die von euch angegebenen
Links werde ich nachlesen. Bzgl. der Kabel fehlt mir ein wenig die Kenntnis
wie ich hochwertiges von weniger hochwertigem Patchkabel unterscheiden
kann. Das mit den Schirmungen und Einstrahlfestigkeit (Cat.5 - xxxx) kenne
ich. Hier wird es aber wohl auf den Innenwiderstand, den Litzenquerschnitt
und den Werkstoff/ der Legierung an.

@windoof: „Am besten das POE vor der CPE runterhohlen vom Kabel und
wieder neu draufpacken mit step up converter…“ Das habe ich nicht ganz
verstanden. Was verstehst du unter einem „step up converter“. Meinst du
am POE via Elektronik die Spannung wieder erhöhen??? Die Frage wird
dann sein, ob man den benötigen Strom aus der Leitung bekommt, oder?

LG,
Andreas

Mir ist der „Absturz“ nicht klar umrissen. Handelt es sich hier nun um

  • cyclic freeze
  • cyclic reboot

Die Fehlerbeschreibung des Eingangspostings ist für mich nicht plausibel.
Denn wenn cyclic reboot wäre, dann gabe es maximal 1-5 Minuten „Tot-Zeit“ wenn einer der Watchdogs anschlägt.

Passt also nicht.

Wenn es aber der Wifi-Bug wäre, dann würden die Geräte nicht (ohne spezielle Tools, die nicht Standard im Gluon sind, siehe obiger Thread) von allein wiederhochkommen, vor allem nicht rebooten, sondern allenfalls ohne „ohne Reset“ wieder zu spielen beginnen.

Da es sich aber nach Deinem Bekunden um einen „Absturz“ handelt, tippe ich auf einen echten Hardwaredefekt, denn anders ist es kaum zu erklären, nach derzeitigem Stand.

es kann absolut sein, dass immer wieder nur das WiFi vom MM_DL weg war. Da der in ca, 30 hoch oben in einem Baum montiert ist, kommen wir da nicht wirklich dran. Ich habe halt nur festgestellt, dass der MM_DL nach einen PowerCircle wieder ordnungsgemäß hoch fährt. Vorher hatte ich schon den PoE Adapter getauscht, ibss via ssh Zugriff deaktiviert (ja, der ist neben dem 802.11 bei der FW noch drin und hat eine zweiten Mesh-Link betrieben) und den MM_DL_02 (ex. 841) hatte ich durch einen 1043 ersetzt. (der wird jetzt wohl auch drin bleiben).

Da der andere CPE exakt vie gleiche FW hat und noch nie abgesürzt/abgeschmiert ist, vermute ich, dass es vielleicht tatsächlich an der Spannungsversorgung liegt.

Auf dem Node haben wir inzwischen einen Cronjob hinterlegt, der alle paar Minuten schaut, ob er via IPv6 den DL erreicht, wo er seine Daten her bezieht, Ist dem nicht so, soll er rebooten. Das ist jetzt aber ganz neu und wir müssen schauen, ob das so läuft. Danach sollten wir auch wissen, ob „nur“ das WiFi sich aufhängt oder der Node komplett weg ist. Dann würde ja auch kein Cronjob mehr laufen können…

Du kaufst ein POE Splitter Passiv set fuer 3 Euro dann eine Step Up auf auf 18V direkt vor die CPE bei zu wenig Spannung bedankt die sich mit haengen oder Reboots. 12W bekommste normal im Kabel auf 30m nicht verbraten.
Und ein Speepup kann aus 12V 1A immer noch schoene 18V 0,6A machen was der CPE dann reicht. 1A POE Netzteil setze ich mal vorraus.

Nimm besser, diese, im Dezember von @fuzzle vorgeschlagene Lösung:

1 Like

Alles klar, dann hatte ich das richtig verstanden. Die StepUp-Elektronik packt ihr dann sicherlich in ein kleines Zusatzgehäuse, oder? POE Splitter Passiv set fuer 3 Euro habe ich hier noch ein paar herum liegen…

Hat sich bewährt, siehe Eingangspost in

Dort ist auch er PCB-Typ verlinkt.

@adorfer: Danke, schaue ich mir auch gerne noch an…

Mach wes wie vom @biertrinker hier bebildert, nur mit kleinerem Gehäuse

das script checkt nicht auf ping6 zum gateway, sondern auf die letzten 3 bytes der Mac Adresse mit batctl gwl -
im cron jede minute ausgeführt und mit Fehlerzähler. Bei >10 gibts einen reboot (falls das Kernel zu dem Zeitpunkt noch läuft). Warte die letzten 8 Stunden jetzt schon auf 'nen crash :wink:

https://map.freifunk-rhein-sieg.de/lohmar/#!v:m;n:ec086bc63764

Hab’ das im Wiki von kbu gefunden und lediglich angepasst.

 #!/bin/ash

FAILCOUNTFILE=/var/run/mesh0_failcount
MAXFAILCOUNT=10

# check mesh connections with Meigermuehle and reboot if not present

count=`batctl gwl | grep b0:49:5e | wc -l`

if [ -f $FAILCOUNTFILE ]; then
        read failcount < $FAILCOUNTFILE
        if [ $count -gt 0 ]; then
                if [ $failcount -gt 0 ]; then
                        echo 0 > $FAILCOUNTFILE
                        exit
                fi
        else
        failcount=$(($failcount+1))
        if [ $failcount -ge $MAXFAILCOUNT ]; then
                echo 0 > $FAILCOUNTFILE
                # do not activate logread command - it will fill up flash storage and logfile content is unusable
                # logread >/etc/mesh0_failcount_lastwords_`date +"%Y-%m-%d_%H%M"`
                # debug
                # echo "maximale Fehler erreicht - rebooting ..."
                sync
                reboot
        fi
        echo $failcount > $FAILCOUNTFILE
        # debug
        #echo "Bisher $failcount Fehler\n"
        fi
else
        echo 0 > $FAILCOUNTFILE
        # debug
        #echo "Bisher keine Fehler\n"

fi

aktuell läuft der MM_DL seit heute Morgen 08:54 Uhr ohne Unterbrechung durch.
Der hat sich vermutlich so über das Script gefreut, dass wir das jetzt garnicht
mehr brauchen… :wink:

An der Spannungsversorgung werde ich trotzdem definitiv was verbessern und
da sind eure Tipps super. Das Kabel zu ersetzen, könnte aber auch eine flotte
und nachhaltige Lösung sein. Wie man auf einfache Art und Weise mit einer
Step-Up-Elektronik einen CPE anfahren könnte, müsste ich mir erst noch
überlegen. Eine Klinkenbuchse für die Spannungsversorgung gibt es da ja
nicht. Da müsste ich sicherlich erst einmal prüfen, auf welchen Adern die
passiven PoE-Einschleifung (3,-€ Adapter) die Spannung transportiert…

Siehe auch im Paralleltrhead: TP-Link CPE210 unter Gluon instabil - #35 von adorfer

P.S. Magst Du das bitte auch in den „CPE210-Instabil-Thread“ kopieren, denn bei einem Absturz (dem szenario hier?) wird es kaum helfen.

Da bisher immer nur ein Powercycle der Installation gemacht wurde, nehme ich einen Absturz noch nicht als gegeben hin. Wenn der MM_DL seinen Link zur Gegenseite verliert, ist die gesamte Gegenseite halt weg. Deshalb warte ich auf den nächsten Ausfall. Wenn es nur wifi mesh ist (wie letztens bei einer Unterkunft hier in Lohmar), dann sollte ein automatisierter reboot das wieder glattziehen.

Hier sind parallel noch 6 cpe210 im Lohmarer Netz unterwegs, die keine Ausfälle in dieser Häufung zeigen.