Kritik an regulierenden Strukturen im Freifunk

[quote=„Pinky, post:4, topic:7823“]
Das ist alt hergebracht FF-Denkweise.[/quote]

Jain. Freifunk hat sich die Demokratisierung der Netze auf die Fahnen geschrieben. Aber, aus meiner Sicht jedenfalls, mit lernwilligen und -fähigen Leuten im Hinterkopf. Freifunk ist keine Bringschuld. Knowhow muß derjenige sich auch aneignen wollen. Die Softwarebasis ist eine offene: Linux/OpenWRT. Wer sich darauf nicht einlassen will oder kann, bleibt zwangsläufig außen vor. Es/sie/es kann sich dann seine Knoten von Dritten flashen lassen, aber ohne den aktiven Willen, das sich selbst zu erarbeiten, bleibt’s dann dabei. Wenn das Fachenglisch nicht reicht: die lokale VHS hilft bestimmt gerne. Lehnt man den Schritt ab, kann man sich von Dritten … Nochmal: Freifunk ist KEINE Bringschuld. Freifunk ist ein Mitmachprojekt, wo auf beiden Seiten Menschen versuchen, sich »in der Mitte« zu treffen. Heißt: beide Seiten müssen sich bewegen. Kein »ich brauche das cut&paste-fähig für meinen Spezialfall«, aber eben auch kein »melde Dich, wenn Du Linux-Server 17 Jahre lang erfolgreich administriert hast«.

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Bitte nicht diesen Werbespruch.
Demokratisierung ist nun wirklich nicht das, was FF auszeichnet. Nicht einmal der Wille und die Akzeptanz von essentiellen demokratischen Regeln.

[quote=„Pinky, post:14, topic:7823“]
Bitte nicht diesen Werbespruch.[/quote]

Ein klares „Freifunk ist nicht dazu da, @pinky den Arsch hinterherzutragen“ wäre Dir also lieber? Bitte, gerne. Da nicht für.

Irgendwann ist jeder Geduldsfaden am Ende. Und Du läufst schon im Soll. Deutlich. Narf.

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@wusel sorry, aber ich kann diese Selbstbeweihräucherung im FF nicht mehr hören/lesen. Realität ist: FF ist ein Ellbogen-catch-as-you-can Komglomerat, wo einige selbst ernannte „Richter“ und Schaltknopf-Kontrollierer nach Laune fördern oder blockieren, ohne irgend ein demokratisch-rechtsstaattliches Grundgerüst, ohne irgend eine echte demokratische Struktur.

Einige versuchen, Konflikte per Fair Play zu vermeiden, andere nutzen das dann schamlos aus.

Also, bleib mir mit solchen Werbesprüchen, etwas mehr Ehrlichkeit wäre für FF sicherlich gesünder, als diese Selbstbeweihräucherung.

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[quote=„Pinky, post:16, topic:7823“]
@wusel sorry, aber ich kann diese Selbstbeweihräucherung im FF nicht mehr hören/lesen. Realität ist: FF ist ein Ellbogen-catch-as-you-can Komglomerat, wo einige selbst ernannte „Richter“ und Schaltknopf-Kontrollierer nach Laune fördern oder blockieren, ohne irgend ein demokratisch-rechtsstaattliches Grundgerüst, ohne irgend eine echte demokratische Struktur.[/quote]

Also so, wie es in unserer FDGO gang und gäbe ist. Natürlich kannst Du Merkel abwählen, solange das aber nicht 50+% der Anderen auch tun, ändert sich nichts. Und das wäre bei uns nicht anders. Sicher, es läuft i. d. R. auf eine Person an jeweiligen Schaltknüppeln hinaus, aber wenn die Masse vor Ort mich nicht mehr als Twitterer mag, werde ich die Schlüssel übergeben müssen und gehen — das ist zumindest mein Selbstverständnis. Alternativ kann ich auch jederzeit hinschmeißen, wie Lafontaine seinerzeit.

Ich kenne Deine lokale Ecke des FF-Universums nicht; aus meiner Sicht ist Freifunk basisdemokratisch, mit allen Vorzügen und Schwächen. Falls das bei Euch anders ist, tut es mir leid und meiner Meinung nach läuft da dann was falsch. Und davon bringt mich auch niemand so schnell ab. Das als »Selbstbeweihräucherung« zu bezeichnen, mag aus der eigenen Befindlichkeit ja richtig sein; da Du es verallgemeinerst, stellst Du Dich ins absolute Aus. Nur weil Dir nach eigener Sicht Unrecht widerfahren ist, Freifunk als Ganzes zu diskreditieren: geht’s noch?

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@wusel dann liest Du nicht aufmerksam hier.
Habe vor kurzem etwas nur zur Diskussion stellen wollen, ich hatte dazu keine bestimmte Meinung, es kam ein knappen NEIN und die Diskussion war beendet, bevor sich irgend jemand äussern und Argumente für oder gegen nennen konnte. Hat mit Demokratie nichts zu tun, wenn bereits eine Diskussion unterdrückt wird.

Hab keine Lust, hier jetzt eine Liste all jener Fälle aufzumachen, wo nicht der Hauch an demokratischer Legitimation herrschte, und selbst Merkel kann sich so viel nicht erlauben.

Aber die Diskussion darüber gehört nicht hier hin.

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Wenn du schon so demokratisch bist dann frag’ dich doch mal, warum so ziemlich jeder außer dir mit der aktuellen Situation gut leben kann? Offensichtlich entspricht deine Meinung nicht der Mehrheitsmeinung. Wenn dem nämlich so wäre, hättest du eine Mehrheit hinter dir. Das ist aber nicht der Fall. Demokratie heißt auch, dass man sich fügen muss, wenn die Mehrheit entschieden hat. Aber du regierst darauf damit den Leuten mit provozieren formulierten Fragen, aggressiven Forderungen und Hasskampagnen den Spaß an ihrem Hobby zu verderben.

Also bau erst mal eine richtige Community in deinem Dorf auf und sorg dafür, dass dort nicht alles versandet wenn du den Bogen endgültig bei allen überspannt hast und dich niemand mehr unterstützen will. Aus deinen Posts schieße ich, dass du eher nicht in der Lage bist einen Supernode aufzusetzen und zu administrieren.

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mehr als 50% haben Merkel nicht gewählt, trotzdem regiert sie

235 Nodes, 6 Orte, über 10 Aktive - Stand heute nach 6 Monaten Aufbau.
Ist nicht „Mein Dorf“, weil wir über die Dorfgrenzen hinweg denken und über den Tellerrand hinaus blicken können.

Ahja, Examensabschluss in IT als Vorussetzung zum Mitmachen, aber die Kohle dafür juckt nicht, woher die kommt, fällt vom Himmel, und natürlich stellen sich die Router auch selbst auf , Herr SuperAdministrator.
Aber um Deine Steuerklärung zu machen brauchste dann doch Hilfe? Und Deine Wäsche wäschst Du selbst, oder Mutti?

… und sie reden alle weiter mit ihm, geben ihm die Bühne um sich zu profilieren und zu produzieren, nur … um am Ende, wenn er eigentlich keine Argumente mehr hat, beleidigt zu werden.

So wird dieses zutiefst unsoziale Verhalten noch belohnt, er steht im Mittelpunkt und er macht weiter, weils ja funktioniert.

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dem ich JEGLICHES Recht abspreche, irgend etwas (rechts-)verbindliches für den gesamten Freifunk zu tun und einen Führungsanspruch auszuüben. Ein Verein wie jeder andere FF-Verein, zufällig der älteste. Das wars. Bin ich nicht Mitglied, und er hat in FFRL nicht zu suchen/sagen. Gleiches gilt für das „Council“. Anmassend, grössenwahnsinnige Welt-Gerichtsbarkeit von einigen Selbsternannten, die sich (ohne Regelwerk und Legitimation dazu) mal selbst zum Richter bestimmt haben. Wenn das vom Vorststand FFRL mit getragen wurde und anerkannt wird, so hat der seine Kompetenzen damit überschritten und ist ohne jegliche Bedeutung. Ist nicht mal als Schiedsorgan zwischen den Vereinen legitimiert und grenzwertig zu rechtswidrig nach deutschem Recht.

Edit:
Es gabe eine Vereinbarung (im März, telefonisch) zwischen Felix und mir, wo als Kernthema Buscheid besprochen wurde und wie weiter gemeinsam nebeneinander in Frieden existieren.

Ohne den FFFN gäbe es Freifunk nicht. Aus der ersten Community in Berlin stammt die Idee und die erste technische Grundlage. Sie haben über zehn Jahre Erfahrung und sich unzählige Male um das Thema verdient gemacht. Ein bisschen mehr Respekt wäre durchaus angeraten.

Das Council wurde, meines Wissens nach, durch Nominierung und Wahl aufgestellt. Es setzt sich aus Vertretern aus dem ganzen Bundesgebiet zusammen. Demokratischer geht es wohl kaum.

Auf welche Gesetze beziehst du dich bei deiner Aussage?

… aber fragen wir doch mal anders herum: Wie sähe deiner (@Pinky) Meinung nach die ideale Struktur der Freifunks in der Welt aus, damit getroffene Entscheidung auch für dich Gültigkeit hätten?

  • Welche Organe wären zu schaffen?
  • Wie sähen die Wahlen aus, um diese Organe zu besetzen?
  • Wer erhält die Kontrolle über die global mit Freifunk assoziierten Domains?

ROFL
welches Regelwerk? von wem wann/wo beschlossen?
Dritter Schritt vor den zwei ersten. Grössenwahsinn.

Ich halte nach wie vor das System der Sitzverteilung der AC für nicht nachvollziehbar, da es die Struktur der Republik nicht im Ansatz repräsentativ wiederspiegelt. Informationen dazu sind ebenfalls nirgendwo zu finden.

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hab ich mich nicht mit beschäftigt. Für mich fehlt es im Ansatz bereits an jeglicher Legitimation, gleich wie die Sitzverteilung ist.

Viel gibt es da auch leider nicht mit dem man sich beschäftigen könnte. Die Verteilung sieht zusammengefasst in etwa vor, dass die kleineren Bundesländer einen Sitz haben, die größeren 2 Sitze. :joy:

Die Bildung des Council wurde hier (Vorstellung eines Freifunk Advisory Councils für die Communities) und auf den entsprechenden Mailinglisten angekündigt. Jeder konnte sich an der Diskussion darüber beteiligen und Konstruktives beitragen.

Natürlich muss der erste Schritt weg von der aktuell vorherrschenden Meritokratie hin zu einem demokratischen System von denjenigen gegangen werden unter deren Kontrolle sich die zu regulierenden Instrumente gerade befinden und diese haben damit auch durchaus das Recht über das erste Regelwerk zu befinden.

Das ist mit der Bildung des Councils geschehen. Jetzt, da es das Gremium gibt, kann es aus sich selbst heraus die Strukturen entsprechend anpassen, da die erste kodifizierte Mitsprachemöglichkeit für alle Communities geschaffen wurde.

Stellt man diesen Vorgang in Frage, müsste man auch die Bildung so ziemlich jedes aktuell existierenden demokratischen Staates in Frage stellen. Die ersten Verfassungen wurden auf ähnliche Weise geschaffen. Also kann man den Vorgang als demokratisch korrekten ersten Schritt betrachten.

Demokratie indes bedeutet auch Mitwirkung. Wer der Status Quo in Frage stellt ist in der Pflicht eine Alternative aufzuzeigen. Ich wiederhole also meine Frage: Wir sähe eurer Meinung nach ein ideales demokratisches Gremium aus, dessen Entscheidungen ihr ungeachtet ob sie positiv oder negativ für euch sind anerkennen müsstet?

Ei ei ei, da haste jetzt aber was geschrieben. Das ist doch völlig nerdig und mit nerdigen Kram kann ja Pinky nicht umgehen. Also ist für Pinky Github völlig undemokratisch und nicht relevant.

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@freifunker hat nit nerdig ncihts zu tun, vielmehr muss gefragt werden:
mit welcher Legitimation, mit wlechen VErtretungsanspruch, auf welcher (auch rechtlichen und sozialen ) Grundlage?
ALl das fehlt.
Es ist einfach ein Interressenclub von weitgehenst in einem speziellen Punkt gleich informierten Leuten, die aber in keinster Weise irgendwie reopräsentativ sind oder gar in einer demokratischen Prozedur gewählt, zumal für so was schon wieder dur Grundlagen fehlen.

Also Lions Club beschliesst,. dass X Mitglieder als Gericht für weltweite Streitigkeiten verbindlich sind.

iss nich, gelle?

Aber keineswegs:

Sie waren die ersten und haben die Infrastruktur geschaffen über die wir hier reden.

Alle weiteren Freifunker haben sich ihrer Idee angeschlossen und nicht umgekehrt.

Rechtlich: Die Domain „freifunk.net“ gehört ihnen. Die Software auf der die API basiert wurde von ihnen geschrieben und wird von ihnen gepflegt.

Sozial: Wie oben, alle weiteren Freifunker haben sich ihrer Idee angeschlossen und nicht umgekehrt. Wir alle surfen auf der Welle, die sie gestartet haben. Daraus lässt sich schon ein Führungsanspruch ableiten.

Das eigentliche „Problem“ ist, dass ihr die Popularität von Freifunk und das Ranking von freifunk.net gerne für euer „Marketing“ nutzen möchtet. Wäre dem nicht so, würdet ihr einfach Freifunk machen und euch nicht weiter darum kümmern. Dann könntet ihr auch die technischen Grundlagen von Freifunk nehmen und etwas eigenes unter einem eigenen Namen gründen … ganz nach eurem Gusto. Aber das geht halt nicht, weil euch das den Namensbonus (den wir den Gründern des Projektes verdanken, der Kreis schließt sich) kosten würde.

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ahja, den deswegen gehört Amerika ja auch den Wikingern. Verstehe. Sehr zwingende Logik.
und da Gott am Anfang ja nur 1 Menschen, ähäm Freifunker schuf, waren es natürlich alle.

So hahnebüschene Argumentation hatte nicht mal die katholische Kirche während der Inquisition.

Man lerne: die jetzt regierenden FF-Admins und das Council wurden von Gott eingesetzt und haben ihre Rechte nicht nur auf Lebenszeit, sondern darüber hinaus

Sollte man eigentlich mal in der Presse ne Kolumne machen, aber vermutlich würde die Reaktion anschliessend wegen fahrlässiger Körperverletzung der Leser verklagt, weil die sich alle krumm gelacht haben.

Wenn Du mit so was an die Öffentlichkeit gehst, lacht ganz Deutschland und FF macht sich unsterblich lächerlich.

Meine Fresse, wie borniert muss man sein, um so was zu schreiben?