Was rechtfertigt eine eigene Software ...?

Fortsetzung der Diskussion von Firmware für neue Community:

Meine Meinung dazu:

  • sich den einfachen Weg für eine eigene Infrastruktur offen zu halten…

Da müsste man aber zumindest schonmal einen Teil der Infrastruktur selbst anfangen zu betreiben. Zumindest die Update-Server, denn sonst ist irgendwie nichts gewonnen. (Korrigiere mich, wenn ich da jetzt was nicht sehe, was du dir gedacht hast :slight_smile: )

In Aachen wird übrigens schon an einem Konzept gearbeitet, wie man spezifische Nodes aus der Ferne per Sysupgrade die Domäne/Firmware wechseln lassen kann.

Also bei Wupper scheint es das für jeden zugeben

Man muss nicht mal einen Update-Server betreiben, sondern benötigt nur Platz auf einem existierenden: Ein Verzeichnis reicht, denn im Gluon ist immer eine URL drin.

Sieht das Konzept so aus: Lege statt den Dateien ein cgi-skript hin, dass je nach zugreifenden ip/mac das entsprechenden Manifest und Sysupgrdade ausliefert? Wenn das fertig ist, sollte für einen Fachmann auch in Minuten bis Stunden erledigt sein, stelle forke ich gern das Skript. Falls das wget im Gluon mit redirect klar kommt, wird es noch einfacher, oder?

1 Like

Bitte wupper (Domäne) und Wuppertal (Community) trennen :smile:

Ok, dann hab ich wohl Mist erzählt :blush:

das geht leider nicht für alle Nodes - die mit Uplink gehen mit ihrer „WAN“-IP in Richtung Update-Server und nicht mit ihrer FF-IP[v6]… da kriegst du weder-noch als Information am Webserver…

Eine mögliche (künftige) Lösung wäre allerdings, dass die Nodes an die URL einfach immer noch nen Query-String mit ihrer bspw MAC oder ihrem fastd-Public-Key dranhängen… dann wären sie identifizierbar

Hab ich anders beobachtet: zumindest, wenn der fastd-Tunnel oben ist, geht alles über den Tunnel, und bei mir auch nur über die ipv6 addresse (Basis ist gluon 2014.4). Weil es so in den Routing-Tabellen steht. Der Update-Server der Warendorfer Community hängt allerdings mit eigenem fastd-Tunnel im Mesh: dann ist „directly connected“ zum Router. Die beschriebene Variante macht es jedoch eindeutiger und expliziter. Gibt es da schon Ansätze das in den Gluon-Upstream zu bekommen?

Insgesamt ist der Ansatz aber dafür gut, keine eigene Software mehr zu pflegen.

Ich befinde mich im Königswinterer Gebiet, das im Südosten des KBU-Bereiches liegt. Seit dem Aufkommen der Community Troisdorf, Domäne Wupper, frage ich mich, was wohl das Sinnvollste wäre, da ja nun eine „Konkurrenzsituation“ auftritt. Troisdorf ist praktisch von KBU eingekreist, seit neuestem kommen Nodes in Hennef und Königswinter zu KBU dazu. Ich selbst habe für Troisdorf ein, zwei Router testweise aufgestellt. Nun kommt ein Hennefer und möchte gleich eine eigene Community gründen…

Was ist denn nun die beste Lösung für den Freifunk? Möglichst große Bereiche mit gleicher Firmware zu bilden, oder viele kleinere nach dem FFRL-Modell Domäne/Community? Direkt in Troisdorf haben KBU und FF-Troisdorf jeweils ihre Nodes, die leider nicht gegenseitig meshen können. Ist das nicht irgendwie total Banane?

Wahrscheinlich giibt es keine Optimale Lösung, nur Lösungen. Wir sind glücklich geworden: Siehe dazu auch:

Fazit: Wir sind uns einig das wir gemeinsam an einem arbeiten wollen: Freifunk.

Hilft nur, miteinander zu reden! Am besten persönlich!

EDIT: Beste Lösung durch Optimale Lösung ersetzt!

Es gibt immer eine beste Lösung für die aktuelle Situation.

  1. Fall: Wir haben mehrere benachbarte Communities, die gerade entstehen. (Beispiel: Troisdorf, Hennef) Macht es Sinn, zusammen eine Software zu nutzen, oder jeder macht sein Ding, unter der Annahme, dass Know How vorhanden ist?
  2. Fall: Es gibt eine große Community und eine benachbarte kleine, die gerade entsteht (Beispiel: KBU, Troisdorf). Was ist dann?
  3. Fall: Eine Community wird sehr groß und macht viel Overhead-Traffic. Da macht es dann doch Sinn, die aufzuspalten, oder nicht?

Was mir nach diesen ganzen Wochen und Monaten noch fehlt sind eine oder mehrere fundierte Aussagen, welche Konfiguration am besten in der Praxis funktionieren, und wie Freifunk in 2, 3, 5 Jahren aussieht (technisch gesehen), wenn man die aktuellen Experimente und Entwicklungen betrachtet.

signed, das ist total Banane!

Wenn in Hennef bereits KBU ist wird der ffrl dort keine Community Gründung unter unserer Flagge zulassen…wir möchten eine nettes Miteinander in Koexistenz mit klar abgesteckten Zuständigkeiten und keine infantilen Rangeleien provozieren.

1 Like

Mit Verlaub, aber

das ist auch nur ein frommer Wunsch. In Troisdorf gab es längst mehrere KBU-Router, als die Community Troisdorf dort ihre eigenen Router begann aufzustellen. Ich erinnere mich dunkel, dass die Begründung dafür sinngemäß war, dass man einfach sein eigenes Ding machen wollte. Kann mich aber auch falsch erinnern.

Und bitte jetzt keine Diskussion über Troisdorf. Ich will wohlüberlegte Meinungen hören.

Ich bin nicht aus Troisdorf oder der KBU, deshalb bin ich da im Prozess nicht drin gewesen und kann da nichts drüber sagen.

Was ich geschrieben habe gilt dennoch insgesamt für den Verein - wenn es so war, wäre das an der richtigen Stelle eingekippt umgehend unterbunden worden!

Im Gegenteil. Wir haben weder ein Problem damit Router in die richtigen Hände abzugeben (wie bspw. im Fall Osnabrücker Großraum), noch eine ganze Community ins bessere Umfeld zu überlassen (wie bspw. im Fall Münsterland / Warendorf).

Dementsprechend kann ich wirklich nur sagen, dass das dann im Fall Troisdorf ein bedauerlicher Sonderfall ist, den man, sollte es da zu Kollisionen kommen, ernsthaft besprechen müsste.

Ja, es gab bereits KBU Nodes. Davon waren Sicherlich einige von uns selbst. Da Freifunk aber auch ein Technik Thema ist und wir uns damit auch beschäftigen wollen, haben wir festgestellt das uns die Vorgehensweise und genutzten Technologien von KBU nicht gefallen und wir für unsere Zwecke besser in den FFRL passen.

Dort hat sich dann wupper gefunden, die uns aufgenommen haben, womit wir sehr glücklich sind.

Ich fände es aber auch unsinnig hier Im Rhein-Sieg Kreis jetzt 5 Communitys auf kleinstem raum zu haben

Das ist ebenfalls unsinnig, stimmt.

Aufgrund meiner eigenen Verunsicherung habe ich mal in die KBU Map gesehen. Tatsächlich gibt es jeweils einen Router in Troisdorf, sowie einen Router in Hennef.

http://map.kbu.freifunk.net/list.html

Ist dann eben auch fraglich, ob die Router überhaupt schon existent waren, oder ggfs. auch gar nicht in der Karte eingetragen, als die Troisdorfer von KBU zu FFRL umgeflasht haben - war ja dann auf eigenen Wunsch…

Die sind Relativ Neu.

Soweit ich weiß wird aber mindestens einer der Beiden auf unserem Treffen am 9.3. anwesend sein. Wir versuchen möglichst alle nodes in Troisdorf auch auf unserer FW zu haben.

Man kann aber natürlich keinen Zwingen eine Bestimmte Community zu nutzen.

OK. Ist ja nicht verboten, einen eigenen Freifunk aufzumachen.
Jetzt würde ich gerne noch die Techniker von KBU hören: Wie schätzt ihr die Zukunft vom KBU-Netz ein? Wann ist der Punkt eines Splits erreicht, was wollt ihr dann machen?

1 Like

Und hier mal eine Meldung aus Hennef :blush:

Wir hatten in Hennef bisher keine angemeldeten KBU-Nodes (nach unserem Kenntnisstand). Der KBU-Node war ein Test von uns selber. Wir haben derzeit noch zwei Nodes von Troisdorf im „Stadtgebiet“ wovon einer immer offline ist.

Wir haben uns in Hennef vor der Einführung unserer offiziellen Firmware persönlich sowohl mit KBU als auch mit Troisdorf getroffen. Weiter haben wir mit verschiedenen Communitys im FFRL bzw. dem FFRL und Domänen sowie dem Verein freier Netze NRW getextet.

Wir haben uns für eine Anbindung an Wupper entschieden weil eben auch Troisdorf dort ist und wir eine sowohl räumlich als auch persönlich sehr gute Beziehung haben. Wir werden weiter eine gute Beziehung zu KBU und anderen Gruppen halten. Die Vorgehensweise ist einfach nur eine andere, das Ziel dasselbe. Dazu kommt noch der Status als Provider von FFRL der uns sehr sinnvoll erscheint.

Troisdorf und Hennef haben auch eine ganz andere Ausgangslage als Köln/Bonn. Es handelt sich einfach um kleine Städte, bei denen die Nerd- bzw. Idealistendichte nicht ganz so groß ist wie in Großstädten. Hier schafft der regionale Bezug deutlich mehr Vertrauen und nimmt die Angst vor Freifunk. Auch bei der Lokalpolitik.

Übrigens sind wir technisch weitestgehend identisch mit Troisdorf. Unsere Firmware wurde von @stefan aus der troisdorfer geforkt. Wir werden persönlich/technisch auch weiterhin zusammenarbeiten um ein Wirrwarr zu vermeiden. :wink:

1 Like

Wenn man mal einen Blick in die Glaskugel wirft und in die Zukunft schaut, und dann viele viele Router in den Innenstädten von Troisdorf und Hennef sieht, dann macht die Aufteilung ganz bestimmt Sinn. Auch das Identifizieren mit dem regionalen Freifunk - und nicht mit dem riesigen Gebiet Köln/Bonn - ist bestimmt vorteilhaft. Ich hoffe nur für Euch, dass auch die Admin-Fähigkeiten und die Admin-Zahl mitwächst und beide Communites das möglichst für sich selbst schaffen werden. Es wäre fatal, wenn der Aufwand zu groß wird für die wenigen Leutchen, oder man sich vielleicht verkracht und die Infrastruktur dann ohne Betreuung dasteht. Ich wüsche Euch deswegen gutes Gelingen und Glück. Der Freifunk kann es brauchen, schaut man sich die News der letzten Zeit an, da gibt es die Politik, die Hacker, die unterschiedlichen Auslegungen des Freifunk-Gedankens…

1 Like